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Alle Bundesligaspieler des HSV seit 1963

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Mathias Abel (22.06.1981)

Aufgewachsen in der Jugend des 1.FC Kaiserslautern, zu der er vom SV Wiesenthalerhof kam, versuchte er zunächst in der Oberliga Südwest bei Eintracht Kreuznach sein Glück (23 Spiele, 3 Tore). Gelangte über die Zwischenstation bei den Amateuren von Borussia Dortmund (35 Partien und 2 Tore in Regional- und Oberliga) 2002 zum FSV Mainz 05. Viele langwierige Verletzungen (z. B. Kreuzbandriss) sorgten in den letzten Jahren immer wieder dafür, dass der Durchbruch des Manndeckers nicht gelang. Aber er stieg mit den Mainzern 2004 in die 1. Bundesliga auf und war hier eine wichtige Stütze. Neben 3 Toren  und 44 Begegnungen in der "Bel Etage" kam er zu weiteren 41 Einsätzen in der 2. Liga (1 Tor).
2006 heuerte der ehemalige U21-Nationalspieler bei Schalke an, kam aber mit Trainer Slomka nicht klar, Neben 2 Spielen im Liga- und 1 Partie im DFB-Pokal wurde er lediglich 5 Minuten gegen den VfL Wolfsburg in der Bundesliga eingesetzt. Wurde deshalb in der Winterpause zum HSV ausgeliehen, sollte hier die  verletzungsbedingten Lücken in der Abwehr schließen. Als Ergänzungsspieler zweimal bei den Amateuren eingesetzt und nur 7 mal bei den Profis. Zum Ende der Saison verzichtete der HSV auf einen Kauf. Kam bei Schalke jedoch nicht mehr zum Einsatz, da er gleich im September einen Kreuzbandriss erlitt.
Unternahm im Sommer 2008 beim 1. FC Kaiserslautern einen neuen Anlauf. Aber auch hier wurde er nur bei 4 Partien der zweiten Mannschaft eingesetzt, bevor er im Januar 2009 seinen dritten Kreuzbandriss erlitt. Er versuchte im zweiten Anlauf, sich bei den Pfälzer Profis durchzusetzen, kam aber zunächst wieder nur bei den Amateuren zum Einsatz (16 Spiele und 2 Tore in der Regionalliga West. Der FCK stieg ohne sein Zutun in die Erste Liga auf. Hier lief er am 30. Oktober 2010 (gegen Gladbach) erstmals in der Bundesliga für die Pfälzer auf. Kämpfte sich dann in die Stammformation. Zwischenzeitlich Kapitän. Musste mit den Roten Teufeln am Ende der Saison 2012/2013 nach 41 Einsätzen (2 Tore) wieder den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Nach einer eher durchwachsenen Saison mit nur 7 Einsätzen trennten sich im Sommer 2013 die Wege. Er brachte es auf 93 Einsätze und 5 Tore in der Bundesliga und 48 Einsätze (1 Tor) in Liga Zwei.
Wurde kurz mit Beijing Baxy in China in Verbindung gebracht, was sich allerdings als Ente entpuppte. Nachdem er über ein Jahr lang keinen neuen Verein fand, beendete er im Oktober 2014 seine Karriere und wurde ein Monat darauf in den Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern gewählt. 2016 fungierte er nach der Entlassung von Kuntz kurz als kommissarischer Sportvorstand.

BL-Saison Spiele Tore
2006/2007 7 0

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Otto Addo (09.06.1975)

Der Mittelfeldspieler aus Ghana mit deutschem Pass (Vater ist Arzt) ist ein echter "Hamburger Jung." Trotzdem bekam er immer wieder Probleme mit neonazistischen Idioten. In der Hansestadt geboren, verbrachte er seine Jugend beim Hummelsbütteler SV. 1991 wechselte er für ein Jahr zu der HSV-Jugend und dann zum Bramfelder SV. Lief ab 1993 in der Oberliga Nord für den VfL 93 Hamburg auf (28 Spiele, 2 Tore), stieg sofort in die Regionalliga auf, wo er in 2 Jahren in 52 Einsätzen 2 Tore erzielte. 1996 wechselte er zum damaligen Regionalligisten Hannover 96 (63 Partien, 13 Treffer), mit dem er nach 2 Jahren ebenfalls in die 2. Bundesliga aufstieg (30 Spiele, 7 Tore).
1999 in die 1. Bundesliga zu Borussia Dortmund. Da er hier durch mehrere Kreuzbandrisse immer wieder zurückgeworfen wurde, kam er in 6 Jahren nur zu 75 Erstligaeinsätzen (und 11 Toren). Konnte deshalb auch im Meisterjahr 2002 nur in 8 Partien mitwirken. Berühmt wurde sein Tor am 24.09.2003 im UEFA-Cup bei Austria Wien mit gerissenem Kreuzband. Zumindest stand er 2002 im UEFA-Cup-Finale gegen Feyenood Rotterdam. Im UEFA-Cup und der Champions League wurde er insgesamt 12 mal eingesetzt und erzielte dabei 2 Treffer. Im Ligapokal 2003 wurde er 5 mal aufgestellt und stand im Finale gegen den HSV. Bei den Amateuren in der Regionalliga musste er in 5 Partien aushelfen.
Beim FSV Mainz 05 wollte er in der Saison 2005/2006 einen Neuanfang starten. Es reichte aber nur für ganz kurze Zeit zu einem Stammplatz (19 Spiele), dazu 5 mal im DFB-Pokal und 3 mal in der Qualifikation zum UEFA-Cup. Deshalb ging er im Sommer 2007 in seine Geburtsstadt zurück und wollte bei den Amateuren des HSV seine Karriere ausklingen lassen. Zog sich 11 mal das Trikot der Zweiten über. Bedingt durch viele Verletzungen holte ihn Huub Stevens in den Profikader, wo er vier Spiele absolvierte. Der 15fache ghanaische Nationalspieler (wirkte auch bei der WM 2006 mit) wollte dann nochmals für die Amateure seine Stiefel schnüren. Doch sein lädiertes Knie ließ keine weiteren Spiele zu. oder wie im HSV-Live stand: "Das Knie hat gewonnen, er ist nun Invalide." So beendete er schweren Herzen im September 2008 seine Karriere. Insgesamt lief er 98 mal in der Bundesliga auf und erzielte dabei 11 Tore. Hinzu kommen 30 Spiele (7 Tore) in der zweiten Liga und 129 Begegnungen mit 15 Treffern in der Regionalliga Nord.
Er blieb aber weiterhin dem HSV erhalten und übernahm im Winter das Amt des Co-Trainers der U19. Im Sommer 2010 wurde er zum Chefcoach der Junioren befördert. Im September 2013 übernahm er nach der Entlassung von Thorsten Fink als Interimslösung für eine Woche als Co-Trainer von Cardoso die Profis. Im Herbst 2014 wurde er als Nationaltrainer von Ghana gehandelt. War dort dann bis Ende 2015 als Chefscout unterwegs. Anfang 2015f teilte der HSV mit, dass sein Vertrag im Sommer 2015 nicht verlängert würde. Im Januar 2016 wurde er als Co-Trainer des FC Nordsjaelland in Dänemark vorgestellt.
Im Sommder 2017 war er wieder in der Bundesliga zurück, allerdings als Co-Trainer bei den Gladbacher Borussen, sollte hier für den "Übergang zwischen dem Jugend- und Lizenzspielerbereich" verantwortlich sein.
Im Mai 2013 wurde er in den Medien erwähnt, als er drei jungen Leuten zu Hilfe eilte, die auf offener Straße von 2 Schwachköpfen angegriffen und geschlagen wurden. Im gleichen Monat erhielt er auch sein Trainerdiplom. Zu seinem Führungsstil meinte er: "Insgesamt sehe ich mich als strengen Trainer, der seine Mannschaft disziplinieren und fokussieren will."

BL-Saison Spiele Tore
2007/2008 4 0

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René Adler (15.01.1985)

Er galt als eine Art Wunderkind und schien für Jahre die Nummer 1 der Nationalelf gepachtet zu haben. Aber dann kam die schwere Verletzung.....
"Adel" kam 2000 als 15jähriger vom VfB Leipzig zur Jugend von Bayer Leverkusen. Die ersten Jahre wohnte er beim Bayer-Torwarttrainer Rüdiger Vollborn, eine Leverkusener Ikone. Stieg dann 2 Jahre später ins Nachwuchsteam auf und wurde 2004 Backup für Hans-Jörg Butt bei den Profis. Aber seine Chance erhielt er erst, als Butt wegen einer Roten Karte pausieren musste. Im Februar 2007 feierte er gegen Schalke seine Premiere und ließ sich von da an nicht mehr aus dem Leverkusener Tor vertreiben. Er machte für die Werkself 138 Bundesligapartien, war 11 mal im DFB-Pokal dabei und war auch in Internationalen Pokalwettbewerben (UEFA-Cup und Europa League) 25 mal sicherer Rückhalt. Mit der Werkself wurde er 2011 auch Deutscher Vizemeister und 2009 Vizepokalsieger.
Er war Stammkeeper in allen DFB-Jugendmannschaften, nahm 2001 an der U-16-EM in England und 2004 an der U-19-EM in der Schweiz ebenso teil wie an der U20-WM 2005 in den Niederlanden. Auch für die U21 lief er im Nationaltrikot auf, bei der EM 2006 (in Portugal) war er aber wegen einer Rippenverletzung nicht dabei. Da sein Talent unübersehbar war, verwunderte es auch niemand, dass er im Kader der EM 2008 in Österreich und Schweiz stand. Er wurde ohne Einsatz Vize-Europameister. Im Oktober 2008 streifte er gegen Russland erstmals das Nationalmannschaftstrikot über. Er überzeugte auch hier durch seine überragende Klasse. Logische Konsequenz, dass er zur WM 2010 in Südafrika als Stammkeeper reisen sollte. Aber kurz vor der Abreise musste er wegen einer Rippenverletzung absagen.
Diese Verletzung kostete ihm seine Nationalkarriere. Er kam nur noch zu einem Einsatz. insgesamt machte er bis jetzt 13 Spiele (Stand Februar 2016) in der Nationalelf. Durch eine Verletzung verlor er auch seinen Stammplatz bei Leverkusen. Durch eine Operation der Patellasehne außer Gefecht gesetzt konnte sich der junge Bernd Leno profilieren und wurde die neue Nummer 1 im Bayer-Tor. René saß nur noch auf der Ersatzbank und im Sommer 2012 wurde sein Vertrag nicht verlängert.
Obwohl Jaroslav Drobny durch eine starke Rückrunde im Abstiegskampf eine Stütze des HSV war, griff Sportchef Arnesen zu, als Adler ablösefrei zu haben war. "Wenn man einen deutschen Nationaltorwart mit 27 Jahren ablösefrei holen kann, dann ist das eine spezielle Chance." Und René schien schon am ersten Tag das Vertrauen zurück zu zahlen. Ohne Berührungsängste übernahm er sofort die Rolle des Führungsspielers und dirigierte lautstark seine Abwehr. Er glänzte schon in den Vorbereitungsspielen, wo man ihm aber doch die fehlende Praxis anmerkte. War dann die ganze Saison ein souveräner Rückhalt. Auch 2013/2014 rettete er einige Punkte, ließ sich aber auch mit bösen Patzern von der Unsicherheit seiner Vorderleute anstecken. Konnte die Relegation wegen eines Bandscheibenvorfalls nicht bestreiten. In der neuen Saison, wo er anfangs auch verletzt ausfiel, wurde er zur Nummer zwei zurückgestuft und Jaroslav Drobny erhielt statt ihm das Vertrauen des Trainers. Doch als Labbadia in der turbulenten Schlussphase geholt wurde, war René wieder sicherer Rückhalt im Abstiegskampf und in der Relegation.
In den nächsten 2 Jahren sicherer Rückhalt. Zog sich leider im April 2017 bei einem Zusammenprall mit dem Dortmunder Aubameyang einen Rippenbruch zu und konnte so seine Mannschaft nicht im brutalen Abstiegskampf unterstützen.
Nachdem  der HSV nicht mehr auf ihn baute, verließ René nach 119 Einsätzen in der Bundesliga und 9 Partien im Pokal die Hanseaten, obwohl er gern geblieben wäre.  Nachdem er zahlreiche Angebote, vor allem auch aus England erhielt, unterschrieb er beim Rivalen 1.FC Mainz 05.
Auch Bundestrainer Löw würdigte seine Leistungen und berief ihn kurzzeitig wieder in die Nationalelf. Hütete im Februar 2013 gegen Frankreich das Tor, doch Löw bootete ihn kurz vor der WM 2014 wieder aus.

BL-Saison Spiele Tore
2012/2013
2013/2014
2014/2015
2015-Rel
2015/2016
2016/2017
32
30
12
2
24
19
0
0
0
0
0
 0
DFB-Pokal Spiele Tore
2012/2013
2013/2014
2014/2015
2015/2016
2016/2017
1
3
1
1
3
0
0
0
0
0

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Ailton da Silva (19.07.1973)

Zuhause spielte er in seiner brasilianischen Heimat bei Clubs wie Santa Cruz FC, Ypiranga FC, Mogi Mirim EC, Internacional Porto Alegre, Guarani FC oder UANL Tigres (in Mexiko). Der Vollblut- Stürmer versuchte ab dem Oktober 1998 sein Glück in Deutschland und kam in den 6 Jahren bei Werder Bremen (zunächst unter Felix Magath) ganz groß raus. 169 mal lief er für die Weser-Mannschaft in der Bundesliga auf und erzielte dabei stattliche 88 Tore, wurde dort auch Bundesliga- Torschützenkönig. Im DFB-Pokal kam er auf 12 Treffer in 20 Partien. Im Liga-Pokal kam er auf 3 Einsätze. Im UI-Cup reichte es in 6 Begegnungen nur zu 2 Toren. Im UEFA-Cup war er in 16 Spielen 4 mal erfolgreich. Er wurde mit Bremen 2004 Deutscher Meister und gewann 1999 und 2004 den DFB-Pokal, hier stand er zudem 2000 im Finale. 2004 wurde er auch "Deutschlands Fußballer des Jahres." 
2004 wechselte er zu Schalke 04, konnte dort aber nicht - auch wegen seines Eigensinns - die Erwartungen erfüllen. Trotzdem trug er mit 14 Treffern in 29 Begegnungen erheblich mit dazu bei, dass die Westfalen Vizemeister wurden. Er wurde auch im DFB-Pokal im Halbfinale und im verlorenen Endspiel eingesetzt (1 Tor). Im UEFA-Pokal kam er auf 7 Spiele und 1 Tor. Nach nur einer Saison "flüchtete"  er zu Besiktas Istanbul. Doch auch hier wurde er nicht glücklich, machte 13 Spiele und 4 Tore in der "Süper Lig" sowie 3 Partien und 1 Tor im UEFA-Cup.
In der Winterpause 2005/2006 holte der HSV den "Kugelblitz" (wegen seiner Körperfülle so genannt) auf Leihbasis, als Ersatz für Emile Mpenza. Doch 3 Tore waren für eine Vertragsverlängerung zu wenig. Trotzdem erreichte er mit dem HSV den dritten Platz. Nach einer kurzen Rückkehr (1 Monat) zu Istanbul ohne Einsatz im August 2006 für 1/2 Jahr nach Serbien zu Roter Stern Belgrad. Seine minimalistische Bilanz: 83 Minuten in der Liga und 2 Spiele und 1 Tor im UEFA-Pokal. Im Januar 2007 in die Schweiz zu Grasshoppers Zürich ausgeliehen, wo es besser lief (10 Tore in 15 Partien in der "Raiffeisen Super League" und 1 Spiel im Pokal). Im Sommer 2007 erneut in die Bundesliga zum Aufsteiger MSV Duisburg. Nach auch hier nicht überzeugenden Leistungen (1 Treffer in 8 Begegnungen) wurde er im Januar 2008 suspendiert und wechselte im Februar zum ukrainischen Verein FC Metallurg Donezk. Im kalten Osteuropa wurde er aber nie warm (lausige 2 Spiele und 1 Tor), weswegen er im Sommer 2008 nach Österreich zum SCR Altach ausgeliehen wurde. Aber auch hier fiel er in erster Linie durch Eskapaden auf, nahm an Spielen wegen angeblichen Verletzungen nicht teil. Er erzielte in 12 Spielen 7 Tore. Als ihn niemand mehr wollte, beendete er im Januar 2009 nach 219 BL-Spielen mit 106 Toren seine internationale Karriere.
Im März 2009 spielte er in seiner Heimat beim zweitklassigen Campinense Clube, bevor er im Juli 2009 in China bei Chongqing Lifan anheuerte. Im November 2009 erstaunte die Meldung, dass der sechstklassige KFC Uerdingen 05 den Brasilianer verpflichten möchte. Ailton spielte dann 1/2 Jahr in der Niederrheinliga. Im Sommer 2010 zog es ihn wieder nach Bremen zurück zum Vorortverein FC Oberneuland (3 Treffer in 13 Partien) in die Regionalliga Nord. Aber auch hier hielt die "Ehe" nur bis Januar 2011. Ein Monat später kehrte er nach Brasilien zurück, nachdem er zuvor in insgesamt 8 Ländern gespielt hatte. Er schloss sich Rio Branco Esporte Clube an, seine 20. Station im Profifußball. Aber Deutschland hatte es ihm angetan. 2012 sorgte seine Teilnahme am "Dschungel-Camp" für peinliche Berühmtheit. Seit Juli 2012 stürmte er für den rheinhessischen Sechstligisten Hassia Bingen. Trotz seiner 13 Tore stieg die Mannschaft in die Landesliga ab, "Toni" blieb aber. Doch im Dezember 2013 verkündete er seinen endgültige Abschied von der Fußballbühne. Im September 2014 bekam er in Bremen sein Abschiedsspiel.
Türkischer Pokalsieger (2006) und serbischer Meister (2007) lauten neben den Erfolgen in Deutschland die Meriten des antrittsschnellen Stürmers. Es kursieren immer wieder Gerüchte, dass Toni zu Werder Bremen zurückkehrt, vermutlich als Scout.

BL-Saison Spiele Tore
2005/2006 13 3

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Jörg Albertz (29.01.1971)

Von 1993 bis 1996 war der rotblonde "Ali" beim HSV unter Vertrag. Zuvor spielte er in der Jugend bei PSV und Borussia Mönchengladbach und war dann 3 Jahre bei Fortuna Düsseldorf, für die er auch zwischen 1990 und 1992 in der Bundesliga 23 mal (1 Tor) zum Einsatz kam. In der zweiten Liga (Saison 1992/1993) bestritt er für die Düsseldorfer 35 Partien und erziele 3 Tore. Wuchs beim HSV sehr schnell in die Rolle eines Stammspielers und Lieblingsspielers. Eine absolut feste Größe, wurde HSV-Kapitän. Vor allem die unglaubliche Schusskraft seines linken Fußes war von den Gegnern gefürchtet.  Feierte am 22. Februar 1995 in Porto sein Debüt in der A-Nationalmannschaft (es folgten aber nur noch 2 weitere).
Anschließend wechselte er nach Glasgow zu den Rangers. Hatte vom damaligen Präsidenten Uwe Seeler das Versprechen, dass er bei einem lukrativen Angebot gehen könne. Es folgten 5 erfolgreiche Jahre in Schottland. 3x Schottischer Meister (1997,1999,2000), 2mal Platz 2, 2x FA-Cup-Sieger 1999 und 2000.  In der Premiership 132 Spiele und 48 Tore, im FA-Cup 2 Partien (1 Tor). Auch international sehr erfolgreich: 14 Begegnungen in der Champions League (3 Tore) 13 Einsätze und ebenfalls 3 Tore in der CL-Qualifikation und 11 Spiele mit 4Toren im UEFA-Cup.
Zur Saison 2001/2002 zurück an die Alster (mit 10 Millionen Mark der bis dahin teuerste Transfer!). Durch verletzungsbedingte schwache Leistung nicht mehr von Trainer Jara berücksichtigt, ging der als "Hoffnungsträger" gepriesene Anfang 2003 frustriert nach China (Shanghai Shenhua), Der zweite Abschied in Hamburg "wurmte" ihn. Wurde mit  13 Toren in 48 Spielen Meister und "Chinas Fußballer des Jahres", bevor er über den Umweg Greuther Fürth (Januar bis Juni 2005, 13 Spiele und 3 Tore) bei Fortuna Düsseldorf (jetzt in der Regionalliga) landete. Beendete dort nach 51 Einsätzen und 7 Treffern im Sommer 2007 seine Karriere. Nur um im März 2008 noch mal für drei Monate auf die Fußballbühne zurückzukehren. Er half seinem ehemaligen Glasgower Teamkameraden John Brown, dem Trainer des schottischen Zweitligisten Clyde FC, den Abstieg zu verhindern. In seinen letzten 7 Spielen erzielte er noch einmal 2 Tore. In Glasgow wird er ebenso wie in Shanghai noch immer verehrt, ist dort eine Legende.
"Hammer-Ali" lebt jetzt mit seiner Frau Mirjana, einer ehemaligen "Miss Germany", zurückgezogen in seinem Haus in Mönchengladbach. Tritt nur noch als Trainer beim "Mobilen Fußballcamp" mit seinem Gladbacher Kollegen Schorsch Dreßen in Erscheinung. Vor seinem Engagement in China sorgte er sich eher spaßeshalber: "Es muss geklärt sein, ob ich dort mit meinen Hunden spazieren gehen kann, ohne dass sie in einem Kochtopf landen."

BL-Saison Spiele Tore
1993/1994
1994/1995
1995/1996
2001/2002
2002/2003
31
34
34
24
4
4
9
9
4
2
DFB-Pokal Spiele Tore
1993/1994
1994/1995
1995/1996
2001/2002
2002/2003
3
2
1
1
1
0
0
0
0
1
Europa Spiele Tore
1994/1995-to 3 0

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Batuhan Altintas (14.03.1996)

Der schlaksige Angreifer entstammt einer echten türkischen Fußballer-Dynastie. Großvater und Onkel waren Profi-Spieler, aber vor allem sein Vater Yusuf ist in seiner Heimat ein Idol, war Kult bei Galatasaray Istanbul, wo er 10 Jahre in den 80ern und 90ern spielte. Bahutan begann in seiner Geburtsregion Kocaeli (90 km südwestlich von Istanbul) beim Amateurverein Günespor. Aber schon mit 13 wechselte er 100 km südlich zur Jugendabteilung von Bursaspor. In allen Mannschaften von der U15 bis zur U21 war er Stammspieler und Goalgetter. 79 Treffer in 104 Partien sprechen eine deutliche Sprache. Auch in den Nachwuchsteams der türkischen Nationalmannschaften war das Ausnahmetalent gesetzt und äußerst erfolgreich (49 Spiele, 20 Tore).
Wegen seiner hervorragenden Leistungen debütierte er bereits 2012 mit 16 Jahren bei den Profis von Bursaspor. In 2 Jahren kam er hier auf 9 Einsätze. Trainer Fatih Terim wollte daraufhin Altintas zu Galatasaray Istanbul holen, doch die Verhandlungen mit Bursaspor scheiterten an den utopischen Ablöseforderungen. Weil er seinen Vertrag anschließend nicht verlängern wollte, wurde er vom Verein im Sommer 2014 suspendiert und ein Jahr vom Mannschaftstraining ausgeschlossen.
Didi Beiersdorfer hatte in schon seit seiner Zeit bei Sankt Petersburg auf dem Papier und schloss mit dem 19jährigen Türken im März 2015 einen Vorvertrag. Nach der Einigung besorgte sich Altintas einen privaten Fitnesstrainer, da er unbedingt nach Hamburg wollte. Voller Vorfreude postete er schon vor dem offiziellen Vertragsabschluss bei Instagram ein Foto, dass ihn mit dem HSV-Trikot zeigt.
Am 04.07.2015 wurde er endgültig für 400.000 Euro Ausbildungsentschädigung verpflichtet: Beiersdorfer: "Batuhan ist in der Türkei ein großes Talent, das aus einer Fußball-Familie stammt. Bereits seit einem halben Jahr haben wir Kontakt zu Batuhan und sind sehr froh, dass er jetzt bei uns ist. Wir müssen dem Jungen jetzt Zeit geben, um bei uns anzukommen. Wir hoffen natürlich, dass er sich schnell einlebt."
Eigentlich sollte sich Bahutan bei der Zweiten Mannschaft die Spielpraxis holen. Aber der Türke erhielt als Nicht-EU-Ausländer keine Spielberechtigung für die U23 des HSV. Um endlich wieder Spielpraxis zu erhalten und da sich in Deutschland kein Abnehmer fand, wurde er im Juli 2016 für ein Jahr zum türkischen Erstligisten Kasimpasa in Istanbul ausgeliehen. Zeigte hier eine beeindruckende Leistung. Erzielte in der Süper Lig in 15 Partien 2 Treffer und im Pokal bei 8 Einsätzen 7 Tore!
Pünktlich im Juli 2017 in Hamburg zurück, wo man allerdings weiterhin noch keine Chancen für einen Einsatz bei den Profis sah. Er wurde deshalb für ein weiteres Jahr in die Türkei verliehen, diesmal zum Aufsteiger Evkur Yeni Malatyaspor.

BL-Saison Spiele Tore
2015/2016 1 0

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Jörn Andersen (03.02.1963)

Die Mutter war eine berühmte Handballnationalspielerin. In Norwegen bei Fredrikstad FK und Valerenga IF.  In der Bundesliga begann er im Januar 1986 beim Aufsteiger1. FC Nürnberg, erzielte da in 2 1/2 Spielzeiten in 78 Begegnungen 28 Tore und im DFB-Pokal 1 Tor in 3 Spielen. 1988 erstmals zu Eintracht Frankfurt. Stand noch vor dem ersten Saisoneinsatz im Finale des DFB-Supercups 1988 (gegen Bremen). Neben 2 Toren in 2 Spielen im Pokal kam er in der Bundesliga auf 54 Einsätze und 21 Tore. War im Sommer 1989 auch in den 2 Spielen bei der erfolgreichen Relegation gegen Saarbrücken dabei. Im Sommer 1990 Wechsel zum Ligakonkurrenten Fortuna Düsseldorf (41 Spiele und 5 Tore). Doch schon im September 1991 kehrte er zur Frankfurter Eintracht zurück. Machte hier noch einmal 1 Pokalspiel sowie 44 Einsätze in der BL (13 Tore). Zu Frankfurter Zeiten wurde er auch 1990 als erster ausländischer Spieler Torschützenkönig.
Wurde von Trainer Benno Möhlmann im Januar 1994 als "Torjäger" an die Alster geholt. Doch der einstige norwegische Nationalspieler (27 Spiele) kam über die Rolle des Auswechselspielers nicht hinaus. Wechselte nach der Vorrunde 1994/1995 zu Dynamo Dresden, wo er mit der Mannschaft 7 Partien bestritt und am Saisonende abstieg. Wechselte 1995 in die Schweizer Nationalliga zum FC Zürich und danach bis 1999 zum FC Lugano. Beendete seine Karriere nach 243 Bundesligaspielen mit 67 Treffern als spielender Co-Trainer beim FC Locarno (1999-2001). 
Begann die Trainerkarriere bei der Jugend des FC Luzern. Stieg 2003 bei RW Oberhausen ins deutsche Trainergeschäft ein. Nach dem Abstieg des Teams für 1 Jahr Co-Trainer bei Bor. Mönchengladbach. War im September 2006 angeblich als neuer DFB-Cotrainer von Joachim Löw im Gespräch. Anschließend in Griechenland bei Skoda Xanthi, wo der Vertrag aber bereits nach einem Monat "aus persönlichen Gründen" wieder aufgelöst wurde. Dann von September 2007 bis Juni 2008 beim Zweitligisten Kickers Offenbach, wo er den Abstieg in die Drittklassigkeit nicht abwenden konnte. Im Sommer dann überraschend Nachfolger von Jürgen Klopp beim FSV Mainz 05, wo ihm sofort der Wiederaufstieg in Liga Eins gelang. Aufsehen erregte sein Rauswurf am 03.August 2009 noch vor dem Bundesligastart, nachdem die Mannschaft im DFB-Pokal ausgeschieden war, weil es mit dem Mainzer Präsidium verschiedene Auffassungen über den Trainingsstil gab.
Ab dem 17.12.2010 war er Trainer bei AE Larisa in Zypern. Doch bereits nach 24 Tagen (!) wurde er wieder entlassen, nachdem die Mannschaft alle 3 Spiele unter seiner Regie verloren hatte und Tabellenletzter war. Im November 2011 übernahm er die schwierige Mission, den Karlsruher SC vor dem Abstieg aus der 2. Liga zu retten. Wurde aber im März 2012 wegen anhaltender Erfolglosigkeit wieder beurlaubt. In 13 Spielen unter seiner Regie gewann der KSC nur zweimal und rutschte auf den 17. Platz ab. Erst im Januar 2015 bekam er eine neue Anstellung bei Austria Salzburg. Dieser österreichische Traditionsverein spielte in der zweitklassigen "Ersten Liga." Nachdem der Verein 2005 von Red Bull aufgekauft worden war, gründeten Fans den Club neu und begannen in der untersten Amateurliga. Aber auch dieses Gastspiel dauerte nur knapp ein Jahr. Im Dezember legte er sein Amt nieder, da er nicht mehr die von ihm " vorausgesetzte sportliche Perspektive" sah, "um die Mannschaft weiterzuentwickeln und den Verein im Profifußball zu etablieren."
Für fast alle überraschend kam die Nachricht, dass er ab Juli 2016 die Nationalelf des kommunistischen Diktaturstaates von Nordkorea übernimmt.

BL-Saison Spiele Tore
1993/1994
1994/1995
11
7
1
0
DFB-Pokal Spiele Tore
1994/1995 1 2
Europa Spiele Tore
1994/1995-to 3 1

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Roda Antar (12.09.1980)

Der in Freetown (Sierra Leone) geborene libanesische Nationalspieler (zwischenzeitlich dort Kapitän) kam zur Saison 2001/2002 zum HSV. Wurde für zwei Jahre plus Kaufoption vom FC Tadamon Sur Club ausgeliehen. Kam in seiner ersten Spielzeit in Hamburg auf 19 Bundesliga-Spiele und gehörte auch 2002/2003 zu den Basisspielern von Trainer Kurt Jara. Wurde aber auch oft bei den Amateuren in der Regionalliga (6 Spiele, 1 Tor) und der Oberliga (14 Spiele, 10 Tore) eingesetzt. Zur Saison 2003/2004 wechselte er ablösefrei zum SC Freiburg, wo er wegen immer wieder auftretenden langwierigen Verletzungen zunächst auch nur selten spielte. Als ihm aber gegen Bochum 3 Treffer gelangen, wurde er zum "Fußballgott" hochgelobt. Kam auf 10 Treffer in 44 Partien. Stieg mit den Breisgauern 2005 ab. Blieb aber noch 2 Jahre in der zweiten Liga in Freiburg (54 Spiele, 16 Tore). Im DFB-Pokal spielte er hier insgesamt 7 Mal (3 Tore).
Im Sommer 2007 zum 1. FC Köln, wo er maßgeblich mit zum Aufstieg beitrug. 31 Einsätze und 7 Tore. Erzielte im März 2008 das "Tor des Monats." Aber in der Bundesliga lief es nicht mehr rund für ihn. Kam nur noch auf 15 Spiele, im DFB-Pokal erzielte er in3 Spielen 1 Treffer. Vom Aufstiegshelden wurde er zum Sündenbock. Unzufrieden provozierte er seinen Rauswurf (schwänzte u.a. Training, fuhr unerlaubt in seine Heimat), bis er endlich im März 2009 nach China zu Shandong Luneng durfte.
Hier wurde er 2010 Meister. Dort ein ganz wichtiger Spieler. Im Januar 2014 wechselte er innerhalb Chinas zu Jiangsu Sainty und im folgenden Januar zu Hangzhou Greentown. Im Januar 2016 beendete er sein China-Abenteuer und machte ein halbes Jahr Pause. Im Sommer griff er nochmals für eine Saison in der Heimat beim FC Tadamon Sur Club an. Im Sommer 2017 beendete er hier, wo alles begann,seine Karriere. Zu seinem Abschiede  kamen unter anderen auch die spanischen Stars Pique und Busquets.
In seiner Heimat genießt er Kultstatus und belegte 2004 bei der Wahl zu Asiens Fußballer des Jahres den zweiten Platz. Für die Nationalelf spielte er insgesamt 53mal und traf 18mal. Im März 2013 wollte er seine Nationalmannschaftskarriere beenden, machte dann aber im Oktober seinen Entschluss rückgängig und war auch bei der (erfolglosen) Qualifikation für den Asien-Cup dabei.

BL-Saison Spiele Tore
2001/2002
2002/2003
16
7
1
1
DFB-Pokal Spiele Tore
2001/2002
2002/2003
1
1
0
0

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Dennis Aogo (14.01.1987)

Der in Karlsruhe geborene Sohn eines Nigerianers und einer deutschen Mutter begann 1993 beim Vorortverein SC Bulach und erlernte ab 1994 beim KSC das Fußballspielen. Nach 7 Jahren wechselte er 2002 über Waldhof Mannheim zum Fußball-Internat des SC Freiburg. Hier absolvierte er auch einige Einsätze in den deutschen Jugend-Nationalmannschaften. Sein erstes Spiel als Profi für die Freiburger machte er im Oktober 2004 mit 17 Jahren, ausgerechnet bei der 0:4-Niederlage in Hamburg. In der BL 15 mal eingesetzt, dabei gelang ihm 1 Treffer. Auch nach dem Freiburger Abstieg im Sommer 2005 war er einer der Besten, erzielte in 79 Begegnungen 10 Tore. Im Pokal gelangen ihm in 4 Spielen 2 Tore. In seiner Freiburger Zeit wurde er Nationalspieler in der U21. Schon früher gab es Gerüchte, dass er an die Elbe wechseln würde. Aber erst im Sommer 2008 war es so weit, sein Freund Jerome Boateng motivierte ihn zusätzlich. Er zählte zu den begabtesten Nachwuchsspielern in Deutschland. Durch die langwierige Verletzung von Atouba erhielt er am 9. Spieltag (in Hoffenheim) eine Einsatz-Chance auf der linken Abwehrseite. Seitdem war er dort nicht mehr wegzudenken, war gesetzt. Er konnte als Außenverteidiger genauso eingesetzt werden wie im defensiven Mittelfeld.
Sein größter Triumph war aber der Gewinn der Europameisterschaft 2009 mit der U21. Im Sommer 2010 rutschte er überraschend in den Kader für die WM der Deutschen Nationalelf in Südafrika, kam hier aber nur im letzten Spiel um Platz 3 gegen Uruguay für eine Halbzeit zum Einsatz. Bis Juli 2011 machte er 7 Spiele für den DFB. Als es mit dem HSV bergab ging, ließen auch seine Leistungen nach. Aber Ende des Jahres, als sich auch der HSV konsolidierte, kam er zu zwei weiteren Spielen für die Nationalelf.
Wegen einer langwierigen Leistenverletzung und einer Schambeinentzündung kam er erst am 4. Dezember (in Freiburg) zu seinem ersten Einsatz in der neuen Saison, war dann aber unumstrittener Stammspieler. Zwischenzeitlich absoluter Fixpunkt und Führungsspieler. Er identifizierte sich auch mit dem HSV: "Das hier ist mein Zuhause geworden." Die Seuchensaison 2011/2012, in der die Mannschaft bis zum Ende um den Klassenerhalt kämpfte, kostete ihm die Teilnahme an der EM 2012 in Polen und Ukraine. Er war lange als linker Verteidiger gesetzt, doch kurz vor dem Turnier wurde er ausgebootet.
2012 machte er einen neuen Anlauf, diesmal wieder im Mittelfeld. Es wechsele sich aber Licht und Schatten, auch bedingt durch eine Viruserkrankung im Herbst. Auf seiner Position war Marcell Jansen einfach stärker und im Mittelfeld wirkte er eher als Fremdkörper. Aber er konnte immerhin Joachim Löw überzeugen, der ihn 2 Kurzeinsätze in der Nationalelf gönnte. Bis September 2014 hatte er 12 Einsätze.
Im August 2013 wurde er in Hamburg zunächst für ein Spiel suspendiert, da er gemeinsam mit Tomas Rincon unerlaubt einen Abstecher nach Mallorca unternommen hatte. Ein paar Tage später wurde er zum Ligakonkurrenten Schalke 04 verliehen. Hier knüpfte er langsam an seine alten Qualitäten an. Aber am 29.11.2013 war die Saison für ihn beendet. Im Training zog er sich einen Kreuzbandriss und einen Innenbandriss im rechten Knie zu.
Trotzdem kaufte ihn der Revierclub im Januar 2014. Doch auch die folgenden Saisons verliefen nie optimal. Insgesamt wurde er  65 mal in der Bundesliga eingesetzt. In seiner letzten Saison nur noch 7 mal. Trotzdem sprangen Platz 3, 6, 5 und 10 heraus. Im  Pokal bekam er 5 Berufungen und erzielte ein Tor. International machte er  12 Partien (1 Tor) in der Champions League, scheiterte hier im Achtelfinale an Real Madrid. Und in der Europa League, wo u. a. das Viertelfinale gegen Ajax Amsterdam erreicht wurde, war er in 10 Spielen (ebenfalls 1 Treffer) dabei.
Er musste ständig um seinen Stammplatz kämpfen, den er dann auch verlor. Deshalb wechselte er im Sommer 2017 zum Aufsteiger VfB Stuttgart, nachdem vorher über eine Rückkehr nach Hamburg spekuliert wurde.
Mit dem HSV war er auch international sehr erfolgreich, erreichte jeweils das Halbfinale. 2009 im UEFA-Cup (gegen Werder Bremen) und 2010 in der neugeschaffenen Europa League (gegen den FC Fulham). Auch im verlorenen Pokal-Halbfinale 2009 (wieder gegen Bremen) wirkte er mit.

BL-Saison Spiele Tore
2008/2009
2009/2010
2010/2011
2011/2012
2012/2013
2013/2014
23
31
20
30
27
2
0
0
0
0
2
0
DFB-Pokal Spiele Tore
2008/2009
2009/2010
2011/2012
2012/2013
3
2
3
1
0
0
1
0
Europa Spiele Tore
2008/2009-ue
2009/2010-el
11
15
0
0

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Fiete Arp (06.01.2000)

Aufgewachsen in Wahlstedt, nahe Bad Segebergs, wechselte Jann-Fiete im Alter von nur 10 Jahren vom SV Wahlstedt ans Nachwuchsleistungszentrum des HSV. Dort durchlief er alle Jugendjahrgänge. Schon früh zeigte er seine Klasse als Mittelstürmer. In der Saison 2016/2017 erzielte er für die B-Junioren sagenhafte 26 Treffer in 21 Begegnungen.
Logischerweise wurde er nach der U16 auch für die deutsche U17-Nationalelf berufen. Und hier machte er bei der EM 2017 eindrucksvoll auf sich aufmerksam. Bis zum Ausscheiden im Halbfinale erzielte er bei 5 Einsätzen 7 Tore. In 2 Partien traf er 3fach. Dafür wurde er mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold als "größtes Talent der U17" ausgezeichnet. Viele sahen in ihm das wohl größte deutsche Sturmtalent aus diesem Jahrtausend.
Auch die HSV-Verantwortlichen waren von der Schnelligkeit, dem Torriecher und der feinen Technik des 1,86 m großen Knipsers angetan. Deshalb erhielt er auch im Sommer 2017 einen Profivertrag, sollte aber über die U19 und Kurzeinsätze bei den Profis langsam an die Bundesliga herangeführt werden. Seine Qualität weckte auch die Begehrlichkeit von Topclubs wie Real Madrid oder FC Chelsea. Fiete erteilte ihnen aber eine Absage, mit einer erstaunlichen Abgeklärtheit und Realitätssinn: "Man hat noch kaum etwas erreicht, hat so gut wie keine Erfahrung im Profi-Fußball".

BL-Saison Spiele Tore
2017/2018 0 0

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Ahmet Arslan (30.03.1994)

Der Deutschtürke wurde im schwäbischen Memmingen geboren und begann dort auch beim TSV Ottobeuren. 2001 im Alter von 7 Jahren zog er, seine Eltern mussten beruflich dort hin, nach Lübeck. Nachdem er die Jugendabteilungen von Phönix (2001/2002) und 1876 Lübeck (2002 - 2008) sowie des Vorortvereins TSV Siems durchlaufen hatte, stieß er 2011 zur U19 des VfB Lübeck. Dort war er in der folgenden Saison Stammspieler bei der zweiten Mannschaft und wurde auch in 2 Spielen (1 Tor) in der Regionalliga eingesetzt. Da die Profis nach der Insolvenz des Vereins in die Schleswig-Holstein-Liga absteigen mussten, kam er 2013 zur "Ersten." Hier trug er als "Aufstiegsheld" maßgeblich dazu bei, dass der Verein postwendend wieder in die Regionalliga zurückkehrte. In 32 Begegnungen erzielte er 19 Tore und in der Aufstiegsrunde in 2 Partien 3 Treffer.
Er wechselte aber zu den Amateuren des HSV und Joe Zinnbauer. Schlug hier voll ein und wurde mit 19 Toren in 32 Spielern Torschützenkönig in der Regionalliga Nord. Er stand auch mehrfach kurz vor einer Berufung in den Kader der Profis und machte dort auch das Trainingslager im Winter und (nach der geglückten Relegation) die folgende Saisonvorbereitung mit. Nachdem er gegen Hoffenheim und Darmstadt im Kader stand, kam er am 28. November 2015 gegen Bremen zu seinem ersten (einminütigen) Einsatz in der Bundesliga.
Er blieb aber weiter bei den Amateuren absolute Stammkraft und wurde zum Kapitän befördert. Der Wert des 20-jährigen Offensiv-Allrounders verdoppelte sich innerhalb eines Jahres auf 200.000 Euro. Nachdem er in Lübeck noch als "Zehner" hinter den Spitzen agierte, wurde er in Hamburg meist auf den offensiven Außenbahnen eingesetzt. Neben seiner Torgefahr bestach er vor allem durch seine präzisen Freistöße. Wurde 2015 Torschützenkönig der Regionalliga Nord. Erzielte in dieser Liga für die Hanseaten insgesamt beachtliche 32 Treffer in 63 Begegnungen.
Etwas überraschend wurde sein Vertrag nicht verlängert und er wechselte im Juli 2016 zum Regionallisten VfL Osnabrück. Er bedankte sich bei Labbadia: "Er hat mich unglaublich gefördert und immer an mich geglaubt –  toll, mit ihm zusammenzuarbeiten." Im August 2017 demütigte er den HSV, als er ihn im DFB-Pokal in Unterzahl völlig verdient in der 1. Runde rauswarf.
Er ist nicht verwandt mit dem früheren HSV-Spieler Tolgay Arslan, sein Bruder Tolga spielt weiterhin bei Lübecker Vereinen.

BL-Saison Spiele Tore
2015/2016 1
0
 

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Tolgay Arslan (16.08.1990)

In Paderborn geboren, besitzt der "Löwe" (so die Übersetzung seines Namens) die deutsche und türkische Staatsangehörigkeit. Der HSV wurde auf ihn aufmerksam, als er "Torschützenkönig Bundesliga A-Jugend Gesamtdeutschland 2008/2009" wurde. Dem hoffnungsvollen Talent lagen auch Angebote aus dem In- und Ausland vor. Der offensive Mittelfeldspieler entschied sich aber für Hamburg. Begonnen hat er in der Jugend von SC Grün-Weiß Paderborn. Kam dann zur C-Jugend von Borussia Dortmund. Hier wurde Tolgay Ali Arslan 2008 Deutscher B-Jugend-Vizemeister, das gleiche gelang ihm 2009 mit der U18. In der U19-Mannschaft erzielte er in 21 Spielen phänomenale 26 Treffer (dabei gelangen ihm in einem Spiel gegen Köln 5 Tore). Seinen ersten Einsatz für den HSV hatte er im Sept. 2009 bei der Niederlage im DFB-Pokal gegen Osnabrück. In der Bundesliga kam er zu 4 Kurzeinsätzen. Wurde auch 12 mal im Regionalligateam eingesetzt (2 Tore). Um mehr Spielpraxis zu bekommen, wurde er im Sommer 2010 an den Zweitligisten Alemannia Aachen ausgeliehen. Kämpfte sich dort langsam an die Stammformation heran. Wurde 31 mal eingesetzt, dabei gelangen ihm 6 Tore. Im DFB-Pokal kam er auf 4 Spiele. 2011 wieder zurück in Hamburg, Konnte aber in der Vorrunde aufgrund einer Knöchelverletzung nicht spielen. Wurde erstmals am 18.2.2012 gegen Bremen eingewechselt. Schon im nächsten Spiel gelang ihm dann nach einer starken Leistung sein erster Bundesligatreffer. Wusste in der folgenden Saison teilweise mit sehr guten Leistungen im Zentralmittelfeld zu überzeugen.
Sein sicherlich vorhandenes Potential konnte er aber nie voll abrufen. Als im Sommer 2014 Behrami als "Sechser" verpflichtet wurde, saß er immer öfter auf der Ersatzbank. Der HSV brauchte dringend Geld, Tolgay wollte weg. So war der Wechsel zu Besiktas Istanbul im Januar 2015 für 450 Tausend Euro für alle von Vorteil. Verabschiedete sich von den Hamburger Fans: "Ich möchte mich aber vor allem auch bei dem HSV und seinen Fans für die unglaublichen Jahre mit vielen Höhen und Tiefen bedanken. Vielen Dank für eure Unterstützung - Hamburg ist und bleibt mein zu Hause und ich werde euch immer in meinem Herzen behalten!
Wurde in Istanbul im Februar zu einer Art Volksheld, als er durch seinen Treffer die Verlängerung gegen den FC Liverpool erzwang und auch im Elfmeterschiessen traf. In Juli 2015 riss während der Saisonvorbereitung sein linkes Kreuzband, was mindestens 6 Monate Pause bedeutete. Wurde erst am Saisonende wieder richtig fit. Konnte dann gemeinsam mit Mario Gomez den türkischen Meistertitel feiern. Dieses Kunststück wiederholte er das Jahr darauf.
Machte zwar drei Spiele für die türkische U19/U21, wollte aber zunächst künftig für Deutschland spielen. Eine Kreuzbanddehnung im Mai 2013 kostete ihm die Teilnahme an der U21-EM in Israel. Wurde aber anschließend dreimal in dieser Elf eingesetzt. Wollte dann wieder für die Türkei spielen, um an der EM 2016 teilnehmen zu können. Doch die FIFA stellte sich quer.

BL-Saison Spiele Tore
2009/2010
2011/2012
2012/2013
2013/2014
2014-Rel
2014/2015
5
8
25
32
1
13
0
1
0
1
0
0
DFB-Pokal Spiele Tore
2009/2010
2012/2013
2013/2014
2014/2015
1
1
4
1
0
0
0
0

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Thimothee Atouba (17.02.1982)

"Zwischen Genie und Wahnsinn" war in einer treffenden Beschreibung über ihn zu lesen. Der lange schlaksige Nationalspieler aus Kamerun (begann bei Union Douala) versuchte zunächst 2000  in der Schweiz bei Xamax Neuchâtel sein Glück (45 Spiele, 2 Tore), bevor er zwei Jahre später innerhalb des Landes zum Primus FC Basel wechselte. Hier wurde er auf Anhieb zweimal Meister und zweimal Pokalsieger. Kam auf 66 Einsätze in der Raiffeisen Super League (3 Tore) und einem im Pokal. Er wurde 11mal in der Champions League und drei mal im UE`FA-Cup eingesetzt..
2004 zu Tottenham Hotspur unter Trainer Martin Jol. Bestritt in Premier League, FA-Cup und League Cup zusammen 24 Partien, wobei er ein mal ins Tor traf. Wegen seiner teils riskanten Spielweise landete er dort zuletzt immer mehr auf der Auswechselbank.
Der HSV holte 2005 Atouba, der zwischenzeitlich Nationalspieler geworden war, um die linke Abwehrseite zu stärken. Er schlug sofort ein und avancierte schnell zum Publikumsliebling und nach gewonnenen Spielen zum Vortänzer. Wollte im Sommer 2006 eigentlich weg, durfte aber nicht. Deshalb, und weil er bei einem (berechtigten) Pfeifkonzert den "Stinkefinger" zeigte, wurde er zum Buhmann für die Fans. Begann Anfang 2007 sich mit guten Leistungen in die Mannschaft zurückzuspielen. mehr An seine Leistungen konnte aber nie anknüpfen, hatte bei den Fans jeglichen Kredit verspielt. Machte immer wieder durch seine Eskapaden von sich reden. Unter anderem stand fast schon fest, dass er im September 2008 zu Newcastle United wechselt, er verweigerte jedoch den Medizincheck und fuhr stattdessen zur Nationalelf. Fand dann langsam wieder zu seiner alten Form, wurde durch einen Achillessehnenriss, den er im Oktober 2008 erlitt, jäh zurückgeworfen, fiel fast die komplette Restsaison aus. Größte Erfolge in Hamburg waren das Erreichen der Halbfinals 2009 im UEFA-Cup und im DFB-Pokal (jeweils gegen Werder Bremen).
Da er sich aber mit den Hamburger Verantwortlichen nicht auf einen neuen Vertrag einigen konnte, folgte er im Sommer 2009 seinem alten Trainer Martin Jol (der seit 2008 beim HSV war) zu Ajax Amsterdam. Zuvor gab es immer wieder Gerüchte, dass er zu Besiktas Istanbul wechseln würde, an denen aber dann doch nichts dran war. Nur ein einziges Mal lief er in der Eredivisie für Ajax auf (zudem 2 Einsätze in der Europa League Quali). Deshalb wurde der Vertrag im Sommer 2011 nicht verlängert.
Im Januar 2012 wäre er fast beim abstiegsbedrohten Zweitligisten Karlsruher SC gelandet. Sein früherer Teamkollege Oliver Kreuzer verzichtete dann doch auf ihn. Im November 2012 fand er mit dem spanischen Zweitligisten UD Las Palmas einen neuen Arbeitgeber. Aber auch hier nur eine Handvoll Kurzeinsätze (10 Spiele in der Segunda División und den Playoffs sowie ein mal im Pokal). Im Sommer 2014 kein neuer Vertrag. Seitdem auf der Suche nach einem neuen Club. Lebte auf Gran Canaria, wo er sich auch fit hielt. Im März 2015 kehrte er beim Abschiedsspiel für David Jarolim noch einmal in den Volkspark zurück.
Für die Nationalelf Kameruns bestritt er insgesamt 49 Spiele und wurde Vizemeister beim FIFA Konföderationen-Pokals 2003. Übrigens: Thimothee ist der Cousin von Joël Epalle, der 3 Jahre beim VfL Bochum spielte.

BL-Saison Spiele Tore
2005/2006
2006/2007
2007/2008
2008/2009
31
21
22
9
1
0
0
0
DFB-Pokal Spiele Tore
2005/2006
2007/2008
2008/2009
3
1
2
1
0
0
Europa Spiele Tore
2005/2006-ui
2005/2006-ue
2006/2007-cl
2007/2008-ue
2008/2009-ue
6
8
4
8
3
0
0
0
0
0

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