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Schn - Sd
Se - Sp
St - Sz
Ta - Vz
Wa - Wz
Xa - Zz

Alle Bundesligaspieler des HSV seit 1963

De - Dz

Nigel de Jong (30.11.1984)

Der holländische Nationalspieler wurde in der Winterpause 2005/2006 von Ajax Amsterdam (spielte dort seit seiner Jugendzeit) für das defensive Mittelfeld verpflichtet. Mit Ajax wurde er in den Niederlanden 2004 Meister, 2005 Superpokalsieger ("Johan Cruyff Schaal") und 2006 Pokalsieger. Er absolvierte 96 Partien mit 8 Toren in der Eredivisie sowie 5 im Pokal ("KNVB Beker") und 2 im Supercup. Je 2 Einsätze hatte er im UEFA-Cup und der CL-Qualifikation. In der Champions League kam er in 4 Jahren nie über die Gruppenphase hinaus, hatte da aber in seinen 26 Spielen (Tore) gegen Mannschaften wie Bayern München oder Juventus Turin zu kämpfen.
In den 12 Spielen im ersten Jahr fand er noch nicht richtig in die Mannschaft und ließ sein Können nur selten aufblitzen. Im Herbst 2006 Stammspieler, immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen. UI-Cup-Sieger 2007 gegen Dacia Chisinau. Als er in der Saison 2007/2008 endlich mal ohne größere Blessuren spielen konnte, raubte er als Mittelfeld-Abräumer mit seiner bissigen Spielweise den Gegenspielern regelmäßig den Nerv. Er trug entscheidend mit zum 4. Tabellenplatz des HSV bei. Sportchef Dietmar Beiersdorfer lobte: "Nigel hat eine wichtige Funktion in unserem Team. Er ist in den letzten Monaten auf dem Platz und außerhalb sehr gereift“. In seiner letzten Saison für den HSV zog er sich einen Muskelfaserriss im linken Adduktorenbereich zu und kam nur noch 7mal zum Einsatz.
Auch bei der EM 2008 in Österreich und der Schweiz fiel der niederländische Nationalspieler, der auch den Pass von Surinam besitzt, durch seine konstant guten Leistungen positiv auf (er war auch schon bei der Olympiaauswahl 2004 dabei). Darum konnte der HSV ihn auch nicht mehr halten. Im Januar 2009 verabschiedete er sich für 20 Millionen Euro zum Millionärsverein Manchester City. Hier 2011 englischer Pokalsieger und 2012 englischer Meister. Seine Bilanz:  104 Einsätze (1 Tor) in der Premier League, 8 Spiele im FA Cup und 2 Spiele im Supercup ("Community Shield"), 9 Spiele (1 Tor) im League Cup. 9 mal in der Europa League (plus Quali) und 5 mal in der Champions League eingesetzt. Hier konnten  sich die Engländer in der Gruppenphase aber nicht gegen München und Neapel durchsetzen.
Im Sommer 2012 geisterten Gerüchte durch die Presse, dass er bei Bayern München unterschreibt. Er ging dann aber Ende August zum AC Mailand. Fiel durch einen Achillessehnenriss die gesamte Rückrunde aus.  Aber ab der Runde 2013/2014 wieder fester Bestandteil von Milano. Machte in der Serie A 79 Spiele und erzielte dabei 6 Tore. Im italienischen Pokal kam er auf 3 Einsätze und 1 Tor. In der Champions League und den beiden Qualifikationsspielen durfte er insgesamt 12 mal ran.
Nachdem er seinen Stammplatz verlor, wurde mit einem Wechsel zu Werder Bremen spekuliert. Er ging aber über den Teich und nahm im Februar 2016 das lukrativere Angebot von Los Angeles Galaxy in der nordamerikanischen Fußball-Profiliga Major League Soccer an. Fiel aber auch hier sofort wieder durch seine rüde Spielweise auf, als er den Gegenspieler so sehr auf den Knöchel trat, dass dieser den Platz nur im Rollstuhl verlassen konnte. In der MSL kam er auf 18 Partien, 1 mal wurde er im Pokal und 2 mal in der CONCACAF Champions League eingesetzt.
Schon im August des Jahres kehrte in den europäischen Fußball zurück und unterschrieb in der Türkei bei Galatasaray Istanbul. Gewann den Supercup. Eine in der Presse Anfang 2017 verbreitete Meldung über eine Rückkehr zum HSV entpuppte sich als "Ente".
War bei der WM 2010 in Südafrika im Team des Vizeweltmeisters, fiel hier aber vor allem durch eine rüde "Kungfu"-Attacke auf. Machte auch sonst durch überhartes Einsteigen (mehrere Gegner hatten gebrochene Beine) auf sich aufmerksam. Auch bei der missglückten EM-Mission 2012 dabei. Auch in Brasilien, wo die Niederlande den 4. Platz erreichten, war er 2014 fester Bestandteil des Teams. Machte (Stand März 2016) 81 Spiele (1 Tor) für die "Elftal."
Hat sich schon zu HSV-Zeiten in Lokstedt ein zweites Standbein geschaffen. Bei „Continental Cars“ steht ein Traumwagen (Ferrari, Lamborghini, Porsche usw.) neben dem nächsten. Die Kundschaft kommt zu großen Teilen aus dem Kreis seiner ehemaligen Bundesligakollegen. 2017 startete er in Niendorf mit einem Partner ein weiteres Projekt. Er baute 250 Luxusgaragen mit Glasbox, Webcam, Klimaanlage und Butler.

BL-Saison Spiele Tore
2005/2006
2006/2007
2007/2008
2008/2009
12
18
29
7
1
0
1
0
DFB-Pokal Spiele Tore
2006/2007
2007/2008
2008/2009
1
3
2
0
1
0
Europa Spiele Tore
2005/2006-ue
2006/2007-cl
2007/2008-ui
2007/2008-ue
2008/2009-ue
3
5
2
9
2
0
1
0
1
0
 
Liga-Pokal Spiele Tore
2006/2007-li 1 0

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Horst Dehn (20.08.1937 - + 07.09.2005)

Der Blankeneser war einer der Besten, die je die rote Hose trugen. "Hoddel" kam 1958 von Komet Blankenese zum HSV, wurde 5mal Norddeutscher Meister und gehörte zur Meistermannschaft von 1960. Gemeinsam mit Seeler, Dörfel, Stürmer und Neisner bildete er eine der besten Sturmreihen des HSV. War auch 1960/1961 in den drei legendären Partien gegen den FC Barcelona im Europapokal der Landesmeister dabei. In der Bundesliga war der zuverlässige Halbstürmer zwischen 1963 und 1966 tätig, kam dabei 34 Mal zum Einsatz und erzielte dabei sechs Treffer (in der Oberliga zuvor weitere 124 Spiele). Wurde 1963 DFB-Pokalsieger gegen Borussia Dortmund.
Anschließend nach einem Jahr Pause wie so viele andere auch (z. B. Schwartau, Ripp, Wulf, Piechowiak) 1967 für zwei Jahre zum damaligen zweitklassigen Regionalligisten Sperber Hamburg. 49 Spiele und 5 Tore. Nach dem Abstieg 1969 noch kurz zu seinem Heimatverein Komet Blankenese, beendete dann die Karriere. In einem Oberligaspiel 1960 gegen Phönix Lübeck lief er als linker Verteidiger auf, was die "Lübecker Nachrichten" zu der Zeile "Ein Mann wie Dehn, der Fußballverstand besitzt, wird vermutlich auf keinem Posten versagen" veranlasste.
Er verstarb am 07.09.2005 in Hamburg. 2007 wurde er, wie die gesamte 60er-Meistermannschaft, in den "Walk of Fame" aufgenommen. Da er keinen Fußabdruck mehr machen konnte, wurde eine Erinnerungstafel an ihn enthüllt.

BL-Saison Spiele Tore
1963/1964
1964/1965
1965/1966
11
21
2
3
2
1
DFB-Pokal Spiele Tore
1963/1964
1964/1965
1
2
0
0
Europa Spiele Tore
1963/1964-po 3 0

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Jacek Dembinski (20.12.1969)

Polnischer Nationalspieler (10 Spiele), der zur Saison 1997/1998 verpflichtet wurde. Bekam allerdings von seinem Verein Widzew Lodz (1996/1997) die Spielgenehmigung erst, nachdem die Bundesligasaison bereits begonnen hatte. "Jaschi" (oder "Dembina") spielte vorher in der Jugend bei Polonia und Lech Posen, mit denen er dann1993 polnischer Meister wurde und bis zu einem halbjährigen Abstecher 1995 in die Schweiz zu  Lausanne Sports (19 Spiele, 3 Tore) bis 1996 blieb. In dieser Zeit spielte er 106 mal in der Ekstraklasa und traf dabei 34 mal. In der Champions League war er in 3 Partien 2 mal erfolgreich. Auch nach dem 'Wechsel 1996 zum amtierenden Meister Widzew Lodz spielte er in der Champions League. Einschließlich der Quali war er in 11 Partien dabei und erzielte 6 Tore. In der Liga kam er auf 35 Einsätze und 20 Tore.
Der Stürmer erzielte anschließend für den HSV in 69 Bundesligapartien 11 Tore. In den ersten beiden Jahren Stammspieler, obwohl er auch da nicht restlos überzeugen konnte. Nur selten konnte er seine überdurchschnittlichen technischen Fähigkeiten auch im Spiel abrufen. Vorgeworfen wurde ihm auch, dass er "nicht unbedingt den körperbetonten Fußball bevorzuge." Galt als introvertiert und verschlossen, lächelte fast nie. Als dann Präger und Mahdavikia verpflichtet wurden, saß er immer öfter auf der Ersatzbank oder der Tribüne. In der letzten Halbsaison wurde er überhaupt nicht mehr eingesetzt.
Wechselte deshalb im Januar 2001 zurück zu seinem alten Klub Widzew Lodz wo er nochmals 15 Spiele (3 Tore) machte. Dann ab dem Sommer 2001 fünf Jahre bei Amica Wronki. Seine Bilanz hier: 137 Spiele und 37 Tore in der Ekstraklasa, 2 Partien im Pokal und 13 Begegnungen mit 4 Toren in UEFA-Cup samt Quali. Nach dem Zusammenschluss 1996 mit Lech Posen zum KKS Lech Posen spielte der gelernte Bäcker bis zum Saisonende wieder für seinen Stammverein aus Posen. Machte hier sein letztes Tor (in 11 Partien). Auch im UI-Cup durfte er noch 2 mal mitmischen. Seitdem läuft er für die Oldboje Pogoni (Pogon-Oldboys) auf. 2011 ein kurzer Abstecher zu Kolejorz Posen. Für die polnische Nationalelf machte er zwischen 1994 und 1998 zehn Spiele.
Ein Kommentar über ihn zu seiner Hamburger Zeit: "Er ist kreativ, hat einen nicht zu unterschätzenden Schuss und kann Flanken schlagen und hat eine tolle Technik. Aber sein großes Manko ist, dass er des Öfteren jeglichen Zug zum Tor vermissen lässt."

BL-Saison Spiele Tore
1997/1998
1998/1999
1999/2000
2000/2001
31
31
7
0
8
3
0
0
DFB-Pokal Spiele Tore
1997/1998
1998/1999
1
3
1
2
Europa Spiele Tore
1999/2000-ui 2 0

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Guy Demel (13.06.1981)

Der in Frankreich (Saint Antoine bei Marseille) aufgewachsene Nationalspieler von der Elfenbeinküste (seine Eltern kommen aus diesem Land) lernte bei Olympique Marseille (in der Jugend) und Olympique Nimes (zweite Liga) das Fußballspielen und wechselte dann 2000 zu Arsenal London in die Premier League. Lief dort aber nur in der Reserve auf. 2001 wurde er von Borussia Dortmund verpflichtet, war aber auch dort zunächst nur Ersatz und spielte bei der "Zweiten" Hier machte er in der Regionalliga 43 Spiele und erzielt 9 Tore. Wurde Deutscher Meister mit nur einem Einsatz. Die kommenden drei Jahre konnte er sich nach und nach einen Stammplatz erkämpfen. Bestritt insgesamt 33 Partien für die Dortmunder Profis in der Bundesliga, 2 Spiele im Ligapokal, 4 Spiele im Pokal und je 1 Begegnung in Champions League, UEFA- und UI-Cup. Verlor 2003 das Ligapokalfinale gegen den HSV.
Seit dem Sommer 2005 verteidigte er für den HSV, kämpfte sich rasch in die Stammelf und war sowohl auf der Außenbahn als auch in der Innenverteidigung einsetzbar. Gleich im ersten Jahr in der Bundesliga Platz drei. Durch großes Verletzungspech (u. a. Herzbeutelentzündung oder Sehnenanriss im Oberschenkel) konnte er in der Hinrunde 2006/2007 nur 8 Spiele bestreiten und wurde im Abstiegskampf schmerzlich vermisst. in der nächsten Saison kämpfte er sich wieder in die Stammformation zurück, trotz gewachsener Konkurrenz. Brachte auch in der Saison 2008/2009 konstant gute Leistung, spielte ohne Murren immer da, wo ihn Trainer Jol aufstellte, sei es auf der rechten Außenbahn, als Innenverteidiger oder als Staubsauger vor der Abwehr. Obwohl er auch diese Saison wieder vier Wochen ausfiel (Faserriss im Oberschenkel). Auch in der Saison 2009/2010 war der sympathische Hüne ein "Pfund" auf der rechten Seite, wenn er nicht mal gerade verletzt war (u.a. Schienbeinprellung). War 2009 in den verlorenen Halbfinals im UEFA-Cup und DFB-Pokal gegen Bremen genauso dabei, wie im ebenfalls verlorenen Halbfinale 2010 in der Europa League gegen den FC Fulham. Als dann Dennis Diekmeier endlich gesund war und Demel auch durch seine schlampige und teilweise lustlose Spielweise die Sympathien verspielte, verlor er zeitweise seinen Stammplatz.
Im Sommer 2011 kein neuer Vertrag, ging im August zum englischen Premier-League-Absteiger West Ham United. Machte in der zweiten Liga 7 Spiele für die Londoner und war mit beteiligt, dass sofort wieder der Aufstieg ins Oberhaus gelang. Hier sorgte er im Januar 2014 für eine Schrecksekunde, als er nach einem Zusammenprall reglos liegen blieb und mit einem Sauerstoffgerät beatmet werden musste. Kam in vier Jahren auf 69 Einsätze und 1 Tor in der Premier League, je 2 Einsätze in FA Cup und League Cup sowie 3 Partien in den Championship Playoffs.
Beim Hamburger Abgang kritisierte er Klubführung und Michael Oenning : "Ich habe Probleme mit dem Trainer und dem Präsidenten. Mit den Leuten, die einem nicht die Wahrheit ins Gesicht sagen können." Er war verbittert, weil Lügen über ihn verbreitet würden und er nach sechs Jahren nicht mal ein Abschiedsspiel bekam. Trotzdem liebäugelte er im Sommer 2014 mit einer Rückkehr nach Hamburg, um den Verein nach dem Fast-Abstieg zu helfen. Auch als sein Vertrag in England im Sommer 2015 auslief, wurde er mit Hamburg in Verbindung gebracht. Aber der HSV holte statt ihm Emir Spahic. Guy unterschrieb darauf im November in Schottland bei Dundee United einen Vertrag bis zum Saisonende. Kam nochmals 12 mal in der Premier Ship und 3 mal im Pokal zum Einsatz.
Nachdem er zunächst im Sommer ohne Verein dastand, wechselte er in seine französische Wahlheimat zurück und unterschrieb im September 2016 beim Drittligisten GS Consolat Marseille (4 Kurzeinsätze). Im Januar wechselte er zum eine Klasse höher spielenden Red Star 93 Paris.
Mit der Nationalelf der Elfenbeinküste wurde er 2006 Vize-Afrika-Meister, war auch im Aufgebot für die WM 2006 und schaffte locker die Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika. Hier aber schied er mit der Mannschaft nach enttäuschenden Auftritten schon in der Vorrunde aus. Bis August 2012 machte er 35 Partien im Nationaldress. Trat dann von der Nationalelf zurück.

BL-Saison Spiele Tore
2005/2006
2006/2007
2007/2008
2008/2009
2009/2010
2010/2011
22
8
26
28
26
21
1
0
0
0
1
0
DFB-Pokal Spiele Tore
2005/2006
2006/2007
2007/2008
2008/2009
2009/2010
2010/2011
2
1
4
4
2
2
0
1
0
0
1
0
Europa Spiele Tore
2005/2006-ui
2005/2006-ue
2006/2007-cl
2007/2008-ui
2007/2008-ue
2008/2009-ue
2009/2010-el
6
9
3
2
11
8
13
1
0
0
0
0
0
0
 
Liga-Pokal Spiele Tore
2006/2007-li 2 0

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Kerem Demirbay (03.07.1993)

Der Deutsch-Türke ist ein richtiges Ruhrpott-Kind. In Gelsenkirchen-Buer wuchs er fünf Minuten vom Schalker Stadion auf und begann dort mit 4 Jahren seine "Karriere." blieb 10 Jahre. Ging dann zum Rivalen aus Dortmund. Nach einem Abstecher 2009 zur Jugend von Wattenscheid 09, wo er auch gleich Stammspieler in U17 und U19 war, kam er 2011 wieder zur Borussia zurück und wurde 2012 in die zweite Mannschaft befördert. Lief dort 20 mal auf.
Das Riesentalent des zentralen Mittelfeldspielers fiel auch HSV-Sportchef Arnesen auf, der ihn in der Winterpause zur Saison 2012/2013 ablösefrei verpflichtete. Hier sollte er langsam an die Profi-Elf herangeführt werden. "Dass es bei ihm so schnell geht, hätte ich nicht gedacht. Er gefällt mir, spielt einen guten Ball und ist zweikampfstark“, lobte Trainer Thorsten Fink. Wegen eines zweifachen Muskelfaserrisses im Hüftbereich konnte er in der Vorrunde kein Spiel bestreiten. Einen Tag, nachdem er im Training in der Winterpause dabei war, zog er sich einen Bänderriss im Sprunggelenk zu und konnte wieder nicht angreifen. Wurde erst am Ende fit und kam zu drei Kurzeinsätzen. Um mehr Spielpraxis zu erhalten, wurde er Ende August 2014 an den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern ausgeliehen. Blühte dort auf und übernahm gleich Verantwortung (22 Spiele, 1 Tor plus 1x DFB-Pokal). Das zog das Interesse vieler Clubs, auch aus dem Ausland, auf sich. Doch der HSV ließ ihn nicht ziehen. Kerem war voller Hoffnung, sich in die Stammelf zu spielen. Doch wegen der starken Konkurrenz auf seiner Position, wurde ihm geraten, sich ein weiteres Jahr bei einem Zweitligisten die nötige Spielpraxis zu holen. Er wurde deshalb im August 2015 erneut verliehen, diesmal an Fortuna Düsseldorf. Kam hier auf 25 Begegnungen, in denen er 10 Treffer gegen den Abstieg erzielte und 1 Partie und 1 Tor im Pokal.
Im Sommer 2016 wieder zurück. Er wollte aber unbedingt weg, da er sich nicht dem Konkurrenzkampf aussetzen wollte. Nach einigem Hickhack wurde mit der TSG 1899 Hoffenheim ein neuer Brötchengeber gefunden. Hier zeigte er sehr gute Leistungen und wurde rasch Stammspieler und Stabilisator. Wurde hier auch Nationalspieler.
Kerem Demirbay spielte seit 2011 in Testspielen für die Jugendauswahlmannschaften (U19-U21) des türkischen Fußballverbandes, hatte allerdings keinen gültigen Pass. Horst Hrubesch nominierte ihn dann für die deutsche U21. Kerem war auch bei der EM 2015 in Tschechien dabei, da allerdings noch ohne Einsatz.. Im Juni 2017 gab er dann sein Debüt im DFB-Trikot, was in der Türkei für Emporung sorgte, da er vorher schriftlich bestätigt hatte, für die Türken zu spielen. Bei seinem zweiten Einsatz für Deutschland gelang ihm beim Confed-Cup 2017 in Rußland gegen Kamerun sein erster Treffer.
Neben dem Datum des Vertragsabschlusses beim HSV hat er auch sein Lebensmotto in den Unterarm tätowiert: "Fall down seven times, stand up eight". Über seine HSV-Zeit äußerte er sich folgendermaßen: "Ich habe dort keine Chance bekommen. Sie gaben mir nie das Gefühl, ihnen wichtig zu sein."

BL-Saison Spiele Tore
2013/2014
2014/2015
2015/2016
3
0
0
0
0
0

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Henrik Dettmann (13.03.1990)

Defensiv-Allrounder aus Bergedorf. Kam von der Jugend des VfL Lohbrügge 2006 zur HSV-Jugend und ein Jahr später zur U19. Seit 2009 bei der U23. War hier gesetzt, sollte langsam an die Profis herangeführt werden. War im Januar 2010 mit im Trainingslager in der Türkei. In der neuen Saison zunächst im Kader bei den Profis, jedoch ohne Vertrag. Stand wegen der Verletztenmisere in der Abwehr ein paar Mal kurz vor einem Einsatz. Aber dann von Trainer Armin Veh wieder zur Zweiten abkommandiert. Fiel dann im Herbst 2010 wegen einer Knieverletzung langfristig aus. Dann aber dort fester Bestandteil, war auch Kapitän. Lief in 5 Jahren 79 mal in der Regionalliga Nord auf, wobei ihm 1 Treffer gelang  Da er im Sommer 2014 Sportwissenschaften studieren wollte und ihm die Doppelbelastung als Profi zu viel wurde, wechselte er zum Hamburger Oberligisten TuS Dassendorf. Mit diesem Club gewann er jedes Jahr die Meisterschaft der Oberliga Nord, jedoch verzichtete der Verein jedesmal auf Aufstiegsspiele.
Nicht zu verwechseln mit dem finnischen Basketballtrainer gleichen Namens.

BL-Saison Spiele Tore
2010/2011 0 0

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Marcelo Diaz (30.12.1986)

Marcelo Alfonso Diaz Rojas war der Öffentlichkeit bei der WM 2014 in Brasilien sehr positiv aufgefallen, als er mit der chilenischen Nationalelf furios bis zum Aus im Elfmeterschießen im Achtelfinale gegen Brasilien spielte und vielleicht der beste Chilene war. Dabei war er ein Spätstarter. Er hatte in seiner Heimatstadt Santiago bei Universidad de Chile zwar alle Jugendabteilungen durchlaufen und hatte 2004 einen Profivertrag unterschrieben. Aber in der A-Mannschaft des 16-maligen Meisters spielte er erstmals 2009 als 23jähriger. Er wurde rasch Stammspieler und schaffte den Sprung ins Nationalteam. Zwischenzeitlich hat er dort 59 Begegnungen mit 1 Tor absolviert (Stand Juli 2017). Er war das Herzstück der Truppe und gehörte trotz vieler Verletzungen zum Stamm.
2010 wurde er für ein halbes Jahr zu Deportes La Serena verliehen. Im Juli 2012 lotste der 17-malige Schweizer Meister FC Basel den Chilenen nach Europa. In zwei ein halb Jahren kam er hier neben 58 Einsätzen in der Liga (7 Tore) zu 7 Champion League-Einsätzen (1 Tor), 10 Champions League-Qualifikation-Spielen (2 Tore) und 14 Begegnungen in der Europa League (1 Tor). Er wurde 2x Schweizer Meister und stand 2x Im Finale des Schweizer Pokals. Mit der Mannschaft kam er bis ins Halbfinale der Europa League. Trotzdem wurde er in der Schweiz nicht richtig warm und kam am Ende nicht über einen Platz auf der Bank hinaus. Er selbst sah es selbstkritisch: "Zum einen war es meine erste Auslandsstation. Alles war neu - die Sprache, die Kultur, ein komplett anderes Leben."
Deshalb unterschrieb er sofort beim HSV, zu dem ihn der Sportchef Peter Knäbel (der ihn aus seiner Zeit als Manager der Schweizer Nationalelf kannte) lotste. Hier setzte man große Hoffnungen in den nur 1,66 m großen Defensivspezialisten. Knäbel schwärmte: "Diaz ist läuferisch stark. Er will immer den Ball, auch unter Druck. Das fehlt uns. Bei uns gucken da zu viele weg. Sein Selbstverständnis vom Spiel ist das Passspiel. Er ist jemand, der im Spiel nach vorne die mittlere Zone überbrücken kann." Er sollte der Mannschaft Struktur und Organisation, seinen Spielstil und Rhythmus geben. Er wird als HSV-Retter in die Geschichtsbücher eingehen. Der HSV stand im zweiten Relegationsspiel gegen Karlsruhe vor dem Abgrund, als er in der 90. Minute einen Freistoß erhielt. Van der Vaart wollte eigentlich schießen Doch Diaz schickte ihn weg mit den berühmten Worten "tomorrow my friend, tomorow" und zirkelte den Ball zum Ausgleich, der erst die siegreiche Verlängerung ermöglichte, ins Netz.
Im Sommer 2015 gewann er in seiner Heimat überraschend die Copa América (Südamerika-Meisterschaft) und wurde ins Allstar-Team gewählt. Doch seine filigrane Spielweise passte nicht ins Konzept von Bruno Labbadia. Zudem kam er oft ausgelaugt von den anstrengenden Reisen zur Nationalelf zurück. Er saß meist nur auf der Bank. Deshalb beschlossen beide Seiten, dass eine Trennung das Beste sei. Im Januar 2016 unterschrieb Marcelo bei Celta Vigo in der spanischen Primera Division. Wurde auch hier immer wieder von Verletzungen (z. B.  Oberschenkelverletzung) gestoppt. Wenn er aber fit war, war er gesetzt.
Auch 2016 mit der Nationalelf äußert erfolgreich, gewann die Copa America Centenario (nur für Teams aus Südamerika). 2017 war er mit seinem Team beim Confed-Cup in Russland. Durch einen schlimmen Fehler von ihm im Finale gegen Deutschland konnte Deutschland den Siegtreffer erzielen. Er war dann untröstlich und entschuldigte sich mit einem sehr emotionalen Brief bei seinen Landsleuten.
Kurz darauf brach er seine Zelte in Europa ab und ging im August in die mexikanische Hauptstadt zu UNAM Pumas.
Marcelo beschäftigt immer noch ein Trauma. 2003 fand der damals 16 Jahre alte Marcelo seinen sechs Jahre älteren Bruder Gonzalo, der sich an einem Baum im Garten der Eltern erhängt hatte. Erst kurz vor seinem Wechsel nach Hamburg konnte er darüber sprechen. Und auch nach dem Triumph bei der hatte er ein negatives Erlebnis. Beim Verlassen des Hauses der Schwiegereltern wurden er und seine Frau von 2 Männern angegriffen, die seine Brieftasche und wichtige Papiere raubten. Nur durch Warnschüsse des Schwiegervaters konnte schlimmeres verhindert werden.

BL-Saison Spiele Tore
2014/2015
2015-Rel
2015/2016
6
2
11
0
1
0
DFB-Pokal Spiele Tore
2015/2016 1 0

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Holger Dieckmann (05.02.1943)

Der Abwehrspieler kam von der HSV-Jugend über die Amateure zu den Profis. Exakt 100 Spiele in der Bundesliga, dazu 16 auf der europäischen Bühne absolvierte der vom Wilhelmsburger Fußball-Club Viktoria (hießen nach der Fusion TSC Viktoria Wilhelmsburg- Veddel), wo er schon mit seinem späteren Vereinskollegen Dieter Strauß zusammenspielte, verpflichtete Holger in der Zeit zwischen 1964 und 1969 für die Rothosen. Erzielte dabei zwei Tore. stand auch in der Elf, die 1968 das Endspiel im Europapokal der Pokalsieger gegen den AC Mailand (mit Trapattoni und Karl-Heinz Schnellinger) verlor. Machte auch ein Juniorenländerspiel.
Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre arbeitete er als Sportjournalist in Hamburg (schon während der Profilaufbahn für das "Hamburger Abendecho") und Münster in Westfalen, später war er Chef vom Dienst der "Westfälischen Nachrichten" in Münster. Zog dann nach Warendorf in die Nähe von Münster.
Seit 1987 gehört seiner Familie eine Golfanlage in Warendorf ("Golfpark Heidewald Vohren"), inzwischen mit Golfhotel und Restaurant und mit einem zweiten Golfplatz (1997). Seit 1997 ist er auch nicht mehr bei der Zeitung, sondern für das Management der Warendorfer Golfanlagen ("Warendorfer GC An der Ems") verantwortlich tätig. Ist auch noch 2. Vorsitzender des Stadtsportverbandes Warendorf. Wie er schreibt, ist das "eine spannende, innovative und erfüllende Aufgabe."

BL-Saison Spiele Tore
1964/1965
1965/1966
1966/1967
1967/1968
1968/1969
21
20
0
27
32
0
2
0
0
0
DFB-Pokal Spiele Tore
1964/1965
1965/1966
1967/1968
1968/1969
1
2
1
2
0
1
0
0
Europa Spiele Tore
1967/1968-po
1968/1969-to
1968/1969-me
9
1
6
2
0
0

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Dennis Diekmeier (20.10.1989)

Geboren in Thedinghausen, aufgewachsen in Achim, in der Nähe von Bremen. Dennoch besuchte "Dieki" als Kind alle Spiele des HSV im Volksparkstadion. Sein "Held" war Roy Präger. Der Defensiv-Allrounder begann in der Jugend von TSV Bierden und TSV Verden, bis er 2003 zur Jugendabteilung von Werder Bremen stieß. Dort machte er die Jahrgänge bis zur Zweiten durch (hier trug er 19 mal das Trikot). Mit der deutschen U-19-Nationalmannschaft wurde Diekmeier 2008 Europameister und erhielt im Juli 2008 die Fritz-Walter-Medaille in Gold für den besten Nachwuchsspieler. Im Januar 2009 verpflichtete ihn der 1. FC Nürnberg für die Zweite Liga. Dennis war mit ein Garant, das der "Club" aufstieg. War auch in den beiden erfolgreichen Relegationsspielen gegen Augsburg dabei. Auch in der folgenden Erstligasaison war er beständig und einer der besten, wurde gleich am ersten Tag in die „Elf des Tages" gewählt. Armin Veh wollte ihn zu Wolfsburg holen, doch sein Förderer Michael Oenning konnte ihn überzeugen, in Nürnberg zu bleiben. Für den FCN machte er 30 Spiele in der Bundesliga und 17 Partien in der zweiten. Dazu kommen jeweils 2 Einsätze in der Relegation und im DFB-Pokal.
Aber dem vereinten Werben der Trainer Veh und Oenning, nun beide in Hamburg, gab er im Sommer 2010 nach und wechselte für 2,2 Millionen zu seinem Lieblingsverein an die Alster. Sollte in Hamburg den abwanderungswilligen Guy Demel ersetzen. Die Vorbereitung konnte er noch ohne Probleme absolvieren, doch dann begann die Leidenszeit im August mit einem Bänderriss im Trikot der U21-Nationalmannschaft. Doch kaum hatte er sich davon erholt, machte ihn ein Fersensporn zu schaffen, so dass er in der Vorrunde kein einziges Mal das Trikot überziehen konnte. Auch in der Rückrunde zunächst verletzt. Konnte erst in den letzten 8 Spielen eingreifen. Zeigte dann sofort, was für eine Perle der HSV auf der rechten Außenbahn besaß. War dann dort zunächst gesetzt.
Aber auch in den nächsten Jahren immer wieder Verletzungsprobleme. Verlor in der Saison 2015/2016 seinen Stammplatz an Gotoku Sakai. Wurde in den letzten Spielen meist als Auswechselspieler im Mittelfeld auf den Platz geschickt. Kämpfte sich aber wieder an die Stammelf heran.
Nur ein Treffer wollte ihm nicht gelingen. Am 25.08.2017 stellte er beim Match in Köln mit 183 BL-Spielen ohne Tor einen neuen Torlos-Rekord auf.
Gilt als "Relegationsexperte", da er sowohl mit Nürnberg als auch 2 mal mit Hamburg erfolgreiche die Relegation bestritt.

BL-Saison Spiele Tore
2010/2011
2011/2012
2012/2013
2013/2014
2014-Rel
2014/2015
2015-Rel
2015/2016
2016/2017
2017/2018
8
24
32
20
2
21
2
22
 24
3
0
0
0
0
0
0
0
0
 0
0
DFB-Pokal Spiele Tore
2011/2012
2013/2014
2014/2015
2016/2017
3
1
1
2
0
0
0
0

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Lothar Dittmer (02.09.1963)

Begann in der Jugend von FC Normannia Harburg und kam als Torjäger des FC Süderelbe, wo er 1985 sogar Sportler des Jahres in Hamburg wurde. an den Rothenbaum. Doch es reichte nur zu 31 Spielen und 5 Toren zwischen 1986 und 1988. Wurde aber 1987 DFB-Pokalsieger und Vizemeister. Durfte im Herbst 1987 auch in 3 Spielen des Europapokals der Pokalsieger internationale Luft (u. a. gegen Ajax Amsterdam) schnuppern. Wechselte dann im Januar 1988 zum Erstligisten FC Homburg ins Saarland. Kam hier auf 30 Spiele und 8 Tore.
Nach dem Abstieg Profi ab dem Sommer 1990 zwei Jahre auf der Gehaltsliste des SV Waldhof Mannheim in der zweiten Liga. Neben den 3 erfolgreichen Aufstiegsspielen im Sommer 1991 für die zweite Bundesliga Süd absolvierte er weitere 39 Zweitligapaarungen und erzielte 7 Treffer. Dann neben 3 Spielen im August 1994 bei VfB Lübeck in niederklassigen Ligen bei Bonner SC, VfL Rheinbach und Lüneburger SK. Kickte anschließend noch lange beim TSV Elstorf in Neu Wulmstorf (wo er auch Mitglied ist). Im DFB-Pokal kam er für die 3 Profivereine auf 9 Einsätze und 1 Tor.
Die Trainerlaufbahn verlief im Hamburger Raum, zuerst bei Rot-Gelb und SC Harburg. Dann im Sommer 2002 Trainer in der Landesliga beim Bostelbeker SV, warf im Okt. 2005 das Handtuch; dann kurz bei Buchholz 08. Seit Sommer 2006 Trainer des Kreisligisten TSV Elstorf, mit dem er 2008 in die Bezirksliga aufstieg. Im April 2009 entlassen. Das Engagement bei seinem Stammverein FC Süderelbe im Januar 2010 dauerte nur sechs Monate. Im Juli, eine Woche vor Saisonstart, trat er wieder zurück.
Ist auch mit im Trainerteam der "Fußballschule Manni Kaltz" anzutreffen. Sein jüngerer Bruder Kai spielte lange für St. Pauli und Oldenburg und ist jetzt ebenfalls beim TSV Elstorf.

BL-Saison Spiele Tore
1986/1987
1987/1988
17
14
3
2
DFB-Pokal Spiele Tore
1986/1987
1987/1988
2
2
0
1
Europa Spiele Tore
1987/1988-po 3 1

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Borisa Djordjevic (30.10.1953)

(eigentlich Borislav Dordevic). Begann seine Laufbahn bei FK Bor. Der jugoslawische Nationalspieler (5 Einsätze, auch bei der EM 1976 dabei) kam von Hajduk Split nach Hamburg. Spielte dort sechs Jahre, wurde  Meister und Pokalsieger und war den HSV-Chefs aufgefallen, als Split im Pokal der Landesmeister 1980 gegen Hamburg spielte. Lief in diversen Europacupspielen 22 mal für Split auf und erzielte dabei 4 Tore. Ein früherer Mitspieler pries ihn an: "Mit Borisa bekommen die Hamburger einen Bombenmann. Er spielt noch besser, als er aussieht - und er könnte durchaus Filmschauspieler sein." Aber auch vom Serben hatten sich die HSV-Verantwortlichen mehr versprochen, als neun Einsätze zwischen 1981 und 1983. Der Kader in dieser Zeit, wo die Mannschaft zwei Deutsche Meisterschaften und 1983 den Europapokal der Landesmeister gegen Juventus Turin holte, war einfach zu gut für ihn. Er glänzte nur außerhalb des Stadions, war zudem fast ständig verletzt. Trainer Happel war der Meinung, dass der Wille des Jugoslawen, einen Stammplatz in der Elf zu erkämpfen, begrenzt sei. Ein Bekannter verriet: "Einen munteren Eindruck macht Borisa nur, wenn er in seinen Mercedes steigt und zum Nachtbummel durch Quickborner Diskotheken fährt."
Im Sommer 1983 in die Oberliga Berlin zu Tennis Borussia, dann ab 1984 für zwei Jahre beim soeben in die Oberliga Nord aufgestiegenen FC Altona 93. Kickte später wie etliche andere HSVler (Horst Blankenburg, Peter Nogly, Bernd Wehmeyer) beim SC Wentorf. 
Gelegentlich ist er als Scout für den HSV unterwegs. Gehört heute noch zum festen Stamm von Harry Bähres "HSV-Altliga" und auch er arbeitet mit im Trainerstab der "Fußballschule Manni Kaltz", nachdem er zuvor ca.10 Jahre in der "Jugend-Fußballschule" des HSV mitwirkte.

BL-Saison Spiele Tore
1981/1982
1982/1983
7
2
0
0
DFB-Pokal Spiele Tore
1981/1982 2 0
Europa Spiele Tore
1981/1982-ue
1982/1983-la
3
1
0
0
 
Liga-Pokal Spiele Tore
1982/1983-sc (1) (1)

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Johan Djourou (18.01.1987

Der Vater von Johannes Danon „Johan“ Djourou-Gbadjere kommt von der Elfenbeinküste, eine gute Adresse für HSV-Spieler. Denn von dort stammen auch Guy Demel, Jonathan Tah oder Boubacar Sanogo. Doch nachdem die Familie in die Schweiz zog, als er 17 Monate alt war (seine Adoptivmutter Danièle kommt von dort), besitzt er auch die Staatsangehörigkeit der Eidgenossen.
Hier begann er auch beim FC Champel und Étoile Carouge FC als Stürmer das Fußballspielen. Im Sommer 2003 wechselte er  als 16jähriger zu Arsenal London, wo er über 8 Jahre spielte. Er hatte inzwischen seine Position in der Defensive gefunden. Schon ein Jahr später gab er sein Debüt in der Premier League und kam auch zu ersten Champions League-Einsätzen. Doch da ihm der endgültige Durchbruch noch nicht gelang, wurde er für die Hinrunde 2007/2008 an Birmingham City ausgeliehen (13 Spiele). Mauserte sich nach der Rückkehr nach und nach zum Stammspieler. Doch dann kam er wieder nur zu sporadischen Einsätzen und wurde im Winter 2012 für ein halbes Jahr an Hannover 96 ausgeliehen.
Für Hannover lief er 13 mal in der Bundesliga auf und in der Europa League (gegen Anzhi Makhachkala)  2 mal auf. Seine Bilanz bei Arsenal lautet:  86 Partien und 1 Tor in der Premier League,  22 Einsätze im League Cup und 1 im FA Cup, 19 Begegnungen in der Champions League und 6 in der Qualifikation für diesen Wettbewerb.
Da der HSV verzweifelt auf der Suche nach einem neuen Abwehrchef war, lieh er den 1,92-Meter-Hünen im Sommer 2013 für ein Jahr von London aus mit einer Kaufoption. Er erfüllte das geforderte Profil, war in der Lage, das Spiel von hinten konstruktiv aufzubauen und verfügte über Dynamik und Zweikampfstärke. Sein Hannoveraner Manager Jörg Schmadtke schwärmte: "Gutes Tempo, guter Kopfball, gute Spieleröffnung. Eigentlich ist Djourou ein kompletter Abwehrspieler." Und auch sein ex-und-dann-wieder-Trainer Slomka war von ihm überzeugt: "Johan ist stressfrei und cool in seiner Spielweise. Er hat eine offensive Interpretation des Abwehrspiels."
Für die Schweizer Nationalelf lief er bis jetzt (Januar 2017) 65 mal auf (2 Tore), war schon bei der WM 2006 und der EM 2008 dabei. Bei der WM 2014 in Brasilien war er einer der besten Spieler der Eidgenossen. Auch bei der EM 2016 in Frankreich schied das Team erst im Achtelfinale aus. Johan stand bei allen Partien die gesamte Spielzeit auf dem Platz.
Leider verletzte er sich gleich bei seinem ersten Einsatz für den HSV beim Trainingslager in Österreich und musste an der Leiste operiert werden. Weil sich die OP-Narbe entzündete, musste er sein Comeback immer wieder verschieben. In der Saison wechselten Licht und Schatten, auch wegen weiterer Verletzungen. Im zweiten Relegationsspiel in Fürth knallte er aus fast 2 Meter Höhe ungebremst auf den Brustkorb. Ein Wunder, dass nichts weiter als eine Gehirnerschütterung diagnostiziert wurde. Wurde in der neuen Saison fest verpflichtet. Wurde nach Van der Vaarts Abgang rasch Kapitän und unverzichtbarer Stammspieler in der Abwehr. War aber immer wieder mal für einen Aussetzer gut. Der neue Trainer Gisdol setzte ihn im Herbst 2016 als Kapitän und Abwehrchef ab. Und verbannte ihn im April sogar aus dem Kader.
Im Sommer 2017 wurde sein Vertrag nicht verlängert. Die Suche nach einem neuen Verein zog sich lange hin und fand erst im August mit dem türkischen Club Antalyaspor ein befriedigendes Ende.
Hat, wie er betont, "2 Mütter." Seine Schweizer Adoptivmutter und seine leibliche Mutter in der Elfenbeinküste (durch einen "Seitensprung" seines Vaters).

BL-Saison Spiele Tore
2013/2014
2014-Rel
2014/2015
2015-Rel
2015/2016
2016/2017
22
2
32
2
26
14
0
0
0
0
2
0
DFB-Pokal Spiele Tore
2013/2014
2014/2015
2016/2017
2
1
2
0
0
0

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Thomas Doll (09.04.1966)

Der als Maschinenanlagen-Monteur ausgebildete Doll spielte nach der Jugendzeit bei BSG Lok Malchin bis 1986 drei Jahre bei Hansa Rostock in der DDR-Oberliga (47 Spiele, 4 Tore). Weiteren vier Jahre beim BFC Dynamo Berlin. Wurde hier 2mal DDR-Meister (1987 und 1988) und 2mal FDGB-Pokalsieger (1988 und1989). Erzielte 39 Treffer in 99 Spielen. 8 Spiele mit 2 Toren im Europapokal der Landesmeister und 4 Partien (1 Tor) im Pokal der Pokalsieger.
Nach der Wende wechselte der Malchiner 1990 zum HSV. Der Dribbelkünstler spielte sich hier innerhalb eines Jahres in die Herzen der Fans. Bisweilen bot er Weltklasse, wirbelte durch die gegnerischen Abwehrreihen und zauberte Fußball. Harmonierte glänzend mit von Heesen und Furtok. 33 Einsätze für den HSV, dabei erzielte "Dolly" vier Tore. Lazio Rom köderte ihn mit einem Angebot, das der Nationalspieler (29mal für die DDR, 18mal für den DFB, Vize-Europameister 1992) nicht ablehnen konnte. Außerdem "rettete" er mit der Ablösesumme von 15 Millionen Mark damit den HSV, der kurz vor der Pleite stand.
Gleich im ersten Jahr wurde er von den italienischen Trainern zum besten ausländischen Spieler gewählt. In Rom spielte er drei Jahre sehr erfolgreich. 64 Einsätze und 9 Tore in der "Serie A." Ging dann wieder für drei Jahre in die Bundesliga zu Eintracht Frankfurt, wo er aber wegen Verletzungen nur selten zum Einsatz kam (28 Spiele, 4 Tore).
Noch einmal wechselte Doll für 2 Jahre zurück nach Italien zum Zweitligaclub AS Bari. Machte da 31 Spiele und erzielte 4 Tore und stieg auf. In der ersten Liga kam er zu weiteren 14 Einsätzen. Kehrte in der Saison 1998/1999 dann wieder zum HSV zurück und hatte großes Pech: Knorpelschaden am rechten Knie. Kam in den drei Jahren nur noch zu 41 (meist) Kurzeinsätzen.
Beendete im Mai 2001 wegen der vielen Verletzungen seine Profi-Karriere und trainierte zunächst die Jugend bzw. Amateure des HSV, bevor er für den glücklosen Klaus Toppmöller am 17.10.04 die Profis übernahm. Er krempelte die Mannschaft um, brachte ihr wieder Spielfreude bei und erreichte gleich im ersten Jahr den 8. Platz, obwohl die Mannschaft bei der Übernahme auf dem letzten Tabellenplatz stand. In der nächsten Saison spielte die Mannschaft lange um den Titel mit und erreichte am Ende einen hervorragenden 3. Platz. Geprägt von vielen Verletzungen und verfehlter Personalpolitik schied man sang- und klanglos in der Champions League aus und rutschte im Januar 2007 auf den letzten Tabellenplatz. Dem Gesetz der Serie folgend, musste Doll seinen Stuhl räumen - ein für beide Seiten sehr schmerzlicher Abgang.
Überraschenderweise unterschrieb er nur zwei Monate später beim Ligakonkurrenten Borussia Dortmund (als Nachfolger für Jürgen Röber). Rettete die Borussia vor dem Abstieg und führte sie ins DFB-Pokalfinale. Doch er wurde im Revier nie richtig heimisch, so verwunderte es nicht, dass er nach Saisonende im Mai 2008 von seinem Posten zurücktrat. Übte ab dem Sommer 2009 sein Traineramt bei Genclerbirligi Ankara in der Türkei aus. Aber schon im Oktober 2010 erfolgte die Trennung. Seit Juli 2011 trainierte er den saudi-arabischen Erstligisten Al-Hilal Riad. Trat jedoch schon im Januar 2012 nach Differenzen mit dem Sportchef zurück.
Im Dezember 2012 wurde kurz über einen Trainerjob in China spekuliert, was sich aber als Fehlermeldung erwies. Im Dezember 2013 fand er in Ungarn beim Traditionsverein Ferencváros Budapest eine neue Anstellung (Co-Trainer Ralf Zumdick) als Nachfolger von Ricardo Moniz. Hier spielten unter anderem die ex-HSVler Benjamin Lauth, Muhamed Besic und Daniel Nagy. Wuchs rasch in die Herzen der Fans, schaffte in nur 4 Monaten durch neun Siege hintereinander die Teilnahme an der Europa League.
Im Mai 2015 erster Titel: ungarische Pokalsieger, außerdem ungarischer Supercup-Gewinner, u. a. mit den Ex-Hamburgern Daniel Nagy und Benny Lauth. Das Jahr darauf holte er sogar das Double aus Meisterschaft und Pokal. Folgerichtig wurde er 2016 zum  Trainer des Jahres in Ungarn gewählt. Auch 2017 holte er erneut den Pokal.
Wurde 2005 zum Mann des Jahres im deutschen Fußball und zum „Hamburger 2005” gewählt. Immer wieder kolportiert wird seine "Wutrede" in Dortmund, unter anderem mit dem Satz "Da lach' ich mir den Arsch ab."

BL-Saison Spiele Tore
1990/1991
1998/1999
1999/2000
2000/2001
33
13
21
7
4
0
0
0
DFB-Pokal Spiele Tore
1990/1991
1999/2000
2000/2001
4
1
2
3
0
0
Europa Spiele Tore
2000/2001-cl
2000/2001-ue
1
1
0
0

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Jean Carlos Dondé (12.08.1983)

Der junge Brasilianer, der auch einen italienischen Pass besitzt, begann bei Atlético Paranaense und spielte ab 2003 ein Jahr bei Feyenoord Rotterdam, hatte hier nur einen Einsatz bei den Profis. Trotzdem holte ihn der HSV zunächst auf Leihbasis im August 2004 für die Stärkung der Defensive. Für Trainer Doll war er aber trotz Personalsorgen keine Alternative. "Es ist einfach zu wenig, um in die erste Elf zu kommen." Er spielte in der Saison lediglich 26 Minuten bei der 3:0 Niederlage bei Bayern München und wechselte zurück nach Holland zu Rotterdam.
Nach einem Abstecher in seiner Heimat bei Fluminense Rio de Janeiro (9 Spiele, 1 Tor) landete er im Januar 2007 in Griechenland bei Asteras Tripolis. Es folgte seine beste Zeit. 31 Partien und 2 Tore in der griechischen Super League. Seit Februar 2010 kickte er wieder zuhause bei Paranaense. Wurde dort im September 2010 für ein Vierteljahr an Paraná Clube ausgeliehen. Im Frühling 2011 nach Südkorea zu Seongnam Ilhwa Chunma. Nur 3 Einsätze. Seit Januar 2012 ohne Verein. Gab kurz darauf seinen Rücktritt vom Fußball bekannt.

BL-Saison Spiele Tore
2004/2005 1 0

 

 

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Bernd Dörfel (18.12.1944)

Einer von vielen Nationalspielern aus der "HSV-Schule", geboren in Büsum, aufgewachsen bei GW 07 Hamburg, kam 1960 zur HSV-Jugend. Sein Vater Friedo und sein Onkel Richard sind HSV-Legenden. Zwischen 1966 und 1969 wurde der "kleine" Bruder von Gert "Charly" Dörfel in 15 Länderspielen eingesetzt. Zuvor war er 1964 schon 4 mal in der Amateur-Nationalmannschaft dabei.
88 Mal kam der gelernte Kfz-Mechaniker für der HSV in der Bundesliga zum Einsatz, wurde 1963 von den eigenen Amateuren geholt. War auch im verlorenen Finale im Europapokal der Pokalsieger im Mai 1968 gegen den AC Mailand dabei, ehe er im Sommer 1968 für zwei Jahre zu Eintracht Braunschweig (die damals in der Bundesliga spielten) wechselte (51 Spiele, 4 Tore). Der schnelle Rechtsaußen ging 1970 zu Servette Genf in die Schweiz, wo er nach eigenem Bekunden seine "beste Zeit als Fußballer" hatte, wegen eines Knieschaden (Meniskus, Kreuzband) seine Karriere aber schon 1974 beenden musste. In der Schweiz schlug er ein wie eine Bombe. Mit seinen Finten und Sturmläufen sorgte er für permanentes Spektakel und war schnell der Publikumsliebling, galt als verrücktes Genie im positiven Sinne. hatte mit 33 Treffer in 59 Spielen eine überragende Quote. Mit Genf holte er auch den Schweizer Pokal.
Bis zur Pensionierung in der NDR-Hausdruckerei beschäftigt. Nachdem seine Mutter, die er jahrelang gepflegt hatte, gestorben war, brach er im Sommer 2008 seine Zelte in Hamburg ab und erfüllte sich einen Jugendtraum. Er kaufte sich für 50.000 Euro ein Wohnmobil und wollte ein "Vagabundenleben ohne Frau, ohne Familie" führen. Als Grund gibt er an: "Hier leben mir zu viele Egoisten. Diese Stadt, dieses Land hat keine Wärme mehr. Es gibt nur Neid und Missgunst, alles wird immer unpersönlicher, es macht mir keinen Spaß mehr. Dieses Land ist mir zu kalt geworden." Auf seiner Reise hatte er viele Bücher dabei, denn er liest gern philosophische Bücher, Zeitgeschichte und Dokumentarisches. Er hatte eine Liste mit über 100 Namen in Deutschland und der Schweiz dabei, die er mit dem Wohnmobil besuchen wollte.
Rückblickend meint er: "Ich empfand den Sport damals - wie übrigens auch heute - als Belastung. Das war modernes Sklaventum."

BL-Saison Spiele Tore
1963/1964
1964/1965
1965/1966
1966/1967
1967/1968
5
10
29
32
12
1
2
7
6
1
DFB-Pokal Spiele Tore
1964/1965
1965/1966
1966/1967
1
3
6
0
2
3
Europa Spiele Tore
1963/1964-po
1967/1968-po
2
2
0
0

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Gert "Charly" Dörfel (18.09.1939)

Schon der Vater Frido und Onkel Richard (Ehrenspielführer) des Harburgers (TB Harburg) waren in den 30er und 40er Jahren feste Größen am Rothenbaum. Sein jüngerer Bruder Bernd trug ebenfalls acht Jahre die Raute. Charly kam von Polizei SV Hamburg 1958 in die Oberliga-Mannschaft. Er war fraglos einer der genialsten Spieler, die je das Trikot des HSV trugen. Publikumsliebling, Meister 1960 gegen den 1. FC Köln, Pokalsieger 1963 gegen Borussia Dortmund, Finalteilnehmer im Europapokal der Pokalsieger 1968 gegen den AC Mailand und elffacher Nationalspieler (7 Tore). 224 Einsätze und 58 Tore in der Bundesliga zwischen 1963 und 1971 sprechen für "Charly." Vor der Bundesliga-Ära schon 5 mal Norddeutscher Meister 
(1959, 1960, 1961, 1962, 1963). 101 Oberligaspiele/ 49 Tore) und 22 Endrundenspiele (7 Tore). Auch bei den drei sagenumwobenen Partien gegen den FC Barcelona im Pokal der Landesmeister 1960 war er einer der Hauptakteure.
Ein legendärer Linksaußen von internationaler Klasse, schnell und wendig, konnte aus vollem Lauf präzise flanken. Wurde von der Fachzeitschrift "France Football" als Europas bester Linksaußen gerühmt. Auf einer Stufe mit Gento von Real Madrid. War ein genialer Flankengeber für seinen Sturmpartner Uwe Seeler, war der erste Dreifachtorschütze in der Bundesliga, und, und... Ließ im Dezember 1971 seine glorreiche Karriere beim HSV ausklingen.
Anschließend bei den "Highland Powers" und "Lusitano" in Johannesburg, ein Abstecher nach Kanada (London City) und in der Saison 1973/1974 ein kurzes Gastspiel beim HSV Barmbek-Uhlenhorst in der Regionalliga Nord. Danach arbeitete "Charly" als Vollstreckungsbeamter im Ortsamt Hamburg-Stellingen und trat nebenher als Zirkusclown auf. Heute lebt er als Rentner in Seevetal bei Hamburg. Zum Thema Fußball meint er heute: "Fußball war für mich wichtig, doch es war weniger Beruf, sondern tatsächlich vielmehr ein Hobby. Fußball war für mich immer die schönste Nebensache der Welt."
Im September 2008 erfüllte er sich einen Traum, den er schon als Kind hatte: er trat als Clown in einem echten Zirkus auf dem Heiligengeistfeld auf. 1965 besang er auch als erster Fußballer eine Single ("Das kann ich dir nicht verzeih`n"/"Erst ein Kuss"), die heute als Rarität sicherlich einiges wert ist. Vor seinem Clownerien waren auch die Mitspieler sicher. Als sich Uwe Seeler einmal beschwerte, dass er zu wenig Flanken bekäme, meinte Charly: "Dicker, die nächste Flanke schieße ich drei Zentimeter höher, dann renkst du dir den Hals aus." Wegen einer Wette verließ er einmal das Spielfeld während des Spiels, um einen Bekannten auf der Tribüne zu begrüßen. Verteilte Bonbons an die Gegenspieler.
Seit 2006 gibt es sogar ein Buch über ihn "Freibeuter des Fußballfeldes" (von Hans Vinke, erschienen im Agon-Sportverlag). Und seit Oktober 2009 ist er Ehrenamtsbotschafter des Schleswig- Holsteinischen Fußball-Verbandes.

BL-Saison Spiele Tore
1963/1964
1964/1965
1965/1966
1966/1967
1967/1968
1968/1969
1969/1970
1970/1971
1971/1972
27
26
27
30
27
32
21
30
4
15
4
6
9
9
5
4
6
0
DFB-Pokal Spiele Tore
1963/1964
1964/1965
1965/1966
1966/1967
1967/1968
1968/1969
1969/1970
1970/1971
1971/1972
1
2
3
7
1
3
2
3
1
0
2
1
5
0
1
0
2
0
Europa Spiele Tore
1963/1964-po
1967/1968-po
1968/1969-to
1968/1969-me
1970/1971-to
1970/1971-me
6
7
6
6
6
4
2
1
1
1
1
4

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Pavel Dotchev (28.09.1965)

Der 24fache bulgarische Nationalspielerbegann bei Armeeklub und Levski Sofia und spielte dann von 1984 bis 1991 sieben Jahre für Lokomotive Sofia, kam hier auf 168 Erstligaspiele mit 4 Toren und war bei 4 UEFA-Cup-Begegnungen dabei. Wechsel zum amtierenden bulgarischen Meister ZSKA Sofia. 29 Spiele in der Liga und 4 im UEFA-Cup.
Von dort holte ihn Trainer  Egon Coordes zum HSV. Doch dem Defensivspieler gelang der Durchbruch nicht. Lediglich achtmal wurde er in der Saison 1992/1993 eingesetzt. Im Sommer 1993 zunächst für ein halbes Jahr zurück zu ZSKA. Ging für ein halbes Jahr zu Hansa Rostock (ohne Einsatz) und anschließend 1994 zum Regionalligisten Holstein Kiel. Kam hier auf 27 Liga-Einsätze mit 5 Toren und 1 Einsatz im Pokal.
Dann 1995 acht Jahre beim Regionalligisten TuS Paderborn-Neuhaus, der sich 1997 in den SC Paderborn 07 umbenannte. 1997 Abstieg in die Oberliga Westfalen (27 Spiele, 4 Tore) mit der sofortigen Rückkehr in die drittklassige Regionalliga. Seine Bilanz hier: 182 Partien (17 Tore) in der Regionalliga und im Pokal 2 Begegnungen.
Nach Beendigung der Spielerlaufbahn 2003 dort auch Trainer, stieg mit Paderborn in die 2. Liga auf. Trotzdem wurde sein Vertrag (zum Unmut aller) nicht verlängert. War auch Trainer beim DFB-Pokalspiel gegen den HSV 2004, das Paderborn (durch den Hoyzer-Wettskandal) 4:2 gewann. Im Sommer 2005 als Trainer zu RW Erfurt. Doch schon im Februar 2008 war er wieder Chef in Paderborn, als Nachfolger für Holger Fach. Aber auch er konnte den Abstieg aus der 2. Liga nicht verhindern. Kurz vor dem erneuten Aufstieg in Liga zwei wurde ihm im Mai 2009 nach einigen Niederlagen kurioserweise erneut in Paderborn gekündigt. Er stritt lange mit seinem Ex-Verein um eine sechsstellige Abfindung.
Im Mai 2010 führte ihn sein Weg zurück in die bulgarische Heimat zu ZSKA Sofia, doch schon im August wurde er suspendiert. Auch die nächste Station war nicht allzu lange. Von September 2010 bis Februar 2011 trainierte er den Drittligisten SV Sandhausen. Seit Januar 2012 hatte er bei Preußen Münster eine neue Heimat gefunden. In der folgenden Saison führte er die Preußen in die Spitzengruppe der Dritten Liga. Doch als er zu Beginn der Saison 2013/2014 am Tabellenende rumkrebste, griffen die Mechanismen des Profi-Fußballs und er wurde im September entlassen. Es dauerte fast zwei Jahre, bis er im Juli 2015 beim eben in die Dritte Liga abgestiegenen Erzgebirge Aue einen neuen Arbeitgeber fand. Schaffte den sofortigen Wiederaufstieg. Als aber der Verein im Tabellenkeller dümpelte, bot Pavel im Februar 2017den Rücktritt an, um "neue Impulse zu setzen".
Im Juli stieg er beim Regionalisisten Hansa Rostock ein, der endlich wieder höherklassig spielen wollte.
2007 wurde Dotchev zum Trainer des Jahrhunderts des SC Paderborn 07 gewählt. Er beschrieb seine Trainerphilosophie so: "Für mich ist wichtig, dass eine sportliche Perspektive vorhanden ist und die Verantwortlichen auf mich bauen und mir das Gefühl geben, dass ich der richtige Mann bin. Wenn es passt, bin ich mit vollem Herzen dabei. Fußball ist für mich nach wie vor ein Spiel. Ich bin kompromisslos, was meinen Erfolg betrifft."
Pavel besitzt seit 2007 einen deutschen Pass.

BL-Saison Spiele Tore
1992/1993 8 0
DFB-Pokal Spiele Tore
1992/1993 2 1

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Jens Dowe (01.06.1968)

Der gebürtige Rostocker, der über die Hansa-Jugend und dem KKW Greifswald 1989 wieder bei Hansa Rostock gelandet war, wurde mit den Ostseestädter 1991 letzter DDR-Meister und -Pokalsieger. Deshalb durfte die Mannschaft auch im Pokal der Landesmeister gegen den FC Barcelona antreten. Jens wirkte bei der 0:3-Pldeite im Hinspiel 28 Minuten mit  Ein Jahr zuvor machte er schon ein Spiel im UEFA-Cup.  In der DDR-Oberliga (1990 Oberliga Nordost) kam er auf 34 Einsätze und 5 Tore. Im DDR-Pokal waren es 8 Spiele (2 Tore).  Im Supercup gegen den BRD-Meister Kaiserslautern wurde er für 31 Minuten eingewechselt. Als amtierender Meister kam die Mannschaft 1991 auch in die Bundesliga (37 Spiele und 4 Tore), stieg dort aber sofort wieder ab. Dowe blieb noch 2 Jahre in der 2. Liga (74 Einsätze und 13 Tore). Zudem wirkte er im DFB-Pokal insgesamt in 8 Partien mit, wobei ihm 3 Tore gelangen.
1994 wechselte er wieder in die erste Liga zum TSV 1860 München, wo er 51 Begegnungen in der der Bundesliga (4 Tore) hatte und 4 mal im Pokal auflief. Nach zwei sehr erfolgreichen Jahren vor Beginn der Saison 1996/1997 zum HSV. Doch sein Glück machte er in Hamburg nicht. Im UEFA-Cup durfte er 45 Minuten gegen Celtic Glasgow mitwirken, Bundesligaluft schnupperte er 200 Minuten. Nach Disharmonien mit Trainer Felix Magath und nur 4 Einsätzen wurde Dowe schon im September an die Wolverhampton Wanderers in England ausgeliehen.
Aber auch hier fasste er nicht richtig Fuß sondern wurde schon nach 3 Monaten Anfang 1997 zu Sturm Graz in Österreich transferiert. Dort gewann er gleich den Pokal (3 Spiele, 1 Tor) und wurde Dritter der österreichischen Bundesliga (18 Spiele, 3 Tore). Trotzdem kehrte er 1997 zu seiner alten Liebe FC Hansa Rostock zurück und erlebte dort zwei erfolgreiche Jahre. Trug das Hansa-Trikot in der Bundesliga weitere 51 mal und erzielte hierbei 8 Tore. Hinzu kommt ein Einsatz im DFB-Pokal. 1999 zog es ihn aber erneut nach Österreich, diesmal zum Vizemeister Rapid Wien. Diesen Titel errang er mit der Mannschaft erneut 2001. Für die Wiener lief er in der Bundesliga 60 mal auf und erzielte 7 Treffer. Im ÖFB-Cup wurde er in 2 Partien eingesetzt und in den internationalen Wettbewerben (Champions League-Quali und UEFA-Cup) insgesamt 11 mal (2 Tore).
Als der SV Babelsberg 03 in die zweite Bundesliga aufstieg, wechselte er im Herbst 2001 dorthin, machte 19 Spiele und  3 Tore und spielte nach dem Abstieg 2002 bei Holstein Kiel in der Regionalliga. Kam hier in zwei Saisons auf 63 Spiele und 3 Tore zuzüglich 2er Spiele im DFB-Pokal.  Nach einigen Spielen 2004 für den SV Warnemünde, heuerte er noch kurz für 4 Spiele beim Viertligisten SV Wilhelmshaven an und beendete seine erfüllte Laufbahn 2005 endgültig bei der TSG Neustrelitz. Erzielte hier in der NOFV-Oberliga Nord in 23 Partien seinen letzten Treffer.
Ab Januar 2006 versuchte er sich erstmals als Trainer bei seinem Heimatverein Greifswalder SV 04, wurde jedoch schon im Mai wieder entlassen. Seit der Spielzeit 2007/2008 war er als Co-Trainer im Jugendbereich von Hansa Rostock tätig. Im März 2009 übernahm er diese Funktion kurz bei den Hansa-Amateuren. Seit Sommer 09 hauptverantwortlich für die Jugend zuständig. Sein auslaufender Vertrag wurde im Sommer 2011 nicht verlängert. Ein Jahr später wechselte er zum Landesligisten Güstrower SC 09, um nur 4 Wochen später den Oberligisten SV Waren 09 zu trainieren, assistiert von Martin Pieckenhagen. Als aber zum Ende der Saison sein Vertrag nicht verlängert wurde, ging er wieder zur Jugend von Hansa Rostock. Nach einem halbjährigen Intermezzo ab Januar 2014 bei Eintracht Schwerin (wo Pieckenhagen Sportlicher Leiter war) im August 2014 Rückkehr nach Waren, diesmal als Sportlicher Leiter. Und 4 Wochen später zusätzlich wieder als Trainer. Als aber der Verein finanziell am Ende war und in die Landesliga absteigen musste, nahm Jens im Juni 2015 seinen Hut.
Es dauerte bis Mai 2016, bis er sich wieder ins Fußballgeschäft stürzte. Er nahm das Angebot von Pommern Stralsund in der Verbandsliga an. Aber schon Ende Januar 2017, als das Team auf einem Abstiegsplatz stand, musste er wieder gehen, da der Vorstand der Meinung war, Dowe habe "seinen Arbeitsvertrag nicht erfüllt."

BL-Saison Spiele Tore
1996/1997 4 0
DFB-Pokal Spiele Tore
1996/1997 1 1
Europa Spiele Tore
1996/1997-ue 1 0

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Werner Dreßel (30.08.1958)

Auch der Unterfranke kam im Sommer 1980 nach drei Jahren bei Werder Bremen mit großen Erwartungen nach Hamburg. In Bremen machte Werner 94 BL-Spiele, wobei ihm 20 Treffer gelangen. Seine weitere Bilanz waren 10 DFB-Pokal-Einsätze (3Tore) und 6 Partien im Intertoto-Cup (2 Tore). Aber die Bremer mussten trotzdem im Sommer 1980 den (einzigen) Abstieg aus der Bundesliga hinnehmen.
Der Flügelflitzer begann bei seinem Heimatverein SpVgg Hambach und kickte dann für Schweinfurt 05 und die Jugend des 1.FC Nürnberg. In Hamburg wurde der ehemalige Jugendnationalspieler (6 Spiele) gleich Vizemeister. Doch eine langwierige Knieverletzung (Durchriss des Innenbandes am rechten Knie, Riss des Seitenbandes und des Kreuzbandes sowie ein Kapselriss) verhinderte mehr Einsätze. Im August 1981 wurde Werner zum 1.FC Nürnberg transferiert. Er erlebte nicht mehr mit, wie der HSV 1982 Deutscher Meister wurde.
In Nürnberg half er zunächst mit, den Abstieg zu verhindern und wurde 1982 sogar (in einem dramatischen Spiel gegen Bayern München) DFB-Vizepokalsieger. 67 BL-Partien mit stolzen 18 Treffern und 9 Einsätze im DFB-Pokal (3 Tore) lautet seine gute Nürnberger Bilanz in 2 Jahren. Kurz nach Saisonbeginn wechselte er im Gegenzug mit Manni Burgsmüller im September 1983 zu Borussia Dortmund, für die er 3 Jahre mit mäßigem Erfolg spielte. In 52 Spielen gelangen ihm nur 4 Tore, im Pokal war es bei 4 Einsätzen 1 Treffer. Anschließend 1986 zunächst bei Arminia Hannover in der damals drittklassigen Oberliga Nord. Wechselte zur Winterpause 1987/1988 zum damaligen Ligakonkurrenten Eintracht Braunschweig. In 7 Einsätzen in der Aufstiegsrunde (1 Tor) gelang ihm mit der Mannschaft der sofortige Wiederaufstieg. In der zweiten Liga kam er in zwei Jahren in 23 Begegnungen zu einem Treffer. 1990 machte er für Arminia Hannover noch einmal 2 Tore in13 Spielen. Der Verein stieg am Saisonende in die Verbandsliga Niedersachsen ab.
 Dreßel ging zurück in die Heimat und kickte in der Saison 1991/1992 für Viktoria Aschaffenburg in der Amateuroberliga Hessen. Als in der Relegation gegen Reutlingen der Aufstieg nicht gelang, wechselte er zu Borussia Fulda in der gleichen Liga und 1994 für drei Monate zu Alemannia Haibach. Dann ließ er nach Insgesamt 229 BL-Spiele (45 Tore) und 23 Spiele in der zweiten Liga (1 Tor) von Oktober 1994 - 1999 die Karriere als  Spielertrainer beim unterfränkischen Bezirksligisten DJK Waldberg ausklingen.
Begann seine anschließende Trainerkarriere im Sommer 1999 für ein halbes Jahr bei Borussia Fulda, arbeitete als Jugend-Stützpunkttrainer des DFB und war vom Sommer 2000 bis 2007 Co-Trainer bei der SpVgg Greuther Fürth. Ab Januar 2008 trainierte er den 1. FC Schweinfurt 05 ( Bayernliga), wurde dort im September 2008 entlassen. Seit März 2010 war Dreßel Nachwuchskoordinator beim Schweinfurter Kreisligisten TV Königsberg 1862. Seit dem Januar 2011 fungierte er dort zusätzlich als Trainer und Sportlicher Leiter. Im Januar 2013 unterschrieb er bei Viktoria Aschaffenburg, wurde jedoch "Opfer der Vereinsintrigen" und schon im April wieder beurlaubt. Doch er fand schon im Juni wieder einen neuen Arbeitgeber und wurde Co-Trainer beim SV 07 Elversberg. Wurde dort jedoch im April 2014 "freigestellt" (die Mannschaft stieg dann ab).
Der gelernte technische Zeichner absolvierte zwar kein A-Länderspiel, war aber sonst in allen Nationalkategorien dabei: bei der Jugend ebenso wie bei den Amateuren, der Bundeswehrauswahl, der Olympiaauswahl und der B-Nationalelf.

BL-Saison Spiele Tore
1980/1981
1981/1982
15
1
3
0
DFB-Pokal Spiele Tore
1980/1981 2 0
Europa Spiele Tore
1980/1981-ue 2 0

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Jürgen Dringelstein (06.12.1946)

1968 kam "Dringel", der das Fußballspielen beim in Rheinland-Pfalz bei VfR Baumholder und beim Nachbarn SV Reichenbach lernte, vom Regionalligisten SV Waldhof Mannheim (1967/1968, 26 Spiele, 4 Tore) zum HSV und in zwei Bundesliga-Jahren schaffte der nur 1,70 m große Angreifer 28 Spiele, zweimal zeichnete er sich als Torschütze aus. Nach zwei weiteren Jahren ohne Einsatz wechselte er anschließend wieder in seine südwestdeutsche Heimat nach Baumholder. Ist jetzt Übungsleiter der Seniorenturner bei seinem Heimatverein VfR Baumholder (Baumholder ist eine Kleinstadt im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz südlich des Hunsrück). Ist auch pädagogischer Mitarbeiter der VHS in Baumholder. Politisch engagiert er sich als Ratsmitglied im Gemeinderat von Reichenbach
Aus einem Artikel des "Hamburger Abendblatts" vom 09.04.1968 vor der Verpflichtung: "Vor allem der kleine Dringelstein, der am liebsten Linksaußen spielt (nicht schwächer am rechten Flügel ist), hinterließ einen ausgezeichneten Eindruck. Ein schneller Mann, der in jeder Situation mit offenen Augen spielt, sichere und genaue Pässe schlägt."

BL-Saison Spiele Tore
1968/1969
1969/1970
1970/1971
1971/1972
23
5
0
0
1
1
0
0
DFB-Pokal Spiele Tore
1968/1969
1969/1970
2
1
0
0
Europa Spiele Tore
1968/1969-to
1968/1969-me
5
4
2
0

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Josip Drmic (08.08.1992)

Bruno Labbadia war seit 4 Jahren hinter ihm her. Auch Peter Knäbel, der ihn aus seiner Zeit als Schweizer Technischer Direktor kannte, wollte ihn schon im Januar 2014 an die Elbe holen. Aber erst im Januar 2016 konnte er bis zum Saisonende für 1,2 Millionen ausgeliehen werden. Zum Wechsel ermuntert hat ihm auch sein Nationalelfkollege Johan Djourou. "Jo" wurde in Bäch im Schweizer Kanton Schwyz geboren, hat jedoch kroatische Eltern (die auch zwischenzeitlich wieder in Split wohnen). Seine Einbürgerung verzögerte sich mehrmals, wodurch er auch die U17-WM, die von der Schweiz gewonnen wurde, verpasste. Erst seit 2010 besitzt er die doppelte Staatsbürgerschaft, entschied sich dann, künftig für die Schweizer Nationalelf zu spielen.
Seine ersten Gehversuche unternahm er beim FC Freienbach und dem FC Rapperswil-Jona im Kanton St. Gallen. 2001 kam er in die Jugendabteilung und 2009 zur zweiten Mannschaft des FC Zürich. Hier machte er in drei Jahren 32 Spiele mit erstaunlichen 20 Toren. Im Februar lief er erstmals für die Züricher Profis in der Raiffeisen Super League auf. Hier spielte sich der Vollblutstürmer immer besser ins Rampenlicht und wurde 2012 unter Otmar Hitzfeld Nationalspieler. Sein Landsmann Chapuisat lobte seine "Schnelligkeit und Dynamik, die Fähigkeit, sich im Eins-gegen-eins durchzusetzen, und natürlich seine Torgefahr." Er erzielte in 62 Partien 18 Tore. Dazu kamen 7 Spiele mit ebenso vielen Toren im Schweizer Pokal, 3 Einsätze in der Champions League Quali (unter anderem gegen Bayern München) sowie 2 Begegnungen in der Europa League.
Im Sommer 2013 wagte er den Sprung in die deutsche Bundesliga und unterschrieb beim 1. FC Nürnberg. Er war lange Zeit die "Versicherung" der Franken, aber trotz seiner herausragenden Trefferquote von 127 Toren in 32 Spielen konnte er den Abstieg in die 2. Liga nicht verhindern. Im DFB-Pokal lief er für Nürnberg einmal auf. Bayer Leverkusen lotste ihn für annähernd 7 Millionen ins Rheinland. Rudi Völler war überzeugt: "Josip Drmic hat seine Extraklasse im vergangenen Bundesliga-Jahr bewiesen, er gehört zu den herausragenden Torjägern der Bundesliga." Doch er wurde hier nicht glücklich, kam lediglich zu 25 (meist) Kurzeinsätzen mit 6 Toren, konnte sich gegen Stefan Kießling nicht durchsetzen. Im DFB-Pokal waren es 4 Spiele und in Champions League und Champions League-Quali insgesamt 9 Partien (u. a. gegen Athletico Madrid). Ligakonkurrent Borussia Mönchengladbach kaufte ihn im Juli 2015 für stattliche 10 Millionen aus dem bestehenden Vertrag. Doch auch am Niederrhein blieb er blass, bekam wenig Spielpraxis, wurde meist nur eingewechselt. Erzielte bis zur Winterpause 1 Tor (gegen Hoffenheim) in 13 Partien, stand insgesamt nur 439 Minuten auf dem Platz. Im DFB-Pokal 3 Partien, ebenso in der Champions League (gegen FC Sevilla und Manchester City).
Frustriert wollte er den Verein verlassen und nahm sofort das Angebot des HSV ab. Trainer Labbadia war von der Flexibilität des Schweizers angetan: "Er ist auf mehreren Positionen einsetzbar und kann in der Offensive sowohl durchs Zentrum als auch über die Außen kommen." Und auch die Zeitschrift "11 Freunde" lobte: "Drmic begreift die Räume auf dem Feld, er antizipiert, kann Bälle blitzschnell verarbeiten." Doch nach nur 6 Einsätzen die niederschmetternde Diagnose: traumatischer Knorpelschaden im rechten Knie, was das Saisonaus bedeutete. Gladbach holte ihn am Saisonende zurück.
Konnte dort erst im November wieder ins Mannschaftstraining einsteigen und stand erstmals am 11. 12. für eine Minute wieder auf dem Platz.
Nachdem es (wie schon erwähnt) wegen der fehlenden Staatsbürgerschaft mit der Schweizer U17-Auswahl noch nicht geklappt hatte, lief er anschließend für die U18 bis U21 20mal auf und erzielte 12 Treffer. Für die "Nati" kam er erstmals im September 2012 gegen Albanien zum Einsatz. Er war auch bei der WM 2014 in Brasilien dabei und wurde in allen 4 Begegnungen bis zum Achtelfinale eingesetzt. Bis März 2017  absolvierte er 26 Spiele für die Schweiz mit 9 Toren. Verpasste wegen seiner Verletzung die EM 2016.

BL-Saison Spiele Tore
2015/2016 6 1
   

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Jaroslav Drobny (18.10.1979)

Der tschechische Torhüter spielt seit Januar 2007 in der Bundesliga. Nach den Jugendjahren bei Slavo Zirovnice, SK Chrudim und FC Vitkovice spielte er seit 1999 bei SK Ceske Budejovice in der ersten tschechischen Liga (Gambrinus Liga). Stand hier 46 mal im Kasten.  2 Jahre später wechselte er zu Panionius Athen. Hier blieb er 4 Jahre und schwärmte später, dass er in Griechenland eine schöne und intensive Zeit gehabt habe und dort auch seine Frau kennen gelernt habe. 101 mal hütete er in der Super League das Tor und stand 8 mal im UEFA-Cup (unter anderem gegen FC Barcelona) im Tor der Griechen.  Im Sommer 2005 wechselte er auf die britische Insel zum FC Fulham. Durch eine Knieverletzung verlor er seinen Platz und wurde im Januar 2006 nach Holland zu ADO Den Haag ausgeliehen. Hier hatte er 12 Einsätze und schaffte den Klassenerhalt. Im Sommer holte ihn Fulham zurück, löste jedoch bereits im August den Vertrag. Im Oktober unterschrieb er bei Ipswich Town einen Einmonatsvertrag, machte aber kein Spiel.
Deshalb wechselte er im Januar 2007 nach Deutschland auf Leihbasis (er "gehörte" immer noch Ipswich) zum VfL Bochum. Er wurde sofort Stammtorhüter, war in allen 17 Spielen sehr konstant und stabil in seinen Spitzen-Leistungen, zeigte irre Reflexe und tolle Fußabwehr und zeigte siech vor allem bärenstark in den Eins-zu-Eins-Situationen. Im Sommer unterschrieb er beim Ligakonkurrenten Hertha BSC. Auch hier bestach "Jaro" durch herausragende Leistungen, wurde 2009 zum besten Torhüter der Saison gewählt. Er wurde in Berlin als Held verehrt. Der VfB Stuttgart wollte ihn als Nachfolger für Lehmann, doch er blieb in der Hauptstadt. In 3 Jahren stand er 97 mal in der Bundesliga im Tor und 5 mal im Pokal. In UEFA-Cup und Europa League samt dazugehörenden Qualifikation war er in 18 Partien der Keeper.
Als aber die Hertha im Sommer 2010 abstieg und sein Vertrag auslief, holte ihn Armin Veh (gemeinsam mit Gojko Kacar) nach Hamburg. Für viele war dies unverständlich, Frank Rost dachte schon an Abschied. Doch Rost setzte sich wieder durch, für Drobny blieb nur die Ersatzbank. Erst als sich Rost eine Knieverletzung zuzog, kam der Tscheche am 22.10 gegen Bayern München zu seinem Hamburger Bundesligadebüt. Auch hier machte er seine Sache wieder sehr gut. Nach Rosts Gesundung blieb ihm wieder nur die Reservebank.
Als aber Rost im Sommer 2011 gehen musste, wurde er endlich die neue Nummer 1. Dafür "flüchtete" Wolfgang Hesl, der sich auch Hoffnungen auf diesen Posten gemacht hatte. Nachdem er anfangs für einige dumme Fehler von den Fans gnadenlos ausgepfiffen wurde, wuchs er im Lauf der Hinrunde über sich hinaus, war meistens bester HSVler, war mit seinen tollen Paraden der Erfolgsgarant. In der Rückrunde war es mit sein Verdienst, dass der HSV nicht in die zweite Liga musste.
Deshalb verwunderte es viele, dass ihm zu Beginn der neuen Saison Rene Adler vor die Nase gesetzt wurde und er wieder ins zweite Glied rückte. Aber er nahm es ohne Murren hin. War dann in den vier Partien, in denen er durch die Verletzung von Adler eingesetzt wurde, sofort mit seiner unauffälligen stabilen Spielweise da. Erfuhr eine Stunde vor dem ersten Relegationsspiel, dass er durch den Bandscheibenvorfall von Adler das Tor hüten durfte. Hatte mit seiner Ruhe und seiner unspektakulären Spielweise und vielen großartigen Paraden großen Anteil, dass der HSV in der Bundesliga blieb. Im Sommer 2014 zunächst erste Wahl, verlor dann den Platz nach einer langwierigen Verletzung wieder an Adler. Aber er war immer zur Stelle, wenn er gebraucht wurde.
Der HSV wollte im Sommer 2016 das Team verjüngen, holte Christian Mathenia als Backup für Rene Adler. Angeblich erfuhr der Publikumsliebling Drobny, dass Labbadia nicht mehr mit ihm plane. Er war dann sauer und weigerte sich, das Tor beim letzten Saisonspiel in Augsburg zu hüten. Dass er dann aber ausgerechnet in Bremen unterschrieb, kostete ihm etliche Sympathien.
War hier nicht immer der gewünschte Rückhalt, fiel zudem öfters aus. Zuerst musste er im Oktober für 5 Spiele pausieren, da er sich in der Vorbereitung in der Nationalelf das Handgelenk brach. Und im Januar wurde er nach einem groben Foul an Reus für 3 Partien gesperrt.
Für den 16-fachen tschechischen U21-Nationaltorhüter reichte es bisher nur zu 7 Einsätzen (Stand Februar 2014) bei der Nationalelf. Sein Freund Petr Czech war einfach noch besser. Jaro spricht fünf Sprachen: neben tschechisch und deutsch auch englisch, polnisch und griechisch (seine Frau ist Griechin). In Hamburg wohnt er im gleichen Mehrfamilienhaus wie sein tschechischer Kollege Jiracek.

BL-Saison Spiele Tore
2010/2011
2011/2012
2012/2013
2013/2014
2014-Rel
2014/2015
2015/2016
5
32
2
4
2
23
10
0
0
0
0
0
0
0
DFB-Pokal Spiele Tore
2010/2011
2011/2012
2013/2014
1
3
1
0
0
0

 

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Jens Duve (25.09.1962)

Kommt aus Harburg, gelernter Bankkaufmann. War Juniorennationalspieler. Nur gut eine Saison lang spielte der sympathische Innenverteidiger, der von Grün-Weiß, Viktoria und TB Harburg, Concordia und SC Urania Hamburg und Hummelsbütteler SV kam, beim HSV, ehe er dann im November 1986, zunächst auf Leihbasis, zum FC St. Pauli wechselte. Sechs Bundesligaspiele für Hamburg - ein paar mehr hatte er sich schon erhofft. An Ditmar Jakobs und Gerard Plessers kam er nicht vorbei. Mit St. Pauli stieg er 1988 ins Oberhaus auf und blieb 3 Jahre in der ersten Liga (49 BL-Spiele). Dazu kommen weiter 49 Partien in der Zweiten Liga. War Kapitän der Kiezkicker. Für das Team verhandelte er die Prämien, die Mitspieler nannten ihn scherzhaft "Chef." Musste nach zwei Kreuzbandrissen im linken Knie die Profikarriere beenden. Hat bei St. Pauli immer noch einen sehr guten Ruf. Wurde im November 2010 zum Vize-Präsidenten berufen. Dieses Amt bekleidete er bis 2014. 
1993/1994 Trainer beim VfL 93 Hamburg in der Oberliga, den er aber vorzeitig verließ. 
Studierte nach der Profilaufbahn Betriebswirtschaft. Seit 1992 Inhaber und Geschäftsführer von ambulanten Reha Zentren in Hamburg (Harburg und Wandsbek); seit 2004 geschäftsführender Gesellschafter eines Netzwerkes von fünf ambulanten Reha-Einrichtungen in der Metropolregion Hamburg, Geschäftsführer und Mitinhaber der Firma "Ambulante Systeme", einem Ableger der Damp-Gruppe. Lebt in Rosengarten bei Marmstorf. 2016 baute er sein Wohnhaus in eine Senioren-WG um.
Sein Sohn Dennis spielte auch in der HSV-Jugend und den Amateuren, bei den St. Pauli-Amateuren oder bei SC Poppenbüttel.

BL-Saison Spiele Tore
1985/1986
1986/1987
6
0
0
0
DFB-Pokal Spiele Tore
1985/1986 1 0

 

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