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Wa - Wz
Xa - Zz

Alle Bundesligaspieler des HSV seit 1963

Ka - Kiz

Gojko Kacar (26.01.1987)

Eigentlich wollte ihn der HSV schon zur Saison 2009/2010 holen, doch erst ein Jahr später klappte der Wechsel. Gojko sollte auf der "Sechser"-Position die ins Alter gekommenen Ze Roberto und David Jarolim ersetzen. Doch der Serbe war ein Allrounder und konnte von der Verteidigung bis zum Sturm alles spielen. Er hätte wahrscheinlich auch in einer anderen Disziplin Karriere gemacht, denn zwei seiner Onkels holten bei Olympischen Spielen Medaillen im Boxen. Und auch Kacar war bei einer Olympiade dabei, mit der serbischen Nationalelf bei den Spielen 2008 in Peking (3 Spiele).
Nach der Jugend von Podmladak FK spielte er seit 2002 bei FK Vojvodina Novi Sad. Ab dem Profibeginn 2005 in der serbischen Liga machte er 78 Spiele und 15 Tore und wurde 4 mal in der UEFA-Cup-Quali eingesetzt (1 Treffer).
Seine Zweikampfstärke und Dynamik und sein unnachahmlichem Zug zum Tor fiel auch Dieter Hoeneß auf, der ihn im Januar 2008 zu Hertha BSC holte. Auch hier schlug er sofort ein, wurde von Mitspieler Derdai als "Kopfballungeheuer" ausgezeichnet, da seine Spezialität war, aus vollem Lauf zum Kopfball ansetzen und dabei so hoch wie kaum ein anderer zu springen. Auch Trainer Favre war von seiner kämpferischen und läuferischen Spielweise und seiner Abschlussstärke überzeugt und meinte: "Gojko kann jederzeit ein Tor schießen, er ist immer gefährlich." Auch das trotz seiner Jugend schon sehr abgeklärte Spiel überzeugte. Nach dem Trainerwechsel und etlichen Verletzungen lief es nicht mehr so rund. Er selbst meinte kritisch, dass er noch Defizite bei der Ballannahme und am Boden habe. Insgesamt machte er für die Berliner 64 Spiele in der BL und erzielte dabei 10 Tore. Im Pokal waren es 2 Spiele und in UEFA-Cup und Europa League nebst jeweiliger Qualifikation insgesamt 12 Einsätze und 3 Tore.
Hertha stieg am Ende der Saison 2009/2010 ab, doch Manager Michael Preetz wollte ihn mit aller Macht halten. Deshalb kostete es dem HSV auch
5,5 Millionen Euro Ablöse, um ihn an die Alster zu holen. Hier gelang ihm aber anfangs nicht viel, er war nicht richtig fit und wurde nur viermal kurz eingewechselt. Aber gegen Kaiserslautern, wo er den verletzten Jarolim ersetzte, platzte der Knoten. Er erzielte einen Treffer selbst und bereitete einen weiteren vor. Armin Veh meinte, ihm habe Kacar insgesamt gut gefallen, auch wenn er teilweise wie ein "tapsiger Bär" daherkomme. Er spielte sich langsam in die Mannschaft. Doch ein Bänderriss im rechten Knöchel, den er sich am 12.11.2010 in Dortmund zuzog, setzte ihn für den Rest der Vorrunde außer Gefecht. In der Rückrunde wurde er überraschenderweise in der Innenverteidigung eingesetzt.
Auch die Saison 2011/2012 verlief nicht berauschend. Zwar absolvierte er 21 Bundesligaspiele - davon jedoch nur vier über die gesamten 90 Minuten. Entweder er war verletzt oder seine Leistungen enttäuschten. Passend zu seiner Verletzungs-Seuche: Am 21.04.2012 zog er sich in Nürnberg einen Knöchelbruch, ein gerissenes Innenband und eine gerissene Syndesmose zu, was wieder einmal ein halbes Jahr Pause bedeutete. Der HSV wollte ihn im Sommer verkaufen, doch 2 Angebote (u.a. Hannover 96) platzten kurz vor Abschluss. Er blieb im Kader, kam aber nur zu drei Kurzeinsätzen mit insgesamt 32 Minuten.
Auch im neuen Jahr fand sich zunächst kein Abnehmer, Kacar musste mit der Zweiten trainieren und wurde dort 14mal eingesetzt (2 Tore). In der BL waren es 47 Begegnungen mit 3 Toren. Erst im Februar 2014 konnte man ihn endlich vermitteln, allerdings nur als Leihgabe zum japanischen Club Cerezo Osaka. In Fernost fand der Serbe zu neuem Selbstvertrauen, hatte 12 Einsätze (1 Tor) und war in der AFC Champions League 4 mal unterwegs. "Ich kehre mit neuer Seele zurück.." Spielte sich im Training rasch als Innenverteidiger in die Stammelf. Aber wieder mal warf ihn eine Verletzung lange zurück. Diesmal ein Innenband-Anriss im rechten Knie im Testspiel gegen Lazio Rom.
Rückte in der Rückrunde 2014/2015 nach dem Ausfall wichtiger Stammkräfte wieder in die Elf, spielte auch einen soliden Part. Trotzdem war er schon "aussortiert", sollte sein Vertrag im Sommer 2015 nicht verlängert werden. Aber unter seinem Förderer Labbadia, der ihn bereits im Frühjahr 2010 nach Hamburg lockte, sicherte er durch 3 Tore in den letzten 4 Spielen dem HSV wichtige Punkte im Abstiegskampf. War auch beim 1:1 gegen den KSC in der Relegation dabei. So wurde sein Vertrag doch um ein Jahr zu "stark gekürzten Zahlungen" verlängert. Doch im Sommer 2016 trennten sich nach abermaligen 32 Spielen und 4 Toren endgültig die Wege.
Gojko wechselte ablösefrei zum Ligakonkurrenten FC Augsburg. Rückblickend meinte er: "Es war eine Achterbahnfahrt. Ich hatte schwindelige sechs Jahre mit Höhen und Tiefen. Jetzt will ich nur Fußball spielen und ihn genießen“.
Mit der U21-Nationalelf seines Landes wurde er 2007 in den Niederlanden Vize-Europameister und war auch bei der U21-EM 2009 dabei. Bei den Herren wurde er erstmals im November 2008 berufen. Auch bei der WM 2010 in Südafrika war er dabei, wurde aber nur 20 Minuten gegen Deutschland eingesetzt. Bis Februar 2015 kam er neben den 16 Spielen und 7 Toren für die U21 auf 25 Begegnungen für die serbische Nationalelf.
In Serbien hatte er zunächst Rechtswissenschaft studiert, da er den Beruf seines Vaters, der Anwalt ist, ergreifen wollte.

BL-Saison Spiele Tore
2010/2011
2011/2012
2012/2013
2013/2014
2014/2015
2015-Rel
2015/2016
23
21
3
0
13
1
19
2
1
0
0
3
0
1
DFB-Pokal Spiele Tore
2011/2012 2 0

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Manfred Kaltz (06.01.1953)

Der gebürtige Ludwigshafener ist noch vor Uwe Seeler ohne jede Frage der erfolgreichste HSV-Spieler aller Zeiten. War über 19 Jahre hinweg eine Institution bei den Rothosen. 69 Berufungen (mit 8 Toren) als Nationalspieler (1978 WM-Teilnehmer mit der Niederlage gegen Österreich, 1980 Europameister gegen Belgien, 1982 Vize-Weltmeister gegen Italien; Welt- und Europaauswahlspieler. Für Deutschland bestritt er außerdem 3 Länderspiele für die B-Mannschaft, 7 waren es für die Amateure und 2 für das deutsche U23-Team.
Der HSV- Rekordspieler kam 1970 als Jugendnationalspieler über VfL Neuhofen vom TuS Altrip (deutscher A-Jugend-Vizemeister) im Rahmen des seinerzeitigen Jugendprogramms mit Mentor Gerhard Held nach Hamburg und bestritt von 1971 bis1991 insgesamt 581 Spiele, wobei er 76 Tore - überwiegend Strafstöße (53 waren es) - erzielte. Nach Charly Körbel die zweit meisten Bundesligaeinsätze! Im DFB-Pokal kam er auf 67 Einsätze und 15 Tore, im Ligapokal waren es 7 Begegnungen (die Matches von 1977 und 1983 waren inoffiziell und werden nicht gewertet) und auch im Supercup-Finale 1987 gegen München war Manni dabei. Deutscher Meister 1979, 1982 und 1983, Vizemeister 1976, 1980, 1981, 1984 und 1987, Pokalsieger 1976 gegen Kaiserslautern und 1987 (erzielte das entscheidende Tor) gegen die Stuttgarter Kickers und Vizepokalsieger 1974 (gegen Eintracht Frankfurt). Ligapokalsieger 1972 (gegen die Mönchengladbacher Borussen.
Natürlich war er auch beim größten HSV-Triumph, den Gewinn des Europapokalsieger der Landesmeister 1983 gegen Juventus Turin, dabei. Gewann 1977 den Europapokal der Pokalsieger gegen RSC Anderlecht und stand jeweils in den Finals bei den Landesmeistern (1980 gegen Nottingham Forest), im UEFA-Cup 1982 (gegen IFK Göteborg) und im UEFA-Supercup (1976 gegen Liverpool und 1983 gegen Aberdeen. 20 Einsätze und 2 Tore im Europapokal der Landesmeister, 17 Spiele mit 3 Treffern im Europapokal der Pokalsieger und 41 mal im UEFA-Cup (5 Tore). 7 Partien mit 1 Tor im Intertoto-Cup und 3 Einsätze in den UEFA-Supercups (1 Tor).
Eine wahrlich stolze Bilanz! Kaltz war an allen Titeln, die der HSV seit Gründung der Bundesliga gewann, beteiligt. Bekannt wurde der rechte offensive Verteidiger, der immer im Vorwärtsgang war, auch als Erfinder der "Bananenflanken" (die Horst Hrubesch mit dem Kopf verwandelte: "Manni Flanke, ich Kopf, Tor") berühmt.
Zum Ende seiner Karriere wechselte er kurz nach Frankreich, was sich als nicht so gut herausstellte. Bei Girondins Bordeaux kam zwischen Juli und Oktober 1990 zu einem einzigen Einsatz und auch beim FC Mulhouse, für den er bis zum Saisonende auflief und mit dem Club abstieg, waren es lediglich 12 Einsätze und 1 Tor. Kehrte nach Hamburg zurück. Am 17.04.1991 zog er sich gegen Dortmund zum letzten Mal für 8 Minuten das Trikot mit der Raute über. Bis auf diesen kurzen Abstecher ins Ausland blieb er dem HSV bis zum Sommer 1991 immer treu. Er wurde ironisch „Schwätzer“ genannt, weil der wortkarge Pfälzer nur selten den Mund aufmachte. Unverständlicherweise bekam er kein Abschiedsspiel!!
War später kurz als Co-Trainer in verschiedenen Vereinen tätig, u.a. 2000/2001 bei Eintracht Frankfurt unter Felix Magath, dem er auch anschließend kurz beim VfB Stuttgart assistierte. Wurde 2000 zum besten Rechtsverteidiger des Jahrhunderts gewählt..
Dann erfolgreicher Geschäftsmann in Hamburg (Vertriebsleiter einer Mineralwasserfirma), Gesellschafter eines Rehabilitationszentrums und Inhaber einer Handelsagentur. Ist heute als Vermögensberater tätig. Gehört dem Kuratorium der Stiftung Jugendfußball an, die er mit gründete und ist Leiter der "Gehört dem Kuratorium der Stiftung Jugendfußball an, die er mit gründete und ist Leiter der "Manni Kaltz Fußballschule" in Neu-Wulmstorf, wo er von vielen ehemaligen HSV-Kollegen unterstützt wird. Auch bei der Fußballschule des VfL Bochum mischt er als Trainer mit. Seit2009 ist er auch noch Repräsentant der Sport- und Eventvermarktungsagentur EIBA2009 ist er auch noch Repräsentant der Sport- und Eventvermarktungsagentur EIBA communication. Machte auch mit beim "Fitnesstraining für Autofahrer" eines Reifenherstellers.
Lebt in Winterhude und ist in dritter Ehe mit der Malerin Vineeta Oertel verheiratet. War Anfang 2015 als Teilnehmer im "Dschungelcamp" im Gespräch, sagte aber ab. Stellte sich 2014 gegen die Initiative "HSV plus", er wolle nicht, "dass der HSV verramscht wird."

BL-Saison Spiele Tore
1971/1972
1972/1973
1973/1974
1974/1975
1975/1976
1976/1977
1977/1978
1978/1979
1979/1980
1980/1981
1981/1982
1982/1983
1983/1984
1984/1985
1985/1986
1986/1987
1987/1988
1988/1989
1990/1991
32
33
34
33
26
34
34
34
32
34
32
31
27
29
24
32
33
34
13
4
2
2
0
2
1
1
6
5
7
9
8
9
4
2
4
7
3
0
DFB-Pokal Spiele Tore
1971/1972
1972/1973
1973/1974
1974/1975
1975/1976
1976/1977
1977/1978
1978/1979
1979/1980
1980/1981
1981/1982
1982/1983
1983/1984
1984/1985
1985/1986
1986/1987
1987/1988
1988/1989
1990/1991
4
4
6
2
6
2
4
1
2
5
5
4
4
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1
6
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0
0
0
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0
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2
0
0
Europa Spiele Tore
1971/1972-ue
1974/1975-to
1974/1975-ue
1975/1976-ue
1976/1977-po
1977/1978-to
1977/1978-su
1977/1978-po
1979/1980-la
1980/1981-ue
1981/1982-ue
1982/1983-la
1983/1984-su
1983/1984-la
1984/1985-ue
1985/1986-ue
1987/1988-po
1
5
8
7
9
2
2
4
9
6
11
9
1
2
6
2
4
0
1
2
0
2
0
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0
2
1
1
0
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1
0
1
 
Liga-Pokal Spiele Tore
1972/1973-li
1976/1977-sc
1982/1983-sc
1987/1988-sc
7
(1)
(1)
1
0
(1)
0
0

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Wolfgang Kampf (06.05.1949)

War in der HSV-Jugend groß geworden und spielte dann ab 1968 bei den Amateuren. Galt als „das wohl größte Talent in den eigenen Reihen“. Der Blondschopf brachte es in der Bundesliga zwischen 1970 und 1971 auf lediglich drei Einsätze (gegen Schalke 04, 1.FC Köln, Werder Bremen, Bilanz: 1 Unentschieden und 2 Niederlagen) und 1 mal im UEFA-Cup (beim 7:1 gegen La Gantoise Gent). Das Abendblatt schrieb: “Seit seinem Gastspiel in der Bundesliga betrachtet er anscheinend die Landesliga-Spiele als besseres Auflockerungstraining.“
Anschließend 2 Jahre mit Gert Girschkowski beim Regionallisten Phönix Lübeck, wo er auf Gerd-Volker Schock traf, und von 1973 bis 1976 beim Stadtnachbarn FC St. Pauli. Hier war er an der Seite von Franz Gerber oder Klaus Fock bedeutend erfolgreicher. Nach 25 Spielen in der Regionalliga Nord war er in 5 Partien dabei, als erfolgreich die Qualifikation für die neugegründete Zweite Liga Nord geschafft wurde. Absolvierte dann dort für den Verein ab 1974 in 2 Jahren 60 Spiele und traf dabei 7mal ins Tor. Im Pokal versenkte er für den Kiezverein in 4 Spielen die Kugel 2 mal im Netz.
Spielte anschließend zwischen 1976 und 1981 in der Amateuroberliga Nord bei Barmbek-Uhlenhorst (zusammen mit Joachim Phillikowski und Andreas Brehme, 154 Partien und 50 Treffer). Die letzten sechs Jahre verbrachte er bei Altona 93 (u. a. mit Borisa Djordjevic). Zunächst als Spieler, dann 1985 noch zwei Jahre als spielender Co-Trainer. Altona stieg in dieser Zeit von der 5. (Landesliga Hamburg) bis in die 3. Liga (Oberliga Nord) auf. Trainer war hier die meiste Zeit Willi Reimann. Laut Wikipedia machte er für Altona 67 Spiele (6 Tore) und wurde im Pokal 2 mal eingesetzt.
Was für ein vielseitiger Spieler er war, zeigte er erst nach seiner HSV-Zeit. Bei St. Pauli begann er als Mittelstürmer und wechselte dann auf den Außenverteidigerposten. Bei Barmbek stürmte er wieder und bei Altona lief er als Vorstopper auf. Mit 38 Jahren hörte er mit Fußball auf. Widmete sich dann über 70 mal dem Marathon und Ultra Marathon. In der "Chronik der HSV-Leichtathleten" wird in den Jahresbesten-Listen der Schüler A für 1962, 1863 oder 1966 ein Wolfgang Kampf aufgeführt. In einer dieser Listen ist mit Björn Moldenhauer ein weiterer bekannter Name dabei. 
Kampf arbeitete zunächst in einer Speditionsfirma und war dann für ein Optikunternehmen unterwegs. 2005 gründete er in Hamburg mit zwei Partnern ein eigenes Brillen-Label „Hamburg Eyewear“, das in Europa sehr erfolgreich ist. Er lebt seit 2008 in München und hat zwei kleine Mädchen.

BL-Saison Spiele Tore
1970/1971 3 0
Europa Spiele Tore
1970/1971-me 1 0

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Rudolf Kargus (15.08.1952)

Der "Wormser Bub" und gelernte Kfz-Schlosser von Wormatia Worms (Regionalliga West), der in seiner Jugend Mittelstürmer war, wurde wie Kaltz, Hidien oder Krobbach im Rahmen des Jugendprogramms 1970 von Manager Held nach Hamburg als Jugendnationalspieler geholt und erhielt 1971 einen Profivertrag. Im Hamburger Tor insgesamt 10 Jahre die Nummer Eins. 254 BL-Spiele für den HSV bedeuten Platz 11 in der ewigen Gesamtliste der Hamburger. Dazu kommen 28 Begegnungen im DFB-Pokal, 5 im Ligapokal. 9 mal wurde er im Europapokal der Landesmeister eingesetzt, 12 mal im Europapokal der Pokalsieger, 19 mal im UEFA-Cup, 8 mal im Intertoto-Cup und 1 mal im UEFA-Supercup. Hielt insgesamt 24 Strafstöße (das ist immer noch Bundesligarekord!).
Deutscher Meister (1979), Vizemeister (1976 und 1980), Pokalsieger (1976 gegen 1.FC Kaiserslautern), Pokalfinalist (1974 gegen Eintracht Frankfurt), Ligapokalsieger 1972 gegen Mönchengladbach. Höhepunkte auf internationaler Ebende: Europapokalsieger der Pokalsieger (1977 gegen RSC Anderlecht) sowie 1980 Zweiter im Wettbewerb der Landesmeister gegen Nottingham Forest. Wurde im Trikot des HSV zum 3fachen Nationaltorhüter, war die Nummer zwei hinter seinem Vorbild Sepp Maier. War auch im Aufgebot für die EM 1976 und WM 1978. Erhielt 1980 die Kündigung, der HSV plante mit Koitka und Stein.
Bekam dann im Oktober 1980 beim 1. FC Nürnberg einen neuen Vertrag. Mit dem "Club" gegen Bayern 1982 DFB-Pokalfinalist. In der Saison 1982/1983 entwickelte sich der zwischenzeitlich zum Kapitän des "Club" berufene zur überragenden Spielerpersönlichkeit und bewahrte den FCN fast allein vor dem Abstieg. Aber auch er konnte den Abstieg zum Ende der nächsten Saison 1983/1984 nicht verhindern. Stand für Nürnberg 119 mal in der Bundesliga zwischen den Pfosten. Im Pokal kam er auf 12 Partien. Noch kurz in der 2. Liga für Nürnberg im Tor (12 Spiele), dort im November 1984 nach der "Oktoberrevolution" gegen Trainer Heinz Höher entlassen.
Im Januar 1985 zum Karlsruher SC, auch hier nach 15 Spielen am Ende der Abstieg. Nach einem Jahr in Liga zwei für die Badenser, wo er nur noch 7 mal eingesetzt wurde, im Sommer 1986 für ein Jahr zu Fortuna Düsseldorf. Wieder mal folgte postwendend der Abstieg. Rudi wurde bei der Fortuna in der Bundesliga 20 mal und im Pokal 4 mal eingesetzt. Anschließend war der 1. FC Köln ab Sommer 1987 (in 3 Jahren kein Spiel als Vertreter von Bodo Ilgner) sein Arbeitgeber. Wurde 1989 und 1990 Vizemeister ohne einen einzigen Einsatz. Hängte noch bis 1991 ein Jahr beim HSV an. Ohne Einsatz, in der Zwischenzeit war Richard Golz Stammtorhüter. Stand insgesamt in 408 Partien der ersten Liga zwischen den Pfosten, zusätzlich in 19 Spielen in der 2. Liga.
Nach seinem Rücktritt übernahm er zwischen 1991 und 1996 das Amt des Chef-Jugendtrainers beim HSV in Ochsenzoll. Rudi fühlt sich dem Verein sehr verbunden, auch wenn er inzwischen nicht mehr für den Klub arbeitet. War dann auch noch drei Jahre Coach des Hamburger Amateurclubs USC Paloma. Nach einer Hüftoperationen konnte er das Thema Fußball ad acta legen. 2005 leitete er ein internationales Fußball-Camp in Camden/New York, in dem deutsche und US-amerikanische Fußball-Spieler gemeinsam trainierten.
Hat sich zwischenzeitlich auch einen Ruf als Kunstmaler erworben. Erlernte an der Kunsthochschule Blankenese expressive Malerei. Hat sein Atelier in einem ehemaligen Bauernhaus im Norden vor der Stadt. Zeigte in zahlreichen Ausstellungen seine Aquarelle und Acrylbilder. Hatte unter anderem Ausstellungen im HSV-Museum ("Ballkunst"), im Hamburger Hafen auf dem Museumsschiff "Rickmer Rickers" oder im Hotel "Gastwerk" in Hamburg. Vom DFB wurde er gebeten, für die WM 2006 Fußballbilder zu malen.
Wie viele Torhüter hatte auch Kargus eine Marotte: Er nahm vor jedem Spiel fünf Paar Handschuhe mit auf den Platz, die er testete und in das ausgewählte Exemplar spuckte. Über seine Profikarriere urteilte er im Nachhinein: “Ich habe eine grandiose Zeit erlebt, ich konnte meinen Kindheitstraum als Fußball-Profi verwirklichen. Im Rückblick wünschte ich, dass ich damals schon im Kopf so weit wie heute gewesen wäre. Dann hätte ich alles noch mehr genießen können. Aber auch so habe ich schöne Erinnerungen.“

BL-Saison Spiele Tore
1971/1972
1972/1973
1973/1974
1974/1975
1975/1976
1976/1977
1977/1978
1978/1979
1979/1980
14
10
33
33
34
29
34
34
33
0
0
0
0
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0
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DFB-Pokal Spiele Tore
1971/1972
1972/1973
1973/1974
1974/1975
1975/1976
1976/1977
1977/1978
1978/1979
1979/1980
1
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3
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0
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0
0
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0
0
0
Europa Spiele Tore
1971/1972-ue
1974/1975-to
1974/1975-ue
1975/1976-ue
1976/1977-po
1977/1978-to
1977/1978-su
1977/1978-po
1979/1980-la
1
5
8
10
9
3
1
3
9
0
0
0
0
0
0
0
0
0
 
Liga-Pokal Spiele Tore
1972/1973-li
1976/1977-sc
5
(1)
0
(0)

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Markus Karl (14.02.1986)

Von der Jugend des TSV Vilsbiburg (bei Landshut) 2003 zur Jugend und ein Jahr später zu den Profis der SpVgg Greuther Fürth, wo er einmal spielen durfte. In diesem Jahr hatte er auch drei Einätze für die U18 und U19. Der offensive Mittelfeldspieler kam im August 2005 als großes Talent an die Elbe, brachte es in der Halbsaison aber nur auf insgesamt 14 Minuten Einsatz in 3 Spielen und 4 Spielen im UI-Cup. War aber bei den Amateuren eine feste Größe (32 Spiele, 1 Tor). Da er aber auch in der Saison 2006/2007 nicht in die Profi-Elf hineinfand (11 Minuten in 2 Spielen) ging er im Winter 2006 frustriert nach Fürth zurück. Hatte hier aber auch nur 5 Einsätze in der 2. Liga, lief überwiegend bei den Amateuren in der Oberliga Bayern auf (19 Partien und 4 Tore).
Genau ein Jahr später im Januar 2008 zum FC Ingolstadt, zuerst ausgeliehen und im Sommer 2008 fest verpflichtet. Stieg mit der Mannschaft von der (damals drittklassigen) Regionalliga Süd in die 2. Liga auf und postwendend wieder ab (in die neugegründete 3. Liga). Wurde dort unangefochtener Stammspieler. Aber nach dem erneuten Aufstieg wurde er zunächst wegen seines Schlendrians zur zweiten Mannschaft in die Bayernliga abkommandiert (3 Treffer in 9 Partien). Erst als Benno Möhlmann, den er noch aus Fürther Zeiten kannte, im Spätherbst als neuer Trainer verpflichtet wurde, rückte Karl wieder in die Stammelf bei den Profis. Hatte bei den Oberbayern 54 Einsätze (4 Tore) in der 2. Liga, 27 Spiele (3 Treffer) in der Dritten Liga sowie 15 Partien mit 1 Tor in der Regionalliga. Im Pokal brachte er auf 2 Wettkämpfe.
 Im Sommer 2011 nach Berlin zum Ligakonkurrenten Union, wo er sofort Stammspieler wurde, "war die Lunge des Teams." Erzielte in 51 Begegnungen 34 Treffer, im DFB-Pokal war er 3 mal dabei. Aber in der Winterpause 2012/2013 unterschrieb er beim Aufstiegsaspiranten 1.FC Kaiserslautern. Diesen Wechsel nahmen ihm die Berliner sehr übel. Er gab auch zu, an Union zu hängen, aber bei den Pfälzern sah er eher die Chance, in der ersten Liga zu spielen. Konnte bei Lautern das erste Jahr nicht mehr viel beitragen, da er wegen einem Innenbandriss im Knie im April bis zum Ende der Saison ausfiel. Aber nach der Genesung wieder unangefochtener Stammspieler. 98 mal war er für die Lauterer in der 2. Liga unterwegs (7 Tore) und 6 mal spielte er im Pokal.
Da sein Vertrag im Sommer 2016 nicht verlängert wurde, wurde er vom FC Sandhausen, der ebenfalls in dieser Liga beheimatet war, als Führungsspieler verpflichtet.

BL-Saison Spiele Tore
2005/2006
2006/2007
3
2
0
0

 

Europa Spiele Tore
2005/2006-ui 4 1

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Andreas Karow (03.11.1958)

Der Abwehrspieler galt als großes Talent, war schon Jugendnationalspieler und kam aus der eigenen Jugendabteilung. Aber vielleicht war die Konkurrenz mit Kaltz, Nogly, Buljan, Hidien oder Wehmeyer in der Defensive Ende der 70er Jahre zu groß. Vielleicht hinderte ihn aber auch, dass er parallel sein Abitur baute und den Wehrdienst absolvierte. Vier Spiele in der Bundesliga, zwei im Pokal und ein Einsatz im Supercup gegen den FC Liverpool. War aber Mitglied der Meistermannschaft 1979 (ohne Einsatz).
Spielte danach ab 1979 für zwei Jahre bei Darmstadt 98 in der Zweiten Liga Süd (70 Einsätze und 3 Tore). 6 Spiele mit 1 Tor im Pokal. Verließ die Hessen nach deren Aufstieg in die erste Liga. Weil es ihn wegen des Studiums nach Bayern verschlug, nahm er ein Angebot der SpVgg Unterhaching in der Bayernliga an. Spielte hier unter anderem mit Kurt Eigl. In den 7 Jahren beim Münchner Vorortverein kämpfte er mehrmals um den Aufstieg in die Zweite Liga.1988 wechselte er zurück in seine Heimatstadt und lief zum Abschluss seiner Karriere 2 Jahre bei Altona 93 in der norddeutschen Oberliga auf. Machte hier nochmals 59 Partien und erzielte 2 Tore, im Pokal war er 1 mal dabei. Traf hier auf Uwe Eplinius, dem späteren langjährigen Physiotherapeuten des HSV.
Dr. Andreas Karow arbeitete zunächst als Rechtsanwalt und Strafverteidiger in Greifswald und ist heute in Hamburg ein bekannter Strafverteidiger (wurde u. a. im sogenannten "Landshut-Prozess" bekannt) und hat eine Kanzlei mit Schwerpunkt Revision in Strafsachen, Steuerstrafrecht, Strafrecht - Strafverfahrensrecht und Wirtschaftsrecht. Ist als Spielerberater dem Fußball weiterhin verbunden. Läuft auch immer wieder für die HSV-Altliga auf.

BL-Saison Spiele Tore
1977/1978
1978/1979
4
0
0
0
DFB-Pokal Spiele Tore
1977/1978 2 0
Europa Spiele Tore
1977/1978-su 1 0

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Manfred Kastl (23.09.1965)

Der Blondschopf kam 1986 zusammen mit Dietmar Beiersdorfer vom bayerischen Oberligisten SpVgg Fürth (einem Vorgänger-Verein von Greuther Fürth). Zuvor hatte er schon bei einigen Nürnberger Amateurvereinen wie TSV Johannis 83, DJK Bayern Nürnberg, 1. FC Nürnberg, SK Lauf gekickt. Gelernter Sanitär-Installateur. Trug mit seinen Toren wesentlich dazu bei, dass der HSV gleich bei seinem Antritt 1987 DFB-Pokalsieger und Vizemeister wurde. Stand 1987 im Finale des Supercups gegen Bayern München.1987 auch zweimal in die Junioren-Nationalelf berufen. Typischer Mittelstürmer mit ausgeprägtem Torinstinkt, dessen besondere Stärke sein Kopfballspiel war.
37 Spiele und 17 Tore, ehe er 1988 zu Bayer Leverkusen (26 Spiele, 6 Tore und 5 Einsätze mit 2 Toren im Pokal) wechselte. Anschließend 3 Jahre bis 1992 Profi beim VfB Stuttgart. 59 Spiele und 8 Tore, 6 Treffer erzielte er in 8 Pokal-Begegnungen und 5 mal war er im UEFA-Cup vertreten. Deutscher Meister 1992. Ein Angebot vom FC Chelsea schlug er aus, da seine Mutter an Krebs erkrankte. Da Dieter Hoeneß eine so hohe Ablösesumme für ihn verlangte, den kein anderer Verein zahlen konnte/wollte, ging er 1992 zum SSV Ulm in die Oberliga. Zuletzt kurz von Juli bis Oktober 1994 beim VfR Pforzheim in der Oberliga und von 1995 bis 1996 beim 50 km entfernten TSV Wolfschlugen.
Beendete nach einer Knieverletzung mit 122 Bundesligaspielen und 31 Toren seine Karriere. War dann kurz Trainer beim FV 09 Nürtingen und Fußball-Lehrer bei der Fußballschule "Doppelpass" und Abteilungsleiter beim TSV Wolfschlugen. 
Schon während seiner Ulmer Zeit kaufte er ein Hotel. Leitete nach dem Tod seine Mutter in Wolfschlugen ein privates Alten- und Pflegeheim. Darin hatte er sein Hotel umgewandelt, für das er 1995 Insolvenz anmelden musste. Unter anderem waren daran auch noch „Altschulden“ seiner gescheiterten Ehe schuld. Lag 2004 wegen eines Auto-Unfalls (als Beifahrer) in Tschechien 2 Wochen im Koma (Schädelhirntrauma, hatte15 gebrochene Knochen, eine Lungenquetschung, Verletzungen der Niere und einen Riss der Leber). Laut einem Gutachten ist er zu 80 Prozent schwerbehindert. Er darf keine Lasten mehr tragen, und sein Gedächtnis verweigert mitunter den Dienst. Für sein Pflegeheim "Haus Kastl" wurde im Sommer 2008 erneut ein Insolvenzverfahren eröffnet, im Okt. 2008 wurde das Haus verkauft. Lebte dann zeitweise von Arbeitslosengeld.
Seit einiger Zeit ist er einer der Mitgründer der Pokerfirma Piranha-Poker und tritt auch öfters im Fernsehen (DSF) bei Live-Pokerturnieren auf. Dem HSV als Talentsucher weiterhin verbunden. 2013 fungierte er kurz als Abteilungsleiter in seiner alten Heimat beim SK Lauf.
Seine ex-Frau und die Frau von Ralf Balzis waren Schwestern. Ihre Söhne (also Cousins) spielen in Hamburger Amateurligen: Jonas Kastl bei Altengamme und Ricardo Balzis bei Altona 93.

BL-Saison Spiele Tore
1986/1987
1987/1988
19
18
10
7
DFB-Pokal Spiele Tore
1986/1987
1987/1988
5
3
2
2
Liga-Pokal Spiele Tore
1987/1988-sc 1 0

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Kevin Keegan (14.02.1951)

Er war von 1971 bis 1977 in sechs Jahren mit dem FC Liverpool 3mal Meister (1973, 1976 und 1977), Cupsieger (1974), 2x englischer Supercupsieger (1974, 1976) und Fußballer des Jahres (1976) in seiner Heimat geworden. Er gewann den UEFA-Pokal 1973 (gegen Mönchengladbach) und 1976 (gegen den FC Brügge. Und er holte 1977 gegen (schon wieder!) Mönchengladbach den Europapokal der Landesmeister. Für den Club aus der Beatles-Heimat erzielte er in 230 Premier League-Spielen 68 Tore, machte 2 Partien im Europapokal der Pokalsieger, hatte 11 Einsätze (4 Tore) im Europapokal der Landesmeister und machte 5 Tore in 8 Begegnungen im UEFA-Cup.
Bevor er an der Westküste seine Triumpfe feierte, hatte er schon in der Jugendzeit und dann ab 1968 bei den Herren in seinem Heimatort bei Scunthorpe United (ungefähr 160 km östlich) in der vierten englischen Liga 124 Partien (18 Tore) absolviert.
Er war einer der beliebtesten und besten Fußballspieler Englands in den 1970er Jahren. Manager Günther Netzer zahlte für den Weltklassespieler die zum damaligen Zeitpunkt Rekordsumme von 2,3 Millionen Mark. In Hamburg brauchte er ein Jahr Anlaufzeit, wurde schon als Fehleinkauf gehandelt, aber dann schlug er prächtig ein. In drei Jahren zwischen 1977 und 1980 bestritt der nur 1,69 m kleine Weltklassespieler für den HSV 90 Bundesligaspiele und erzielte dabei 32 Tore. 9 mal stand er im Europapokal der Landesmeister auf dem Platz und erzielte 2 Tore, bei den Pokalsiegern waren es 4 Spiele und 2 Treffer und im DFB-Pokal 8 Partien und 4 Tore. War auch Ende 1977 in den beiden verlorenen Spielen gegen seinen ehemaligen Club aus Liverpool dabei. Finalist 1980 im Europapokal der Landesmeister (0:1 gegen Nottingham Forrest), Deutscher Meister 1979, Vizemeister 1980. Wurde in der Zeit bei den Hanseaten 1978 und 1979 auch zum europäischen "Fußballer des Jahres" gewählt.
Er war ein genialer Techniker und einsatzfreudiger Kämpfer. War Dreh- und Angelpunkt der Mannschaft und avancierte im HSV-Trikot zum Spieler der absoluten Weltklasse. War DER Publikumsliebling schlechthin, mobilisierte die Massen, noch heute ein Mythos in Hamburg.
Zurück auf der Insel spielte er je zwei Jahre für den FC Southampton (1980 - 1982) und für Newcastle United (1982 - 1984). Bei Southampton bestritt er 68 Partien in der Football League First Division (dem Vorgänger der Premier League) und erzielte stolze37 Treffer, womit er Torschützenkönig in England wurde und im UEFA-Cup kam er auf 4 Spiele (2 Tore). Mit dem Zweitligisten Newcastle stieg er 1984in die erste Liga auf. Er wollte sich aber diese Belastung nicht mehr antun und ließ seine Karriere nach Gastspielen bei den Tigers Kuala Lumpur in Malaysia (Sommer 1984 bis Mai 1985) und 2 weiteren Monaten in Australien bei Blacktown City Demons FC ausklingen.
In der englischen Nationalelf machte er 63 Länderspiele und erzielte 26 Tore, war er auch bei den Turnieren der EM 1980 und der WM 1982 dabei, wo er aber, auch infolge von Verletzungen nur zu wenigen Einsätzen kam.
Nach einer längeren Pause kehrte er im Januar 1991 zu seinem letzten englischen Verein Newcastle United zurück, diesmal als Manager und Trainer. Der Club stand kurz vor dem Abstieg in die Dritte Liga. Er schaffte erst den Klassenerhalt und die nächste Saison den Aufstieg in die Premier League. Dort spielte er stets um die Meisterschaft mit. Doch nach einer Durststrecke wurde er im Januar 1997 entlassen. Sein Weg führte ihn im September zum Drittligisten FC Fulham, die Mannschaft schaffte im Sommer 1999 den Aufstieg in die 2.Liga. Kevin war da aber schon nicht mehr an Bord. Er übernahm im Februar 1999 das Amt des englischen Nationaltrainers und Teammanagers, eine unglückliche Episode. Schied mit den "Three Lions" sang- und klanglos vorzeitig bei der EM 2000 aus. Nach einem verlorenen Qualifikationsspiel gegen Deutschland legte er sein Amt im Oktober 2000 wieder nieder.
Im Mai 2001 unterschrieb er beim eben aus der Premier League abgestiegenen Manchester City, schaffte den sofortigen Wiederaufstieg. Gab dort im März 2005 seinem Abschied vom Fußball bekannt. Im Januar 2008 wurde er rückfällig und trainierte seinen alten Club Newcastle United. Doch schon im September war Schluss wegen zu großer Meinungsverschiedenheiten mit der Vereinsspitze. Verklagte seinen Club auf Schmerzensgeld, da die Bosse Spieler ohne seine Zustimmung verpflichtet hatten.
"Mighty Mouse" machte auch als Sänger eine passable Figur (vor allem die Single "Head over Heels in Love", von Smokie komponiert und produziert, war in Deutschland ein Erfolg). Bekam dafür von "Bravo" den silbernen "Otto." Ist zwischenzeitlich auch stolzer Träger des "Order of the British Empire."
Rudi Kargus sagte über Keegan, dass er "ein durch und durch positiver Mitspieler und Mitmensch" war, "jemand, der die Gemeinschaft gewollt hat." Und Uwe Seeler meint: "Er hat sich nichts auf seine Weltklasse eingebildet, das zeichnet große Spieler aus. Keegan war sympathisch, menschlich und bescheiden."
Hat immer noch Kontakt zu "seinem" HSV, lief u. a. 2011 beim "Tag der Legenden" im HSV-Trikot auf. Trägt Hamburg, in dem auch eine seiner beiden Töchter geboren worden ist, "immer noch im Herzen."

BL-Saison Spiele Tore
1977/1978
1978/1979
1979/1980
25
34
31
6
17
9
DFB-Pokal Spiele Tore
1977/1978
1978/1979
1979/1980
4
1
3
4
0
0
Europa Spiele Tore
1977/1978-su
1977/1978-po
1979/1980-la
2
4
9
0
2
2

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Ferdinand Keller (30.07.1946)

40 Spiele bestritt der Ur-Bayer vom TSV Pasing und gelernter Bäckermeister für den HSV und kam dabei auf stattliche 16 Treffer. Wurde 1978 Torschützenkönig des HSV. Fraglos ein erstklassiger Mittelstürmer, Typ "schlampertes Genie." Legte sich auch gern mit Trainern (in Hannover zu Heinz Lucas: "Du Volldepp") und Mitspielern (Prügelei mit Willi Reimann, den er in Hamburg wiedertraf) an.
Bis 1969 beim Münchner Vorortverein TSV Pasing. Dann von 1969 bis 1970 bei 1860 München. 24 Einsätze und 2 Tore in der Bundesliga plus 2 Einsätze (1 Tor) im Messepokal und ein Treffer in einem Spiel des DFB-Pokals. Nach dem Abstieg in die Regionalliga Süd für 100.000 Mark an Hannover 96 verkauft. Entwickelte sich dort zum Topstürmer, wurde zweimal Hannovers Torschützenkönig. Erzielte in den beiden Jahren 39 Treffer in 61 Spielen. Erzielte im Pokal in 8 Partien sagenhafte 8 Tore.
1972 kauften ihn die Münchner für 550 000 Mark zurück. Ferdi wurde gleich wieder Torschützenkönig der Regionalliga. Schaffte mit den Löwen 1974 die Qualifikation für die neue 2. Bundesliga Süd. Blieb bis 1976, der Aufstieg in die Bundesliga gelang nicht, obwohl sogar Max Merkel zurückgeholt wurde. Lief für München in der 2. Liga 60 mal auf und kam dabei auf heute nicht mehr vorstellbare 46 Tore. In 2 Pokalpartien traf er 1 mal ins Netz.
Stand beim HSV zwischen 1976 und 1978 auf der Gehaltsliste. Ein Trainingstritt gegen die Ferse setzte ihn vor seinem ersten Spiel für den neuen Klub ein halbes Jahr außer Gefecht. Aber dann folgte der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1977 gegen den RSC Anderlecht. Im folgenden Jahr gelangen ihm in diesem Wettbewerb in einem Spiel gegen Reipas Lahti (November 1977) 4 Treffer. Wurde auch an der Alster wieder vereinsinterner Torschützenkönig. Traf auch einmal ins Netz bei den beiden Finals 1977 im UEFA-Super-Cup gegen Liverpool. In der Bundesliga 16 Treffer in 60 Spielen, im Pokal traf er in 5 Partien 7 mal und auch im Europapokal war die Zahl seiner Tore (7) höher als die Zahl seiner Spiele (6).
Anschließend noch 1 Jahr zur eben abgestiegenen Borussia Neunkirchen in die Oberliga Südwest. Hatte zuvor gedroht, ablösefrei zu einem Münchner B-Klassenverein zu wechseln. Schaffte mit den Saarländern den Aufstieg in die 2. Bundesliga Süd, beendete aber zum Saisonende seine Karriere.
Wohnt seit 1996 in Südafrika und besitzt dort seit dieser Zeit ein Gästehaus mit 30 Betten und Golfplatz in Seatown, Kapstadt ("Villa Andrea"). Noch zu Münchner Zeiten - als Zweitligaspieler - kam er zu seinem einzigen Länderspiel (20 Minuten gegen Österreich).

BL-Saison Spiele Tore
1976/1977
1977/1978
9
31
2
14
DFB-Pokal Spiele Tore
1976/1977
1977/1978
1
4
1
6
Europa Spiele Tore
1976/1977-po
1977/1978-to
1977/1978-su
1977/1978-po
2
6
2
4
1
4
1
6
 
Liga-Pokal Spiele Tore
1976/1977-sc (1) (0)

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Marcel Ketelaer (03.11.1977)

Der Dribbelkünstler kam zur Saison 2000/2001 für die stolze Ablöse von 2,8 Millionen von der Borussia Mönchengladbach zum HSV. In Gladbach begann "Kette" 1982 in der Jugend, ab 1995 bei den Amateuren und ein Jahr darauf bei den Profis. Bis 1999 insgesamt 54 BL-Einsätze und 1 Tor. Hinzu kommen 4 Partien und 2 Tore im DFB-Pokal. Dann Abstieg, blieb noch ein Jahr (30 Spiele, 10 Tore) in Liga zwei, bevor er nach Norden zog. Wurde in Mönchengladbach, wo seine Mutter eine Currywurst-Bude betrieb, auch zum 10fachen U21-Juniorennationalspieler und kam auch bei der Olympia-Auswahl (5 mal) und der "Deutschland A2-B"-Nationalelf (4 mal) zum Einsatz.
Der Linksfuß galt als eine der größten Hoffnungen im deutschen Fußball. In Hamburg wurde er aber von vielen als klassischer Fehleinkauf gesehen. Nach einem guten Einstand warfen Verletzungen Marcel zurück. Konnte sich nie wirklich durchsetzen, konnte selten glänzen. Ein Highlight war aber im Herbst 2000 beim legendären 4:4 gegen Juventus Turin sein Sprint bis zur Eckfahne mit anschließender Flanke, die zum Tor führte. Ansonsten hat er sein Talent vergeudet, er machte ziemlich alles falsch (unter anderem auch durch zu viel Currywurst). Er sah es rückblickend auch sehr selbstkritisch: "Das lag auch am Erwartungsdruck, der gemacht worden ist und den ich mir selbst gemacht habe. Ich war das erste Mal wirklich von zu Hause weg als heimischer und familienbezogener Mensch. Zudem habe ich einfach saudumme Fehler gemacht, privat wie auch sportlich." Neben 29 Einsätzen in der Bundesliga mit 3 Treffern kam er zu 4 Partien im Pokal (2 Tore) und wurde auch im verlorenen Ligapokal-Endspiel gegen Hertha BSC eingesetzt. International lief er für den HSV 8 mal auf.
Wechselte im Sommer 2002 frustriert wieder nach Mönchengladbach zurück (zuerst ausgeliehen, dann fest). Bezeichnete den Wechsel später in Interviews als seinen größten Irrtum und den Auslöser für seine schlecht verlaufene Karriere. Bekam in Gladbach in zwei Jahren keinen Fuß auf den Boden (auch wegen dem neuen Trainer Holger Fach) und beendete sein Engagement schon im April 2004. In 26 Begegnungen gelang ihm kein Treffer, ebenso in 2 Partien im Pokal. Musste zeitweise sogar bei den Amateuren in der Niederrheinliga antreten (8 Spiele, 2 Tore).
Noch schlechter erging es ihm in der Saison 2004/2005 beim Aufsteiger 1.FC Nürnberg. Er kam lediglich zu 4 Einsätzen plus 1 Spiel im Pokal. Auch hier musste er bei den Amateuren in der Bayernliga aushelfen (12 Spiele, 7 Tore). Genauso wenig glücklich wurde er bei seinen 14 Auftritten. Dann bis Ende 2005 14 Spiele für den Zweitligisten RW Ahlen (der am Saisonende abstieg). Im Januar 2006 baute er seine Zelte in Deutschland ab und ging nach Österreich. Und hier war er wieder ein richtig Guter. Er fand hier auch sein privates Glück und ist mit "Miss Oberösterreich" zusammen.
Spielte zunächst Anfang 2006 beim SV Superfund Pasching in der österreichischen Bundesliga. 39 Spiele und 7 Tore, sowie je ein Einsatz in ÖFB- und UEFA-Cup. Nach dem Verkauf der Mannschaft im Sommer 2008 zum Vereinsnachfolger Austria Kärnten. Hier aber lediglich 6 Partien. Im Sommer 2008 wechselte er zu Rapid Wien, wo er gemeinsam mit dem Torhüter Georg Koch (u.a. Kaiserslautern) spielte und Vizemeister wurde. Er hatte allerdings nichts davon, spielte auch nur selten (12 mal), bedingt auch durch Verletzungen. Je 1 Einsatz im Pokal und der Champions League-Quali.
Sein Vertrag wurde im Sommer 2009 nicht verlängert. Im Winter 2009 kehrte er zu den jetzt in der 3 Liga spielenden Paschingern zurück. Wurde dort auch Meister, die Mannschaft durften aber aus regeltechnischen Gründen nicht aufsteigen. Machte nochmals 29 Spiele (2 Tore). Als ihm in der Winterpause 20102011 ein Vereinswechsel nahegelegt wurde, beendete er seine Fußballerlaufbahn.
Begann im Sommer 2012 als Scout beim FC Blau-Weiß Linz in der Regionalliga-Mitte und fungierte zugleich als Spielertrainer für die "Zweite." Seit dem Juli 2013 war er als Co-Trainer für die erste Mannschaft der Linzer verantwortlich. Nach der Entlassung im Mai 2014 in der gleicher Funktion zu SK Vorwärts Steyr. Im September des gleichen Jahres zum Chef der Steyrer befördert. Wurde Vizemeister in der Regionalliga Mitte. Trotzdem wechselte er im Sommer 2015 zum eben in die Landesliga aufgestiegenen ASKÖ Oedt im Linzer Umland, wo alle gestandenen Spieler in der Firma des "Gönners" Franz Grad beschäftigt waren. Gleich im ersten Jahr gelang der Durchmarsch in die viertklassige "Oberösterreich Liga."
Trotzdem trennten sich die  Wege im September 2016 wieder. Marcel war aber nicht lange arbeitslos. Im Januar 2017 unterschrieb er als Co-Trainer beim eben in die Bundesliga aufgestiegenen SKN St. Pölten.
Geschäftlich lief in Deutschland so ziemlich alles schief, so ging auch sein Sportgeschäft in der Nähe von Mönchengladbach namens "Kette-Sport" pleite.

BL-Saison Spiele Tore
2000/2001
2001/2002
14
15
1
2
DFB-Pokal Spiele Tore
2000/2001
2001/2002
2
2
1
0
Europa Spiele Tore
2000/2001-cl
2000/2001-ue
7
1
0
0
 
Liga-Pokal Spiele Tore
2000/2001-li 1 0

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Rasoul Khatibi (22.09.1978)

Seine Karriere begann er in seiner Heimatstadt Tbriz bei Machine und Traktor Sazi und Zob Ahan Isfahan. Der iranische Stürmer wechselte 1998 zu Pas Club Teheran (die sich seit 2007 Pas Hamedan nennen). Wurde von dort im Sommer 1999 vom HSV ausgeliehen. Er wurde gemeinsam mit seinen Landsleuten Mehdi Mahdavikia und Vahid Hashemian verpflichtet. Konnte sich jedoch überhaupt nicht durchsetzen, war ein klassischer Flop. Er konnte Yeboah in keinster Weise vertreten. Nach einem enttäuschenden Jahr mit nur 4 Kurz-Einsätzen (zusammengerechnet 100 Minuten) kehrte er nach Persien zurück.
Zuerst wieder zu PAS Teheran und dann zu Esteghlal FC. Im Sommer 2003 zu Sepahan Isfahan, mit denen er gleich iranischer Meister wurde und er drei Jahre blieb. Zwischenzeitlich auch Nationalspieler des Iran, WM-Teilnehmer 2006 (zweimal beim Vorrundenaus eingewechselt) und beim Asien-Cup 2007, insgesamt 27 Einsätze und fünf Tore. Nach dem Engagement 2006 bei Sharjah FC ging er ein Jahr später zum Emirates Club in die VAE. Von dort innerhalb des Landes zu Al Dhafra.
Ein halbes Jahr später wechselte er Anfang 2009 wieder zu seinem Stammverein Pas Club Teheran (6 Einsätze und ein Tor gegen Al-Ettifaq in der AFC Champions League) und war im Sommer 2009 wieder bei Sharjah FC. Im Sommer 2010 kam er wieder bei seinem Heimatverein Traktor Sazi Tabriz an und wieder ein Jahr später lief er bei Gostaresh Foolad FC (ebenfalls in Tabriz) auf.
Bei Machine Sazi (2011/2012) und Gostaresh Foolad FC (bis Dez. 2013) Spielertrainer. Ab dem Sommer 2014 Trainer bei Tractor Sazi FC. Aber nach einigen schlechten Ergebnissen schon im Februar 2015 wieder entlassen. Am 1. Juli unterschrieb er bei Siah Jamegan (die seit 2016  FC Mashhad heißen), wo aber schon am 21. August wieder Schluss war. Ab Januar 2016 (mit einer Unterbrechung´von Anfang bis Juni 2017) wieder mal bei Machine Sazi Tabriz.

BL-Saison Spiele Tore
1999/2000 4 0

 

 

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Jochen Kientz (17.09.1972)

Aus den Jugendabteilungen seiner schwäbischen Heimat von SpVgg Ketsch, VfR und Waldhof Mannheim und SV Schwetzingen (mit denen er A-Jugend-Meister Nordbaden wurde) . War dann ab 1981 bei Eintracht Frankfurt, kam allerdings in 2 1/2 Jahren nur zu einem Einsatz, wurde hier aber Nationalspieler der U18 und U21. Von Januar - Sommer 1994 an 1860 München in die zweite Liga ausgeliehen (7 Einsätze). Nach dem erfolgreichen Aufstieg wieder nach Frankfurt (1994/1995).
Nach einem Jahr ohne Einsatz der Wechsel nach Spanien zu RCD Mallorca (1995/1996, 87 Spiele und 5 Tore in der Primera División) und CD Logroñés (1996/1997, 19 Partien). Wieder zurück zu 1860 München, wo er seine beste Zeit hatte. In zwei Jahren Bundesliga 36 Spiele (1 Tor), 4 Begegnungen im UEFA-Cup und 2 im DFB-Pokal. Blieb bis Dezember 1999 in München, wurde dort im Januar 2000 für ein halbes Jahr an Panionios Athen ausgeliehen (1 Tor in 13 Spielen). Im August 2000 an die Alster.
In seiner einzigen Saison für den HSV kam der Defensivspezialist mit dem Spitznamen "Knochen-Jochen" aber lediglich auf 12 Bundesligaeinsätze. Besonders in Erinnerung wird das legendäre 4:4-Spiel gegen Juventus Turin in der Champions League bleiben. Trainer Frank Pagelsdorf hatte Jochen Kientz mit der Spezialaufgabe betraut, den Superstar Zinidane Zidane zu bewachen, was ihm auch glänzend gelang. Nach 28 Minuten ließ der französische Weltmeister seinen Frust über die erfolgreiche Sonderbewachung freien Lauf und streckte Jochen Kientz mit einer Kopfnuss nieder. Folge - Rot für Zidane.
Danach wagte er - nach einem kurzen Gastspiel bei SK Sturm Graz im September 1991 den Wechsel zum FC St. Pauli, wo er Bayern München schlug, aber trotzdem abstieg (21 Spiele, 1 Tor). Spielte zuletzt von 1992 bis 1994 für Hansa Rostock mit 23 Erstligaeinsätzen mit 1 Treffer. Wegen einer anhaltenden Knöchelverletzung 2004 Sportinvalide. Acht Profistationen in drei Ländern.
Lebt heute auf Ibiza, modelte nebenbei als "Joe Ibiza" für eine Frankfurter Modelagentur ("Amaze Models") und arbeitete bis Anf. 2008 bei Penya Esportiva Sant Jordi in Ibiza als Teamkoordinator. Nachdem er als Scout zunächst für Real Mallorca arbeitete, gründete er dann in Spanien (mit Ableger Deutschland) eine Spieleragentur ("Jochen Kientz Football Consulting"), "die sich der vollumfänglichen Betreuung und Beratung von Profifußballern widmet."
Im September 2015 wurde er als Nachfolger von Gerhard Poschner als Sportchef von 1860 München ins Gespräch gebracht.

BL-Saison Spiele Tore
2000/2001 12 1
DFB-Pokal Spiele Tore
2000/2001 2 0
Europa Spiele Tore
2000/2001-cl
2000/2001-ue
3
1
0
0

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Niclas Kindvall (19.02.1967)

Niclas wurde in Rotterdam geboren, wo sein Vater Ove (schwedischer Nationalspieler) zu dieser Zeit unter Vertrag stand. Nach einigen schwedischen Jugendmannschaften (Hagahöjdens BK., Hovås IF, Älvsjö AIK) im Januar 1987 zu AIK Solna (76 Spiele und 13Tore in der Fotbollsallsvenskan) und im Januar 1991 zu IFK Norrköping. Wurde hier zweimal Vizemeister und 1994 schwedischer Torschützenkönig. In 69 Begegnungen erzielte er stolze 33 Tore.
Als in der Winterpause 1994/1995 vom HSV verpflichtet wurde, war er schon 6facher Nationalspieler von Schweden. Wurde per Video verpflichtet, auf dem alle Tore von ihm in Schweden zu sehen waren. Starker Einstand beim HSV, zwei Tore in drei Spielen, doch mehr kam nicht. In Hamburg schaffte er den erhofften Durchbruch nicht. Wurde nach der Halbserie 1995/1996 zu Malmö FF transferiert, wo er bis 2000 spielte. Weitere 23 Treffer in 83 Spielen. Er ließ dann die Karriere bei niederklassigen schwedischen Vereinen (Bara GIF und BK Näset) ausklingen. 
Sein Name tauchte 2006 als Kinderbuchautor in den Gazetten auf (u.a. mit verkehrspädagogischen Kinderbüchern). Er arbeitet auch beim Fernsehsender TV4. Läuft auch in der schwedischen "Autoren-Nationalelf" auf, die 2006 in Deutschland bei der "2. WM der Autoren" mitwirkte.

BL-Saison Spiele Tore
1994/1995
1995/1996
16
3
2
0

 

 

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Sergej Kirjakov (01.01.1970)

Der 1,74 Meter kleine x-beinige Stürmer war sehr dribbelstark, antrittsschnell und ballverliebt, glänzte auch als Vorbereiter. Russischer (28 Spiele, 10 Tore) und sowjetischer (10 Spiele, 5 Tore) Nationalspieler. Auch bei der EM 1992 und der EM 1996 dabei), mit der U18 und U21 seines Landes jeweils Europameister. In der Jugend bei Taifun Orjol und FShM Torpedo Moskau. Spielte vor seinem Bundesliga-Engagement zuletzt ab 1988 für den Moskauer Spitzenklub Dynamo, wo er auf 91 Partien und 9 Tore in der Liga kam..Trat für Moskau auch 6 mal (2 Tore) im UEFA-Pokal an, u. a. gegen Barcelona.
Nachdem der VfB Stuttgart zu lange gezögert hatte, griff der Karlsruher SC und Trainer Winfried Schäfer zu und verpflichtete ihn 1992. Bei den Badenern stürmte er 6 Jahre und war ein Ausnahmekönner und ein absolute Star. 4 Jahre kämpfte er hier gemeinsam mit Thomas Häßler. DFB-Pokal-Finalist 1996 gegen Kaiserslautern. Die Mannschaft erreichte 1994 sensationell das Halbfinale im UEFA-Cup gegen Austria Salzburg, nachdem zuvor in einem legendären Spiel der FC Valencia mit 7:0 besiegt wurde. 145 Spiele, 29 Tore in der Bundesliga und 18 Partien (5 Tore) im DFB-Pokal. Im UEFA-Pokal lief er für Karlsruhe 14 mal auf (2 Tore).
"Kiki" wurde in Hamburg zur Saison 1998/1999 für 2,3 Mill. verpflichtet.. Erhielt an der Alster einen Einjahres-Vertrag. Erzielte in einem Spiel gegen Duisburg drei Treffer. Die Erwartungen konnte er nicht ganz erfüllen. Obwohl der HSV verlängern wollte, wechselte er zur Spielzeit 1999/2000 zu seinem ehemaligen Karlsruher Mentor Winni Schäfer zu TeBe Berlin in die 2. Liga (28 Spiele, 3 Tore). Als der Verein pleite ging, war er ein halbes Jahr arbeitslos, hielt sich beim Siebtligisten TuS Makkabi fit.
Spielte ab Januar 2001 zwei Saisons erfolgreich in China bei Yunnan Hongta (47 Einsätze und 18 Tore). Hängte von Januar bis Dezember 2003 noch 1 Jahr bei Shandong Luneng an (20 Partien, 8 Tore). Dann beendete er seine Karriere und wohnte in Glienicke (bei Fürstenwalde). 
2007 arbeitete er als Spielervermittler und Berater von Carl Zeiss Jena. Für die entgangenen Gelder durch den Zwangsabstieg von Tennis Borussia verklagte er sich vor dem Arbeitsgericht 300.000 Euro.
Nachdem er in Deutschland seinen A-Trainerschein gemacht hatte, coachte er SK Ditton Daugavpils in Lettland. Nebenbei spielte bei den Senioren von Hertha BSC oder dem KSC-Dreamteam. Von Januar bis Dezember 2008 trainierte er in seiner Heimatstadt Orjol, 350 Kilometer südlich von Moskau, den Drittligisten Rusichi Orjol. Anschließend bis Oktober 2010 Co-Trainer der russischen U21 und ab Dezember 2012 für die U16, U17, U18 und ab 2015 für die des Landes verantwortlich.
Im Oktober 2016 übernahm er russischen Verein Arsenal Tula, der eben in die Premjer-Liga aufgestiegen war. Rettete das Team vor dem Abstieg – und kündigte Ende Mai, da er keine Verstärkungen bekam.

BL-Saison Spiele Tore
1998/1999 29 5
DFB-Pokal Spiele Tore
1998/1999 3 1

 

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Sascha Kirschstein (09.06.1980)

Wuchs in den Jugendmannschaften der Braunschweiger Vereine FSB, SV Olympia 92, BSC sowie ab 1996 Eintracht auf. Stieß dort 1998 zur Reserve der Herrenmannschaft (28 Spiele). Hütete 1999/2000 auch 4 mal bei der ersten Mannschaft in die Regionalliga das Tor. Kam hier aber lediglich auf 4 Einsätze. 2002 Wechsel zum ebenfalls in der Regionalliga kickenden RW Essen. In den 2 Jahren Stammtorhüter mit 55 Partien (und 1 Spiel im DFB-Pokal). Im Sommer 2004 gelang der Aufstieg in die 2. Liga.
Durch die guten Leistungen wurde Klaus Toppmöller auf ihn aufmerksam und holte ihn zum HSV. Wurde als Zukunftsoption verpflichtet. In der ersten Saison nur die "Nummer 3" und in der Amateurmannschaft eingesetzt (machte hier insgesamt 16 Spiele). Löste im zweiten Jahr nach dem Weggang von Pieckenhagen dann Stefan Wächter als Nummer 1 ab und war auch in der nächsten Saison zunächst die ersten 9 Spiele Stammtorhüter. Durch einige Unsicherheiten verlor er den Posten erneut an Wächter. Als in der Winterpause auch noch Frank Rost geholt wurde, fand er sich erneut bei den Amateuren wieder. Durfte aber immerhin 5 mal in der Champions League (plus Quali) ran, darunter gegen Arsenal und FC Porto.
Er griff dankbar zu, als die SpVgg Greuther Fürth an ihm Interesse bekundete. Bei den "Kleeblättern", an die er 2007 für zwei Jahre ausgeliehen wurde, war er anfangs eine feste Größe. In der Saison 2008/2009 stellte er sich durch einige Patzer selbst ins Abseits und fand sich rasch auf der Ersatzbank wieder. Kam mit Fürth zu 41 Zweitliga-Partien und 3 Einsätzen im Pokal.
Der HSV löste den Vertrag auf und Sascha wechselte im Sommer 2009 zu RW Ahlen, kämpfte dort ums Überleben in der zweiten Liga. Im Dezember geriet er in Verdacht, in den Wettskandal verwickelt zu sein. Verließ die Westfalen nach dem Abstieg (33 Spiele und 3 im Pokal) im Sommer 2010 und unterschrieb beim Zweitligaaufsteiger FC Ingolstadt. Verlor aber auch hier bald seinen Stammplatz (an Ramazan Özcan). Konnte sich nicht mehr für die Stammelf empfehlen. In 3 Jahren 49 Begegnungen und 4 im Pokal. Im Sommer 2013 innerhalb der Liga zu Erzgebirge Aue, wo sein Kumpel aus HSV-Zeiten Rene Klingbeil Kapitän war. Verlor dort aber auch im November seinen Stammplatz an Martin Männel. In 2 Jahren stehen lediglich 14 Spiele in der Liga und eins im Pokal zu Buche.
Nach dem Abstieg der Vogtländer im Sommer 2015 verließ er Deutschland und wechselte zum rumänischen Verein Poli Timisoara. Der erste Deutsche in Rumänien, ein schlechtes Abenteuer! Man versuchte, sein Gehalt zu drücken, teilweise wurde überhaupt nichts überwiesen. Er wurde in die zweite Mannschaft abgeschoben. Er fühlte sich bedroht und gemobbt. Lief 20 mal in der Liga 1 auf, 2 mal im Liga-Cup und einmal im Pokal. Im Sommer 2016 gelang es ihm, sich aus dem Vertrag zu befreien.
Im Januar 2017 wollte er noch einmal durchstarten und unterschrieb beim Regionalligisten RW Ahlen, bei denen er schon 2009 im Tor stand. Nachdem Ahlen am Saisonende in die Oberliga abstieg und er sich mit dem Verein nicht über die Finanzen einigen konnte, kündigte er.
Er beschreibt sich selbst so: "Meine Stärke ist die Verrücktheit auf dem Fußballplatz. Ich bin der erste Torwart seit langer Zeit, der nach fünf gelben Karten gesperrt wurde. Normalerweise bin ich sehr friedlich, aber beim Fußball erkennt mich selbst meine Frau nicht mehr wieder. Ich bin ein sehr ehrgeiziger und impulsiver Spielertyp, für mich ist es wichtig, keine Angst auf dem Platz zu haben."

BL-Saison Spiele Tore
2004/2005
2005/2006
2006/2007
0
14
9
0
0
0
DFB-Pokal Spiele Tore
2005/2006
2006/2007
1
1
0
0
Europa Spiele Tore
2005/2006-ue
2006/2007-cl
2
5
0
0
 
Liga-Pokal Spiele Tore
2006/2007-li 1 0

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Richard Kitzbichler (12.01.74)

Der österreichische Nationalspieler war der erste Neuzugang der Saison 2002/2003. Er kam gemeinsam mit seinem Landsmann Michael Baur nach Hamburg. Zu Beginn kickte er in den Jugendmannschaften von SV Niederndorf, Bundesnachwuchszentrum Innsbruck und SC Holz Pfeifer Kundl. 1992 unterschrieb er bei Wacker Innsbruck, die sich ein Jahr später in Tirol Innsbruck umbenannten, wo er aber zunächst nur 4 mal zum Zug kam. 1994 für ein Jahr zu seinem ex-Verein in Kundl in die Regionalliga West ausgeliehen. 32 Spiele, 15 Tore. Zurück in Innsbruck wurde er endlich Stammspieler. Erzielte in 71 BL-Partien 14 Treffer, wurde 4 mal im UEFA-Cup eingesetzt (2 Tore), 7 mal im UI-Cup (1 Tor) und 2 mal im ÖFB-Cup.
1997 erfolgte der Wechsel zum amtierenden Meister Austria Salzburg, die den Meistertitel unter dem Namen Casino Salzburg errangen und sich jetzt Wüstenrot Salzburg nannten. In 5 Jahren Fixpunkt im Mittelfeld. 162 Einsätze und 7 Tore in der Bundesliga, 7 Begegnungen im ÖFB-Cup. War auch beim Sieg im ÖFB-Supercup 1997 gegen Sturm Graz dabei und stand 2000 im Pokalfinale gegen Graz. Je 2 Partien im UEFA-Cup und der Champions League-Quali und 14 (2 Tore) im UI-Cup.
Schon vor seinem Wechsel 2002 an die Alster war er beim HSV kein Unbekannter: In seiner Zeit bei Tirol Innsbruck hatte er noch erfolgreich mit Hamburgs Co-Trainer Manni Linzmaier zusammengespielt. Nach nur 1 Jahr und 7 Spielen kehrte er zu Austria Wien zurück. Als sein Landsmann Trainer Kurt Jara gefeuert wurde, war auch seine Zeit in Hamburg abgelaufen. Konnte sich nicht durchsetzen, wurde am Ende nur noch bei den Amateuren eingesetzt. (7 Spiele, 2 Tore).
In Wien holte er dann auch 2005 gegen Rapid Wien den ÖFB-Cup, nachdem er das Jahr zuvor im Finale an Graz gescheitert war. Neben 7 Partien in diesem Wettbewerb kam er in der Bundesliga zu 45 Einsätzen mit 3 Toren. Je 1 mal war er in der Quali für Champions League und UEFA-Cup dabei, im UEFA-Cup selbst machte er 2 Spiele und beim Sieg im Supercup gegen FC Kärnten erzielte er einen Treffer.
Im Sommer 2005 wagte er noch mal den Schritt ins Ausland und war bei Melbourne Victory in Australien der gefeierte Star (5 Tore in 18 Begegnungen). Doch ein halbes Jahr später ging er im Januar 2006 wieder in die Heimat zu den Red Bull Salzburg (früher Austria). Hier führte er als Leitwolf das Juniorteam (entspricht U23). Kam in der (zweitklassigen) Ersten Liga und der Regionalliga West noch einmal zu 99 Einsätzen und 16 Toren. Beendete als 35-Jähriger seine Karriere als Profi-Fußballer. Hängte 2009 noch eine Saison bei seinem Stammverein SV Kuchl in der Salzburger Liga an.
"Richie" sollte in irgendeiner Funktion den Salzburgern (deren Manager Dietmar Beiersdorfer hieß) weiterhin erhalten bleiben, arbeitet dann zunächst als Videoanalyst bei Red Bull, ab dem Sommer 2015 stieg er dort für ein halbes Jahr zusätzlich zum Co-Trainer auf. Aber im Sommer 2017 folgte er seinem ehemaligen Red Bull-Chef Roger Schmidt als Co und Videoanalyst nach China zu Beijing Sinobo Guoan.
Sein erstes Länderspiel hatte er 1996 bestritten. 2002 beendete er nach 17 Spielen seine Karriere in der Nationalelf.

BL-Saison Spiele Tore
2002/2003 7 0
DFB-Pokal Spiele Tore
2002/2003 1 0

 

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