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Xa - Zz

Alle Bundesligaspieler des HSV seit 1963

Na - Oz

Tibor Nadj (24.12.1973)

Hat ungarische Wurzeln. Kam von der TuS Alstertal-Jugend und aus dem eigenen Nachwuchs 1992 zu den HSV-Amateuren. Diese spielten zunächst in der Oberliga Nord (33 Begegnungen, 4 Tore) und ab 1994 beim Nachfolger Regionalliga Nord, wo er mit 100 Spielen und 30 Toren eine beachtliche Bilanz vorweisen kann. War bei den HSV-Amateuren Stammspieler in einer erfolgreichen Regionalliga- Mannschaft. Der filigrane Techniker konnte wahre Zauberpässe schlagen. Wurde in der Saison 1996/ 97 gegen Fortuna Düsseldorf auch 20 Minuten in der Bundesliga eingesetzt. Doch seine Hoffnungen, in den Profi-Kader aufzurücken, zerschlugen sich.
Als es mit einem Profi-Vertrag nicht klappte, wechselte er im Juli 1997 zum 1. SC Norderstedt, der auch in der Regionalliga beheimatet war. Kam hier auf 31 Spiele (3 Tore). Von 1998 bis 2000 machte er Station in der Regionalliga West-Südwest beim SC Paderborn 07, wo er auf 64 Einsätze und 9 Tore kam. Nach dem Abstieg in die Oberliga  für 1 Jahr beim Ligakonkurrenten Fortuna Köln (34 Regionalliga-Partien, 6 Tore). Dann ab Juli 2001 wieder im Norden bei Eintracht Braunschweig. Im ersten Jahr in der Regionalliga Nord mit 4 Toren und 33 Spielen noch Stammspieler. Aber nach dem Aufstieg in die 2. Liga gab es nur noch 11 Einsätze. Bei den Amateuren traf er in 2 Begegnungen in der Oberliga 2 mal. Im Sommer 2003 nach dem erneuten Abstieg die Trennung.
Nach einer kurzen Pause fand er im Oktober des Jahres in der Regionalliga mit Holstein Kiel einen neuen Arbeitgeber. War bei 22 Spielen dabei und netzte dreimal ein. Einmal half er bei den Amateuren in der Oberliga aus. Aber am Saisonende war auch hier Schluss. Dann war er erst einmal ein Jahr ohne Vertrag. Noch einmal gab er im Westen ein Gastspiel beim westfälischen Oberligisten FC Gütersloh 2000. In der Saison 2005/2006 kam er auf 32 Einsätze und 6 Tore.
Aber dann zog es ihn wieder nach Hamburg in die dortige Oberliga. 3 Jahre bis zum Sommer 2009 spielte er für den ASV Bergedorf 85, war Kapitän bei den "Elstern." (91 Spiele und 28 Tore). Gegen den MSV Duisburg gab es auch einen Pokaleinsatz.  Wechselte dann Im August 2009 innerhalb der Stadtgrenzen zum Traditionsclub Altona 93. Auch hier war der Routinier sofort wieder Führungsspieler. Kam noch einmal auf 60 Spiele und 8 Tore. Nachdem er im Sommer 2011 zunächst pausiert hatte, half er im folgenden Januar für ein halbes Jahr beim Oberligisten SV Rugenbergen nördlich von Hamburg aus, wo er vermutlich seine letzten 11 Einsätze hatte.
Läuft dem Leder bei den Alten Herren des SV Halstenbek-Rellingen hinterher. Betreibt in Halstenbek ein Unternehmen, die "Tibor Nadj Immobilien."

BL-Saison Spiele Tore
1996/1997 1 0

 a

 

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Valmir Nafiu (23.04.1994)

Der wuselige Stürmer ist albanischer Herkunft und wuchs in Mazedonien auf. Dort spielte er auch seit der frühen Jugend für KF Shkendija Tetovo. Mit 16 mischte er bereits bei der Ersten mit (19 Spiele und 4 Tore), wurde mazedonischer Meister und Supercupsieger und kam auch in der Champions-League-Qualifikation gegen Partizan Belgrad zum Einsatz. Zur Saison 2011/2012 wollte er zum FC Basel, durfte aber, da noch keine 18 Jahre, keinen Vertrag unterzeichnen und spielte als Gastspieler Testspiele und Turniere mit der U 19. Im April 2012 unterschrieb er seinen Vertrag, kam aber bei den Profis nicht mehr zum Einsatz. Im August 2012 machte er beim HSV ein Probetraining, machte Testspiele mit den Profis und hielt sich in der zweiten Elf fit. Ende November wurde er dort fest verpflichtet.
Da die Verantwortlichen sein Talent erkannten und er in der Regionalliga überzeugte (12 Partien, 1 Treffer), aber für die U-23 als Nicht-EU-Ausländer nicht mehr spielberechtigt war, bekam er im Juli 2013 einen Profivertrag. Mehr als 27 Minuten gegen Hertha und Wolfsburg sprang aber nicht heraus. Der Mazedonier war ein "klassischer Stürmer, der auch über die rechte Außenbahn kommen kann."
Sollte im Winter 2013/2014 und im Sommer 2014 abgegeben werden, es fand sich aber kein Interessent, weswegen er weiter im Kader blieb. Erst im Januar 2015 fand sich für 200.000 Euro mit dem zypriotischen Verein APOEL Nikosia (mit Thorsten Fink als Trainer) ein Abnehmer. 10 Einsätze und 1 Tor in der First Division und der folgenden Meisterrunde. Gewann mit dem Seriensieger das Double aus Meisterschaft und Pokal. Exakt ein Jahr später lief er bei KF Skënderbeu Korce in Albanien auf, wo er Meister wurde. Doch schon ein halbes Jahr später im August 2016 wieder in Mazedonien, jetzt bei Renova Dzepciste.
11 Tore in 16 Spielen für die U17 Mazedoniens. In der U21 wurde er dann 3 mal  berufen, unter anderem zu 2 Qualifikationsspielen für die EM.

BL-Saison Spiele Tore
2013/2014
2014/2015
0
2
0
0

 

 

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Daniel Nagy (15.03.1991)

Gebürtiger Ungar, wurde im Sommer 2007 von Ujpest Budapest zur HSV-Jugend geholt. Dort über die U19 ins Regionalligateam. Im Sommer 2011 Vertrag bei den Profis. Sollte als Perspektivspieler vor allem in der Zweiten Erfahrung sammeln und langsam an das Bundesligateam herangeführt werden. Verpflichtung war auch unter dem Blickpunkt der "Local-Player-Regelung" zu sehen (jeder Verein muss acht Spieler im Kader haben, die über mindestens drei Jahre in Deutschland ausgebildet wurden. Nagy ("Notsch" gesprochen) war ungarischer U19- und U21-Nationalspieler. Schon im Sommer 2008 war er in der Sommervorbereitung dabei, schaffte den Sprung aber nicht und wurde dann durch viele Verletzungen zurückgeworfen. Eine feste Größe im Regionalligateam (66 Spiele, 8 Tore).
Da Thorsten Fink nicht mit ihm plante, ging er im Sommer 2012 zum Drittligisten VfL Osnabrück. Machte dort 6 Tore in 65 Spielen. In 2 Pokalpartien erzielte er 2 Treffer. Im Sommer 2014 zog es in zu seinen Wurzeln zurück. Er unterschrieb in seiner Heimat bei Ferencvaros Budapest, wo Thomas Doll Trainer war. Feierte hier Pokalsieg und gewann den Supercup. In 12 Ligabegegnungen gelang ihm 1 Tor. Bei Ferencvaros durfte er in 2 Matches gegen Sliema Wanderers in der Europa League Quali auflaufen.
Ein Jahr später wieder in Deutschland, beim vom ex-HSVer Bernd Hollerbach trainierten Drittligaaufsteiger Würzburger Kickers. Hatte hier 24 Einsätze und spielte im Pokal gegen Werder Bremen mit. Steuerte in der erfolgreichen Relegation im Hinspiel gegen den MSV Duisburg einen Treffer bei. Würzburg gelang dadurch der phantastische sofortige Durchmarsch in die Zweite Liga.
Nach dem Wiederabstieg nach nur 1 Saison ging Daniel im Sommer 2017 wieder nach Budapest zurück, diesmal allerdings zu Ujpest.
Für die ungarische U17-Nationalelf machte er 7 Spiele und für die U21 zwei Spiele.

BL-Saison Spiele Tore
2011/2012 0 0
DFB-Pokal Spiele Tore
2011/2012 0 0

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Fernando Pereira Nando (03.07.1966)

Von dem brasilianischen Stürmer von Flamengo Rio de Janeiro hatten sich die Verantwortlichen sehr viel versprochen. Er hatte sie bei einem Turnier in Hamburg in der brasilianischen Elf begeistert. Er kostete 750.000 Mark Ablöse. Doch die ganz große Verstärkung wurde der dunkelhaarige Südamerikaner nicht. Einige Male allerdings verzückte er seine Fans. Auch die Presse jubelte, dass der HSV ein Juwel an Land gezogen habe.
Gleich in seinen ersten beiden Spielen traf er dreimal. Danach wurde es aber um einiges ruhiger, der Hype um den vermeintlichen Wunderstürmer verebbte. Er musste sich erst an das Tempo und die harte Gangart im deutschen Fußball gewöhnen. Hinzu kamen Sprachprobleme. "Ich verstand nur Bahnhof bei meiner Ankunft", erinnerte er sich später in einem Interview. In der nächsten Saison trugen maßgeblich die feinen Vorlagen von Thomas Doll dazu bei, dass Nando 11 Treffer erzielte. Unter anderem in einem Spiel gegen Dortmund 3 Tore. Als Doll ging, verblasste auch der Brasilianer ziemlich schnell. Laut Hermann Rieger musste man ihm das Biertrinken beibringen.
Nach 65 Spielen und 17 Toren zwischen Januar 1990 und Juni 1992 ging er zurück in seine Heimat und wechselte bis 1995 zu Internacional Porto Alegre. 1996 beendete er die Karriere bei Cricklewood in Santa Catarina. Ist heute Trainer in der Region um Rio de Janeiro. Besaß dort auch Immobilen.
Eine unbestätigte Anekdote: Weil er Angst vor der brasilianischen Steuerbehörde hatte und den deutschen Banken nicht traute, mauerte er 100000 Dollar in seine Hauswand ein, bis die Scheine angeblich bis zur Unkenntlichkeit verschimmelt waren. Laut Nando ist diese Story aber "erstunken und erlogen." In einem Interview meinte er rückblickend: "Ich bin stolz, ein Teil dieser Mannschaft gewesen zu sein, zusammen mit anderen wichtigen Akteuren (wie Doll, Furtok, Beiersdorfer oder von Heesen). Ich wiederhole immer wieder, dass es für mich persönlich eine große berufliche Erfahrung war, die unvergessliche Momente gebracht hat, die mein Leben geprägt haben und immer noch prägen."

BL-Saison Spiele Tore
1989/1990
1990/1991
1991/1992
11
30
24
4
11
2
DFB-Pokal Spiele Tore
1990/1991
1991/1992
4
1
1
0
Europa Spiele Tore
1991/1992-ue 5 0

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Marcel Ndjeng (06.05.1982)

Vollständiger Name: Marcel Biyouha Ndjeng. Den in Bonn geborenen Deutsch-Kameruner lieh der HSV  im Januar 2009 von Borussia Mönchengladbach aus, da er bei einem Test im Trainingslager einen guten Eindruck hinterließ und nichts kostete. Geboren wurde Marcel in Bonn, wo er auch mit dem Fußballspielen begann, zuerst in der Jugend bei Fortuna und dann beim Bonner SC. Im Sommer 1996 verließ er diesen in Richtung Köln, erst zur Jugend und ab Anfang 2002 zu den Amateuren des 1. FC Köln. 64 Parteien und 12 Treffer, zunächst 1 Jahr in der Oberliga und dann 2 Jahre in der Regionalliga.
Innerhalb dieser Liga 2004 Wechsel zur eben von der Oberliga aufgestiegenen Fortuna Düsseldorf, wo er auf 34 Einsätze und 1 Tor sowie 1 Partie im Pokal kam. Ein Jahr später heuerte er beim SC Paderborn an, wo Jos Luhukay (den er schon aus Köln kannte) Trainer war. Bestritt dort alle Zweitligapartien (9 Tore in 34 Spielen und 3 Einsätze im Pokal) im linken offensiven Mittelfeld. Im Sommer 2006 landete er erstmals in der 1. Bundesliga bei Arminia Bielefeld, kam dort jedoch kaum zum Einsatz. Nur 10 Spiele und 2 Tore, musste zeitweise (6 mal) auch mit der zweiten Mannschaft in der Oberliga auflaufen. Zudem erhielt er eine Berufung im DFB-Pokal.
Deshalb ging er im Sommer 2007 zurück in die zweite Liga nach Mönchengladbach zur eben abgestiegenen Borussia, nicht zuletzt, weil dort sein Ex-Trainer (aus Kölner/Paderborner Zeiten) Jos Luhukay arbeitete. Hier war er ein Führungsspieler und wurde vom Kicker zum besten Zweitliga-Spieler der Saison gewählt. (4 Tore in 30 Begegnungen). Die Borussia stieg als Zweitligameister gleich wieder auf. Aber dann kam  Hans Meyer als Trainer und Ndjeng war seinen Stammplatz los. Kam in der Hinrunde nur noch auf 9 Einsätze. Einmal wurde er ins Regionalligateam verdonnert. Im DFB-Pokal wirkte er insgesamt bei 3 Begegnungen (1 Tor) mit.
Im Januar 2009 wurde ihm nahegelegt, sich einen neuen Verein zu suchen. Beiersdorfer griff zu, weil er der Meinung war: "Marcel ist vielseitig verwendbar, er kann hinten und im Mittelfeld spielen und auch auf der Außenbahn eingesetzt werden." Das Engagement verlief für beide Seiten nicht zufriedenstellend. Marcferl stand in 3 Pflichtspieleinsätzen insgesamt lediglich 27 Minuten auf dem Platz. Etwas erfolgreicher verlief seine Zeit bei der Reserve in der Regionalliga. Da traf er in 45 Spielen immerhin 3 mal. Da der HSV im Sommer die Kaufoption nicht wahr nahm, musste er sich erneut einen neuen Verein suchen.
Er entschied sich für den Zweitligisten FC Augsburg und traf dort zum vierten Mal auf Trainer Luhukay. Der urteilte über ihn: "„Marcel ist mannschaftsdienlich, kann aber auch kreativ sein. Er kann Vorlagen geben, aber auch selbst Tore machen. Und er ist sehr stark bei Standards.“ In 2 Jahren Zweite Liga wurde er 42 mal eingesetzt und traf dabei 5 mal. Nachdem Augsburg in der ersten Saison noch in der Relegation am 1.FC Nürnberg gescheitert war (Marcel war in beiden Partien dabei), klappte es im nächsten Jahr. Machte noch 19 Spiele und 1 Tor in der Oberklasse und hatte zusammen 7 Einsätze mit 2 Toren im Pokal.
Doch 2012 folgte er seinem Mentor Luhukay zu Hertha BSC, wieder mal ein eben abgestiegener Verein. Im ersten Jahr 28 Zweitligaspiele und 4 Tore. Stieg als Meister 2013 postwendend wieder in die Eliteliga auf. Wenn er nicht verletzt war, gehörte er immer zum Kader. Im Sommer 2014 war er als ältester Spieler im Hertha-Kader der Methusalem. Kam zu seinen letzten 33 BL-Einsätzen, in denen ihm 1 Treffer gelangen. 3 mal war er im Pokal dabei und 2 mal bei den Amateuren In der Regionalliga.
Im Sommer 2015 wechselte er zum nächsten Bundesligaabsteiger. Nach 10 Jahren kehrte zurück zum SC Paderborn. 1 Tor in 20 Ligaspielen und 2 Einsätze im Pokal. Nachdem die Paderborner in die Dritte Liga durchgereicht wurden, war Marcel reif für die Insel. Er ließ sich im Sommer 2016 auf Mallorca beim von Christian Ziege trainierten Drittligisten Atlético Baleares nieder.
Im November 2015 wurde er in die Top 10 für den "Puskas Award" der Fifa für das Tor des Jahres 2015 nominiert. Gewählt wurde dafür sein Volleyhammer aus 40 Metern in einem Vorbereitungsspiel vom Juli gegen die Bolton Wanderers.
Im Mai 2008 wurde er erstmals in die Nationalmannschaft Kameruns berufen. Bis zum Sommer 2016 waren es 5 Spiele. Sein Bruder Dominique spielte bei Regionalligisten im Kölner-Münsteraner Raum.

BL-Saison Spiele Tore
2008/2009 2 0
DFB-Pokal Spiele Tore
2008/2009 1 0

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Sven Neuhaus (04.04.1978)

Der Torwart war ein echtes Kind des Ruhrpotts. Sven begann 1983 im südöstlicher Stadtteil von Essen bei Borussia Byfang und wechselte dann 1990 zu Schwarz-Weiß Essen. In der Zeit zwischen 1994 und 2001 war er bei Fortuna Düsseldorf, zuerst in der Jugend, dann bei den Amateuren und ab 1998 bei den Profis. 13 Einsätze in der Regionalliga und 1 Partie bei den Amateuren in der Oberliga.
Im Juli 2001 ging er zum Zeitligisten SpVgg Greuther Fürth. Das erste Jahr wurde er fast ausschließlich bei der Zweiten in der Oberliga Bayern eingesetzt, machte hier insgesamt  28 Spiele. In den 5 Jahren stand er zwar 57 mal im Kasten in der 2. Liga, Stammtorhüter war er aber nur in der Saison 2003/20004, 4 mal zeigte er sein Können im Pokal. Fürth spielte jedes Jahr um den Aufstieg in die Bundesliga mit.
Sven wechselte 2006 zum Ligakonkurrenten FC Augsburg (97 Spiele). 3 mal hütete er im Pokal das Tor. Als er als Stammtorwart durch Simon Jentzsch abgelöst werden sollte und ihm der Emporkömmling Red Bull Leipzig ein lukratives Angebot unterbreitete, ging er in die 5 Liga. Hatte dort  in der NOFV-Oberliga Süd 24 Einsätze. Er sollte helfen, den Retortenverein
in den Profibereich zu führen. Die Mannschaft stieg auch sofort auf. Er kam in der  Regionalliga Nord auf weitere 26 Einsätze. Aber die hochtrabenden Pläne des Red Bull-Konzerns und die ihm gemachten Versprechungen lösten sich durch Wechsel des Sportchefs und des Trainers in Luft auf. Trotz sehr guter Kritiken wurde ihm im Frühjahr 2011 mitgeteilt, dass der Verein nicht mehr mit ihm plane. Er betrachtete dieses Engagement rückwirkend als "größten Fehler meines Lebens und sportlich den größten Rückschritt."
Beim HSV verließ im August 2011 Wolfgang Hesl den Verein Richtung Dynamo Dresden. Sven Neuhaus wurde nach einwöchigem Probetraining als dritter Torhüter verpflichtet, angedacht vor allem als erfahrener "Sparringspartner" für Drobny und Mickel. 11 mal hütete er bei der Zweiten in der Regionalliga den Kasten. Nach der Verletzung von Jaroslav Drobny in Nürnberg kam er auch bei den Profis im Abstiegskampf zu drei Einsätzen. Er war mit 34 der zweitälteste Debütant der Bundesliga für den HSV. Nachdem in der neuen Saison Rene Adler als Nummer Eins verpflichtet wurde, blieb er weiter als "Standby" im Kader. Im Sommer 2014 hängte er die Torwart-Handschuhe endgültig an den Nagel. er blieb immer bescheiden. Er war ein echter Profi, der seine Ersatzmann-Rolle stets ohne Klagen hinnahm.
Er blieb aber auch dann dem HSV treu und fand beim "Hamburger Weg" ein neues Arbeitsfeld. Er war dort Bindeglied zwischen Mannschaft und dem Projekt und organisierte die PR-Termine. Im Sommer 2016 schnupperte er erstmals in den Trainerberuf hinein, er coachte die Torhüter des Hamburger Oberligisten SV Rugenberg.
Er galt in punkto "Strafraumbeherrschung" laut Meinung etlicher Experten als einer der besten deutschen Torhüter; dies war wohl auch der Grund, warum er vor Jahren vom FC Arsenal London auch schon einmal zum Probetraining eingeladen worden war.

BL-Saison Spiele Tore
2011/2012
2012/2013
2013/2014
3
0
0
0
0
0

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Thiago Neves (27.02.1985)

Der offensive Mittelfeldspieler wurde im August 2008 aus Brasilien geholt und war der teuerste Einkauf der Klubgeschichte. Er kostete 9,2 Millionen Euro, dafür erhielt der HSV 80 Prozent der Transferrechte. Auch Wolfsburg und vor allem Hertha BSC war an ihm interessiert. Wahre Wunderdinge wurden von ihm erwartet, er sollte auch die Lücke von Van der Vaarts Weggang kompensieren.
Neves wuchs in den ärmlichen Favelas im Osten Brasiliens auf. Seine ersten Sporen verdiente er sich bei Parana Clube Curitiba, für den er schon seit der Jugend kickte und ab Januar 2005 in der Serie A 29 Spiele und  3 Tore machte. Anfang 2006 war er zum ersten Mal im Ausland, er wurde nach Japan ausgeliehen zu Vegalta Sendai (35 Partien,  8 Treffer). Ein Jahr später zurück in der Heimat, wurde er an  Fluminense Rio de Janeiro ausgeliehen, die ihn dann im Januar 2008 fest verpflichteten.
Wurde 2007 als bester Spieler der Saison ausgezeichnet, wurde brasilianischer Meister und stand mit seiner Mannschaft im Finale der Copa Libertadores (= südamerikanischer Pokal) 2008 gegen Quito. Als er im März 2008 in der brasilianischen Nationalelf debütierte und im August bei der Olympiade in China die Bronzemedaille gewann, war er in seiner Heimat endgültig ein Star. Hatte für Rio 38 Einsätze in der Serie A und erzielte 13 Tore. 13 Berufungen hatte er in der Copa Libertadores (7 Tore).
Der HSV hoffte, durch seine Torgefährlichkeit und Kreativität und seine genialen Pässe, Impulse für das Offensivspiel zu erhalten. Doch Neves wurde in Hamburg nie richtig warm, war anfangs lange verletzt und kam über ein Reservistendasein nicht hinaus. Lediglich 9 Kurzeinsätze (6 in der Bundesliga, 3 im Uefa-Cup) standen zu Buche. Einer der größten Flops! Er provozierte auch seinen Rausschmiss, betonte, nicht mehr für den HSV spielen zu wollen und nervte durch sein divenhaftes Auftreten die Kollegen.
Er wurde nach nur einem halben Jahr im Winter 2008 zunächst an seinen alten Verein aus Fluminese ausgeliehen, wo er auf weitere 7 Ligaspiele kam. Im Juli 2009 wechselte er dann zum saudi-arabischen Verein Al-Hilal in Riad, der ihn bereits Anfang des Jahres verpflichtete. Gewann Meisterschaft und King's Cup (= Pokalwettbewerb in Saudi-Arabien). 31 Begegnungen mit 17 Treffern in der Liga und 9 Einsätze (2 Tore) in der AFC Champions League (ist die asiatische Champions League).
Im Januar 2011 wurde er von dort in seine Heimat zu Flamengo Rio de Janeiro ausgeliehen. 33 Spiele und 12 Tore in der Serie A, 2 Einsätze in der Copa Libertadores. Genau ein Jahr später war er wieder fest in der Heimat, wieder mal bei Fluminese. Auch dort viele Probleme. Wurde aber 2012 Meister in Brasilien, kam auf 33 Spiele und 5 Tore in der Liga und war bei 15 Partien in der Copa dabei.
Im Sommer 2013 Wechsel zurück zu Al-Hilal Riad. Wurde hier zur Vereinsikone. 2015 erneut saudischer Meister. 74 Spiele und 37 Tore in der Saudi Professional League und 18 Partien (5 Treffer) in der AFC Champions League. Trotzdem holte ihn im Sommer 2015 Al-Jazira Abu Dhabi für 11 Millionen Euro in die Vereinigten Arabischen Emirate. Nach 27 Einsätzen (8 Tore) in der Gulf League und 7 Partien in der AFC Champions League war aber auch hier im Oktober 2016 Schluss.
Nach einer kurzen Pause ging Thiago im Januar 2017 wieder mal in die Heimat zurück. Diemal war es Cruzeiro Belo Horizonte
Für die brasilianische Nationalelf lief er 7 mal (bis zum Sommer 2013) auf. Zudem bekam er 2008 beim Gewinn der Bronzemedaille in Peking fünf Einsätze im Olympiateam.
Zu seinem Hamburg-Abenteuer äußerte er sich recht klar: "Wenn ich behaupte, dass ich hier glücklich bin, dann würde ich lügen."

BL-Saison Spiele Tore
2008/2009 6 0
Europa Spiele Tore
2008/2009-ue 3 0

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Edgar Nobs (02.12.1953)

Stammt aus Bräunlingen im Schwarzwald. Wuchs aber beim niedersächsischen SuS Northeim auf. Vier mal in der DFB-Schülernationalmannschaft. Nach dem Abstieg der Northeimer aus der Landesliga kam "Eddy" 1971 als 17jähriger auf Initiative von Talentspähers Gerhard Heid in die A-Jugend des Hamburger SV zu dem Jugendprogramm, welches unter Ernst Naumann und Trainer Klaus Ochs ins Leben gerufen worden war.
Gehörte 1972/1973 zum Bundesligakader des HSV, allerdings reichte es lediglich zu fünf Einsätzen. 1973 auf Leihbasis zusammen mit seinem Teamkollegen Günther Selke für eine Saison in die Regionalliga zum VfL Osnabrück. Die Mannschaft schaffte zwar den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Nobs kehrte aber an die Elbe zurück. Wurde nur noch bei den Amateuren eingesetzt.
Folgte im Sommer 1975 Günther Selke und Heiner Radbruch zu Atlas Delmenhorst. Wegen der damals nötigen Reamateurisierung konnte er aber erst ab November in Pflichtspielen mitwirken. Schaffte hier 1976 den Aufstieg in die Amateuroberliga Nord. 1978 zum VfL Wolfsburg (damals auch noch in der Oberliga). Mischte hier 4 Jahre lang in 87 Ligaspielen (10 Tore) immer in der Spitzengruppe mit.  Auch 3 mal im Pokal dabei.
Nach einem schweren Verkehrsunfall (10 Tage im Koma, zurück blieb eine linksseitige Lähmung) musste er 1982 die Laufbahn beenden. Über 200 Pflichtspiele Wolfsburg. Das Konditionswunder auf dem linken Flügel gehörte immer zum Stamm und war lange Kapitän und Elfmeterschütze vom Dienst.
War dann sechs Jahre als Jugendtrainer beim VfL Wolfsburg tätig. Beendete seine Trainertätigkeit nach einem Engagement beim SV Flechtorf (die jetzt SV Brunsrode/ Flechtorf heißen). Um 1990 herum trainierte er nochmals den Nachwuchs der "Wölfe." Wohnt in der Nähe von Wolfsburg und arbeitet in der Einkaufsabteilung des Volkswagen-Werks. Läuft auch im Traditionsteam des VfL auf. Irgendwo tauchte im Internet sein Name mal beim SC Villip im Rhein-Sieg-Kreis auf. Womöglich spielte er hier bei den Alten Herren???

BL-Saison Spiele Tore
1972/1973
1974/1975
5
0
0
0
DFB-Pokal Spiele Tore
1972/1973 1 0
Liga-Pokal Spiele Tore
1972/1973-li 2 0

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Peter Nogly (14.01.1947)

Seine Freunde nannten den gelernten Maschinenschlosser "Eiche" (der HSV-Fanclub "Die Eichen" beruft sich auf ihn) und der Travemünder (verbrachte die Jugend bei TSV Travemünde und  Eichholzer SV) wurde im Laufe der Jahre zu einem echten HSV-Urgestein. 320 Bundesligaspiele zwischen 1969 und 1980 und 38 Tore erreichte der 1969 gemeinsam mit Siegfried Beyer vom (damals zweitklassigen)Regionalligisten LBV Phönix Lübeck gekommene Abwehrrecke. Zu Lübeck war er 1967 gestoßen und erzielte in 62 Spielen 21 Tore.
Im Januar 1975 wurde sein Flugkopfball gegen Mönchengladbach zum "Tor des Monats" gewählt. Peter brachte es 1977 bis zum Nationalspieler (4 Einsätze, Vizeeuropameister 1976 gegen die CSSR). Wurde mit dem HSV Deutscher Meister 1979, Vizemeister 1976 (hinter Mönchengladbach) und 1980 (hinter München), außerdem Pokalsieger 1976 (gegen Kaiserslautern) und Pokalfinalist 1974 gegen Eintracht Frankfurt. 1972 holte er in 11 Partien (4 Tore) den Ligapokal.
Mitglied jener Mannschaft, die 1977 gegen den RSC Anderlecht den Europapokal der Pokalsieger nach Hamburg holte. Stand 1977 im Finale des UEFA-Supercups gegen den FC Liverpool und stieß 1980 gegen Nottingham Forest ins Endspiel im Europapokal der Landesmeister vor.
29 Spiele mit 6 Toren im DFB-Pokal. 9 Begegnungen im Europapokal der Landesmeister und 8 in dem der Pokalsieger. Je 2 mal traf er in 19 Spielen des Intertoto- bzw. Messepokals und 17 Partien des UEFA-Cups. War lange Zeit Kapitän. Kompromisslos und zuverlässig, unverzichtbarer Bestandteil der Abwehr.
Es folgte im Sommer 1980 ein Abstecher über den Teich nach Kanada. Zuerst 53 Einsätze und 17 Tore in der NASL bei den Edmonton Drillers und dann 1982 bei den Tampa Bay Rowdies (56 Spiele, 8 Treffer). 1983 hier "NASL indoor champion".
Ließ seine Karriere ab dem Sommer 1983 in der deutschen zweiten Bundesliga ausklingen. Zunächst beim Absteiger Hertha BSC (18 Spiele, 2 Tore) und dann 1984/1985 beim Aufsteiger aus der Amateuroberliga bei St. Pauli (20 Spiele, 2 Tore), dem . Der Verein stieg aber postwendend wieder ab. Versuchte sich 1986 im Trainergeschäft als Spielertrainer des VfB Lübeck in der viertklassigen Verbandsliga. 1987 und 1989 Meister der Verbandsliga Schleswig-Holstein (stieg aber nie auf).
Coachte von 1989 bis 1991 Eutin 08,mit denen 1990 der Aufstieg in die Oberliga Nord gelang). 1991 kurz beim SC Wentorf, wo er (gemeinsam mit Bernd Wehmeyer) noch ein paar Einsätze bekam. Es folgten kurze Stationen bei Phönix Lübeck und Viktoria Hamburg. Dann von 1996 bis Juni 2001 beim SC Hoisdorf und von August 2001 bis Juni 2002 beim 1. SC Norderstedt (die beiden Letztgenannten zogen jeweils unter seiner Ära die Mannschaften zurück).
Mit FC St. Georg-Horn (April 2004-Sommer 2005) wurde Peter Meister der Landesliga Hansa und stieg in die Verbandsliga Hamburg auf. In der Saison 2005/2006 Co-Trainer unter Willi Reimann bei Al Shaab in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Im Sommer 2006 beim VfL 93 Hamburg. Nach einem Jahr Pause ergriff er im Juli 2008 beim TSV Wedel in der Landesliga erneut das Traineramt, gab jedoch schon im März 2010 seinen Abschied bekannt. Nachdem der reguläre Trainer Uli Schulz wegen eines Herzinfarkts pausieren musste, war Nogly von April bis Sommer 2011 Interimstrainer bei Hamm United FC in der Landesliga Hansa Staffel. Nachdem sich die "HSVplus-Initiative durchgesetzt hatte, wurde er im Juli 2014 in den HSV-Aufsichtsrat gewählt. Nach Querelen und Schlammschlachten wegen der Absetzung von Labbadia und  Beiersdorfer trat  er im Januar 2017 zurück.
"Eiche" lebt in Wakendorf II im Kreis Segeberg und baute sich nebenbei eine Existenz als selbstständiger Kaufmann auf. Betreibt auch Spielhallen im Lübecker Raum. Selbstverständlich ist er auch Mitglied der "HSV-Altliga."

BL-Saison Spiele Tore
1969/1970
1970/1971
1971/1972
1972/1973
1973/1974
1974/1975
1975/1976
1976/1977
1977/1978
1978/1979
1979/1980
22
26
28
32
32
33
34
20
28
34
31
1
6
5
3
4
3
9
1
3
1
2
DFB-Pokal Spiele Tore
1969/1970
1970/1971
1972/1973
1973/1974
1974/1975
1975/1976
1976/1977
1977/1978
1978/1979
1979/1980
1
3
3
6
1
8
1
2
1
3
0
1
2
0
1
2
0
0
0
0
Europa Spiele Tore
1970/1971-to
1970/1971-me
1971/1972-ue
1974/1975-to
1974/1975-ue
1975/1976-ue
1976/1977-po
1977/1978-to
1977/1978-su
1977/1978-po
1979/1980-la
6
3
2
8
5
10
5
2
1
3
9
0
1
0
1
1
1
0
0
0
0
0
 
Liga-Pokal Spiele Tore
1972/1973-li
1976/1977-sc
11
(1)
4
(0)

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Christian Norgaard (10.03.1994)

Der junge Däne wurde im Januar 2012 für 400.00 Euro Ablöse von seinem Landsmann Frank Arnesen verpflichtet und erhielt zunächst einen Fördervertrag für die Jugendmannschaften. Über den Nachwuchs von Boldklubben Heimdal und Espergærde IF war er bei Lyngby BK gelandet, wo er als 17jähriger einmal auch bei den Profis eingesetzt wurde. In der Nationalelf durchlief er sämtliche Mannschaften im Jugend- und Junioren-Bereich und war mit der U17 bei der EM 2011 und der WM 2011 dabei. Mit der U21 stand er bei der EM 2015 in Tschechien im Halbfinale (1:4 gegen Schweden) und war hier auch bei der 0:3-Niederlage gegen Deutschland mit von der Partie. Auch 2017 gehörte er zum Aufgebot. Bis August 2017 kam er 27 mal für die U21 zum Einsatz, wobei ihm gegen Armenien sein einziger Treffer gelang.
In Hamburg machte der offensive Mittefeldspieler einige Partien bei der A-Jugend und war dann Stütze im Regionalligateam. Im Sommer war er im Trainingslager der Profis dabei und überzeugte hier ebenfalls durch gute Leistungen. Beim Saisonauftakt gegen Nürnberg im Kader. Dann  durch Syndesmosebandriss 8wöchige Pause. Nach der Gesundung im Regionalligateam feste Größe. Insgesamt 22 Spiele mit 2 Toren in der Regionalliga.
Völlig überraschend im August 2013 zurück in seine Heimat nach Kopenhagen zu Bröndby IF. Hatte in den ersten beiden Jahren aber auch hier immer wieder mit Verletzungen (Bänderriss Sprunggelenk und Knie, Schlüsselbeinbruch) zu kämpfen, weswegen ihm zunächst wieder der Durchbruch nicht gelang. Bis zum Sommer 2016 hatte er 50 Einsätze mit 2 Toren in der Alka Superligaen, war 7 mal im Pokal dabei und bekam 56 Berufungen in der Europa League.
Aber immerhin erzielte er in der Vorbereitung auf die Saison 2014/2015 ein Treffer gegen den FC Liverpool. Schaltete im August 2016 Hertha BSC in der Qualifikation zur Europa League aus.

BL-Saison Spiele Tore
2012/2013
2013/2014
0
0
0
0

 

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Vadis Odjidja-Ofoe (21.02.1989)

In der Winterpause 2007/2008 als langfristige Perspektive für die Abwehr vom belgischen Meister RSC Anderlecht verpflichtet, wo er gerade Meister geworden war. Sein Kumpel Vincent Kompany hatte sich für ihn stark gemacht. Geboren in Gent (beim KAA Gent begann er auch 1994 das Fußballspielen), Vater Ghanaer, Mutter Belgierin. Der junge Defensiv-Allrounder, der auch schon Junioren-Nationalspieler seines Landes war und bei der Olympiade 2008 teilnahm, galt in Belgien als Juwel.
1999 kam er zum Nachwuchs von Anderlecht und durfte im Sommer 2007 in 3 Kurzeinsätzen in der Liga Profiluft schnuppern. Dabei gelang ihm  1 Treffer. Auch im belgischen Pokal und Supercup bekam er jeweils 1mal Einsatzzeit.
Vadis war ein großes Talent, der über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügte und bereits als junger Spieler Verantwortung auf dem Platz übernahm. Neben Spielübersicht und Technik zählte das Zweikampfverhalten zu den großen Stärken. In der Rückrunde durfte er in Hamburg in 2 Partien insgesamt 10 Minuten mit den Profis auf dem Rasen stehen. 12mal kam er bei den Amateuren zum Einsatz. Da er sich aber gegen die hochkarätige Konkurrenz keine Chancen ausrechnete, ging er deshalb im Winter 2008 nach Belgien zum FC Brügge zurück.
Hier war er deutlich erfolgreicher. Schaffte in der Jupiler Pro League 181 Einsätzen, erzielte dabei 22 Treffer. Unter Christoph Daum 2012 Vizemeister. 11 Pokal-Einsätze (1 Tor), 25 Begegnungen (2 Tore) in der Europa League und 12  in der Quali dafür. Auch in der Quali zur Champions League erzielte er in 2 Spielen 1 Treffer gegen den FC Kopenhagen. In FA- und League Cup hatte er zusammen 4 Berufungen. 8 mal musste er in der U23 ran und steuerte hier 1 Tor bei. Der Verein stieg im Sommer 2016 wieder ab.
Im August für 4,5 Millionen Euro vom polnischen Meister und Pokalsieger Legia Warschau verpflichtet, war damit der bis dahin bestbezahlteste Spieler in der Geschichte der Ekstraklassa. Konnte hier gleich in der Champions League glänzen und wurde Vizemeister.
Im Sommer 2017 zum griechischen Meister Olympiakos Piräus.
Nachdem er schon in etlichen Jugend- und Juniorenmannschaften eingesetzt wurde (26 Begegnungen und 3 Tore), wurde er auch zum 3facher belgischer Nationalspieler. Er wurde 2010 in einem Freundschaftsspiel und 2011 in 2 Partien in der EM-Quali eingesetzt. Stand allerdings 2 mal nur eine und einmal 26 Minuten auf dem Platz.

BL-Saison Spiele Tore
2007/2008
2008/2009
2
0
0
0

 

Europa Spiele Tore
2007/2008-ue 1 0

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Miroslav Okonski (08.12.1958)

Miro war in Polen schon ein Star, als er zum HSV wechselte. Torschützenkönig 1983. Aber  er war auch einer aus der Serie "schlampertes Genie." Nach Anfängen bei Gwardia Koszalin begann er 1977 bei Lech Posen. In seinen ersten 3 Jahren dort bis 1980 erzielte er in 68 Spielen in der Lotto Ekstraklasa 16 Tore und war auch 2 mal im UEFA-Cup dabei (1 Tor). 1980 wurde er in seiner Heimat Pokalsieger.
Anschließend 2 Jahre beim Hauptstadtclub Legia Warschau, wo er umgehend den Pokalerfolg wiederholte. Durfte dann auch 6 mal (2 Treffer) im Europapokal der Pokalsieger ran. In der Liga hatte er 52 Einsätze, wo  er 15 mal ins gegnerische Tor traf. 1982 wieder zu Lech Posen zurück. Sofort wieder immense Erfolge: 1983 und 1984 polnischer Meister, feierte zudem 1984 seinen dritten Pokalsieg. 8 Begegnungen  mit 3 Treffern in Europokal der Landesmeister und der Pokalsieger. 16 Partien und 11 Tore in UEFA- und Intertoto-Cup. Bis 1986 in der Ekstraklasa 53 Tore in 129 Spielen.
Als der Verband im Sommer 1986 seinen Transfer in den Westen nach Hamburg nicht genehmigen wollte, drohte er seinem Club, nur noch Waldläufe zu machen, anstatt zu trainieren. Bis 1988 stürmte der Pole für den HSV und bestritt dabei 62 Spiele (15 Treffer). Wurde mit dem HSV 1987 DFB-Pokalsieger gegen Kickers Stuttgart (war im Endspiel mit dabei). Steuerte in 11 Pokalspielen 2 Treffer bei.  4 mal im Europapokal unterwegs, traf dabei gegen Avenir Beggen (Bruno Labbadia erzielte da 2 Tore). Im Supercup gegen Bayern München gelang ihm 1987 der Ehrentreffer.
Von "Oko" hatte sich der HSV-Anhang schon ein wenig mehr versprochen, obwohl er teilweise (vor allem in der ersten Saison) in die ihm zugedachte Rolle als Spielgestalter hineinwuchs. Die Presse feierte ihn vorab als "Hexer" oder "Chefdirigent." In guten Momenten war er Weltklasse, konnte seinem jeweiligen Bewacher "selbst auf einem Bierdeckel" austricksen. Paul Breitner pries ihn, als "das Beste, was die Bundesliga zu bieten hat." Damals hielt der "goldene Westen" den sympathischen Angreifer vielleicht zu sehr gefangen (Glückspiel, Alkohol), so dass die von ihm gewohnten Leistungen aus Polen in Hamburg nicht immer erbracht wurden. In "11 Freunde" steht: über ihn: "Wattig-wallendes Brusthaar, glitzernde Goldkette, stone-washed Jeans. Raucher, Trinker, BMW-Fahrer."
Ging dann 1988 für 3 Jahre zum AEK Athen, wo er seine Titelsammlung ausbaute und prompt griechischer Meister wurde und in den nächsten beiden Jahren ebenfalls Spitzenplätze erspielte. Traf in 77 Ligapartien 22 mal. Feierte zudem den Gewinn des Supercups 1989 und des Ligapokals 1990. Auf europäischer Bühne konnte  er sich in 4 Begegnungen (1 Tor) im Landespokal und 2 im UEFA-Cup zeigen. Es schloss sich ein 1-jähriges Intermezzo beim Aufsteiger FC Korinthos an (18 Spiele, 4 Tore).
Von Sommer bis Dezember 199 2lief er erneut im Trikot von Lech Posen auf. Und erneut errang er einen Titel, er gewann den polnischen Supercup. Lech wurde am Saisonende Meister, da war Miro aber nicht mehr dabei. Hatte hier die letzten 3 Einsätze in der Ekstraklasa. In der Rückrunde blieb er in der Stadt, aber jetzt bei Olimpia Posen. 1993/ 1994 bei Viktoria Hamburg und die Saison darauf bei Rasensport Elmshorn in der 5. Liga. Ließ die Karriere bei unbekannten polnischen niederklassigen Vereinen wie Astra Krotoszyn, Lipno Stęszew und bis 1997 bei seinem Heimatverein Gwardia  ausklingen.
Natürlich auch Nationalspieler, machte 29 Länderspiele und schoss dabei 2 Tore. Lebte dann in  Posen (Poznan) und arbeitete gelegentlich als Trainer. Seine Alkoholprobleme begleiteten ihn aber nach wie vor. Bekam wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss eine Gefängnisstrafe, die nur durch Geldsammeln seiner immer noch vorhandenen Fans vermieden werden konnte. War Gastwirt in Posen, was aber auch scheiterte, da er selbst der beste Gast war. Soll dann später in Koszalin als Verkäufer gearbeitet haben.
24 Jahre später wählte ein anderer Akteur den gleichen Weg von Lech Posen zum HSV, sein Name war Artjoms Rudnevs.

BL-Saison Spiele Tore
1986/1987
1987/1988
32
30
8
7
DFB-Pokal Spiele Tore
1986/1987
1987/1988
6
5
1
1
Europa Spiele Tore
1987/1988-po 4 1
 
Liga-Pokal Spiele Tore
1987/1988-sc 1 1

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Ivica Olic (14.09.1979)

Der kroatische Stürmer spielte in seiner Heimat in der Kindheit bei NK Posavac Davor und ab 1996 bei NK Marsonia Slavonski Brod, zuerst in der Jugend und dann ab Januar 1997 in der  HNL (Hrvatska Nogomentna Liga), wo er auf 42 Einsätze und 17 Tore kam. Im Oktober 1998 wurde er von Hertha BSC verpflichtet. Er wurde aber  in der Bundesliga nur zusammen 61 Minuten gegen Bochum und Nürnberg eingesetzt und wurde für 45 Minuten bei der Pokalpleite gegen Tennis Borussia eingewechselt. Bei den Amateuren in der Oberliga Nord traf er in 30 Spielen 10 mal. Konnte nie überzeugen. Enttäuscht ging er im Januar 2000 zu Brod zurück. War in weiteren 42 Begegnungen dabei (21 Tore).
Wechselte Im Sommer 2001 zu NK Zagreb, wo er in 28 Partien 11 Tore beisteuerte und prompt kroatischer Meister wurde. Ein Jahr später beim "großen Bruder" Dinamo Zagreb, wo er den Erfolg noch toppte. 2002 und 2003 Meister und zusätzlich Supercupsieger. 2003 (wie auch schon 2002) zum "bester Spieler der Liga" gewählt und Torschützenkönig der HNL. Traf 16 mal in 27 Begegnungen und steuerte in 4 UEFA-Cup-Partien 3 Treffer bei.
Er hatte zwar schon alle kroatischen Nachwuchsteams von der U17 bis zur U21 durchlaufen (20 Spiele, 3 Tore) Durch seine überragenden Leistungen in Zagreb wurde er zum Nationalspieler und nahm sowohl an der WM 2002 und der WM 2006 teil. Auch bei der 'Euro 2004 und 2008, wo das Team bis ins Viertelfinale vorstieß. Für die EM 2012 musste er wegen einer Verletzung absagen. Bei der WM 2014 war er aber wieder dabei. Bis Juli 2016 trug er 104 mal das kroatische Nationaltrikot und erzielte 20 Tore.
Wechselte im Juli 2003 erneut ins Ausland, diesmal zu ZSKA Moskau, Russischer Meister  2003, 2005 und 2006, Supercup-Sieger 2004 und 2006 und als Krönung UEFA-Cupsieger 2005 gegen Sporting Lissabon. 78 Einsätze und 35 Tore in der Premjer-Liga, 8 Spiele im UEFA-Cup. In der Champions League plus Quali erzielte Ivi 3 Tore in 15 Begegnungen. Dabei gelang ihm  im Dezember 2006 auch 1 Tor gegen den HSV. Er konnte aber den Ruf des "ewigen Jung-Genies" nie ganz abschütteln. Immer wieder zeigte er sein Potential, konnte die Leistung aber nie über längere Zeit halten.
Aber der im Abstiegskampf steckende HSV hatte im Januar 2007 nach dem Verkauf von Benny Lauth auf dieser Position  Handlungsbedarf und verpflichtete den 27-jährigen Stürmer für zwei Millionen Euro (nur vier Wochen nach seinem Treffer gegen Wächter). Er erzielte zwar in der Rückrunde nur 5 Treffer, ackerte aber unermüdlich. In der nächsten Saison war er einer der wertvollsten Stützen. Er war nicht nur HSV-interner Torschützenkönig, sondern glänzte auch als Flankengeber und harmonierte prächtig mit Van der Vaaart und Guerrero. Auch schaffte er den ersten lupenreinen Hattrick in der HSV-Bundesligageschichte (gegen den VfB Stuttgart ), wurde da auch Fußballer des Monats in der Bundesliga. Er zeigte von der ersten Minute an bis zum Schluss pure Leidenschaft auf den Platz, kämpfte und rannte unermüdlich, beackerte das Spielfeld bis zur Erschöpfung, hatte eine Pferdelunge.
Aufsehen in der Presse erregte ein Kung-Fu-Tritt des Bremer Tormanns Wiese im Mai 2008 gegen den Hals des Kroaten. Glücklicherweise trug Olic nur eine Prellung davon, gegen Wiese wurde wegen versuchten Totschlags ermittelt. Im November des Jahres wurde sein Schuss gegen Werder Bremen zum "Tor des Monats" gewählt
Im Januar 2009 wurde bekannt gegeben, dass Ivica Olic den Verein im Sommer verlassen und ablösefrei zum Moloch aus München wechseln würde. Es war zwar sehr schade, aber Ivi riss sich bis zum letzten Spieltag den Hintern für den HSV auf. Das haben ihm die Fans nicht vergessen. Seine Verabschiedung lief sehr emotional ab. Er wurde auch bei den Gastspielen der Münchner in der HSV-Arena als einziger Bayern-Spieler beklatscht.
Seine imposante Bilanz für die Rothosen: 78 Einsätze und 29 Tore in der Liga, 8 Treffer in 9 Pokalspielen, 26 Einsätze (11 Tore) in UEFA-Cup samt Qualifikation und 2 Teilnahmen im UI-Cup. War auch in den drei hochdramatischen Matches gegen Bremen in Pokal- und UEFA-Cup-Halbfinale 2009 dabei.
Auch in der Hinrunde 2009/2010 in München, wo die Mannschaft teilweise grottenschlechten Fußball bot, der einzige Lichtblick. Er allein hielt (leider) München im Rennen um den Titel und trug maßgeblich zum Double aus Meisterschaft und Pokal 2010 bei. Wurde in den beiden verlorenen Finals der Champion League 2010 und 2012 eingesetzt. Vize-Pokalsieger und Meister 2012, Supercup-Sieger: 2010. Fußballer des Jahres in Kroatien 2009 und 2010. Nach 3 Jahren und 55 Spielen (13 Tore) verließ er im Sommer 2012 die zwei mal titellosen Münchner in Richtung Wolfsburg. 9 Treffer in 17 Champions League-Partien und 1 Tor in 7 Pokalpartien.
Er unterschrieb beim VfL und Trainer Felix Magath (der jedoch kurz darauf entlassen wurde). Auch da immer noch erstaunlich, was der Mann für eine Kondition hatte. In 2 1/2 Jahren kam er zu 78 Einsätzen und erzielte hierbei stattliche 28 Treffer. Zum zweiten Mal wurde im Mai 2013 ein Treffer von ihm zum "Tor des Monats" gekürt. 5 mal traf er in 11 Pokalbegegnungen. Beim Gewinn dieser Trophäe im Mai 2015 war er allerdings schon weg. 5 mal lief er in der Europa League für die "Wölfe" auf.
Schon im Januar 2013 wollte ihn der HSV zurückholen. Doch erst im Januar 2015 war die Heimkehraktion perfekt. Der HSV hatte in der gesamten Vorrunde lediglich 9 lausige Tore erzielt und war händeringend auf der Suche nach einem Knipser. Ivi sagte sofort zu und verzichtete sogar auf fast die Hälfte seines Gehalts, um (mit seinen Worten) wieder "nach Hause zu kommen." Auf den Tag genau acht Jahre nach seiner ersten Vorstellung am 30. Januar 2007 – im Alter von 35 Jahre - unterschrieb er bei seinem Wunschverein einen neuen Vertrag . Er liebte Hamburg, seine Familie wohnte ebenfalls hier und er wollte nach der Karriere seinen Lebensmittelpunkt in dieser Stadt bilden.
Der Fanliebling und unermüdlicher Rackerer und Dauerläufer war auch mit 35 Jahren noch fitter als die meisten seiner Kollegen. Trotzdem war seine erste Halbsaison nicht ganz zufriedenstellend, da es trotz aller Bemühungen mit dem Tore schießen nicht klappen wollte. Er hob sich seine 2 so wichtigen Treffer für die Schlussphase im Abstiegskampf auf. Er kämpfte auch in den beiden dramatischen Relegationsspielen gegen den Karlsruher SC mit. Aber auch in der Saison 2015/16 konnte er nie sein Potential abrufen, wurde nur sporadisch eingewechselt. Verpasste dadurch auch die Teilnahme an der EM 2016. Wollte den Verein im Winter verlassen, blieb dann aber doch, obwohl ihm gesagt wurde, dass nicht mehr mit ihm geplant würde.
Im Sommer erfolgte dann aber endgültig die Trennung. Ivica ging wieder nach München zurück, allerdings diesmal zum Zweitligisten TSV 1860, wo er die junge Mannschaft im Abstiegskampf  führen sollte. Im Oktober tauchte sein Name negativ in den Medien auf. Olic hatte an verbotenen Sportwetten teilgenommen und wurde dafür für 2 Spiele gesperrt und bekam eine 20.000-Euro-Geldstrafe. Er konnte den Abstieg der desolaten Mannschaft mit einer chaotischen Führungsriege auch nicht verhindern und beschloss dann, seine Laufbahn zu beenden.

BL-Saison Spiele Tore
2006/2007
2007/2008
2008/2009
2014/2015
2015-Rel
2015/2016
15
32
31
16
2
9
5
14
10
2
0
0
DFB-Pokal Spiele Tore
2007/2008
2008/2009
2015/2016
4
5
1
2
6
1
Europa Spiele Tore
2007/2008-ui
2007/2008-ue
2008/2009-ue
2
12
14
0
2
9

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Frank Ordenewitz (23.03.1965)

Begann im Süden der Lüneburger Heide in seiner Heimat beim TSV Dorfmark. Hatte anschließend seine größte Zeit zwischen 1983 und 1989 bei Werder Bremen, zu denen er schon 1981 zur Jugend stieß. Die ersten beiden Jahren lief er noch überwiegend bei den Amateuren auf. Hatte hier in der  Oberliga Nord (drittklassig) eine hervorragende Quote: 51 Treffer in 61 Partien! Wurde Torschützenkönig der Oberliga und mit Bremen Meister der Oberliga. Dann schlug seine große Zeit aber bei den Profis.
1988 Deutscher Meister und 1985 sowie 1986 Vizemeister (jeweils hinter Bayern München. Pokal-Finalist 1989 (gegen Borussia Dortmund) und Gewinn des DFB-Supercups 1988 gegen Eintracht Frankfurt. 125 BL-Einsätze mit 37 Toren, 19 Partien im Pokal (5 Treffer). War in 4 Begegnungen im Pokal der Landesmeister dabei, hatte 12 Einsätze (2 Tore) im UEFA-und 2 im UI-Cup.
Im Juli 1989  für 4 Jahre beim 1.FC Köln unter Vertrag. Auch hier konnte er 1990 gleich die Vizemeisterschaft (wieder hinter München) feiern und verlor 1991 erst im Elfmeterschiessen das Pokalendspiel. Der Gegner war ausgerechnet sein alter Verein aus Bremen. 30 Tore in 126 Ligaspielen, 13 Einsätze (6 Tore) im Pokal und 16 Spiele mit 4 Treffern im  UEFA-Pokal. Im  Sommer 1993 wechselte er gemeinsam mit seinem Kölner Kollegen Pierre Littbarski in die  J. League nach Japan zu JEF United Ichihara Chiba. Machte in 1 1/2 Jahren 55 Spiele, in denen er 37 Tore erzielte.
Kam im Januar 1995 als Torschützenkönig der japanischen Liga zum HSV. Die Rückrunde war er noch Stammspieler. Doch in der neuen Saison saß er meist auf der Bank oder war gar nicht im Kader. Insgesamt enttäuschende 21 Partien mit 1 Tor und 5 Minuten im Pokal gegen Bielefeld. Schaffte nicht den Durchbruch und wurde Anfang 1996 für ein Jahr in die 2. japanische Liga zu Brummell Sendai (die sich später Vegalta  Sendai nannten) ausgeliehen. Hier traf er wieder auf Littbarski. 28 Einsätze mit sehenswerten 20 Treffern in der Japan Football League.
 Nach einem Intermezzo beim Rotenburger SV in der Oberliga Niedersachsen/Bremen von Anfang bis Juni 1997 für zwei Jahre zum Zweitligaabsteiger VfB Oldenburg. 60 Spiele in der Regionalliga mit 20 Toren und 1 Partie im Pokal. Nach dem FSV Ottersberg (1999-2001) stieg er anschließend mit dem Bezirksligisten VSK Osterholz-Scharmbeck (2001-2005) jedes Jahr eine Liga höher. Beendete als Standby-Spieler im August 2005 bei den Amateuren von Werder Bremen die Karriere.
Der zweifache Nationalspieler (bei einer Südamerikatour gegen Argentinien und Brasilien) war seit diesem Zeitpunkt "Chefscout Nachwuchs" bei Werder Bremen. Im März 2007 gab es ein überraschendes Comeback in der Regionalliga: er schloss sich für 8 Wochen erneut der Reserve von Bremen an. Ab dann Leiter der Scouting-Abteilung.
Bekannt wurde er durch einen anderen Vorfall. Um nach der zweiten gelben Karte, die er im Halbfinale des DFB-Pokals im Mai 1991 gegen Duisburg erhielt, nicht für das Endspiel gesperrt zu werden, provozierte er einen Platzverweis durch die gelbrote Karte (wegen Ballwegschlagen). Sein damaliger Kölner Trainer Erich Rutemöller forderte ihn dazu mit den Worten "Mach et, Otze" auf. Er wäre dadurch nur für das nächste Spiel in der Bundesliga gesperrt gewesen und wäre im DFB-Endspiel wieder dabei gewesen. Der DFB sperrte ihn aber trotzdem. Nachdem er im Mai 1988 in einem BL-Spiel gegen Köln ein Handspiel im Strafraum zugegeben hatte, erhielt er von der Fifa den Fairplay-Preis.
Brachte Kindern in der "Fußballschule am Meer" in Butjadingen (mit Günther Hermann, Dieter Zembski u. a.) oder der eingestellten "Rudi Völler Fußballschule, Cala Millor" seinen Sport bei. Seine Söhne Marco und Niklas jagten ebenfalls in der Bremer Region  dem Leder hinterher, u. a. beim  FC Oberneuland

BL-Saison Spiele Tore
1994/1995
1995/1996
15
6
0
1
DFB-Pokal Spiele Tore
1995/1996 1 0

 

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Elard Ostermann (15.10.1968)

Die Stammvereine des Hamburgers waren der Horner TV und der HT 16 Hamburg. Mit dem TuS Hoisdorf besiegte er im DFB-Pokal zunächst RW Oberhausen (1 Tor) und spielte dann gegen Bayern München (0:4). In der Oberliga erzielte er 14 Treffer in 34 Partien. Anschließend brachte er es zwischen 1989 und 1991 beim VfL Bochum auf 27 Einsätze und 1 Tor in der Bundesliga und 3 Begegnungen im Pokal. In der erfolgreichen Relegation gegen den 1. FC Saarbrücken war Elard im Rückspiel dabei.
1991 kurzes Gastspiel beim VfB Lübeck und vom  November 1992 bis April 1993 beim VfL 93 Hamburg in der Oberliga Nord (zu der Zeit die 3. Liga). 15 Spiele und 3 Tore. In der Saison 1993/1994 bei ASV Bergedorf 85. 13 Einsätze in der Verbandsliga. Ab 1994 1 1/2 Jahre beim SV Lurup unter Trainer Willi Reimann. 36 Regionalligapartien mit 12 Treffern.
 Wurde Anfang 1996 vom HSV verpflichtet. Bestritt sein erstes Spiel beim 2:1 gegen den FC Bayern. Es blieb bei 9 Kurzeinsätzen bei den Profis und 3 bei den Amateuren. Schon im Sommer erneuter Wechsel zum in der Regionalliga dümpelten Hannover 96. Das Engagement war aber auch von kurzer Dauer. Nach nur 6 Spielen mit 1 Tor und 1 Partie im Pokal wurde er dort zwischendurch suspendiert. Deshalb im November 1997 wieder zum SV Lurup (20 Spiele, 6 Tore). Am Saisonende stand der Abstieg.
1997 Wechsel zum Oberligisten Lüneburger SK, mit dem er sogleich in die Regionalliga aufstieg. Aber hier nur noch 5 Einsätze. Denn im August 1998 ging er wieder zum HSV zurück, diesmal zu den Amateuren in die Regionalliga (18 Spiele, 1 Tor). Von 1999 bis 2000 bei SC Norderstedt (31 Spiele, 9 Tore in der Regionalliga und 1 Partie im Pokal. Der Verein musste in die Oberliga Hamburg, da durch die Fusion der Regionalligen Nord mit West/Südwest nur die ersten 6 Mannschaften drin blieben.
 Deshalb verließ Elard die Norderstedter in Richtung Vorwärts/Wacker Billstedt (32 Tore in 89 Einsätzen in der Oberliga), wo er es diesmal dreieinhalb Jahre bis Januar 2004 aushielt. Seit März 2003 agierte er auch zusätzlich als Trainer. Als der Verein im Chaos versank und er wegen Kritik an der Vorstandschaft gefeuert wurde, hängte er nach einem halben Jahr bei FC St. Georg-Horn im Sommer 2004 die Schuhe an den Nagel.
Begann im Dezember 2004 beim Lüneburger SK als Trainer und Sportlicher Leiter. Als Tabellenzweiter der Niedersachsenliga Ost verpasste er 2 mal nur knapp den Aufstieg in die Oberliga. Beendete im Mai 2007 vorerst sein Engagement . Seit Jahresbeginn 2008 in der Schleswig-Holstein-Liga beim NTSV Strand 08 am Timmendorfer Strand, wo ihm sofort der Sprung in die neue Schleswig-Holstein-Liga gelang. Dort aber im November des gleichen Jahres nach einer katastrophalen Hinrunde wieder entlassen.
 Im Sommer 2010 zum FC Schönberg 95 östlich von Lübeck in die Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern  (Sportlicher Leiter war Sven Witfort). Trennung dort im August 2011. Im Juli 2012 kehrte er nach 5 Jahren zu seiner "alten Liebe" Lüneburger SK (die sich jetzt LSK Hansa nannten) zurück. Neben dem Trainerposten übernahm er auch den des Sportlichen Leiters. 2014 Aufstieg in die Regionalliga Nord. Im Januar 2016 verkündete er seinen Rückzug zum Saisonende. Machte dann aber doch weiter. Seit April 2016 wurde er auch noch Sport-Vorstand.
Überraschenderweise wurde im Juni 2017 die Zusammenarbeit beendet.
Trainierte mit den "Ballstrategen" aus Uetersen Jugendliche in Norddeutschland. Gibt jungen Talenten in der "Fußballferienschule" in Grömitz Anschauungsunterricht, gemeinsam mit Thomas Vogel. Betrieb in Grömitz an der Ostsee zusammen mit seiner Frau das Lokal "Pier 54", das sich auch "Bar für jedermann" nennt,

BL-Saison Spiele Tore
1995/1996 9 0

 

 

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Matthias Ostrzolek (05.06.1990)

Seit März 2014 war der HSV hinter dem blonden Linksverteidiger her, im August klappte es nach etlichem Hin und Her mit der Verpflichtung. Die Eltern von Matthias stammen aus Schlesien in Polen, weshalb er neben der deutschen auch die polnische Staatsangehörigkeit besitzt. Er wuchs aber im Bochumer Stadtteil Langendreer und in  Lütgendortmund auf. 1996 begann er beim Bochumer Vorortverein Werner SV, aber schon ein Jahr später wechselte er in die Jugendabteilung des VfL Bochum. Hier durchlief er sämtliche Jugendabteilungen und bekam 2009 seinen ersten Vertrag bei den Amateuren. In 2 Jahren 37 Partien und 1 Treffer in der Regionalliga.
Durch seine hervorragenden Leistungen hier wurde Trainer Friedhelm Funkel auf ihn aufmerksam und holte ihn im Januar 2011 ins eben im Sommer abgestiegene Zweitligateam. Jetzt legte er auch sein Studium der Wirtschaftswissenschaften auf Eis, um sich seiner Profikarriere zu widmen. Kämpfte 2001 erfolglos gegen Mönchengladbach in der Relegation um den Aufstieg. Wurde in der 2. Bundesliga 33 mal und im Pokal 1 mal eingesetzt.
Nachdem er zunächst für die polnische U17 gespielt hatte, wechselte "Matze" dann aber für die U21 ins deutsche Nationalteam. Kam hier bis 2013 auf 8 Einsätze.
Nach der überzeugenden Leistung in Bochum war es ein konsequenter Schritt, dass er in der Winterpause 2011/2012 zum im Sommer aufgestiegenen FC Augsburg in die 1. Bundesliga wechselte. Auch in Augsburg war er eine der Stützen, die zum erfolgreichen Abschneiden beitrugen. 70 mal stand er in den 2 1/2 Jahren in der Elf der Schwaben und 4 mal im Pokal. Er weckte die Begehrlichkeit anderer Vereine.
Dietmar Beiersdorfer erhielt den Zuschlag und schwärmte: "Wir haben uns seit Beginn meiner Amtszeit um ihn bemüht. Matthias verbindet ein effektives Verteidigungsspiel mit gefährlichen Offensivläufen." In seinen beiden ersten Saisons wechselten Licht und Schatten, er wirkte teilweise zu bemüht und verkrampft. Verlor zeitweise seinen Stammplatz. Es war noch Luft nach oben. Absolvierte im Mai 2014 gegen den KSC zum zweiten Mal eine erfolgreiche Qualifikation.
Nach der Verpflichtung von Douglas Santos musste er zunächst auf die Ersatzbank. Doch dann wurden seine Qualitäten im defensiven Mittelfeld entdeckt. Gegen Darmstadt 98 gelang ihm im Dezember 2016 sein erster Treffer in der Bundesliga. In der Rückrunde wechselten sich bei ihm Licht und Schatten immer wieder ab. Erkämpfte sich trotzdem seinen Stammplatz zurück. B´neben den beiden Relegationspartien kam er auf 91 Bundesliga- und 4 Pokaleinsätze.
Da die Verantwortlichen nicht vollständig von ihm überzeugt waren, ließen sie ihn im  Sommer 2017 zum Aufsteiger Hannover 96 ziehen.
Privat ist Ostrzolek bei Show Racism the Red Card im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung engagiert.

BL-Saison Spiele Tore
2014/2015
2015-Rel
2015/2016
2016/2017
25
2
32
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0
0
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DFB-Pokal Spiele Tore
2015/2016
2016/2017
1
3
0
0

 

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Patrick Owomoyela (05.11.1979)

Sein vollständiger blumiger Name Patrick Olaiya Olukayode Owomoyela ist für viele ein Zungenbrecher. Eigentlich wollte Patrick Basketball-Profi werden. Fußball wollte der gelernte Gas- und Wasserinstallateur nur "just for fun" spielen und sich damit ein Taschengeld verdienen. Mit 16 spielte er noch Basketball beim Regionalligisten ETV Hamburg. Doch es kam für den waschechten Hamburger (sein Vater  ist Nigerianer, seine Mutter eine Hamburger Deern) anders.
Als kleiner Knabe begann er 1984 zuerst als Torwart bei Grün-Weiß Eimsbüttel und durchlief dann ab 1992 die Jugendabteilungen von
TSV Stellingen 88, bei denen er in der Saison 1997/1998 auch erstmals in der ersten Mannschaft auflief. 1998 ging er für drei Jahre zum Regionalligisten Lüneburger SK (75 Spiele und 7 Tore). Nach dem Abstieg 2001 für ein Jahr zum Zweitligaabsteiger VfL Osnabrück (33 Spiele und 1 Tor in der Regionalliga und 1 Einsatz im Pokal) und 2002 ein weiteres Jahr zum Ligakonkurrenten SC Paderborn (23 Spiele, 4 Tore).
Jetzt wurden die Proficlubs auf den Außenverteidiger aufmerksam und er unterschrieb 2003 bei der  Arminia Bielefeld in der zweiten Liga. Er absolvierte hier 33 Partien und erzielte 3 Tore. Gleich im ersten Jahr gelang der Aufstieg. In der Bundesliga kam er auf 30 Begegnungen, in denen er 5 Treffer erzielte. 5 Einsätze (1 Tor) kann er im Pokal aufweisen. Im Dezember 2004 wurde er zum "Fußballer des Monats" gewählt.
Patrick fiel auch Bundestrainer Jürgen Klinsmann auf, der ihn 2004 ins Nationalteam holte. "Owo" bestritt insgesamt 11 Spiele fürs deutsche A-Team. War auch beim Confederations-Cup 2005 im Kader, bei dem Deutschland den dritten Platz belegte, kam aber nicht zum Einsatz.
Im Sommer 2005 zu Werden Bremen. Anfangs unangefochten auf der rechten Außenbahn. In drei Jahren 50 Partien in der Liga und 5 im  Pokal. Wurde im Ligapokal beim Sieg gegen Bayern München eingesetzt. 2 mal Vizemeister 2006 und 2008,jeweils hinter München. 11 Spiele in Champions League nebst Quali und 8 im UEFA-Cup. Durch viele Verletzungen verlor er seinen Stammplatz und wurde deshalb auch für die WM 2006 nicht berücksichtigt. Für die zweite Mannschaft der Bremer wurde er ein mal in der Liga und ein mal im Pokal berücksichtigt.
Im Juli 2008 der Wechsel zu Borussia Dortmund, wo er seine erfolgreichsten Jahre erlebte. Feierte mit der Mannschaft zwei Meisterschaften (2011 und 2012), einen Pokalsieg (2012 gegen Bayern München und die Vizemeisterschaft 2013 hinter München. War 2010 mit acht Tor-Vorlagen der gefährlichste Außenverteidiger der Bundesliga. Doch auch hier warfen ihn Verletzungen zurück. Wegen einer Achillessehnenverletzung verlor er den Defensivpart an Piszczek. Die letzten beiden Jahre konnte er nur noch sporadisch eingesetzt werden.
2 Wadenmuskelrisse, ein Knöchelödem oder eine Hüftverletzung ließen nicht mehr Einsätze zu. So wurde im Sommer 2013 nach 76 Partien und 3 Toren sein Vertrag nicht verlängert. Im Pokal kam er auf 5 Partien und in der Europa League mit der Quali auf 3 Berufungen. Auch bei den Amateuren war er aktiv. Zuerst 6 mal in der Regionalliga und nach dem Aufstieg 2013 zwei mal in der Dritten Liga.
Er ging in seine Heimatstadt zurück und hielt sich mit Training bei der Reserve des HSV fit. Im Januar 2014 erhielt er einen Vertrag. Er war in erster Linie für die Regionalliga-Mannschaft vorgesehen, sollte aber auch für die Erstliga-Vertretung zur Verfügung stehen. Kam in der Regionalliga noch einmal zu 12 Spielen. Im Sommer wurde der Vertrag wieder aufgelöst, worauf er die Karriere endgültig beendete.
2006 erhielt er den Udo-Lindenberg-Preis für seinen Einsatz gegen Fremdenfeindlichkeit. Schon 1997 hatte Owomoyela bei der ZDF-Weihnachtsgala sein TV-Debüt als Sänger. Nebenbei noch seit Ende 2013 als Experte beim Fernsehsender "Sky" aktiv. Nach dem Profi-Ende rückte er bei "Sky" zum Moderator für die Europa League auf. War auch im Radioprogramm des WDR-Senders "1Live Elfer" zu hören.
In den Blickpunkt rückte er 2016 bei einem Prozess in München. Beim Oktoberfest 2015 hatte ihn ein Lkw-Fahrer als "Bimbo", "Scheissneger" und "Flüchtling" übel beschimpft. Darauf hatte eine Begleiterin von Patrick dem rechten Idioten ein Messer in den Bauch gestoßen, da dieser extrem aggressiv mit geballten Fäusten auf die beiden zugestürmt war.

BL-Saison Spiele Tore
2013/2014 0 0

 

 

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Arkoc Özcan (02.10.1939)

Eigentlich ist Özcan sein Vor- und Arkoc sein Nachname. Der Fehler entstand bei seinem Wechsel nach Wien. Er war gelernter Schriftsetzer und begann in seiner Heimat bei Uzunköprü, nahe an der griechischen Grenze. 1954 ging er 240 km östlich nach Istanbul, zunächst dort zu Vefa. Ab 1957 spielte er noch ein Jahr im Erwachsenbereich.  1958 holte ihn der "große" Fenerbahce. Gewann 1959 und 1961 die Meisterschaft in der Türkei. Durfte in6 Partien im Europapokal der Landesmeister mitwirken und hütete in der Liga 138 mal das Tor.
1962 Wechsel innerhalb der Stadt zu Besiktas Istanbul. 2 mal (1963 und 1964) Vizemeister. Stand 54 mal im Kasten. Als 9facher türkischer Nationaltorhüter ( plus weitere 19 für Jugend und B-Mannschaften) kam "Ötschi" 1964 zu Austria Wien, wo er 1967 österreichischer Pokalsieger wurde und in 113 Partien versuchte, das Tor in der Nationalliga sauber zu halten.
3 Jahre später zum HSV. Verdrängte Horst Schnoor aus dem Kasten. Er war der erste türkische Fußballprofi in Deutschland. Über Jahre eine feste Größe im HSV-Tor. Hatte tolle Reflexe und - was bei Torhütern ganz wichtig ist - keine Angst. Seine größten Erfolge waren 1968 das Endspiel im Europapokal der Pokalsieger gegen den AC Mailand und das Finale im DFB-Pokal 1974 gegen Eintracht Frankfurt. Auch den Gewinn des Ligapokals 1972 gegen Mönchengladbach kann er sich auf seine Fahne schreiben. Ötschi war bis 1973 unumstritten die Nummer eins. Doch dann wurde  er von Rudi Kargus abgelöst. Kam im HSV-Dress auf 159 Bundesligaspiele, 14 Spiele im DFB-Pokal und auf europäischer Bühne 9 Begegnungen im Europapokal der Pokalsieger und 19 Einsätze bei Messe-, Toto- und UEFA-Pokal . Ein Novum: er war der erste Spieler in der Bundesliga, der ausgewechselt wurde (am 19.08.1967 durch Erhard Schwerin).
Özcan wechselte nach erfolgreichen Besuch der Sporthochschule Köln ins Trainerfach, zuerst Amateur- und Assistenztrainer (in dieser Funktion gewann er im Mai 1977 an der Seite von Kuno Klötzer den Europapokal der Pokalsieger gegen Anderlecht) und von Ende Oktober 1977 bis Juni 1978 Chefcoach für den gefeuerten Rudi Gutendorf beim HSV. Verklagte seinen Vorgänger, nachdem dieser behauptet hatte, Arkoc habe bei der Vertragsunterzeichnung beim HSV gegen Bestimmungen des DFB verstoßen. Stand im Dezember 1977 als Chef im Finale des Europäischen Supercups gegen den FC Liverpool. Nach dem Saisonende wurde er von Branco Zebec abgelöst. Er war der erste türkische Chefcoach in der Bundesliga. Gewann bei der Umfrage einer türkischen Zeitung 1977 die Wahl zum "türkischen Sportler des Jahres in Europa."
Anschließend von Januar bis April 1979 bei Wormatia Worms, spielte lange um den Aufstieg in Liga eins mit. Von Juli bis November 1979 Holstein Kiel (auch 2. Liga), auch hier vorzeitige Entlassung. Dann längere Zeit in seiner türkischen Heimat unterwegs, unter anderem als Trainer für Kocelispor oder als Technischer Direktor für die Nationalelf. Wieder zurück in seiner Wahlheimat taucht er beim Hamburger Fünftligaklub TSV Hohenhorst auf, wo er im März 1987 entlassen wird. Wegen einem Hüftleiden, das ihn schon länger plagte, konnte er dann definitiv nicht weitermachen.
Lebt mit seiner Frau, einer ehemaligen Schauspielerin, in Norderstedt und fiebert weiterhin bei Heimspielen im Stadion mit. Bis zu seinem 71. Lebensjahr war er als selbständiger Kurierdienstfahrer in Hamburg tätig. Noch zu HSV-Zeiten eröffnete er 1971 in Niendorf die Gaststätte "Bei Özcan." Hier trafen sich die Spieler zum "Mannschaftsabend." Seit 1980 besitzt Özcan einen deutschen Pass und bezeichnet sich als "Deutscher mit türkischen Wurzeln." Ein viel kolportierter Ausspruch von ihm: "Volkert hat eine Leistungszerrung."

BL-Saison Spiele Tore
1967/1968
1968/1969
1969/1970
1970/1971
1971/1972
1972/1973
1973/1974
1974/1975
32
31
18
31
20
25
2
0
0
0
0
0
0
0
0
0
DFB-Pokal Spiele Tore
1967/1968
1968/1969
1969/1970
1970/1971
1971/1972
1972/1973
1
3
2
3
3
2
0
0
0
0
0
0
Europa Spiele Tore
1967/1968-po
1968/1969-to
1968/1969-me
1970/1971-to
1970/1971-me
1971/1972-ue
9
5
5
4
3
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0
0
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0
0
0
 
Liga-Pokal Spiele Tore
1972/1973-li 6 0

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