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Ta - Vz
Wa - Wz
Xa - Zz

Alle Bundesligaspieler des HSV seit 1963

Pa - Pz

Andrej Panadic (09.03.1969)

3facher jugoslawischer Nationalspieler, auch im WM-Aufgebot 1990. Der kroatische Manndecker begann in Zagreb bei einem Verein, der damals alle paar Jahre den Namen änderte. 1988, beim Eintritt von Andrej in den Herrenbereich, nannte sich der Club Dinamo Zagreb, das 1991 in den ursprünglichen Namen HAŠK-Građanski umbenannt wurde und ab 1993 unter dem Namen Croatia Zagreb firmierte. In den 6 Jahren war er in 148 Begegnungen in der kroatischen Prva HNL dabei und erzielte hierbei 14 Tore. Im Europapokal der Landesmeister hatte er 4 und im UEFA-Pokal 5 Einsätze. Wurde Meister und Pokalsieger.
1994 Wechsel nach Deutschland zum Zweitligisten Chemnitzer FC. Nach 65 Spielen mit 5 Treffern und 5 Partien im Pokal erfolgte im Sommer 2006 der Abstieg in die Regionalliga. Deshalb zum Ligakonkurrenten KFC Uerdingen 05, ebenfalls in der zweiten Liga. Blieb hier bis Ende 1997 und erreichte Ligaeinsätze (3 Tore) und 3 Begegnungen im Pokal.
Unterschrieb im Januar 1998 beim HSV. Bildete hier mit Hoogma, Hertzsch, Gravesen u. a. einen soliden Deckungsverbund. "Pana" war ein sehr robuster, zweikampfstarker und insbesondere kopfballstarker Abwehrspieler, ein wahres "Abwehrbollwerk." Erster Bundesliga-Einsatz beim 0:3 bei Bayern München. Erzielte wichtige Tore. Erreichte 2002 durch den dritten Platz die Teilnahme in der Champions League, war auch beim historischen 4:4 gegen Juventus Turin im September 2000 dabei. Machte für die Hanseaten 101 Partien in der Bundesliga mit 5 Toren, 5 mal war er im Pokal dabei und mal im Liga-Cup. Zu den 8 Spielen in der Champions League (1 Tor) kommen noch 6 Begegnungen in UI- und UEFA-Pokal.
 Im März 2002 wechselte er nach Österreich zu Sturm Graz. Schaffte hier nach 14 Spielen in der Nationalliga (1 Treffer) am Ende 3 Vizetitel. Wurde Vizemeister und stand jeweils in den Finals gegen Grazer AK im Pokal und im Supercup. Im ÖFB-Pokal hatte er 3 Einsätze. Nur vier Monate später im Juli 2002 nach Japan zu Nagoya Gampus. Absolvierte hier die letzten 51 Matches seiner Laufbahn und erzielte die letzten 3 Tore. Der gelernter Landvermesser beendete dort im Dezember 2003 seine Karriere. 
Er baute dann eine eigene Trainer-Akademie in Kroatien auf, war bei Trainingslagern von Arsenal London und erweiterte sein Wissen bei Trainingseinheiten von Bayern München und dem HSV. Im Sommer 2008 wechselte er in Österreich beim LASK Linz erstmals auf die Trainerbank. Wurde jedoch schon im Oktober wieder abgesetzt. War dann bei den Linzern noch zwei Monate als "Techniktrainer" beschäftigt.
Von März 2012 bis Juni 2013 war er in den Arabischen Emiraten bei Al Wahda FC Abu Dhabi Co-Trainer von zuerst Josef Hickersberger und dann Branko Ivankovic. Diesem folgte er 2013 als Assistent zuerst nach Zagreb, die sich jetzt GNK Dinamo nannten. Dort 2014 und 2015 Meister und 2015 zusätzlich Pokalsieger. Mit Ivankovic kurzzeitig zu Persepolis Teheran. Im Januar 2016 wurde er nach über 7 Jahren zum ersten Mal Cheftrainer bei einem Verein in seiner kroatischen Heimat bei NK Istra 1961. Schaffte im Sommer in der Relegation den Verbleib in der ersten kroatischen Liga (1. HNL). Trat trotzdem anschließend wegen der fehlenden Professionalität zurück. Arbeitete dann als Chefscout für die Auswahl Kroatiens.
Sein Sohn Mateo war Ende 2014 bei seinem ersten Verein in Deutschland den Chemnitzer FC im Gespräch. Im Sommer 2015 ging er dann für 1 Jahr zur zweiten Mannschaft von Schalke 04.

BL-Saison Spiele Tore
1997/1998
1998/1999
1999/2000
2000/2001
2001/2002
13
26
29
24
9
2
2
1
0
0
DFB-Pokal Spiele Tore
1998/1999
1999/2000
2000/2001
2001/2002
2
1
1
1
0
0
0
0
Europa Spiele Tore
1999/2000-ui
2000/2001-cl
2000/2001-ue
4
8
2
1
1
0
 
Liga-Pokal Spiele Tore
2000/2001-li 1 0

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Kyriakos Papadopoulos (23.02.1992)

Mit 15 Jahren und 9 Monaten war der bullige Grieche von Olympiakos Piräus der jüngste Erstligaspieler in seinem Heimatland. Bei seinem ersten Jugendverein Svoronos Katerinis agierte er noch als Stürmer und wurde dann bei Olympiakos, zu dneen er 2007 wechselte zum Verteidiger umgeschult. Mit Piräus gewann er 2008 und 2009 die Kypello Elladas, den griechischen Pokal. Hier wurde er 4 mal eingesetzt. Insgesamt 12 mal spielte er in der Super League, zu 2 Begegnungen kam er in der Champions League Quali.
Im Sommer 2010 lotste ihn Manager Heldt zu Schalke 04. Gleich in seiner ersten Saison in Gelsenkirchen gewann der sowohl den DFB-Pokal (gegen den MSV Duisburg) als auch den DFL-Supercup (gegen den Ruhrrivalen aus Dortmund). Im nächsten Jahr war der Stammspieler auf Schalke. Spielte gemeinsam mit Lewis Holtby. Es war schier kein Vorbeikommen an ihm. Äußerst zweikampfstark, athletisch und trotz seiner Jugend sehr abgeklärt und mit grimmigen Blick kaufte er den gegnerischen Stürmern den Schneid ab. Halb Europa (u. a. der FC Liverpool und Zenit St. Petersburg) jagte ihn. 
Doch dann begann seine nicht endende Verletzungsmisere. Wegen dreier Knie-OP's fiel er ab Herbst 2012 fast ein komplettes Jahr aus. Kaum genesen, ging es mit Blessuren wie Innenbandverletzung, erneuter Kniebeschwerden und einer Schulterverletzung weiter. Kam er in den ersten beiden Saisons noch auf 47 Partien und 2 Tore, so waren es in den beiden nächsten Jahre verletzungsbedingt lediglich 14 Spiele mit 1 Treffer. Im Pokal wurde er insgesam 10 mal eingesetzt (2 Tore) und im Supercup 1 mal. In der Champions League war er (u. a. gegen Olympiakos Piräus) 12 mal dabei und in der Europe League verteidigte er 13 mal, wobei ihm 2 Treffer gelangen. 2mal war er für die Zweite in der Regionalliga aktiv.
Um Spielpraxis sammeln zu können, wurde die Abwehrkante Ende August 2014 für ein Jahr an Bayer 04 Leverkusen ausgeliehen, die ihn dann in der nächsten Saison fest verpflichteten. Aber auch hier konnte er wegen zahlloser Verletzungen selten seine Klasse zeigen. Allein wegen diverser Schulterverletzungen (u. a.  kugelte er sichdie Schulter aus) fehlte er zusammen 189 Tage. Hinzu gesellten sich muskuläre Probleme, eine Kapselverletzung oder ein Sehnenanriss. Wenn er aber fit war, überzeugte er durch seinen schnellen Antritt und sein Stellungsspiel. Er brachte es auf 11 Auftritte (2 Tore) in der Champions und 4 in der Europa League. In der Bundesliga hatte Kyriakos 30 Berufungen (2 Treffer) und im Pokal wurde er 6 mal eingesetzt (1 Tor).
Am letzten Tag der Transferperiode verlieh ihn der Werksclub im August 2016 an den Emporkömmling RB Leipzig. Doch auch hier bleib ihm das Verletzungspech treu. Wegen anhaltender Knieproblemen musste er sich erneut einer Knie-Op unterziehen. deshalb kam er in der ganzen Vorrunde lediglich zu einem einzigen 27minüten Einsatz gegen Mönchengladbach. In den vergangenen vier Jahren war er fast 800 Tage lang verletzt.
Der HSV suchte nach Mavraj händeringend nach einer weiteren Verstärkung für die Defensive, auch weil die Abgänge Cleber und Spahic kompensiert werden sollten. "Papa" konnte schließlich als Leihe gewonnen werden. Er selbst wollte unbedingt zum HSV, auch wegen Trainer Gisdol. Sie kannten sich von Schalke und Gisdol wollte ihn schon zu Hoffenheimer Zeit verpflichten. Papadopoulos bestätigte: "Er ist der Hauptgrund dafür, dass ich hier bin. Er ist mein Trainer, nicht mein bester Freund." Er war die erste Verpflichtung des neuen Sportchefs Jens Todt. Der pries die Vorzüge des Griechen: "Papa ist bekannt dafür, dass er über die Physis kommt und durch die Wand geht" und "Er kann auch auf der Sechs spielen".
Begann gegen seine beiden ex-Vereine Leipzig und Leverkusen furios, war bester Mann auf dem Platz. Gegen beide Teams gelang ihm  jeweils 1 Kopfballtreffer. Auch in der Folgezeit der "Turm in der Schlacht", war die "Lebensversicherung für den Klassenerhalt. Für 6,5 Millionen Ablöse wurde er dann im Sommer fest verpflichtet.
Mit der griechischen U19 war er EM-Teilnehmer 2008, machte in diesem Jahrgang 15 Länderspiele (1 Tor), bei der folgenden U21 hatte er ebenfalls 15 Einsätze und erzielte 2 Treffer. 2011 spielte er erstmals auch in der A-Nationalelf seines Landes und war auch bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine dabei. Auch hier, wenn er mal gesund war, wichtiger Akteur in der Defensive. Bis August 2017 brachte er es auf 26 Spiele, in denen er 4 mal traf.

BL-Saison Spiele Tore
2016/2017
2017/2018
15
3
2
0
DFB-Pokal Spiele Tore
2016/2017
2017/2018
1
1
0
0

 

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Bernd Pape (03.11.1957 - +13.08.2001)

Der jahrelange Kapitän der HSV-Amateure wurde vor der Saison 1977/1978 in sechs Spielen der Inter-Toto-Runde eingesetzt (Slavia Sofia, Malmö FF, Grasshoppers Zürich). Stand auch dann noch öfters, vor allem im Herbst 1983, im Kader bei den Profis. Der Libero blieb aber immer sogenannter "Verbandsligaspieler." Bis 1987 stand er bei den Amateuren unter Vertrag. Dann folgte er seinem Ex-Trainer Erwin Piechowiak zum Glashütter SV, wo er im Juni 1991 seine Karriere ausklingen ließ:
 In den 90er Jahren trainierte er lange Zeit den Landesligisten TuRa Harksheide. Im Juni 1999 warf er dort das Handtuch. Am 13. August 2001 verstarb Bernd Pape nach langer und schwerer Krankheit im Alter von nur 43 Jahren.

Europa Spiele Tore
1977/1978-to 6 0

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Juhani Peltonen (16.06.1936)

Vollständiger Name: Voitto Matti Juhani Peltonen. Die älteren HSVler erinnern sich noch genau: Juhani Peltonen von Haka Valkeakoski war der erste Finne, der in der deutschen Profiklasse sein Geld verdiente. Zwischen 1964 und 1966 kam "Jussi" in 38 Spielen zum Einsatz und erzielte dabei sechs Treffer. Aber über eines war man sich später einig: Der ganz große "Knaller" wurde der Angreifer beim HSV nicht! Hatte auch, vielleicht auch wegen des fehlenden Sprachverständnisses, kaum Kontakt zu seinen Mitspielern.
Ging dann zu seinem Heimatverein Haka Valkeakoski zurück. In Finnland 3maliger "Fußballer des Jahres", Zwischen 1955 und 1970 68facher Nationalspieler (11 Tore). Mit Valkeakoski zweimal finnischer Meister (1960 und 1962), 5mal Pokalsieger und 4mal "Finnischer Spieler des Jahres." Für diesen Verein lief er insgesamt 304 mal auf und schoss 109 Tore.
Nach seiner Profi-Karriere machte sich der "Schneehase" (wegen seiner blonden Haare) einen Namen als Kunstmaler. Bis zu seiner Pensionierung arbeitete er als Repräsentant einer Finnischen Papierfabrik. Peltonen war auch noch finnischer Eishockeynationalspieler. Im November 2012 fragte er per Postkarte (!) beim HSV nach, ob ihm wegen seiner zweijährigen Tätigkeit am Rothenbaum eine Rente zustehe. (Die Frage wurde negativ beschieden). Er bot dem HSV dafür eins seiner Bilder an.

BL-Saison Spiele Tore
1964/1965
1965/1966
17
21
2
4
DFB-Pokal Spiele Tore
1964/1965 2 0

 

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Mladen Petric (01.01.1981)

Mladen wurde in Dubrave im heutigen Bosnien-Herzegowina geboren und kam mit 2 Jahren in die Schweiz. Er besitzt sowohl die Schweizer wie auch die kroatische Staatsbürgerschaft, hat sich aber entschlossen, in der Nationalelf für Kroatien zu spielen. Aufgewachsen ist er beim FC Neuenhof (1988), spielte dann ab 1996 beim FC Baden, wo er das letzte Jahr im Herrenbereich 22 Spiele mit 4 Treffern absolvierte. Zur Saison 1999/2000 wechselte er zu Grasshoppers Zürich, wurde hier 2001 und 2003 Schweizer Meister. Stand 2002 und 2004 im Pokalfinale. 113 Partien und 31 Tore in der Nationalliga, 4 Einsätze (2 Tore) im Schweizer Pokal sowie 15 Begegnungen mit 3 Treffern in UEFA-Cup samt Qualifikation.
Die Meisterschaft gewann er 2005 auch mit dem FC Basel, für den er seit der Saison 2004/2005 spielte. 2007 gewann er mit diesem Verein auch den Schweizer Pokal gegen den FC Luzern. In diesem Jahr wurde er in der Schweiz Torschützenkönig (19 Tore) und Fußballer des Jahres. Gewann 2006 den "Uhren-Cup" (ist ein internationales Turnier in der Schweiz). In der obersten Liga, die sich seit 2003 Axpo Super League nannte, bekam er 72 Einsätze, in denen er 39 mal traf. Im Pokal war er 11 mal dabei (4 Tore). 3 Partien in der Champions League-Quali sowie 24 Begegnungen mit 6 Toren im UEFA-Cup (samt Quali) stehen auf seinem Konto.
Da das Talent dieses "echten Straßenfußballers" und exzellenten Technikers auch in der Bundesliga nicht verborgen blieb, unterschrieb er im Sommer 2007 bei Borussia Dortmund. Obwohl er hier gleich das DFB-Pokal-Finale gegen Bayern München erreichte (und den Ausgleich erzielte), wurde er doch nicht so richtig glücklich. Erzielte 13 Tore in 29 Spielen. 5 mal netzte er in 7 Begegnungen im Pokal ein. Da in Hamburg auch Zidan nicht richtig Fuß fasste, fand im August 2008 ein spektakulärer Tausch zwischen den beiden Spielern statt, Hamburg musste an Dortmund zusätzlich 4,5 Millionen Euro überweisen.
Und hier zeigte er rasch, dass er sein Geld wert ist. mit seinem kroatischen Landsmann Ivica Olic bildete "Mr. Europacup" ein ungemein torgefährliches Angriffs-Duo. Seine feine Ballbehandlung und Schusstechnik waren eine Augenweide. Er war ein sehr entschlossener Stürmer mit "eingebauter Torgarantie" und ging keinem Zweikampf aus dem Weg. Er war mit ein Garant dafür, dass der HSV in der Saison 2008/2009 lange Zeit in drei Wettbewerben vertreten war und am Ende fünfter wurde. War auch in den dramatischen Spielen gegen Werder Bremen dabei, als der HSV gegen innerhalb von 3 Wochen Champions League und den Einzug in die Finals in Pokal und UEFA-Cup verpasste.
Auch in der neuen Saison startete er glänzend. Doch am 8. Spieltag am 04.10.2009 zog er sich beim Spiel in Berlin einen Riss der Führung der sogenannten Peroneussehne zu und fiel zwei Monate aus und konnte erst am Schluss der Hinrunde wieder langsam an die Mannschaft herangeführt werden. Im Halbfinale der Europa League schied man gegen den FC Fulham aus, das Finale hätte im Volksparkstadion stattgefunden.
War immer wieder mal für spektakuläre und artistische Tore gut. Auch im nächsten Jahr immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen. DER Torgarant In der Saison 2010/2011. Ohne seine 11 wichtigen Tore wäre der HSV wohl noch weiter hinten gelandet. Wurde auch in der Hinrunde 2011/2012 schmerzlich vermisst, als er im Abstiegskampf wegen einer Fußprellung und eines Muskelfaserrisses einige Wochen ausfiel. In der Rückrunde hatte er ungewohnte Ladehemmung. Entwickelte sich trotzdem zum Liebling der Fans, vor allem sein Torjubel (der mit Amors Pfeil) bleibt unvergessen. 
Da der HSV einen personellen Umbruch startete und Mladen zu den Spitzenverdienern gehörte, wurde ihm im Sommer 2012 schweren Herzens nach 65 Toren in 139 Pflichtspielen kein neuer Vertrag angeboten. Die setzen sich zusammen aus 99 Spielen und 38 Toren in der Bundesliga, 8 Treffer in 10 Pokalbegegnungen, 12 Einsätze (5 Tore) im UEFA-Cup und 15 Partien (10 Tore) in der Europa League. Bei der Verabschiedung gab es sehr viel Tränen. Er meinte dann auch, dass ihm Hamburg zur zweiten Heimat geworden sei und er sich hier sehr wohl gefühlt habe. Er würde aber wieder zurück nach Zürich gehen.
Zuerst jedoch verschlug es ihn auf die Insel zum FC Fulham, wo er wieder auf seinen alten Trainer Martin Jol traf. In der Premier League in 23 Spielen 5 Tore, meist als Einwechselspieler und 1 Partie im FA-Cup. Kurz wurde im Sommer 2013 über eine Rückkehr zum HSV spekuliert, Mladen unterschrieb im September aber dann doch bei West Ham United. Aber schon nach 4 Monaten und nur enttäuschenden drei Kurzeinsätzen in der Premier League war das Gastspiel beendet.
Um sich die Chancen auf die WM-Teilnahme zu erhalten (was sich aber nicht erfüllte), schloss er sich im Januar 2014 dem griechischen Erstligisten Panathinaikos Athen an. Ein nachvollziehbarer Entschluss, da seine Frau Griechin ist. Sein Sturmpartner hieß Marcus Berg. Wurde sogleich griechischer Pokalsieger gegen PAOK Saloniki und das Jahr darauf Vizemeister. Erlebte hier seinen "dritten Frühling." Die beiden schossen (wie die "mopo" schrieb) die Konkurrenz in Grund und Boden." 12 Treffer gelangen ihm in 58 Partien der Super League. Im Pokal gelang ihm 1 Tor in 10 Begegnungen. 1 mal netzte er auch in 8 Spielen der Europa League ein und 3 mal wurde er in der Champions League-Quali berücksichtigt.
Doch im Sommer 2016 beschloss er, seine Laufbahn zu beenden, obwohl in Athen noch gerne gehalten hätte. Im Rückblick auf seine Karriere meinte er: "Überall konnte ich die Zeit genießen. In den Städten gab es immer eine hohe Lebensqualität. Mein Herz habe ich aber in Hamburg gelassen."
Nachdem er zunächst in den Nachwuchsteams der Schweizer Nationalelf spielte (u. a. 1 U21-Begegnung gegen die Türkei) auflief, entschied er sich dann aber für Kroatien. Er war für die kroatische U-21 Auswahl 7 mal aktiv und nahm an der U-21-Europameisterschaft 2004 in Deutschland teil. Sein erstes Länderspiel für die kroatische Nationalmannschaft bestritt er im November 2001. Trotzdem lief es in der Nationalelf zuerst sehr zäh. Aber seit 2006 auch hier nicht mehr wegzudenken.
In Kroatien wurde er auch gefeiert, weil er das entscheidende 3:2 gegen England schoss, wodurch Kroatien bei der EM 2006 dabei war und das englische Team nicht. Obwohl im Turnier dann Deutschland bezwungen wurde, schieden die Kroaten im Viertelfinals aus. Mladen erzielte hier 7 Treffer. Auch bei der Qualifikation zur WM 2010 war er dabei, konnte sich jedoch mit seiner Mannschaft nicht durchsetzen, scheiterte diesmal an England. Bis zu seinem Abschied im März 2013 erzielte er 13 Tore in 45 Begegnungen.
Engagiert sich auch für World Vision Deutschland, eine evangelische Hilfsorganisation, die unter anderem Kinderpatenschaften übernimmt.

BL-Saison Spiele Tore
2008/2009
2009/2010
2010/2011
2011/2012
25
26
22
26
12
8
11
7
DFB-Pokal Spiele Tore
2008/2009
2009/2010
2010/2011
2011/2012
4
2
2
2
3
2
2
1
Europa Spiele Tore
2008/2009-ue
2009/2010-el
12
15
5
10

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Erwin Piechowiak (15.11.1936)

Der Verteidiger aus Georgswerder wuchs bei Einigkeit Wilhelmsburg auf, spielte bei Vorwärts 93-Ost Hamburg und wechselte 1957 an den Rothenbaum. Einer der Großen im HSV-Trikot. 4 Tore und 101 Spiele in der Oberliga und 10 Partien in den Endrunden zur Deutschen Meisterschaft. Wurde mit dem HSV von 1958-1963 durchgehend Norddeutscher Meister und 1958 Deutscher Vizemeister gegen Schalke 04. Erwin stand in jener Mannschaft, die 1960 die Deutsche Meisterschaft (3:2 gegen den 1. FC Köln) nach Hamburg holte und 1963 gegen Dortmund DFB-Pokalsieger wurde.
War auch 1963 beim legendären 3:2 gegen Barcelona dabei. "Piecho" hatte das Pech, ein paar Jahre zu früh geboren zu sein. In der Bundesliga kam er zwischen 1963 und 1966 lediglich 36 Mal zum Einsatz. Dabei erzielte "Mister Zuverlässig" 2 Tore.
Anschließend noch 3 Jahre bis 1969 in der damals zweitklassigen Regionalliga Nord bei Sperber Hamburg (ab 1967 gemeinsam mit Horst Dehn und Peter Wulf). Das letzte Jahr davon gleichzeitig Spielertrainer bei seinem alten Verein Einigkeit Wilhelmsburg. Übernahm dann den Trainerposten bei Sperber. Blieb bis 1972. Trainierte anschließend TuRa Harksheide 10 Jahre lang. Dann 4 Jahre von 1982 bis 1986 wieder zurück beim HSV bei den Amateuren. Wiederum 10 Jahre hatte er beim Glashütter SV in der Verbandsliga das Zepter in der Hand. Er zeigte bei seinen Trainerstationen große Konstanz!. 
Seinen Zweitberuf bei der Firma Pleuger Pumpen (zuständig für die Herstellung von Unterwasserpumpen) konnte er nach Einführung der Bundesliga nicht mehr ausführen, war dann im Fuhrpark bei der Holsten Brauerei beschäftigt und nachher Angestellter in Uwe Seelers Großhandel (führte in Norderstedt dessen Auslieferungslager). Vorstandsmitglied bei TuRa Harksheide (Norderstedt). Im Jahr 2000 sprang er hier auch kurzzeitig als Interims-Coach ein.
Im November 2006 kamen zu seinem 70. Geburtstag viele alte Weggefährten und lobten seine "offene, ehrliche und humorvolle Art." Ein Jahr später erhielt der gelernte Maschinenschlosser wegen 50jähriger Mitgliedschaft beim HSV die Ehrennadel. Bis weit über 70 Jahre war er Mitglied der HSV-Altliga-Elf und kickte auch bei den Alten Herren von Harksheide, bis ihn seine Krankheit (Dialysepatient) stoppte.
Sein früherer Trainer Martin Wilke schwärmte über ihn: "Ein eisenharter Verteidiger, der mit vollem Einsatz dabei war und sich auch öfter mal verletzt hat."
Rückblickend meinte Erwin: "Ich habe fast alles gespielt, mal Verteidiger, dann auch Stopper, war auch mal Halbstürmer und Rechtsaußen, sogar den Mittelstürmer hat man mir zugetraut. Immer wenn irgendeiner irgendwo fehlte, dann musste ich ran. Das habe ich mir selbst eingebrockt. Hätte ich nur eine Position gespielt, dann wäre ich vielleicht Stammspieler geworden."

BL-Saison Spiele Tore
1963/1964
1964/1965
1965/1966
12
8
16
1
0
1
DFB-Pokal Spiele Tore
1964/1965 2 0
Europa Spiele Tore
1963/1964-po 3 0

 

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Martin Pieckenhagen (15.11.71)

Mit Martin Pieckenhagen wechselte im Juli 2001 erneut ein früherer Schützling von Frank Pagelsdorf nach Hamburg. Der Ostberliner Torwart, der bei der BSG Medizin Berlin-Buch begann, stand dann ab 1980 zehn Jahre in den Jugendteams des 1.FC Union Berlin im Tor. Stieg 1990 in den Herrenbereich in der NOFV-Liga A. In der Zeit vom Sommer 1991 bis Sommer 1993 absolvierte er 43 Partien in der Oberliga Nordost Mitte für die '"Eisernen." 1992 wurde der Aufstieg zunächst verpasst. Dieser gelang dann ein Jahr später. Doch Union wurde wegen einer gefälschten Bankbürgschaft der Aufstieg in die Zweite Liga verweigert. In den beiden Relegationen machte Martin 7 Spiele.
Wechselte in der Saison 1993/1994 trotzdem in die zweiten Liga zu Tennis Borussia. War nur als Ersatz für Hillringhaus vorgesehen, deshalb nur 8 Einsätze. Die Mannschaft erreichte sensationell das Halbfinale im DFB-Pokal, scheiterte hier an RW Essen und stieg am Saisonende wieder ab. Auch bei seinem nächsten Verein, dem MSV Duisburg war er von 1994 bis 1996 nur "zweiter Mann", diesmal hinter Holger Gehrke. Im ersten Jahr in der Bundesliga kam er auf 4 Spiele. Es folgte der sofortige Abstieg. Blieb noch ein Jahr in Liga zwei. Bestritt hier auch nur 11 Partien.
Obwohl die "Zebras" postwenden wieder aufstiegen, unterzeichnete Pieckenhagen im Juli 1996 für 5 Jahre beim Ostseeclub Hansa Rockstock. Nur 2 Spiele im ersten Jahr, dann löste er Perry Bräutigam ab und war unumstrittener Stammtorhüter. Hatte erheblichen Anteil am Klassenerhalt der Ostseestädter. Machte hier insgesamt 110 BL-Spiele und wurde 6 mal im Pokal eingesetzt. Durch Platz 6 im Sommer 1998 qualifizierte sich das Team für den Intertoto-Cup, wo er 2 mal mitspielte.
Nach dem Wechsel 2001 zum HSV war "Piecke" aus dem Kasten des HSV nicht mehr wegzudenken, wurde einer der Publikumslieblinge. In der Saison 2003/2004 lange verletzt, war er in der folgenden Saison beim verkorksten Start lange Zeit der beständigste Spieler. Glänzte mit großer Übersicht und exzellenten Paraden. Rüttelte auch die Kollegen durch seine Interviews wach. Doch als er einige schwache Spiele ablieferte, musste er in dem schnelllebigen Fußballgeschäft wegen eines Kreuzbandrisses nach exakt 100 Spielen seinen Platz für Stefan Wächter räumen. 2004 zunächst wieder die Nummer 1 im Tor. Doch der neue Trainer Thomas Doll baute nicht mehr auf ihn. Größter Erfolg an der Elbe war der Gewinn des Ligapokals 2003 (wo er 3 mal im Tor stand) gegen Dortmund. Bestritt exakt 100 BL-Partien für die Hanseaten. 7 mal war er im Pokal dabei und je 2 mal in UEFA-und UI-Cup.
Ging im Sommer 2005 in die Niederlande zu Heracles Almelo (wo der Manager sein Ex-Kollege Hoogma war). Fünf erfolgreiche Jahre. Auch dort die Beständigkeit in Person, auch wenn sein Verein einmal nach einer 0:9-Niederlage (gegen SC Heerenveen) in die Schlagzeilen geriet. Aufsehen erregte auch 2005 sein Kopfballtor in der 90. Minute gegen Alkmaar, mit dem er zum 2:2 ausglich. Hütete 109 mal den Kasten in der Eredivisie, war 8 mal im KNVB Beker Pokal dabei und durfte 4 Spiele in den Playoffs zum UI-Cup bzw. zur Europa League bestreiten.
Als alle dachten, er würde mit 39 Jahren aufhören. kam überraschend seine Rückkehr in die Bundesliga. Im August 2010 wurde er vom FSV Mainz 05 als dritter Torwart verpflichtet, weil die Nummer Eins, Heinz Müller, verletzungsbedingt lange ausfiel. Wurde im November 2010 in Mönchengladbach für den verletzten Wletko eingewechselt. Kam auch bei den Amateuren in der Regionalliga West noch einmal zu 3 Einsätzen. Im Sommer 2011 hängte er seine Handschuhe aber endgültig an den Pfosten.
2010 konkurrierte er mit Stefan Beinlich um den Managerposten bei Hansa Rostock - und verlor. Nach dem Abstieg Hansas im Sommer 2012 wurde er wieder dafür gehandelt, es wurde aber wieder nichts daraus. Seine erste Trainerstation (als Assistent) war von Februar bis Juli 2013 der SV Waren 09, wo mit Jens Dowe ein ehemaliger HSV-ler sein Chef war. Abstieg aus der Oberliga NOFV-Nord in die Verbandsliga.
Ab Januar 2014 war er Sportlicher Leiter beim FC Mecklenburg Schwerin (hieß bis 2013 Eintracht Schwerin) in der MV-Verbandsliga, ein halbes Jahr begleitet von Jens Dowe als Scout. Und ein Jahr später ab Januar 2015 zusätzlich Trainer der Schweriner. Mit denen gelang ihm im Sommer 2016 den Aufstieg in die NOFV-Oberliga Nord. Im Oktober 2016 legte er den Trainerposten wieder ab. 2 Monate später legte er auch das Amt des Sportlichen Leiters nieder.
Im Mai 2017 wollte er seinem alten Kumpel Bernd Hollerbach helfen und stieg kurz ins Trainerteam der Würzburger Kickers ein. Konnte aber den Abstieg auch nicht abwenden.
Steht der Social Commerce Group ("neue Brücken zwischen Sport, Sportlern, Marken und Vereinen) vor. Gründete auch die "yoyo smart social web solutions AG" (Games-Portal-Anbieter für Sportfans).

BL-Saison Spiele Tore
2001/2002
2002/2003
2003/2004
2004/2005
34
34
9
23
0
0
0
0
DFB-Pokal Spiele Tore
2001/2002
2002/2003
2003/2004
2004/2005
2
3
1
1
0
0
0
0

 

Europa Spiele Tore
2003/2004-ue
2004/2005-ui
2
2
0
0
 
Liga-Pokal Spiele Tore
2003/2004-li 3 0

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Jonathan Pitroipa (12.04.1986)

Der pfeilschnelle und technisch fein ausgebildete Mittelfeldspieler stammt aus dem westafrikanischen Land Burkina Faso (früher bekannt unter "Obervolta)." Hier spielte er in Ouagadougou bei der Fußballakademie Planète Champion International. Im Juli 2004 bekam er vom SC Freiburg einen Profivertrag. In seiner ersten Saison, in der er durch eine schwere Krankheit gehandicapt war, konnte er nicht richtig überzeugen, kam nur zu 4 Einsätzen und stieg mit den Breisgauern aus der ersten Liga ab. Spielte dann auch 9 mal (4 Treffer) bei den Amateuren in der Oberliga. Doch dann eroberte er die Herzen der Fans mit seinen "Fummeleien" und Dribblings im Sauseschritt. Absolvierte 71 Zweitligapartien, wobei er 16 mal ins Netz traf. Im Pokal wurde er 4 mal eingesetzt.
Seit 2006 auch burkinischer Nationalspieler. War beim Afrikacup 2010, 2012, 2013 (wo er Vizemeister wurde und "Spieler des Turniers"!), 2015 und 2017 dabei. Dort als teuerster Spieler der Star. Im Januar 2017, wo das Team bei diesem Turnier den 3. Platz erreichte, konnte er wegen einer Verletzung nur die ersten beiden Partien bestreiten. Wurde (Stand Januar 2017) in der Nationalelf 71 mal eingesetzt (18 Tore)
Der HSV wollte ihn schon 2007 verpflichten, aber erst ein Jahr später klappte der Wechsel. Auch in Hamburg zeigte "Pit" gleich, dass er ein Meister in der Ballan- und Mitnahme war, konnte sich aber anfangs nicht an seinen hochkarätigen Nebenleuten vorbeispielen. Am liebsten spielte er im offensiven Mittelfeld. Dort konnte er am besten seine Schnelligkeiten und seine Tricks ausspielen. Dietmar Beiersdorfer meinte: „Man sieht, dass er ein Spieler mit außergewöhnlichen Qualitäten ist, die man selten findet.“ Und auch sein Kollege Guy Demel schwärmte „Er ist schnell, technisch gut, kann links und rechts schießen. Er kann eine richtige Waffe sein.“ Teilweise waren aber seine Finten auch für die Mitspieler zu überraschend und er spielte sogar für sich selbst zu schnell. Ein kleines Manko war auch sein geringes Gewicht, wodurch er es bei Zweikämpfen sehr schwer hatte.
Beim neuen Trainer Armin Veh genoss er mehr Vertrauen, dies zeigte sich durch ein zielstrebigeres Spiel und mehr Zug zum Tor. Trotzdem war er der klassische "Chancentod." Dribbelte zunächst die gegnerische Abwehr schwindlig und versagte dann vor dem Tor kläglich. Verlor in der Rückrunde seinen Stammplatz an Ben-Hatira. Ein Wechsel wurde ihm nahegelegt. Neben 74 Spielen und 6 Toren in der Bundesliga wurde er 8 mal im Pokal eingesetzt und machte 11 Begegnungen im UEFA-Cup und 12 in der Europa League. Stand 2009 in den Halbfinals des DFB- und des UEFA-Pokals, wo das Team jeweils gegen Bremen ausschied. Das Halbfinale erreichte er auch im nächsten Jahr, wo gegen Fulham das Aus kam.
Im Sommer 2011 für 3,5 Millionen Euro nach Frankreich zu Stade Rennes. Dort sofort Stammspieler. Neben 91 Spielen und 14 Toren in der Ligue 1 kam er auf 7 Einsätze und 1 Tor im Pokal. 5 Partien und ebenfalls 1 Tor)im Ligapokal und 9 Spiele mit 3 Toren in der Europa League nebst Quali. Stand 2012 im Finale des Ligapokals gegen AS Saint-Étienne und 2014 im französischen Pokal gegen EA Guingamp.
Trotzdem im Sommer 2014 in die Wüste in die Vereinigten Arabischen Emiraten zu Al-Jazira Abu Dhabi. In 24 Begegnungen erzielte er 9 Treffer und wurde Vizemeister Wirkte in 1 Partie der AFC Champions League Quali mit. Im August 2015 innerhalb des Landes zu Al-Nasr Dubai. Machte hier im ersten Jahr in der UAE Arabian Gulf League 25 Spiele mit 6 Toren und war in 10 Begegnungen (2 Treffer) in der AFC Champions League dabei.

BL-Saison Spiele Tore
2008/2009
2009/2010
2010/2011
28
20
26
1
3
2
DFB-Pokal Spiele Tore
2008/2009
2009/2010
2010/2011
4
2
2
0
0
0
Europa Spiele Tore
2008/2009-ue
2009/2010
11
12
0
0

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Gerard Plessers (30.03.1959)

Als der Belgier im Januar 1985 von Standard Lüttich kam, war er mit diesem Club in seiner Heimat 1982 und 1983 Meister geworden, 1981 Pokalsieger sowie 1981 und 1983 Supercupsieger. Stand gegen den FC Barcelona 1982 im Endspiel des Europapokals der Pokalsieger und wurde 1984 Gruppensieger im Inter-Toto-Pokal. Kam in der belgischen Liga auf 191 Einsätze mit 14 Toren. War bei 7 Begegnungen im Pokal der Landesmeister (3 Treffer), 9 Partien (2 Tore) im Pokal der Pokalsieger und 17 Spielen (2 Tore) in Inter-Toto- und UEFA-Cup dabei. Bei Standard spielte er seit 1975. Sein Ausbildungsverein war der KVV Overpelt-Fabriek (bei Lommel) im Kreis Limburg.
In Hamburg konnte er ab 1984 nur noch den Titel eines Pokalsiegers (1987 gegen Kickers Stuttgart) seiner Sammlung hinzufügen. Aber das änderte nichts daran, dass der Belgier bis 1988 ein Top-Spieler in den Reihen der Rothosen war. Unerhörter Einsatz, kompromisslos im Zweikampf. In 85 Spielen, in denen er 6 mal ins gegnerische Tor traf, konnte er seine Klasse unter Beweis stellen. War als sehr vielseitiger Spieler auf allen Positionen der Abwehr und im Mittelfeld einsetzbar. Seine Lieblingsposition war aber Libero. 7 mal mischte er im Pokal mit und 1 mal (gegen Sparta Rotterdam) im UEFA-Pokal. Uli Stein drückte ihm seine Wertschätzung aus: "Plessers ist ein echter Organisator der Abwehr, zweikampfstark, überdies spielerisch sehr stark und offensivfreudig." Litt häufig unter Verletzungen.
 Wechselte 1988 vom HSV nach Belgien zurück. Zunächst für 1 Jahr zum KRC Genk (28 Spiele und 4 Tore in der Pro League). Genk wurde zu Beginn der Saison aus der Fusion von KFC Winterslag mit Thor Waterschei gegründet. Am Saisonende stand der Abstieg.1989 zum Ligakonkurrenten KV Kortrijk, wo er auch 1992 die Karriere beendete. Erreichte hier weitere 79 Ligaeinsätze mit 2 Toren.
Begann dann eine Karriere als Trainer. Stieg 1992 als Spielertrainer bei seinem Jugendverein KVV Overpelt Fabrik ein und trainierte dann unter anderem KV Turnhout und 2003 KFC Dessel-Sport. Arbeitet auch heute noch gelegentlich für den HSV - als Scout in Belgien.
 Für die belgische Nationalelf trat er 13 mal an, traf dabei 1 mal (gegen Zypern). Wurde mit dem Team 1980 Vize-Europameister. Auch bei der WM 1982 dabei. Hätte mehr Länderspiele erreichen können, wurde aber wegen unsportlichem Verhalten gesperrt.
Entstammt einer großen Fußballerfamilie. Mit seinem Vater und seinen 6 Brüdern (von denen zwei ebenfalls Profis waren) und seinen 3 Schwägern trug er häufig Wohltätigkeitsspiele in Belgien aus.

BL-Saison Spiele Tore
1984/1985
1985/1986
1986/1987
1987/1988
16
29
23
17
1
2
2
1
DFB-Pokal Spiele Tore
1986/1987
1987/1988
4
3
0
0
Europa Spiele Tore
1985/1986-ue 1 0

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Hans-Günther Plücken (15.11.1954)

Zwischen Sommer 1978 und November 1979 kam der Angreifer in lediglich 17 Bundesligaspielen zum Einsatz und erzielte dabei 2 Tore. Kam gemeinsam mit Horst Hrubesch nach Hamburg. Zuvor war er nach dem 1.FC Viersen seit 1976 für 2 Jahre beim damaligen Zweitligisten Union Solingen unter Vertrag. Spielte dort 57 mal und erzielte dabei 22 Tore. Dazu 7 Begegnungen mit 1 Treffer im Pokal.
Wird in der Statistik mit dem HSV natürlich als Deutscher Meister 1979 und Vize-Europapokalsieger 1980 geführt, obwohl er zum Erfolg nur wenig beitragen konnte. Im Pokal wurde er 3 mal eingesetzt und im Pokal der Landesmeister auch 1 mal gegen Valur Reykjavik. Da Hertha BSC pleite war, kaufte Günther Netzer im November 1979 Jürgen Milewski und lieh dafür Plücken an die Berliner. Er machte dort in der Restsaison 17 Spiele (1 Tor), kam dann im Sommer kurz nach Hamburg zurück.
Aber da er hier keinen Einsatz mehr bekam, wechselte er im Januar 1981 in den Westen zurück zu Bayer 05 Uerdingen, mit denen er gleich in die zweite Liga abstieg, wo er noch ein Jahr für die Krefelder spielte. Viel Spielpraxis bekam er hier auch nicht, es waren 9 BL-Spiele (die alle verloren gingen) und 7 Zweitligapartien mit 1 Tor, ausgerechnet gegen den HSV. 1982 Laufbahn beendet.
1983 taucht er als Spielertrainer des Mönchengladbacher Vorortvereins FC Germania 07 Geistenbeck auf. Dann trainierte er den 1. FC Mönchengladbach und von Sommer 1999 bis Oktober 2001 war er Trainer beim Landesligisten TuS Grevenbroich in seiner Heimat.

BL-Saison Spiele Tore
1978/1979
1979/1980
7
10
1
1
DFB-Pokal Spiele Tore
1978/1979
1979/1980
1
2
0
0
Europa Spiele Tore
1979/1980-la 1 0

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Manfred Pohlschmidt (27.08.1940)

Begann bei RSV Münster (heute ESV Münster) und wechselte 1961 innerhalb der Stadt zum bedeutend bekannteren Nachbarn Preußen Münster. Machte mit 30 Toren in 60 Begegnungen in der Oberliga West auf sich aufmerksam. War natürlich auch 1963 im Gründungsjahr der Bundesliga mit dabei, wo der Stürmer in 25 Spielen 6 Treffer erzielte. Es blieb die einzige Bundesligasaison der Münsteraner. Manfred blieb dem Verein nach dem Abstieg noch 1 Jahr in der (damals zweitklassigen) Regionalliga West treu und traf in 23 Partien 15 mal. Im Pokal schoss er in 2 Partien 1 Tor.)
Anschließend kam Pohlschmidt von 1965 bis 1967 beim HSV in zwei Jahren auf 55 Einsätze und 20 Tore. Davon erzielte er 18 im ersten Jahr, als er für den an der Achillessehne verletzten Uwe Seeler stürmen durfte. Allein beim 8:0 gegen den Karlsruher SC gelangen ihm 4 Treffer. Wurde dadurch zum vereinsinternen Torschützenkönig. Stand 1967 im Finale des DFB-Pokals gegen Bayern München. War im Pokal 9 mal dabei und erzielte 4 Tore. Fühlte sich aber in Hamburg wegen der nach seinen Worten "Schickimicki-Szene" nicht wohl.
Wechselte dann zurück ins Westfälische zu Schalke 04 und bestritt dort zwischen 1967 und 1971 weitere 106 Spiele (und 26 Tore) in der Bundesliga. War im ersten Jahr maßgeblich beteiligt, dass die "Knappen" den Abstieg verhindern konnten. Auch hier 1969 Pokalfinalist, wieder gegen Bayern München. Im dadurch erreichten Europapokal der Pokalsieger war erst Manchester City im Halbfinale die Endstation. In diesem Wettbewerb war er für Schalke 7 mal unterwegs. 9 mal war er im DFB-Pokal dabei, in denen ihm 5 Treffer gelangen.
Leider war er auch beim verschobenen Spiel im April 1971 gegen Arminia Bielefeld dabei. Er wurde deshalb neben 2300 DM Geldbuße zu einer lebenslangen Sperre verurteilt. 1978 wurde er dann begnadigt. Manfred spielte deshalb ab dem Sommer 1971 bei der unterklassigen Teutonia Münster, wo er gezwungenermaßen seine Karriere im August 1972 beenden musste.
Trainierte später die Frauenmannschaft des TuS Saxonia Münster. Marschierte mit ihnen von der Landesliga bis in die Westfalenliga durch. Im Oktober 2008 schmiss er den Job aber frustriert wegen der geringen Trainingsbeteiligung hin. Beruflich hatte er sich im Zuge seiner Sperre in Münster ein Tabakwaren-Geschäft mit Toto-Lotto-Annahmestelle aufgebaut, dass er 2006 altersbedingt aufgab. Sein Bruder Bernhard war ebenfalls Fußballprofi bei Preußen Münster.

BL-Saison Spiele Tore
1965/1966
1966/1967
29
26
18
2
DFB-Pokal Spiele Tore
1965/1966
1966/1967
3
6
2
2

 

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Julian Pollersbeck (16.08.1994)

Mit ihm holte der HSV nach langer Zeit mal wieder einen Europameister an die Alster. Geboren wurde Julian im oberbayerischen Emmerting (im Landkreis Altötting). Dort stand er auch bei der SV DJK erstmals bei den Schülern im Tor. 2010 wechselte er zum 7 km östlich gelegenen Aushängeschild der Region, dem SV Wacker Burghausen. Ab der Saison 2011/2012 stand er sowohl im Kader der U19-Mannschaft als auch der zweiten Herrenmannschaft. Mit dieser stieg er in die Bayernliga Süd auf und hatte hier 7 Einsätze. Saß auch bei der Drittligavertretung ein paar Mal auf der Bank.
Im Sommer 2013 wechselte er ins Regionalligateam des 1. FC Kaiserslautern. In der nächsten Saison rückte er in den Profikader auf und erhielt kurz darauf einen Profivertrag. Er hütete aber zunächst weiter bei der Zweiten das Tor, hatte hier insgesamt 47 Einsätze. Aber am 4. Spieltag der Saison 2016/2017 schlug seine Stunde. Er wurde für den mit Rot vom Platz gestellten André Weiß eingewechselt und gab diese Position bis Saisonende nicht mehr her. 31 mal stand er im Kasten der Pfälzer und blieb dabei 14 mal ohne Gegentor.
In Kaiserslautern hatte er mit Gerry Ehrmann einen der besten Torwart-Trainer Deutschlands, der zuvor schon Tim Wiese, Roman Weidenfeller und Kevin Trapp zu Nationalspielern geformt hatte. Julians Können fiel auch Stefan Kuntz, dem Trainer der deutschen U21-Nationalelf, auf, der ihn zu seiner Nummer Eins machte. Und dann zeigte Julian bei der EM in Polen seine Klasse. Im Halbfinale hielt er gegen England 2 Strafstöße im Elfmeterschiessen und trug im Finale mit Glanzparaden gegen Spanien zum Titelgewinn bei. Bis Juli 2017 hatte er hier 7 Einsätze.
Es war schon etwas überraschend, dass der HSV das Rennen machte und Pollersbeck für 3,5 Millionen verpflichten konnte. Der 1,95 m-Hüne sollte sich einen Zweikampf mit seinem Rivalen Mathenia liefern. Er konnte die Verantwortlichen vor allem mit seiner Strafraumbeherrschung undLuftsicherheit überzeugen sowie mit seinen starken Reflexen auf der Linie.

BL-Saison Spiele Tore
2017/2018 0 0
   

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Finn Porath (23.02.1997)

Finn wurde in Lübeck geboren. Dort spielte er auch beim VfB. Seine ersten Gehversuche unternahm er aber ein paar Kilometer östlich beim SF Herrnburg. 2010 kam er in die Jugendabteilung des HSV, wo er schnell die Karriereleiter erklomm. Schon im September 2013 lief er als 16-jähriger für die U19 auf und stand ab Sommer 2014 nebenbei auch im Kader bei den Amateuren von Joe Zinnbauer ("Er hat Riesen-Potential und wird von der halben Liga gejagt"). Im Sommer 2015 unterschrieb er einen Profivertrag, sollte aber zunächst weiter bei der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammeln. Leider wurde er wegen diverser Verletzungen (u. a. Schultereckgelenkssprengung und Knöchelbruch) immer wieder zurückgeworfen.
In der 'Winterpause 2015/2016 sicherte er sich im Trainingslager seinen Kaderplatz bei den Profis. Bruno Labbadia war von dem "Schnelllerner" begeistert: "Finn hat eine richtig gute Technik und die Fähigkeiten bei Standards"). Finn-Dominic konnte alle Offensivposten besetzen, lief aber auch im defensiven Mittelfeld auf. Zu Rückrunden-Beginn saß er gegen Bayern München erstmals auf der Ersatzbank. Doch wieder wurde er von Verletzungen gebremst. Zuerst waren es Anfang des Jahres Muskelbündelriss und Knieprellung. Dann brach er sich im April das Kahnbein. Doch in der Saisonvorbereitung für die Spielzeit 2016/2017 konnte er wieder überzeugen.
Im November 2016 schnupperte er bei seiner Einwechslung in der 90.Minute erstmals Profiluft. Im Sommer 2017 an den Drittligisten SpVgg Unterhaching verliehen.
Wegen seinen multiplen Verletzungen musste er auch immer wieder auf Berufungen für die Nachwuchs-Teams des DFB verzichten. So reichte es nur zu 9 Einsätzen mit 3 Toren in der U16 und 14 Partien (darunter die EM 2014 auf Malta) in der deutschen U17.

BL-Saison Spiele Tore
2015/2016
2016/2017
2017/2018
0
 1
0
0
 0
0
   

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Robert Pötzschke (28.08.1949)

Drei Jahre stand der sympathische Saarländer beim HSV unter Vertrag. Sollte der Uwe-Seeler-Nachfolger werden. Der Angreifer fühlte sich am Flügel am wohlsten, egal, ob auf der linken oder der rechten Seite. War 1968 als 18jähriger vom SV Merzig an der französischen Grenze gekommen.
Seine Verpflichtung hatte einigen Staub aufgewirbelt, da er sowohl beim 1.FC Saarbrücken wie auch beim HSV einen Vertrag unterschrieben hatte. Erzielte gleich in seinem ersten Spiel gegen Bremen ein Tor. 46 Spiele zwischen 1968 und 1971 absolvierte der "Kleine", vier Tore schoss er. Stürmte neben Seeler, Dörfel, Zaczyk. Machte auch auf internationaler Bühne im Intertoto-Cup und Messepokal 8 Spiele. In 2 Begegnungen gegen Dortmund und den 1.FC Köln schnupperte er 30 Minuten Pokalluft.
Ging dann wieder in den Südwesten zum Regionalligisten (damals zweite Liga) Röchling Völklingen zurück, gemeinsam mit Hans-Werner Kremer. Sowohl 1972 wie auch 1973 wurde Völklingen, bei denen Jürgen Stars im Tor stand, Vizemeister, was zu Aufstiegsspielen zur Bundesliga berechtigte. Robert wirkte in diesen Partien 11 mal mit, wobei ihm 2 Treffer gelangen. Der Aufstieg wurde jedes Mal klar verpasst. Absolvierte für die Saarländer in drei Jahren 56 Ligaspiele und erzielte 3 Tore. 1974, als Völklingen Gründungsmitglied der neuen 2. Bundesliga wurde, verließ er den Verein und ließ die Karriere beim Amateurligisten SV Siersburg (15 km südlich von Merzig) ausklingen.
Wohnt jetzt wieder in Merzig. Seit 2009 ist er gemeinsam mit Uwe Seeler Ehrenmitglied im Merziger HSV-Fanclub. Nach Auskunft dieses Fanclubs ist er sehr krank.

BL-Saison Spiele Tore
1968/1969
1969/1970
1970/1971
10
23
13
2
2
0
DFB-Pokal Spiele Tore
1970/1971 2 0
Europa Spiele Tore
1968/1969-to
1968/1969-me
1970/1971-to
1970/1971-me
1
1
3
3
0
0
0
0

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Roy Präger (22.09.1971)

Gelernter Industriemechaniker. Seine beiden Ausbildungsvereine SG Kummersdorf/ Fernneuendorf (1978 - 1981) und BSG Motor Sperenberg (1981 - 1985), beide in Brandenburg, fusionierten später. Seit 1985 in der Jugend von BSG Stahl Brandenburg, für die er 1990 auch 3 mal bei der "Ersten" in der Oberliga Nordost aktiv war. Der Verein änderte seinen Namen von "BSG" In "BSV", setzte sich in der Aufstiegsrunde durch und stieg in die Zweite Bundesliga-Nord auf. Roy war in dieser Runde 2 mal dabei. Erzielte dann in 22 Ligaspielen 2 Tore. In der Abstiegsrunde 1991/1992 wurde das Team letzter, was den sofortigen Abstieg bedeutete. Er machte hier 10 Partien (1 Tor) mit.
 Ging in den Westen und unterschrieb 1992 bei Fortuna Köln, für die er in drei Jahren in der zweiten Liga 104 Spiele (und 15 Tore) machte. 3 mal traf er in 5 Pokalbegegnungen.
Aber erst ab 1995 beim VfL Wolfsburg wurde Roy zu einem echten Star. Trainer Gerd Roggensack, der ihn auch schon nach Köln gelotst hatte, holte ihn nach Niedersachsen. 63 Einsätze und 11 Tore lautete seine Bilanz in de zweiten Liga. Mit den "Wölfen" stieg er nach 2 Jahren erstmals in die erste Bundesliga auf. Hier beeindruckende 21 Tore in 62 Spielen. Erzielte das "Tor des Monats" im Februar 1998 und wurde in diesem Jahr "Niedersachsens Fußballer des Jahres." Auch im DFB-Pokal zeigte er seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und netzte in 9 Partien 5 mal ein.
Zur Saison 1998/1999 wechselte der Flügelflitzer und Torjäger zum HSV. Schneller und trickreicher Stürmer. Erzielte im September 1999 gegen Hertha BSC drei Treffer. Sein Fallrückzieher gegen den SC Freiburg wurde zum "Tor des Monats" für den Dezember 2001 gewählt. In drei überaus erfolgreichen Spielzeiten in Hamburg hatte er 83 BL-Einsätze mit 18 Toren, wurde 4 mal im Pokal und 1 mal im Ligapokal eingesetzt. 7 mal war er in der Champions League dabei, u.a. die beiden legendären Spiele gegen Juventus Turin. Hier gelang ihm im Rückspiel der Ehrentreffer. Konnte auch in 2 UEFA-Cup und 6 UI-Cup-Spielen (mit 1 Tor) auf sich aufmerksam machen.
Doch 2002 zog es ihn nach längerer Verletzungspause wieder nach Wolfsburg zurück, wo er von den Fans jubelnd begrüßt wurde. Während er im ersten Jahr noch 24 mal eingesetzt wurde (erzielte dabei 2 Treffer), waren es in der nächsten Saison nur noch 3 Spiele. Dafür lief er 14 mal für die Amateure in der Oberliga auf (4 Tore). Als diese 2004 in die Regionalliga aufstiegen, unterstützte er sie in 24 Begegnungen ( 3 Tore). Bestritt für die Erste der "Wölfe" 6 Spiele (1 Tor) im UI-Cup und 2 im Pokal.
Nur mit der Nationalelf klappte es nicht. Nahm zwar an der Militär-Weltmeisterschaft 1993 in Marokko teil, wo die Mannschaft Dritter wurde, aber sonst reichte es nur zu einem Einsatz im A2-Team.
War ab 2005 Wolfsburgs Teammanager und seit 2008 Marketingmitarbeiter. Schnürte dann vom September 2007 bis zum Sommer 2010 als Abwehrspieler beim Bezirksligisten TSV Hehlingen nochmals die Treter. Er wohnt auch in dem Wolfsburger Stadtteil Hehlingen. beendete er im Sommer 2011 die Marketingtätigkeit bei den Wölfen, als Felix Magath als Trainer und Manager kam, und wechselte zum Leiter der Wolfsburger Fußballschule.
War 2006 Botschafter für die Fußball-Weltmeisterschaft der Menschen mit Behinderung in Deutschland. Wolfsburger-Botschafter für die Frauen-WM 2011. Läuft für die Traditionsmannschaft des VfL Wolfsburg und den Alten Herren des TSV Hehlingen auf. Seine Liebe gilt aber auch dem HSV. Er betont: "Wer einmal die Raute getragen hat, der hängt auch an ihr."

BL-Saison Spiele Tore
1999/2000
2000/2001
2001/2002
32
28
23
9
5
4
DFB-Pokal Spiele Tore
1999/2000
2000/2001
2001/2002
1
2
1
0
0
0
Europa Spiele Tore
1999/2000-ui
2000/2001-cl
2000/2001-ue
6
7
2
1
1
0
 
Liga-Pokal Spiele Tore
2000/2001-li 1 0

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Mladen Pralija (28.01.1959)

Wurde als Nachfolger für den rausgeworfenen Ulli Stein verpflichtet. Als Mladen von spanischen Erstligisten Rayo Vallercano kam, an den ihn sein Stammverein Hajduk Split ausgeliehen hatte, hielt ihn der Happel-Nachfolger Trainer Josip Skoblar für den "besten Torwart Osteuropas." Er sollte im August 1987 die Lücke schließen, die Uli Stein hinterlassen hatte. Was folgte, war aber ein einziges Debakel. Das Debüt bei Bayern München ging mit 0:6 in die Hose, vier davon gingen auf die Kappe von Pralija. Die Fans stöhnten über "den Fliegenfänger", gaben ihm den Spitznamen "Torwart-Praline." Ein völlig verunsicherter Pralija griff fortan an so manchem Ball vorbei, den ein "Kreisliga-Keeper mit der Mütze" gefangen hätte.
14-mal hütete er das HSV-Tor, kassierte dabei stolze 30 Treffer (beim 2:8 in Gladbach wurde er beim Stand von 1:3 verletzt gegen Richard Golz ausgewechselt). Die eigene Abwehr hatte mehr Angst vor ihm als die gegnerischen Stürmer. Er wurde aber trotzdem 3 mal im Europapokal der Pokalsieger und 2 mal im DFB-Pokal eingesetzt. Als sein Mentor Skoblar entlassen wurden, war auch die Zeit des Torhüters in Hamburg vorbei, er wurde nach knapp vier Monaten suspendiert. Als Nachfolger wurde Jupp Koitka geholt. Mladen erklärte das rückblickend, dass er allein ohne Familie ihn Hamburg war, ihn niemand verstand und keiner vom HSV ihm half.
Zuvor hatte er bei Split, die ihn auch mal zu RNK Split oder HNK Šibenik ausliehen, durchaus überzeugt und stand für die Jugoslawen auch 7 mal im UEFA-Cup im Tor. Dass er trotzdem ein guter Keeper war, bewies er bei seiner Rückkehr zu Hajduk Split, für die er - bis auf kurze Gastspiele bei Celik Zenika und NK Pazinka Pazin - bis zum Sommer 1992 spielte. Bei Toronto Croatia beendete er im Winter 1993 die Profilaufbahn und stieg ins Trainergeschäft ein.
Neben langjähriger Tätigkeit (fast 6 Jahre) als Torwart-Trainer bei Hajduk Split war er auch 1999/2000 bei Singapore Armed Forces FC beschäftigt. 2002 bis 2004 kehrte er erneut zu Hajduk Split zurück, diesmal als Co-Trainer. 2006 war er von Januar bis Ende Dezember bei Toronto Croatia engagiert. Von Dezember 2007 bis Oktober 2008 Co-Trainer bei Luch-Energia.
Ab Januar 2010 zwei 1/2 Jahre Torwart-Trainer bei der kroatischen Nationalelf. Deren Trainer Slaven Bilic nahm ihn im Sommer 2012 mit zu Lokomotive Moskau. Im Sommer 2014 war auch hier Schluss. Oktober 2015 bis Juni 2016 "Co" von Zoran Vulić in Moldawien bei Sheriff Tiraspol. Er folgte Vulic auch weiterhin. Von Dezember 2016 bis April 2017 war er dessen Co in Kasachstan bei FK Atyrau.

BL-Saison Spiele Tore
1987/1988 14 0
DFB-Pokal Spiele Tore
1987/1988 2 0
Europa Spiele Tore
1987/1988-po 3 0

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Gerrit Pressel (19.06.1990)

Noch ein Hamburger Jung. Gerrit kam 2006 vom Bramfelder SV zum HSV-Nachwuchs zur U17 und U19 und spielte seit Januar 2009 bei den Amateuren. Dort war er auf der linken Außenbahn gesetzt. Kam zunächst zu 53 Einsätzen in der Regionalliga mit 5 Treffern. Da dem HSV zum Vorrundenende 2010/2011 die Verteidiger scharenweise ausfielen, rückte Pressel in den Kader und trainierte mit den Profis.
Im Februar 2011 dann in die Niederlande zu Willem II Tilburg ausgeliehen. 6 Partien in der Eredivisie. Nach dem Abstieg im Sommer wieder zur Zweiten des HSV zurück. Kam hier auf weitere 15 Begegnungen in der Regionalliga. Im Sommer 2012 dann die endgültige Trennung, er ging zu Holstein Kiel in die viertklassige Regionalliga (20 Spiele). War auch in den beiden erfolgreichen Aufstiegsspielen gegen Hessen Kassel dabei. Sofortiger Aufstieg in die Dritte Liga. Hier allerdings (auch infolge Verletzungen) nur 2 Einsätze. Lief stattdessen 18 mal bei der Zweiten in der Schleswig-Holstein-Liga auf (1 Tor).
Als sein Vertrag im Sommer 2014 nicht verlängert wurde, brachte man ihn mit dem polnischen Erstliga-Aufsteiger Górnik Łęczna in Verbindung, was sich jedoch als Ente entpuppte. Er wollte in Hamburg bleiben, auch weil er eine Ausbildung als Fachkraft für Hafenlogistik beginnen möchte. Um fit zu bleiben, machte er die Saisonvorbereitung bei den HSV-Amateuren mit. Und im Oktober 2014 fand er in Hamburgs Norden beim Regionalligisten Eintracht Norderstedt einen neuen Arbeitgeber. Doch da die berufliche Belastung zu groß wurde (er musste auch Spät- und Nachtschichten leisten), verließ er im August 2015 nach 19 Spielen und 2 Toren den Verein wieder.
Kickte für den SC Poppenbüttel in der Hansa-Staffel der Landesliga zwei Klassen tiefer (19 Partien, 9 Tore). Das Team wurde 2016 Meister, doch Gerrit wechselte im Sommer 2016 zum FC Teutonia 05 Ottensen in die Landesliga Hammonia, wo Matthias Reincke  in der nächsten Saison Co-Trainer wurde.

BL-Saison Spiele Tore
2010/2011 0 0

 

 

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Anton Putsilo (10.06.1987)

(auch "Putilo" oder "Puzila"). Begann in seiner Hauptstadt bei RUOR Minsk, bei denen er 2003 auch 13 mal in der Liga eingesetzt wurde (2 Tore). Im Januar 2004 zum wesentlich bekannterem Dinamo Minsk, wo er gleich Meister wurde. In seiner ersten Saison wurde er allerdings nur in der zweiten Mannschaft eingesetzt. Ab Januar 2005 aber Stammspieler bei den Profis
Der weißrussische Mittelfeldakteur wurde im Januar 2008 beim HSV-Trainingslager in Dubai von Dinamo Minsk bis Dezember 2008 ausgeliehen. Danach besaß der HSV eine Kaufoption. Zahlreiche russische Vereine jagten den jungen Akteur. Nach etlichen Spielen für die U21-Nationalelf wurde er auch ins A-Team von Weißrussland berufen. Bis Sommer 2016 kam er auf 50 Einsätze und 6 Tore.
Der technisch versierte Jungstar wurde in seiner ersten Hamburger Saison vornehmlich bei den Amateuren eingesetzt. In 3 Spielen konnte er als Einwechselspieler 18 Minuten Bundesligaluft schnuppern. Da Anton durch seine Staatsbürgerschaft (Nicht-EU-Ausländer) auch die Erlaubnis fehlte, bei der zweiten Mannschaft in der Regionalliga zu spielen, zog der HSV seine Kaufoption nicht und er wechselte im Januar 2009 zurück nach Minsk.
Seine Bilanz in den beiden Vertragszeiten (2004 - 2008, 2009 - 2010) beim Hauptstadtclub: 89 Spiele und 11 Tore in der Wyschejschaja Liha und 8 Spiele mit 1 Tor im Pokal. War in 7 Begegnungen (1 Tor) im UEFA- und UI-Cup dabei und hatte in der Europa League 7 Einsätze mit 3 Toren.
Seit dem August 2010 wieder in der deutschen Eliteliga, diesmal beim SC Freiburg. Wurde rasch heimisch und Stammspieler. Fand dann aber keinen Tritt mehr. In der Saison 2012/2013 bekam er insgesamt nur 119 Minuten in 2 Matches Einsatzzeit. Trug 46 BL-Spiele das Freiburg-Trikot, Tore gelangen ihm dabei keine. 45 Minuten stand er auch im Pokal gegen Cottbus auf dem Platz.
Löste seinen Vertrag im Februar 2013 und wechselte nach Russland zu Volga Nizhniy Novgorod. 37 Partien mit 2 Treffern in der Premier Liga und im Juni 2014 der Abstieg. Wechselte deshalb im September dieses Jahres zum Traditionsclub Torpedo Moskau, der nach 8 Jahren eben in die Premier Liga aufgestiegen war. 20 Partien und 4 Treffer. Torpedo wäre am Saisonende mit Tabellenplatz 15 in die 1. Division abgestiegen, zog sich aber wegen finanziellen Engpässen in die drittklassige 2. Division zurück..
Deshalb im Juli 2015 in die Türkei zu Gaziantepspor in die "Süper Lig". Nach dem Abstieg 2017 im August Wechsel innerhalb des Landes zum eben in die zweite Liga aufgestiegenen MKE Ankaragücü.
Der scheue Techniker kam in Hamburg nicht zurecht und fühlte sich dort nach eigener Aussage als "Mensch zweiter Klasse."

BL-Saison Spiele Tore
2007/2008
2008/2009
3
0
0
0

 

 

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