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Ra - Rz
Sa - Schm
Schn - Sd
Se - Sp
St - Sz
Ta - Vz
Wa - Wz
Xa - Zz

Alle Bundesligaspieler des HSV seit 1963

Ra - Rz

Hans-Heinrich Radbruch (05.01.1955)

Der Abwehrspieler stand in der Saison 1974/1975 als 18jähriger in Hamburg unter Vertrag, allerdings kein Einsatz. Machte zuvor schon in der Jugendauswahl seines Stammverein VfL Rethwisch (das Rethwisch aus dem Kreis Stormarn) auf sich aufmerksam. Im Februar 1973 in die DFB-Jugendauswahl berufen. Dann im Sommer 1973 der Schritt zum HSV. Wurde im Oktober 1973 für ein halbes Jahr an VfB Lübeck ausgeliehen, kam dann zur neuen Saison zurück. Lediglich 9 Minuten im UEFA-Cup gegen Dynamo Dresden.
Wechselte im Sommer 1975 zu Atlas Delmenhorst (durfte wegen der damals nötigen Reamateurisierung aber erst im November dieses Jahres ins Spielgeschehen eingreifen). Kämpfte hier zusammen mit Edgar Nobs und Günther Selke noch einige Jahre, es konnte dann auch der Aufstieg in die Amateuroberliga Nord gefeierte werden. Um 1980 herum wieder beim VfB Lübeck, erzielte in der Saison 1980/1981 in der Oberliga Nord stattliche19 und das Jahr darauf 10 Treffer.
Über ihn ist sehr wenig zu finden. Es gibt allerdings einen Hans-Heinrich Radbruch in Rethwisch (Stormarn, nordöstlich von Hamburg). In diesem Ort wohnt auch ein Fußballer namens Philip Radbruch (geb. 1981), der bei Clubs an der Ostsee spielte ( VfL Oldesloe, VfB Lübeck II, NTSV Strand 08 oder  TSV Bargteheide). Evtl. sein Sohn ??
Auf der Homepage "Auszüge aus der Oldesloer Sportgeschichte" ist über ihn zu lesen: "Hieran konnte auch Heinerle (Hans-Heinrich Radbruch), der wohl beste Knabenspieler des Kreises, nichts ändern."

BL-Saison Spiele Tore
1974/1975 0 0

 

Europa Spiele Tore
1974/1975-ue 1 0

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Christian Rahn (15.06.1979)

Der Ottenser, der den Wechsel innerhalb der Hamburger Spitzenvereine wagte, kam zur Saison 2002/2003 vom FC St. Pauli. Bei Altona 93 hatte er 1984 mit dem Fußballspielen begonnen, war aber schon 1994 in der Jugend zu St. Pauli gewechselt. Kam nach dem Abstieg 1997 in die zweite Liga bei den Profis zum Zug. In der Saison 2001/2002 spielte St. Pauli nochmals in der Eliteklasse (er war auch beim historischen 2:1-Sieg gegen "Weltpokalsieger Bayern München" dabei). Kam in den ersten sechs Jahren am Millerntor vorerst auf 33 BL-Spiele und 3 Tore und in der zweiten Liga auf 46 Einsätze (1 Tor). Bei der Zweiten (zunächst Oberliga, dann Regionalliga) 87 Spiele und 9 Tore. Im DFB-Pokal 1 Partie bei den Amateuren und 3 mit 1 Tor bei der Ersten.
Im Mai 2002 hatte er im Trikot der Paulianer sein Debüt in der Nationalmannschaft gefeiert. Er hätte sicher auch bei der EM 2004 eine gute Figur gemacht, doch wegen einer langwierigen Verletzung konnte er nicht mitfahren. Kam insgesamt auf 5 Einsätze mit dem DFB-Adler. Hatte zuvor schon für die deutsche U21-Elf 13 Begegnungen (2 Treffer) absolviert.
Nach dem erneuten Abstieg von St. Pauli 2002 zum HSV. Über den Jokerstatus kam er aber bei Kurt Jara nicht hinaus, bei Klaus Toppmöller war er eine feste Größe, während er dann bei Thomas Doll wieder nur als Einwechselspieler Verwendung fand. Kann sich aber Ligacup-Sieger 2003 nennen, war auch im Finale gegen Dortmund dabei. In diesem Wettbewerb in allen 3 Spielen dabei (1 Tor). Ebenfalls 1 Tor erzielte er in 5 Pokalfights. In der Liga zappelte der Ball in 45 Partien 8 mal im Netz. Im UEFA- und UI-Cup brachte er es auf 5 Einsätze. 9 malmusste er bei der Zweiten in der Regionalliga aushelfen (1 Tor). Laborierte an einer langwierigen Knieverletzung, die ihn aus der Bahn warf, konnte sich nie wirklich durchsetzen.
Wanderte deshalb im Winter 2004 frustriert zum 1.FC Köln ab, mit dem er den direkten Wiederaufstieg in die erste Liga schaffte - und auch wieder abstieg (BL: 11 Spiele; 2. Liga: 15 Spiele, 1 Tor; Pokal: 1 Partie). 3 mal war er auch in der Regionalliga beim Kölner Nachwuchs aktiv.
Zum dritten Mal gelang ihm das Aufstiegs-Kunststück mit Hansa Rostock, zu denen er 2006 auf Vermittlung von Frank Pagelsdorf wechselte. Es folgte der sofortige Aufstieg ins Oberhaus (28 Einsätze, 3 Tore) und am Ende der Saison wieder der Absturz in die Zweitklassigkeit (hier insgesamt 38 Spiele und 6 Tore). Nachdem der Club auch hier im Tabellenkeller herumkrebste, wurde "Rahner" im Winter 2008 aussortiert. Weitere 3 Partien im Pokal und 1 im Regionalliga-Team.
St. Pauli hatte an einer Verpflichtung Interesse, doch er ging wegen der sportlichen Perspektiven zur SpVgg Greuther Fürth. Nachdem er in der ersten Saison noch zu 13 Einsätzen kam, konnte er in der neuen Saison wegen eines im Juli 2009 erlittenen Knorpelschadens im Knie in der gesamten Hinrunde nicht mitwirken. In der neuen Saison plötzlich nur noch 3. Wahl. Auch in der Saison 2011/2012 kaum berücksichtigt, musste diese zwei Jahre 21 mal bei der zweiten Mannschaft der Fürther antreten. In der 2. Liga insgesamt 35 und im Pokal 3 Einsätze (mit 1 Tor). Fürth stieg 2012 als Zweitligameister auf, allerdings ohne Christian.
Als der Vertrag im Sommer 2012 nicht verlängert wurde, hielt sich der gelernte Automobilkaufmann zunächst im Trainingscamp der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV) fit und unterschrieb im August beim Zweitligaaufsteiger Jahn Regensburg (21 Spiele, 3 Tore und 1 mal Pokal). Aber es schien sein Schicksal zu sein: auch bei dieser Station sofortiger Abstieg! Es zog ihn wieder zu seiner "alten Liebe" St. Pauli. Er lief jetzt als Leitwolf und Kapitän für die dortige U23 auf. Machte in 2 Jahren 36 Spiele in der Regionalliga. Nachdem der dortige Trainer Meggle im September 2014 zu den Profis wechselte, übernahm Christan interimsweise kurz seinen Posten.
Im Juli 2015 beendete er die Spielerkarriere und kehrte nach 10 Jahren wieder zur HSV-Familie zurück als Defensivtrainer für die Jugendteams U16 bis U19. Als der U23-Coach Joe Zinnbauer im September zum Chef der Profis befördert wurde, übernahm Christian das Amt des Co-Trainers bei der Zweiten. Im Sommer 2016 kehrte er auf den Posten des Individualtrainers zurück.
Auf die Frage, ob sich die ganze Schinderei gelohnt habe: "Auf jeden Fall. Es gibt nichts schöneres, als sein Hobby zum Beruf zu machen."

BL-Saison Spiele Tore
2002/2003
2003/2004
2004/2005
9
22
14
1
7
0
DFB-Pokal Spiele Tore
2002/2003
2003/2004
2004/2005
1
3
1
0
0
1
Europa Spiele Tore
2003/2004-ue
2004/2005-ui
2
3
0
0
 
Liga-Pokal Spiele Tore
2003/2004-li 3 1

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Slobodan Rajkovic (03.02.1989)

Durch den historisch schlechten Saisonstart und der löchrigen Abwehr verpflichtete der HSV im August 2011 den serbischen Abwehrhünen (191 cm). Sportchef Frank Arnesen bediente sich dabei zum fünften Mal bei seinem früheren Arbeitgeber FC Chelsea. "Boban" wechselte mit 16 Jahren von seinem Heimatverein OFK Belgrad, wo er mit 15 schon in der ersten Mannschaft debütierte, im November 2005 zum FC Chelsea. Da "Boban" als Nicht-EU-Europäer keine Aufenthaltsgenehmigung bekam, wurde er für zwei Jahre an Belgrad zurückverliehen. Insgesamt machte er für den serbischen Hauptstadtclub 347 Spiele und erzielte 1 Tor. Auch in 3 Partien der UEFA.-Cup-Quali wirkte er mit.
Im Juli 2007 zurück in London und wurde nur ein Monat später erneut verliehen, diesmal in die Niederlande zum PSV Eindhoven. War zwar nur 13 mal in der Eredivisie dabei, wurde aber Niederländischer Meister. 1 Spiel in der Champions League und nach dem Ausscheiden 3 weitere im UEFA-Cup. Auch die nächsten 3 Jahre blieb er als Leihgabe in Holland. Zunächst 2 Jahre bei Twente Enschede, mit denen er 2010 erneut Niederländischer Meister wurde. 23 Einsätze und 1 Tor in der Liga und 5 im Pokal. 3 Begegnungen in der Champions League-Quali, 2 im UEFA-Cup und 1 in der Europa League. Dann in der Saison 2010/2011 ab August bei Vitesse Arnheim, wo er die Kapitänsbinde trug. Hatte hier 24 Einsätze in der Eredivisie und 3 im Pokal.
Als er im Juli 2011 erstmals das Chelsea-Trikot überstreifte, hoffte er auf eine Arbeitsgenehmigung. Als dies nicht klappte, griff er beim HSV-Angebot schnell zu und unterschrieb einen 4-Jahres-Vertrag. Gojko Kacar, sein serbischer Landsmann half bei Eingewöhnungsproblemen. Michael Oenning war von den Qualitäten des kantigen Abräumers überzeugt: "Er ist groß und ein unbequemer Gegenspieler, der im richtigen Moment auch mal dazwischen haut. Er ist einer, der auch mal Angst und Schrecken verbreiten kann. Er bringt eine Qualität mit, die wir so noch nicht im Kader haben und die wir auch brauchen." Er spielte sich rasch einen Platz in der Stammformation, den er aber durch eine umstrittene Rote Karte, die er am 11. Spieltag gegen Kaiserslautern erhielt, wieder verlor und sich erst mühsam wieder erkämpfte.
In der Vorbereitung zur neuen Saison kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen ihm und Heung-Min Son, bei der der unbeteiligte Tolgay Arslan eine Platzwunde erhielt. Daraufhin wurde er suspendiert und sollte abgegeben werden. Er nannte daraufhin Trainer Thorsten Fink einen Lügner. Da Rajkovic drohte, den Vertrag "auszusitzen", wurde er ins Regionalligateam verbannt. Als ihn der nächste Coach Thorsten Fink im November wieder begnadigte, wurde er durch einen Muskelfaserriss erneut zurückgeworfen. Nach einigen Kurzeinsätzen rutschte er gegen Saisonende durch Verletzungen in die Mannschaft. Spielte hier einen unauffälligen, stabilen Part.
Auch zu Beginn der Saison 2013/2014 fand sich kein Käufer. Zudem warf ihn ein Innenbandanriss 2 Monate aus dem Rennen. Völlig überraschend stellte ihn der neue Trainer Slomka im Februar 2014 gleich zum Amtsantritt in die Startelf. Slobodan dankte es ihm mit einer klasse grundsoliden Partie. Doch schon beim zweiten Spiel in Bremen erlitt er einen Kreuz- und Innenbandriss und fiel für den Rest der Saison aus. Auch die neue Saison bis Anfang Oktober nicht einsatzfähig. Doch dann zeigte er in der Rückrunde seine wahre Klasse. Ruhig hielt er die Defensive zusammen. Bis ihn Ende Februar eine Kapselverletzung im rechten Knie wieder vier Wochen außer Gefecht setzte. Wurde im Abstiegskampf immer wichtiger und war in den beiden dramatischen Relegationsspielen gegen Karlsruhe einer der besten. Trotzdem wurde im Juli 2015 sein Vertrag nicht verlängert.
So kam er in den 4 Jahren lediglich auf 42 BL-Partien mit 2 Toren, 2 Spielen in der Relegation und im Pokal gegen Eintracht Trier. Zu den Amateuren in der Regionalliga wurde er insgesamt 5 mal verdonnert (1 Tor). Die Relegation hat Hamburg auch Rajkovic, da dessen Kopfballtor im letzten Saisontor gegen Schalke 04 erst die beiden Qualifikationsspiele ermöglichte.
Nach dreimonatiger Arbeitslosigkeit fand er Ende September mit dem Aufsteiger Darmstadt 98 einen neuen Brötchengeber für den er sein Debüt im November exakt gegen den HSV feierte. 15 Spiele mit 1 Treffer in der BL und 1 im Pokal. Sicherte den Klassenerhalt, wechselte nach Saisonende aber in die italienische Serie A zu US Palermo. Platz 19 bedeutete am Saisonende den Abstieg.
Durchlief seit 2004 die Nachwuchsteams seines Landes von der U17 bis zur U21. 18 Begegnungen. Durch seien überzeugenden Leistungen spielte er sich auch in die serbische A-Nationalelf. Durch eine einjährige Sperre, die er erhielt, als er einem Schiedsrichter bei der Olympiade 2008 in China (hatte hier 3 Einsätze mit 1 Tor) ins Gesicht spuckte, musste er lange auf seinen dritten Einsatz warten. Bis zum Juni 2017 kam er auf 19 Spiele für die Serben.

BL-Saison Spiele Tore
2011/2012
2012/2013
2013/2014
2014/2015
2015-Rel
16
13
2
11
2
1
0
0
1
0
DFB-Pokal Spiele Tore
2011/2012 1 0

 

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Willi Reimann (24.12.1949)

Insgesamt bestritt Willi 287 Spiele in der ersten Bundesliga und erzielte dabei 93 Tore. Kam vom BV Rheine aus dem westfälischen Münsterland und spielte ab 1968 zwei Jahre mit TuS Bremerhaven 93 in der damals zweitklassigen Regionalliga Nord. Kam zu 51 Spielen und 26 Toren. Mit Hannover 96 war er von 1970 - 1974 vier Jahre in der Bundesliga. Dann mussten die Niedersachsen aber runter in die neu installierte zweite Bundesliga Nord. 44 Treffer in 112 Spielen bei den Niedersachsen ließen aufhorchen. Im Pokal wurde er 12 mal eingesetzt, wobei ihm 6 Treffer gelangen.
Wieder mal ein Stürmer, der als Nachfolger für Uwe Seeler geholt wurde. Die 700.000 DM bedeuteten die bis dahin höchste Ablösesumme des HSV. In 7 Jahren erzielte er in 175 BL-Spielen beachtliche 49 Tore. Im Pokal gelangen ihm in 21 Partien 7 Treffer. Er wurde mit dem Club 1979 Deutscher Meister und 1975/1976, 1979/1980 sowie 1980/1981 Vizemeister. Er holte 1976 gegen Kaiserslautern den DFB-Pokal und stand in diesem Wettbewerb 1974 gegen Eintracht Frankfurt im Finale.
Die größten Erfolge waren jedoch der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1977 gegen den RSC Anderlecht und das Finale im Europapokal der Landesmeister 1980 gegen Nottingham Forrest. Bei den Landesmeister wurde er 7 mal eingesetzt (1 Tor) und bei den Pokalsiegern brachte er es auf 12 Einsätze mit 6 Toren. 19 mal lief er im UEFA-Cup auf (5 Treffer) und 9 mal im Intertoto-Cup (5 Tore). Der Torjäger galt als schwieriger Charakter, unbeherrscht, widerspenstig, großes Schlitzohr, dazu sehr lauffaul.
 Ließ die Karriere von Sommer bis Ende 1981 in Kanada bei den Calgary Boomers ausklingen. in 17 NASL-Spielen gelangen ihm seine letzten 8 Treffer.
Trainerbeginn Anfang 1982 beim SC Eggenbüttel, dann bis zum Sommer 1986 bei Altona 93, die er von der Verbandsliga in die Oberliga führte. Mit dem Zweitligisten FC St. Pauli (1986 bis Nov. 1987) wäre er am Ende der Saison 1986/1987 fast aufgestiegen. Scheitert erst in der Relegation am FC Homburg.
Der HSV kaufte ihn im November 1987 aus seinem Vertrag, da dringend ein Nachfolger für den glücklosen Skoblar gebraucht wurde. Bis Januar 1990 erfolgreicher Trainer beim HSV. Erreichte 1989 Platz 4 und damit den UEFA-Cup. Wurde trotzdem nach nur gut 2 Jahren von Klaus-Dieter Ochs ersetzt. Führte anschließend den 1. SC Norderstedt (1991 - August 1993) in die Aufstiegsrunde zur 2. Liga.
Dann von Oktober 1994 - Oktober 1995 verantwortlicher Coach beim SV Lurup in der Regionalliga, ehe er im Oktober 1995 zum abstiegsbedrohten Zweitligisten VfL Wolfsburg wechselte, den er zunächst rettete und 1997 sensationell in die Bundesliga hievte, aber im März 1998 entlassen wurde. Seit der Saison 1998/1999 trainierte er den Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Nürnberg. Verließ den Klub aber im November schon wieder, weil seine Frau schwer an Krebs erkrankt war. Wechselte innerhalb der selben Saison im Februar 1999 wieder zurück zum Zweitligisten FC St. Pauli, warf dort aber im März 2000 nach etwas mehr als einem Jahr das Handtuch.
Erst 2002 übernahm Reimann wieder einen Trainerposten im Profifußball. Führte die sportlich und finanziell schwer angeschlagene Eintracht aus Frankfurt von der Zweiten Liga in die Bundesliga. Aber im Sommer 2004 wieder Abstieg und kurz darauf die Trennung. Nach einem eijährigen Gastspiel in den Emiraten bei Al Shaab CSC Dubai von Juni 2005 bis Juni 2006 (mit Unterstützung von Peter Nogly als Cotrainer) versuchte er vergeblich, Eintracht Braunschweig vor dem Abstieg in die Regionalliga zu bewahren. Wurde dort im März 2007 entlassen. Das war seine letzte Trainertätigkeit.
Zum Nationalspieler reichte es nicht ganz. Er wurde lediglich in 7 Spielen der deutschen U23 eingesetzt, wo er 5 mal einnetzte und 2 mal in der B-Nationalelf (2 Treffer).
Zu Frankfurter Zeiten wurde er für fünf Pflichtspiele gesperrt, da er in einem Spiel gegen Dortmund den vierten Schiedsrichter geschubst hatte. Weil er die Spiele aus einem Container von der Tribüne verfolgte, erhielt er den Spitznamen "Container-Willi." Wohnt in Norderstedt und ist immer noch HSV-Mitglied. Zu seinem 63. Geburtstag erklärte er in einem Interview: "Ich habe einen Knorpelschaden im Knie. Da ist an Fußball und Tennis nicht mehr zu denken. Golf ist eine Super-Alternative.“ Er ist jetzt oft am Golfklub auf der Wendlohe (an der A7 zwischen Schnelsen und Norderstedt) anzutreffen.

BL-Saison Spiele Tore
1974/1975
1975/1976
1976/1977
1977/1978
1978/1979
1979/1980
1980/1981
23
22
34
21
26
30
19
8
7
15
3
5
6
5
DFB-Pokal Spiele Tore
1973/1974
1974/1975
1975/1976
1976/1977
1977/1978
1979/1980
1980/1981
1
2
7
2
3
3
3
0
2
2
0
1
0
2
Europa Spiele Tore
1974/1975-to
1974/1975-ue
1975/1976-ue
1976/1977-po
1977/1978-to
1977/1978-po
1979/1980-la
1980/1981-ue
4
4
9
9
5
3
7
6
3
0
5
5
2
1
1
0
 
Liga-Pokal Spiele Tore
1976/1977-sc (1) (0)

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Matthias Reincke (23.12.1971)

Den größten Teil seiner Jugend wuchs er in einem Heim In Billstedt auf. Das Talent vom SV Billstedt-Horn wechselte im Sommer 1993 zum Regionalliga-Absteiger SC Concordia Hamburg. Nach dem sofortigen Wiederaufstieg drei Jahre mit 92 Spielen und 24 Toren bei den Wandsbekern. 1997 erfolgte der Abstieg in die Oberliga.
Zu Beginn der Saison 1997/1998 zum HSV. Eigentlich war der Angreifer für die HSV-Amateure vorgesehen, doch kam er bereits in den ersten Bundesligaspielen als Einwechselspieler zum Einsatz. Den Durchbruch schaffte er nicht. Spielte insgesamt 95 Minuten im HSV-Trikot. Durfte auch wegen eines auf der Dopingliste stehende Asthmamittels, das er benötigte, nicht mehr in den beiden Profiligen eingesetzt werden. Bei den Amateuren kam er auf 53 Einsätze und 20 Tore und 1 Spiel mit 1 Tor im Pokal.
Ging im Sommer 1999 zum SC Norderstedt (29 Spiele, 6 Tore in der Regionalliga). Am Saisonende folgte der Abstieg in die Oberliga, wo Reinke weitere 8 Einsätze mit 1 Tor in der Hinrunde hatte. Im Januar 2001 kurz zurück zum SV Billstedt-Horn und im Sommer 2001 für 2 Jahre zum Verbandsligisten TSV Sasel. Zum Abschluss gelang der Aufstieg in die viertklassige Oberliga.
Ab 2003 für sechs Jahre bei den "Elstern" vom ASV Bergedorf 95. Spielte dort in der Oberliga Nord mit Tibor Nadj, den er noch aus Hamburger und Norderstedter Zeiten kannte. Fungierte hier auch schon zeitweise als Co-Trainer. 2008 ging es eine Klasse tiefer in die Oberliga Hamburg. Insgesamt imposante 70 Tore in 175 Einsätzen. Dazu 2 Partien im DFB-Pokal. Wechseltee als 38jähriger im Sommer 2009 zum ebenfalls in der Oberliga Nord befindlichen SV Curslack-Neuengamme. Noch einmal 98 Oberligaspiele und 28 Tore. Nach 20 Jahren im Hamburger Amateurfußball und im Alter von 41 beendete "Matte" im Sommer 2012 seine lange Karriere. Wurde mehrfach zu Hamburgs Amateurspieler des Jahres gewählt.
Er schloss sich zunächst den Altherren des TSV Sasel an und übernahm im Sommer 2013 die dortige "Erste" als Trainer. Sein Vorgänger war der Fast-Namensvetter Andreas Reinke. Als Co-Trainer wechselte er im Sommer 2014 zum Hamburger Oberligisten SV Halstenbek-Rellingen, wo ex-HSVer Thomas Bliemeister das Kommando hatte. Als dieser Anfang des Jahres 2017 seinen Abschied zum Saisonende bekanntgab, trennte sich der Verein auch von Reincke.
Matthias wurde im Sommer Co-Trainer beim Oberligisten FC Teutonia 05 Ottensen.
Wenn er Zeit hat, zieht er sich auch das Trikot der HSV-Altliga über.

BL-Saison Spiele Tore
1997/1998 4 0

 

 

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Bastian Reinhardt (19.11.1975)

Der Abwehrrecke aus Ludwigslust hatte schon kurz in der HSV-Jugend gespielt und in Hamburg sein Abitur gemacht. Über die Jugendmannschaften von Empor Grabow, die sich nach der Wende SC Grabow nannten, 1.FC Magdeburg und VfL Wolfsburg (1992) war er in Hamburg gelandet. Spielte beim VfL 93 Hamburg 1994 in der neugeschaffenen Regionalliga Nord erstmals bei den "Herren." In 2 Jahren 64 Spiele, 4 Tore. Blieb nach dem Abstieg 1996 noch eine Saison in der Oberliga Hamburg. 27 Partien und 6 Tore.
Wechselte 1997 zum Nord-Regionallisten Hannover 96 (21 Spiele, 1 Tor). Qualifizierte sich als Meister in der Aufstiegsrunde (Bastian war beim Rückspiel dabei) gegen Tennis Borussia für die zweite Bundesliga. Scheiterte nur knapp am direkten Durchmarsch (Platz 4). Schaffte in 2 Jahren in dieser Liga 58 Einsätze mit 4 Toren.
Von dort im Sommer2000 zum Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld, wo er noch ein Jahr gemeinsam mit seinem späteren Trainer Bruno Labbadia spielte. Hier gelang 2002 der Aufstieg in die erste Liga. War bei allen 34 Begegnungen dabei und machte dabei 3 Tore. In der zweiten Liga kam er auf 65 Spiele und 5 Tore. 6 Einsätze mit 1 Tor hatte er im Pokal. Konnte zwar auch nicht den sofortigen Wiederabstieg verhindern, fiel aber den HSV-Verantwortlichen positiv auf.
Deshalb wurde Bastian zu Beginn der Saison 2003/2004 verpflichtet. Eroberte sich schnell einen Platz in der ersten Elf. Durch eine langwierige Verletzung vom Herbst 2004 lange außer Gefecht gesetzt, fand er erst Ende der Saison zu seiner Klasse zurück. Wurde immer wieder von Verletzungspech verfolgt, kämpfte sich aber auch immer wieder rasch in die Stammformation hinein. Bildete zusammen mit Mathijsen eines der besten Innenverteidigerpaare. Durch seine Geradlinigkeit, Solidität und Zuverlässigkeit ein Eckpfeiler und eine Stütze der HSV-Defensive. Immer wieder wurden "Stars" für seine Position geholt (z. B. Ujfalusi, Van Buyten, Boulahrouz, Kompany). Doch "Basti" setzt sich immer wieder durch, seine Konkurrenten verließen entnervt den Verein. 
Wollte dann schon seinen zum Sommer 2009 auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Aber dann war er froh, dass der HSV (auch bedingt durch sehr viele Langzeitverletzte) ihm im Juli eine erneute Chance gab und eine einjährige Vertragsverlängerung anbot. Denn schon beim Rückrundenauftakt gegen München zog er sich im Januar 2009 einen Mittelfußbruch zu und fiel schmerzlich die komplette Rückrunde aus. Im Juli 2009 brach der Mittelfußknochen bei einem Probetraining in den USA (bei Chivas L.A.) erneut und Basti fiel auch den Rest des Jahres aus. Nachdem er fast ein Jahr nicht gespielt hatte, genoss er das Trainingslager im Winter 2009 in Dubai, wo er erstmals wieder mit der Mannschaft trainierte. Kaum hatte er wieder Anschluss gefunden, musste er sich eine Zyste im Oberschenkel entfernen lassen. erneute 4 Wochen Pause. Kam deshalb in seiner letzten Saison lediglich auf einen 16minütigen Auftritt gegen Nürnberg.
Holte zwar in seinen 7 Profijahren beim HSV keinen Titel, kann aber trotzdem stolz auf seine Erfolge sein. Wurde 2006 Dritter in der Bundesliga. Erzielte in der Liga in 132 Partien 9 Treffer. Weitere 9 Einsätze waren es im Pokal und 3 im Ligapokal, den er 2003 gegen Dortmund gewann. 2009 stand die Mannschaft gegen Werder Bremen im Halbfinale des DFB-Pokals. Gegen diesen Verein war auch leider im selben Wettbewerb und im gleichen Jahr Schluss im UEFA-Pokal. 22 mal trug er hier insgesamt das HSV-Trikot. 6 mal lief er für die Hanseaten in der Champions League auf und im UI-Cup brachte er es auf 8 Begegnungen. 2003 und 2004 half er je 1 mal bei der Zweiten in der Regionalliga aus.
Die unfreiwillige Auszeit während seinen langwierigen Verletzungen in der Saison 2009/2010 nutzte er und absolvierte in der Presseabteilung der Geschäftsstelle ein Praktikum. Besonders seine locker und witzig geschriebene Praktikanten-Kolumne "Basti Backstage" auf der HSV-Homepage (und in der "HSV-Live") fand großen Anklang.
Wurde im Mai 2010 völlig überraschend zum neuen Sportchef befördert, nachdem fast 1 Jahr lang vergeblich ein Nachfolger für Didi Beiersdorfer gesucht wurde. Aber schon kurz nach seiner Ernennung gleich der erste Rückschlag. Urs Siegenthaler, der ihm zur Seite stehen sollte, machte einen Rückzieher. Im Mai 2010 wurde mit Frank Arnesen endlich ein hochkarätiger neuer Sportlicher Leiter gefunden, Bastian war nun vor allem für den gesamten Juniorenbereich zuständig. Im März 2013 verließ mit ihm wieder mal eine Identifikationsfigur den HSV, da Bastian seinen Trainerschein machen wollte. Im Januar 2014 übernahm er beim Niendorfer TSV in der Oberliga Hamburg seinen ersten Trainerjob, als Nachfolger für Vahid Hashemian. Im Februar zog noch einmal für ein Spiel (gegen Blankenese) die Fußballschuhe an.
Aber im Juli 2015 war er wieder bei "seinem" HSV zurück, als Co-Trainer der U17. Ab dem Sommer 2017 coachte er die U16.

BL-Saison Spiele Tore
2003/2004
2004/2005
2005/2006
2006/2007
2007/2008
2008/2009
2009/2010
26
19
14
25
32
15
1
3
0
0
1
3
2
0
DFB-Pokal Spiele Tore
2003/2004
2004/2005
2005/2006
2006/2007
2007/2008
2008/2009
1
1
1
1
2
3
0
0
0
0
0
0
Europa Spiele Tore
2003/2004-ue
2004/2005-ui
2005/2006-ui
2005/2006-ue
2006/2007-cl
2007/2008-ui
2007/2008-ue
2008/2009-ue
2
3
4
2
6
1
12
6
0
0
0
0
0
0
0
0
 
Liga-Pokal Spiele Tore
2003/2004-li
2006/2007-li
1
2
0
0

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Andreas Reinke (10.01.1969)

Begann 1975 bei Dynamo Güstrow als Stürmer und wurde dann zum Torhüter ausgebildet. Seit 1985 bei Dynamo Schwerin (die sich später "Polizei" oder "FSV" nannten), zunächst in der A-Jugend und ab 1987 drei Jahre in der zweitklassigen DDR-Liga, Staffel A. Neben 79 Ligaspielen hütete er auch 5 mal im Pokal das Tor.
kam von dort 1990 zum HSV. Spielte hauptsächlich in der Oberliga-Mannschaft, in der er 84 mal eingesetzt wurde und wo ihm sogar 2 Treffer gelangen. Bei den Amateuren kam er auch zu 5 Pokalbegegnungen. Ein Bundesliga-Einsatz (gegen die Stuttgarter Kickers), sein unüberwindbarer Konkurrent im Tor war Richard Golz. Musste nebenbei Pizza und Eis ausfahren. Wechselte danach im Sommer 1993 zum Stadtrivalen FC St. Pauli in die 2. Liga. Hier sofort Stammtorhüter mit 35 Einsätzen und 2 Pokalpartien.
Ein Jahr später 1994 zum 1. FC Kaiserslautern, mit dem er 1996 den DFB-Pokal gewann, aber in diesem Jahr auch in die 2. Liga abstieg. Machte dort 25 Spiele, kehrte postwendend wieder ins Oberhaus zurück und wurde sensationell Deutscher Meister 1997/1998. In fünf Jahren stand er für die Pfälzer 136 mal im Bundesligator. Hütete 1996 im Supercup gegen Dortmund sowie im Ligapokal 1998 gegen den VfB Stuttgart und 1999 gegen Leverkusen den Kasten. 15 Einsätze im DFB-Pokal und 2 im Europapokal der Pokalsieger. 8 mal wurde er in der Champions League eingesetzt und 12 mal im UEFA-Pokal. Wurde bei den Pfälzern Ehrenmitglied.
2000 für eine Saison nach Griechenland zum Pokalsieger Iraklis Saloniki. 19 mal in der Super League und 4 mal im UEFA-Cup dabei. Die folgenden zwei Jahre dann zu Real Murcia in die zweite spanische Liga. Kam auf 79 Einsätze in der Segunda División und 6 in der Copa del Rey, dem spanischen Pokal. Wurde 2003 zu Spaniens Torhüter des Jahres gewählt und war in Spanien eine Art Volksheld. Verabschiedete sich mit dem Aufstieg in die Primera División.
Im Juli 2003 zu Werder Bremen, zum ersten Training reiste er mit seinem VW-Bus aus Spanien an. Wurde hier 2004 prompt wieder Deutscher Meister und Pokalsieger, holte somit das Double. Zudem in der Saison 2005/2006 Vizemeister und 2006 Ligapokalsieger. Drei Jahre hielt er in der Champions League sein Tor gegen Granaten wie Inter Mailand, FC Barcelona oder FC Chelsea sauber (insgesamt 17 Spiele). In 5 UI- und UEFA-Cup Begegnungen war er der Keeper. Durch eine sehr schwere Gesichtsverletzung mit etlichen Trümmerbrüchen, hervorgerufen durch das Knie von Martin Stranzl (entging dabei nur knapp dem Tod) im Februar 2006 beim Spiel gegen den VfB Stuttgart verlor er seinen Platz an Tim Wiese, den er wegen dessen guten Leistungen nicht mehr aus dem Tor verdrängen konnte.
Er beendete deshalb im Sommer 2007 nach 228 Spielen in der ersten Bundesliga und 60 Spielen in der 2. Liga seine Karriere. Kann in Bremen auf 91 Bundesligaspiele, 16 Pokalfights und 4 Partien im Ligapokal zurückblicken. Zum Abschluss in Bremen wurde ihm noch bei einem Einbruch in seine Wohnung fast seine komplette Trikotsammlung aus 16 Profijahren sowie die Kopie der Meisterschale geklaut.
Nachdem Bremen vom versprochenen Job als Torwarttrainer plötzlich nichts mehr wusste, war er vom Juli 2007 bis zum November 2008 stattdessen als Honorartrainer für die Deutsche U21 als Torwart-Trainer zuständig. Sein Vorgänger dort war der Ex-HSVler Jupp Koitka. Nachdem auch der DFB auf eine unschöne Art und Weise auf eine Weiterverpflichtung verzichtete, lebte er mit seiner Familie und vielen, vielen Tieren auf einem Bauernhof in Bölkow bei Güstrow. Im Original-Dreiseithof "Lindenhof" (www.lindenhof-reinke.de/) wurden "Enten, Gänse, Hühner, Schweine, Kaninchen und Rinder artgerecht gehalten, geschlachtet und zu Wurst verarbeitet. Nebenbei trainierte er Kinder in Fußball-Schulen. Er leidet immer noch an den Folgen der Gesichtsverletzung, hat andauernd Kopfschmerzen, Geruchs- und Geschmacksverlust. 
Im Sommer 2010 übernahm er den Verein an seinem Wohnort, den Bölkower SV, und stieg sofort in die Landesliga-Nord auf. Von Sommer 2010 bis zum Dezember 2012 beim Hamburger Club TSV Sasel. Sein Nachfolger war Matthias Reincke. Im Juni 2013 drängte es ihn aber wieder in den Profifußball zurück. Er unterschrieb beim drittklassigen Traditionsverein Hansa Rostock als Tor- und Co-Trainer. Das Intermezzo dauerte nur bis April 2014. Als Trainer Bergmann entlassen wurde, musste auch er gehen.
Wurde als einziger Stammtorhüter Deutscher Meister mit zwei Vereinen. Auf seine Nachfolger im Tor ist er nicht allzu gut zu sprechen: "Für mich haben im Fußball immer andere Werte gezählt, wie Kameradschaft, Freundschaft, der Wille, etwas gemeinsam zu schaffen. Heute geht es doch nur noch darum, wer das dickste Tattoo am Arsch hat“.

BL-Saison Spiele Tore
1991/1992
1992/1993
1
0
0
0

 

 

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Uwe Reuter (27.11.1937 - +15.12.2011)

Auch ein Spieler, dessen Zenit in der Oberligazeit lag. Begann bei Uhlenhorst-Herta und wechselte zur Jugend (wo er erstmals mit Uwe Seeler, Klaus Stürmer und Gerd Krug spielte) und dann 1954 zu den Amateuren des HSV. Von dort ins Oberligateam. Erster Einsatz 1956 in der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft. In der Zeit von 1956 bis 1960 und von 1961 bis 1963 brachte er es neben seinen 126 Liga-Spielen mit tollen 49Toren auf 19 Endrundenbegegnungen um die Deutsche Meisterschaft (6 Tore), 15 DFB Pokal-Spielen mit 7 Treffern und 1 Europapokal-Spiel (1963 bei US Luxemburg).
Stand sowohl 1957 (gegen Dortmund) als auch 1958 (gegen Schalke) in den verlorenen Endspielen zur Deutschen Meisterschaft. Beim Gewinn der Meisterschaft 1960 gegen den 1.FC Köln war der schnelle Rechtsaußen allerdings nicht dabei, da er just zu diesem Zeitpunkt wegen seines Studiums in Oxford weilte. Zwischendurch lief der Philologiestudent in der Saison 1960/1961 während des Studiums für 1860 München in der Oberliga Süd auf. Hatte hier 11 Berufungen und traf 2 mal. Beim Gewinn des DFB-Pokals 1963 gegen Borussia Dortmund war er nur in einem Match gegen Bayern Hof dabei.
 Uwe gehörte auch in der allerersten Bundesliga- Saison zum Kader des HSV. In der Saison 1963/1964 kam er allerdings nur in drei Spielen zum Einsatz. Im Pokal stürmte Uwe 1 mal gegen die SpVgg Fürth. Ließ sich dann reamateurisieren und beendete kurz darauf seine Karriere. Arbeitete dann bis zur Pensionierung als Sport- und Englischlehrer In Hamburg.
Laut dem HSV-Nachschlagewerk "Immer erster Klasse" (von Jens R. Prüß und WV. Skrentny) trainierte er 1959 während eines halbjährigen Studienaufenthalts in England als Gast auch einige Wochen bei Arsenal London und Cambridge City. Von den Mitspielern wurde er, gemeinsam mit Gerd Krug und Jürgen Werner als "Intellektuellen-Trio" gefrotzelt. Natürlich ist er auch am Walk of fame" mit Fußabdruck verewigt.
Am 15. Dezember 2011 verstarb er nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 77 Jahren. Sein Mitspieler und Kapitän Jochen Meinke äußerte sich zum Tod von Reuter: "Er war ein feiner Kerl, ein Kumpel, auf den man sich in jeder Lage verlassen konnte." In seiner Todesanzeige stand: "Das schönste Denkmal, dass ein Mensch bekommen kann, steht im Herzen seiner Mitmenschen."

BL-Saison Spiele Tore
1963/1964 3 0
DFB-Pokal Spiele Tore
1963/1964 1 0
Europa Spiele Tore
1963/1964-po 1 0

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Marko Riegel (04.09.1974)

Riegel spielte in der Jugend zunächst beim Lübecker Vorortverein VfL Vorwerk, beim VfL Bad Schwartau und dann bei Phönix Lübeck, mit denen er in die Oberliga Nord für A-Junioren aufstieg und noch ein Jahr bei den Herren kickte. Von dort kam er 1994 zu den HSV-Amateuren. Als der HSV in der Saison 1995/1996 in große Personalnöte geriet, weil ein Großteil der Mannschaft verletzt war, wurde aus dem Vertragsamateur über Nacht ein Profi. Kam in der Rückrunde 6 mal zum Einsatz, auch in der nächsten Saison drei Kurzeinsätze. Bei den Amateuren war der Innenverteidiger eine feste Größe, spielte in den 4 Jahren 136 mal (1 Tor) in der Oberliga bzw. Regionalliga.
Ab1998 für eineinhalb Jahre beim VfB Lübeck. 29 Regionalliga-Spiele und eins im Pokal. Erreichte Platz 2 in der Liga. Anfang 2000 Wechsel zum FC Schönberg 95. Bei letzteren spielte der Abwehrspieler bis 2006 in der ersten und dann 2 Jahre in der zweiten Mannschaft. In der (viertklassigen) NOFV-Oberliga Nord kam er insgesamt auf 137 Einsätze und 4 Spiele.
Nach der Spielzeit 2006/2007 zog der Verein die Mannschaft aus finanziellen Gründen zurück und startete eine Klasse tiefer in der Verbandsliga. Seit Sommer 2008 lief der Kapitän wieder für die erste Mannschaft auf.
Dier Verein hatte im DFB-Pokal bei der Ziehung immer Glück und bekam Gegner wie München, Stuttgart, Mönchengladbach oder dem HSV zugelost. Mit Michael Koch und Sven Wittfot hatte er hier weitere Mitstreiter, die auch schon das Trikot mit der Raute trugen. Im Sommer 2011 ließ er dann mit 37 Jahren seine Karriere beim Sereetzer SV ausklingen.
Völlig überraschend begann er seine zweite "Karriere" im November 2013 als Zeugwart beim fränkischen 1.FC Nürnberg. Raphael Schäfer, den er noch aus seiner Lübecker Zeit kannte, hatte ihn vermutlich dorthin vermittelt.

BL-Saison Spiele Tore
1995/1996
1996/1997
6
3
0
0

 

 

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Siegfried Riemann (ca. 1954)

"Fitti" wurde auch von Manager Gerhard Heid als 18jähriger aus dem Ruhrgebiet von Schwarz-Weiß Essen und dem Essener Vorortverein VfL Kray an die Alster gelockt. Der Jugendnationalspieler war von 1972 - 1974 als Ersatzkeeper im Kader, hatte zu viele gute Leute vor sich, stand nie im Tor der Profis. Hatte gegen Rudi Kargus und Arkoc Özcan keine Chance. 
Über ihn und seinen weiteren Werdegang ist in den gängigen Nachschlagewerken und Internetseiten so gut wie nichts zu finden, auch nicht  sein Geburtsdatum. Erst Günter Gutknecht konnte hier mit seinem großen Wissen weiterhelfen.
1974 ging Riemann wieder zu  Schwarz-Weiß Essen zurück, musste dort aber schon 1976 nach einer schweren Armverletzung das Torehüten beenden. Absolvierte dann bis 1979 seine Trainerausbildung. Von 1979 bis 1989 stand er im Tor des Essener Vorortvereins BV Altenessen.
Später arbeitete er als Torwarttrainer beim FC Kray und den Amateuren von RW Essen. Bei Preußen Steele war er für die Mannschaft alleinverantwortlich.

BL-Saison Spiele Tore
1972/1973
1973/1974
0
0
0
0

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Tomas Rincon (13.01.1988)

Begonnen hat alles in seiner venezolanischen Heimatstadt bei einem Verein mit dem klangvollen Namen Deportiva Monseñor Arias Blanco. 2004 zur Jugend von UA Maracaibo und 2006 zum dortigen B-Team. Ab Januar 2007 spielte er beim FC Zamora erstmals in der Primera División. 31 Begegnungen in der Liga und 2 bei der Copa Sudamericana. Im Sommer 2008 der Wechsel zum amtierenden Meister Deportiva Tchira. Bis Jahresende 18 Einsätze.
Der zu dem Zeitpunkt 21-jährige Mittelfeldspieler wurde im Januar 2009 vom HSV als Option für die Zukunft geholt und als Alternative für das defensive Mittelfeld. Er sollte Nigel De Jong ersetzen, von dessen Ablöse von 20 Millionen auch ein Teil für Rincon verwendet wurde. Er wurde zunächst bis zum Jahresende von Tachira ausgeliehen, der HSV hatte eine Option auf eine Weiterverpflichtung. Nach seinem Wechsel zum HSV hatte ihm Tachira zunächst die Freigabe verweigert. Aber nach Verhandlungsgeschick der Hamburger erhielt er im Februar die Spielgenehmigung. Aufgefallen war der in seiner Heimat als kommender Star gehandelte Rincon den HSV-Verantwortlichen bei der U20-Südamerikameisterschaft 2007. Wuchs rasch zum Führungsspieler seiner Nationalmannschaft und wurde mit Deportiva Tachira kurz vor Weihnachten Meister seines Landes. Er wirkte sehr engagiert, ehrgeizig und kampfstark.
Lange Zeit sah es aber so aus, als ob es nur eine kurze Beziehung zwischen Rincon und dem HSV geben würde. Er bekam keine Einsätze und wurde schon als Flop abgetan. Die Umstellung von seiner Heimat nach Europa konnte er nicht so einfach verkraften. Er kam auch im kältesten Winter seit Jahren. Ze Roberto und Guerrero kümmerten sich um ihn. Durch die dramatische Verletztenmisere im Herbst 2009 rückte er ins Team und spielte sich bissig und einsatzfreudig in die Herzen der Fans. Auch international überzeugte er in der Europa League als Abräumer vor der Abwehr oder als Außenverteidiger. Deshalb verwunderte es nicht, dass ihm der HSV einen Vertrag bis 2014 anbot.
Bei der Copa America 2011 erreichte er mit seinem Nationalteam einen hervorragenden 4. Platz und wurde trotz zweier Platzverweise (!) zum besten Spieler des Turniers gewählt. War auch bei der Copa America 2015 dabei. Bei der in den USA ausgetragenen Copa America Centenario 2016 schied er mit der Mannschaft im Viertelfinale gegen Argentinien aus. Bis August 2017 spielte er 84 mal in der Nationalelf.
Seit der Saison 2011/2012 auf der "Doppelsechs" gesetzt und seitdem unangefochtener Stammspieler. Konnte wegen einer Beinhautentzündung in der Vorbereitung und in den ersten 9 Spielen der Hinrunde der neuen Saison lange nicht eingreifen. Fand in der Rückrunde zu seiner Form als "Terrier" zurück. Da der HSV  im Sommer 2014 finanziell und spielerisch am Ende war, mussten teure Leistungsspieler verkauft werden. So fiel auch Tomas Rincon den Sparmaßnahmen zum Opfer. Nach 106 Bundesliga-Einsätzen im HSV-Trikot ging der Venezolaner mit dem riesigen Kämpferherz in die Serie A zum FC Genua 1893. Stilecht verabschiedete er sich mit einem offenen Brief: "Ich danke für die Unterstützung und Wertschätzung. Ich habe viel gelernt in dieser Zeit. Dafür werde ich diesem großartigen Verein immer dankbar sein. Ich habe die Raute stets mit Stolz und Respekt getragen.
Beim HSV wurde er auch in 7 Pokalpartien, 2 UEFA-Cup-Spielen und 11 Europa League-Begegnungen eingesetzt. Spielte hier auch in den Halbfinals gegen FC Fulham. Auch in den beiden letztlich erfolgreichen Relegationsspielen gegen Greuther Fürth wirkte er mit.
War in Genua sofort Stammspieler, wurde zum "Leader" und fühlte sich auf Anhieb heimisch, da seiner Meinung nach die italienische der südamerikanischen Kultur ähnlich ist. Im Sommer 2016 wurde er als möglicher Neuzugang bei Schalke 04 gehandelt. Er blieb aber bis Anfang 2017 und kämpfte in 78 Spielen (3 Tore) in der Serie A und 4 Partien in der Coppa Italia für Genua.
Wechselte dann zum amtierenden Meister Juventus Turin. Gewann mit der "Alten Dame" das Double aus Meisterschaft und Pokal. 13 Einsätze in der Liga und jeweils 3 in Pokal und Champions League. Aber schon im August trennten sich die Wege wieder. Tomas ging für ein Jahr auf Leihbasis zum "kleinen" Stadtrivalen FC Turin.

BL-Saison Spiele Tore
2008/2009
2009/2010
2010/2011
2011/2012
2012/2013
2013/2014
2014-Rel
1
17
19
27
20
22
2
0
0
0
0
0
0
0
DFB-Pokal Spiele Tore
2008/2009
2010/2011
2011/2012
2013/2014
1
2
2
2
0
0
0
0
Europa Spiele Tore
2008/2009-ue
2009/2010-el
2
11
0
0

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Hans-Jürgen Ripp (24.06.1946)

Ein echter "Hamburger Jung" aus Niendorf. Der technische Zeichner begann in der Jugendabteilung des HSV und kickte dann bei den Amateuren. Lief anschließend bei Vorwärts-Wacker 04 Billstedt dem Leder hinterher. Nach einem Jahr wechselte er zum SC Stern-Pfeil (der später mit dem Dulsberger SC zum Dulsberger SC Hanseat von 1899 fusionierte). Der Trainer des SC Sperber, der frühere HSV-Crack Erwin Piechowiak holte ihn nach Alsterdorf.
Von dort kehrte er 1970 wieder an den Rothenbaum zurück. "Ditschi" gehörte zwischen 1970 und 1979 zum festen Bestandteil des Bundesliga-Kaders. War Libero der Mannschaft, die 1977 gegen den RSC Anderlecht den Europapokal der Pokalsieger nach Hamburg holte. 1979 Deutscher Meister und 1976 DFB-Pokalsieger gegen Kaiserslautern. Jeweils Zweiter in der Bundesliga (1976) und im DFB-Pokal (1974 gegen Eintracht Frankfurt). Stand 1977 in den Supercup-Finals gegen den FC Liverpool. Erwarb sich den Ruf als "Erfinder des Übersteigers." Ließ in seiner letzten Saison stark nach, ging Zweikämpfen aus dem Weg, wirkte lässig und unmotiviert.
177 Spiele und KEIN Tor für den HSV in der Bundesliga. Das gelang ihm 1 mal in 20 Pokalpartien.
9 Einsätze im Pokalsieger-Wettbewerb und 2 im Supercup. Weitere 21 Begegnungen mit 1 Tor ( gegen Brasov 1974) in UEFA-, Toto- und Messepokal. Insgesamt absolvierte er (mit Freundschaftsspielen) über 400 Partien für seinen HSV.
Von 1979 bis 1981 beim Amateurligisten SK Lüneburg. Als Trainer bis Dezember 1982 bei FSV Harburg, stieg in die Verbandsliga auf. Dann u.a. Vorwärts/Wacker 04 Billstedt, Barmbek-Uhlenhorst, um 1987 bei Barmbek-Uhlenhorst und 1992 beim SC Poppenbüttel. 1991 unterschrieb er einen Vertrag bei Concordia, den der Verein aber platzen ließ.
Von Herbst 2006 bis Januar 2007 bei TSV Wandsbek/Jenfeld. Spielt auch noch oft in der HSV-Altliga. Er lebt seit seinem 6. Lebensjahr fast ununterbrochen in Barmbek und war auch noch als Vertreter bei der "Baugenossenschaft der Buchdrucker" beschäftigt.
Sein Name tauchte 2014 in einem Blog des Lüneburger SK auf, als er sich als Umzugshelfer für den Verein bereit erklärte.

BL-Saison Spiele Tore
1970/1971
1971/1972
1972/1973
1973/1974
1974/1975
1975/1976
1976/1977
1977/1978
1978/1979
28
23
10
10
16
20
34
28
8
0
0
0
0
0
0
0
0
0
DFB-Pokal Spiele Tore
1970/1971
1971/1972
1972/1973
1973/1974
1974/1975
1975/1976
1976/1977
1977/1978
3
2
3
2
1
3
2
4
0
0
0
0
0
0
0
1
Europa Spiele Tore
1970/1971-me
1971/1972-ue
1974/1975-to
1974/1975-ue
1975/1976-ue
1976/1977-po
1977/1978-to
1977/1978-su
1977/1978-po
3
2
3
4
3
7
6
2
2
0
0
0
1
0
0
0
0
0
 
Liga-Pokal Spiele Tore
1972/1973-li
1976/1977-sc
7
(1)
0
(0)

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Frank Rohde (02.02.1960)

Der Rostocker (erster Verein: FC Dynamo Rostock Mitte) war eine echte Persönlichkeit. Mit dem Stasi-Verein Berliner FC Dynamo, dem der gelernte Schlosser von 1969 bis 1990 angehörte und für den er 11 Tore in 200 Oberligaspielen erzielte, wurde er 9mal DDR-Meister (durchgehend von 1980 bis 1988) und war lange Zeit Kapitän. Den FDGB-Pokal gewann er 1988 und 1989 und stand drei mal im Finale, war hier insgesamt 11 mal (1 Tor) dabei. Zu den 21 Begegnungen im Europapokal der Landesmeister (darunter 1982 zwei mal gegen den HSV) mit 1 Treffer, gesellen sich weitere 3 Partien im Pokal der Pokalsieger.
"Wuschi" kam nach der Wende im Sommer 1990 als gestandener DDR-Nationalspieler (42 Spiele) von Berlin zusammen mit Thomas Doll (den er überredete) zum HSV und bestritt 103 Spiele mit 7 Toren für die Hanseaten. Der 30jährige wurde für Dittmar Jakobs (der wegen seines dramatischen Unfalls seine Karriere beenden musste) geholt. Auch außerhalb des Spielfelds immer engagiert, nahm kein Blatt vor den Mund. Verfügte über Übersicht und ein gutes Stellungsspiel. Wurde auch hier zum Kapitän berufen. Grundsolider, routinierter zweikampfstarker Abwehrspieler, an dem es nur selten ein Vorbeikommen gab. Der umsichtige Abwehrorganisator avancierte zu einer Stütze des Teams und war der erste DDR-Nationalspieler, der sich als Defensivspieler in der Bundesliga durchsetzte. 7 Partien im DFB-Pokal folgten 6 weitere (mit 2 Toren) im UEFA-Pokal.
Unterschrieb anschließend 1993 einen Vertrag über 2 Jahre beim Zweitligisten Hertha BSC Berlin. Auch hier sofort wieder Kapitän und Leitwolf. Kam neben 48 Zweitligabegegnungen und 3 Tore auf 3 Einsätze im Pokal. Ab dem Sommer 1995 bei den Reinickendorfer Füchsen in der Regionalliga, zuerst Spieler und Co-Trainer und dann ab Herbst 1995 hauptverantwortlicher Trainer. Nachdem er die Spielerkarriere Ende 1995 beendete, blieb er als Coach bis Oktober 1997. Für die Reinickendorfer folgte dann am Ende der Saison der Zwangsabstieg.
Anschließend bis Januar 1998 "Co" und dann bis Mai 1999 hauptverantwortlich Trainer beim FC Sachsen Leipzig, ebenfalls in der (damals drittklassigen) Regionalliga Nordost. Es folgte ein erstes Engagement ab September 2002 beim eben in die NOFV-Oberliga (Staffel Nord) aufgestiegenen SG Eintracht Oranienburg. Nach dem sofortigen Abstieg in die Verbandsliga die Trennung.
Seit Juli 2003 beim FC Chemnitz in der Regionalliga. Nach dem vorzeitigen Abgang dort im September 2004 wegen Abstiegsgefahr 2005 zurück nach Oranienburg, die jetzt in der sechstklassigen Brandenburg-Liga kickten und sich nach der Umbenennung Oranienburger FC Eintracht nannten. Dort spielte auch sein Sohn Ronny. Seit April 2010 Trainer beim SV Falkensee-Finkenkrug in der gleichen Liga. Höhepunkt hier war wohl 2012 das Spiel im Pokal gegen den VfB Stuttgart. Ende September 2015 gab er seinen Abschied bekannt und unterschrieb schon im November beim Ligakonkurrenten Preussen Eberswalde.
Im Trikot von Hertha BSC erzielte er im Juli 1993 bei seinem ersten Zweitligaspiel gegen Jena ein Eigentor, dass zum "Tor des Monats" gewählt wurde.
Rückblickend meinte er zu seiner HSV-Vergangenheit: "Es war die schönste Zeit in meiner Profi-Laufbahn, die zugleich sehr intensiv war, da wir zwei Jahre gegen den Abstieg gespielt haben. "Hat beschlossen, nur noch Amateure zu trainieren und "etwas runterzufahren." Nach 18 Wohnungsumzügen ist er in Bärenklau heimisch geworden, 1/2 Stunde nordwestlich von Berlin und betont: "Ich habe Abstand gefunden und vermisse nichts."

BL-Saison Spiele Tore
1990/1991
1991/1992
1992/1993
32
37
34
0
4
3
DFB-Pokal Spiele Tore
1990/1991
1991/1992
1992/1993
4
1
2
0
0
0
Europa Spiele Tore
1991/1992-ue 6 2

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Peter Rohrschneider (30.05.1946)

27 Spiele in der Bundesliga zwischen Oktober 1966 und Februar 1968 bestritt er für den HSV, zudem wurde er 4 mal im DFB-Pokal und 2 mal im Pokal der Pokalsieger eingesetzt. Er kam vom Harburger TB über die HSV-Amateure. Dabei konnte Peter Rohrschneider sich einmal in die Torschützenliste eintragen. Stürmte neben Charly Dörfel und Uwe Seeler. Ein Stammspieler wurde er nicht. Er war auch nicht in der Mannschaft, die 1968 das Endspiel im Europapokal der Pokalsieger gegen den AC Mailand verlor. 1968 für ein Jahr in die Schweiz zum FC Thun. Nach der Rückkehr für 3 Jahre bei ASV Bergedorf 85.
Von 1972 bis 1975 wiederum drei Jahre als Spielertrainer bei SV Curslack-Neuengamme und bis Sommer 1978 beim TSV Reinbek. Anschließend trainierte er 3 Jahre bis 1981 die "Elstern" von Bergedorf 85. Nach einem Zwischenstopp in der Saison 1981/1982 beim Hummelsbütteler SV übernahm er von August 1982 bis März 1984 erneut bei Bergedorf das Zepter. In der Zeit zwischen 1984 und 1987 war er in Personalunion Spieler und Co-Trainer bei Rot-Weiß Wilhelmsburg und GLEICHZEITIG Trainer des SV Boernsen. Dann von 1988 bis 1990 für 2 Jahre Trainer beim TSV Buchholz 08. Die ganze Zeit (auch als er beim HSV war) bis 1990 arbeitete er weiter als Chemie-Laborant. 
Ab 2005 trainierte er wieder seinen Stammverein Harburger TB, neben der Herren- übernahm er auch noch die Jugendauswahl. Aber diese Tätigkeit wurde abrupt beendet. Er wurde verurteilt und saß seit März 2007 für 6 Jahre im Gefängnis. Er hatte um 1991/1992 mindestens 10 Banken in kleineren ostdeutschen Städten überfallen und soll dabei 331.800 Mark erbeutet haben. Doch erst als sein damaliger Komplize, der wegen anderer Straftaten festgenommen wurde, aussagte, flogen diese Überfälle auf. 2008 bekam er zusätzlich eine Geldstrafe, weil er zwei Justizvollzugsbeamte als „SS-Schergen“ bezeichnete.
Das war nicht die erste Straftat von Peter Rohrschneider. Er wurde 1968 bereits zu sieben Monaten auf Bewährung verurteilt, weil er einen 13-Jährigen sexuell belästigt haben sollte. Zwischen 1990 und 1994 wurde er wegen Betrügereien und einem versuchten Banküberfall zu Geld- und einer Bewährungsstrafe verurteilt. Als eine von ihm gegründete Import-Export-Firma für Russland floppte, begann er, Taxi zu fahren. Ob er zwischenzeitlich entlassen ist und was er jetzt macht, war nicht zu recherchieren.

BL-Saison Spiele Tore
1966/1967
1967/1968
20
7
1
0
DFB-Pokal Spiele Tore
1966/1967 4 0
Europa Spiele Tore
1967/1968-po 2 0

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Wolfgang Rolff (26.12.1959)

Der Niedersachse begann bei TSV Lamstedt und der Jugend des OSC Bremerhaven, mit denen er 1979 in die 2.Bundesliga-Nord aufstieg, 35 Partien ablieferte und 6 mal traf. Wechselte 1980 zum Ligakonkurrenten Fortuna Köln, mit denen er für die Saison 1981/1982 die Qualifikation für die jetzt eingleisige 2.Bundesliga schaffte. Kam hier in den 2 Jahren zunächst auf 75 Ligaspiele (15 Tore) und 3 Pokaleinsätze.
1982 von Günther Netzer zum HSV gelotst, wo er sich zum Nationalspieler entwickelte. Nachdem er zuvor schon für die deutsche U21 in 20 Partien dabei war und 1982 Vizeeuropameister wurde, holte er sich dann auch im A-Team seine Meriten. Vizeweltmeister 1986, EM-Teilnehmer 1984 und 1988, 37 Einsätze.
 Feierte in Hamburg seine größten Erfolge: Deutscher Meister 1983, Vizemeister 1984, Finalist 1983 sowohl im UEFA-Supercup (gegen den FC Aberdeen) als auch im Weltpokal (gegen Gremio Porte Allegro). Aber in erster Linie der Gewinn des Europapokals der Landesmeister am 25.05.1983 in Athen gegen Juventus Turin. "Wolle" war ein ganz wichtiger Mittelfeldmotor, ein Staubsauger vor der Abwehr, hielt den Spielmachern, vor allem Felix Magath, der Rücken frei. 129 Spiele und 24 Tore in der Liga und 8 Einsätze im Pokal. Im UEFA-Cup in 7 Begegnungen dabei, bei den Landesmeisten waren es 9 (mit 2 Treffern) und in Weltpokal und Supercup 3 Spiele.
Anschließend ab 1986 für 3 Jahre zu Bayer Leverkusen, wurde hier rasch zum Kapitän bestimmt. 99 Spiele und 8 Tore in der Bundesliga, 7 Partien (2 Tore) im Pokal und 18 Einsätze mit 3 Treffern im UEFA-Pokal. Diesen Wettbewerb gewann er 1988 gegen Espanyol Barcelona. Es folgte ein einjähriges Intermezzo beim eben in die zweite französische Liga abgestiegenen Racing Straßburg (30 Partien, 4 Tore).
 Lief in der Saison 1990/1991 20 mal für Bayer Uerdingen in der Bundesliga auf (plus 2 Begegnungen im Pokal). Nach dem Abstieg am Saisonende äußert erfolgreich beim Karlsruher SC, war beim legendären 7:0 gegen Valencia im UEFA-Cup dabei. Kam in drei Spielzeiten zu 94 BL-Spielen und 14 Toren und 3 Spielen im Pokal. IN UEFA- und UI-Cup war er in 8 Begegnungen dabei.
1994 für gut ein Jahr mit eher mäßigem Erfolg beim 1. FC Köln (14 BL-Spiele + 2 im Pokal und 1 im UI-Cup) und im September 1995 nochmals für eine Saison zurück zu Fortuna Köln. Machte hier noch einmal in der 2. Liga 16 Spiele und erzielte dabei 2 Tore. Er war in allen Mannschaften der Leitwolf, war auch fast überall Kapitän.
Begann dann als Trainer- Assistent von Felix Magath in der Saison 1996/1997 wieder beim HSV. Kurz nach dessen Entlassung war zum Saisonende auch für Rolff das Kapitel Hamburg beendet. Im Dezember 1997 für ein halbes Jahr Chef beim SV Meppen. Konnte aber den Abstieg aus der 2. Liga in die Regionalliga Nord auch nicht mehr abwenden. Anschließend vom Sommer bis Dezember 1998 Co-Trainer beim VfB Stuttgart (nach dem Rauswurf von Winfried Schäfer dort für 3 Wochen Chefcoach) und von November 2000 bis Juni 2001 von Berti Vogts bei Bayer 04 Leverkusen.
Als Co-Trainer von Vogts im September 2001 bis Oktober 2002 für ein Jahr zur kuwaitischen Nationalelf. Gewann hier die West Asienspiele und erreichte beim Gulf-Cup den dritten Platz. Nach einer Pause, wo er unter anderem ehrenamtlich für die Spielergewerkschaft VDV ein Trainingscamp für arbeitslose Kicker abhielt, ging er zu Werder Bremen. Seit der Saison 2004/2005 war er Co-Trainer von Thomas Schaaf beim alten norddeutschen Erzrivalen. Nach dessen Demission im Mai 2013 wurde er für ein Spiel zum Cheftrainer befördert und anschließend entlassen. Größte Erfolge waren der Pokalsieg 2009 gegen Leverkusen, das Finale 2009 im UEFA-Pokal gegen Schachtar Donezk (nachdem zuvor der HSV besiegt wurde) und neben dem Finale im Pokal 2010 gegen München die Vizemeisterschaften 2006 und 2008.
Ab Februar 2014 stand er bei der Nationalelf von Aserbaidschan wieder an der Seite von Berti Vogts. Im Juli 2014 folgte er Schaaf als "Co" zu Eintracht Frankfurt. Nach dessen Demission für 2 Freundschaftsspiele nach der Saison für die Profis verantwortlich. Wechselte im August 2005 zurück nach Kuwait als Trainer des Erstligavereins Al Salmiya. Aber schon im Januar 2016 folgte er erneut Thomas Schaaf zu Hannover 96 zur Mission Klassenerhalt . Aber nach einer desaströsen Bilanz mussten beide schon im April wieder ihren Spind räumen. Hannover stieg am Ende ab.
Im Juli 2016 reiste er seinem alten Kollegen Magath nach China nach und unterstützte ihn dort beim SD Luneng.
Während seiner "trainerlosen" Zeit arbeitete er auch an 2 Kinderbüchern mit („Yannick und sein neuer Freund“ sowie ein Sammelband über die Erlebnisse von Kindern, mehrsprachig verfasst), deren Erlös zum Teil der Unicef zugute kommt. Sein Sohn Yannick kickte u. a. in den Amateurteams von Bremen, Fürth oder Braunschweig.

BL-Saison Spiele Tore
1982/1983
1983/1984
1984/1985
1985/1986
32
32
32
33
4
11
4
5
DFB-Pokal Spiele Tore
1982/1983
1983/1984
1984/1985
1985/1986
2
4
1
1
1
2
0
0
Europa Spiele Tore
1982/1983-la
1983/1984-su
1983/1984-we
1983/1984-la
1984/1985-ue
1985/1986-ue
7
2
1
2
5
2
2
0
0
0
0
0

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Bernardo Romeo (10.09.1977)

Erst nach wochenlangem Verwirrspiel war der Transfer des argentinischen Stürmers vom Meister CA San Lorenzo de Almagro, bei dem er seit 1999 spielte, zum HSV im Januar 2002 endlich perfekt. Begonnen hatte er in seiner Jugend beim Traditionsverein Estudiantes de La Plata. Bei San Lorenzo, der in Buenes Aires beheimatet ist, gewann er neben dem Meistertitel auch die Copa Mercosur. In der Primera División wurde er 10 mal eingesetzt und erzielte 2 Tore. Und in der Copa Libertadores (die südamerikanische Champions League) machte er 1 Tor in 8 Begegnungen.
n der Rückrunde der Saison 2001/2002 startete der Nationalspieler (machte insgesamt 4 Länderspiele) und U20-Weltmeister dann in Hamburg durch und wurde mit acht Treffern der erfolgreichste Torschütze des HSV (in nur 16 Begegnungen). Diesen internen Titel errang "Bernigol" auch in der nächsten Saison. Rettete den HSV mit seinen Toren vor dem Abstieg. Zur Weltmeisterschaft 2002 in Asien durfte er aber trotzdem nicht mitfahren. entwickelte sich in Hamburg immer mehr zum Torjäger, schoss auch sehr wichtige Tore. Konnte 2003 den Gewinn des Ligapokals gegen Dortmund feiern. Er war ein klassischer Strafraumspieler, machte fehlende Technik durch seinen unglaublichen Torriecher wieder wett.
Wurde aber durch Verletzungen (u. a. Bandscheibenvorfall) immer wieder zurückgeworfen, aber er kämpfte sich immer wieder ins Team. Die 35 Tore in 77 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Doch als Thomas Doll kam und ihm Mpenza und Lauth vor die Nase setzte, war im neuen System kein Platz mehr für ihn. Nachdem er in 5 Spielen 5mal eingewechselt wurde und dabei insgesamt nur 108 Minuten auf dem Feld war, wurde der Goalgetter zunächst im Januar 2005 für die Rückrunde nach Spanien zu Real Mallorca ausgeliehen (10 Einsätze in der Primera División und 2 Tore. Für den HSV traf er in 4 Pokalbegegnungen 3 mal. Noch besser war seine Quote im UI-Cup: 4 Tore in 4 Spielen! Im UEFA-Cup netzte er in 1 Partie 1 mal ein. Und m Ligapokal war er in 2 Begegnungen 2 mal erfolgreich.
Laut Romeo fiel ihm der Abschied vom HSV und von Hamburg nicht leicht, auch die Fans hatten ihn ins Herz geschlossen. Er blieb dann im Sommer 2005 in Spanien beim CA Osasuna. In 32 Spielen in der Primera División netzte er 4 mal ein, in der Primera División waren es 3 Treffer in 6 Begegnungen. 9 mal war er im UEFA-Cup dabei (1 Tor). Und im Hinspiel der Qualifikation zur Champions League mischte er im Hinspiel gegen den HSV mit.
2007 kehrte er zu seinem argentinischen Heimatverein CA San Lorenzo zurück. Erreichte in der Primera División 58 Einsätze mit 16 Toren. Er spielte sowohl in der Copa Libertadores (7 Partien, 1 Tor) als auch in der Copa Sudamericana, vergleichbar mit dem UEFA-Pokal. Hier schoss er in 7 Begegnungen 2 Tore. Im Sommer 2010 Wechsel zu Quilmes Atlético Club (16 Einsätze und4 Treffer), nur um ein Jahr später wieder für eine Saison bei San Lorenzo das Trikot überzustreifen. Erzielte hier in 14 Partien seinen letzten Treffer. 2012 war Schluss.
Er tauschte dann den Rasen mit dem Büro und wurde Manager von CA San Lorenzo, den Lieblingsclub von Papst Franziskus. Er führte den hochverschuldeten „Chaos-Verein“ im Eiltempo wieder an die Spitze des südamerikanischen Klubfußballs. Konnte im August 2014 den Gewinn der Copa Libertadores feiern.
Er bezeichnete seinen Hamburger Sportchef Dietmar Beiersdorfer als Vorbild und denkt auch ansonsten positiv über seine HSV-Zeit: "Ein Top-Verein, der mich begeistert hat. Ein tolles Stadion, immer voll. Dazu die leidenschaftlichen Fans." Und auch Hamburg hat es ihm angetan: "Eine wunderbare Stadt, in der meine Familie und ich uns immer sehr wohlgefühlt haben."

BL-Saison Spiele Tore
2001/2002
2002/2003
2003/2004
2004/2005
16
26
29
6
8
14
11
2
DFB-Pokal Spiele Tore
2002/2003
2003/2004
3
1
2
1

 

Europa Spiele Tore
2003/2004-ue
2004/2005-ui
1
4
1
4
 
Liga-Pokal Spiele Tore
2003/2004-li 2 2

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Frank Ronstadt (21.07.1997)

Der Deutsch-Ghanaer begann zwar beim FC St. Pauli, wechselte aber 2011 mit 16 Jahren zur "HSV-Raute." Begann dort in den Jugendteams, kam aber schon im September 2013 erstmals in der U19 zum Einsatz. Machte dort insgesamt 42 Partien und 7 Tore. Der HSV band ihn im August 2015 mit einem Dreijahres-Lizenzspielervertrag an sich. Lob kam vom damaligen Sportchef Knäbel: "Er ist ein Mentalitätsspieler mit gut entwickelten physischen Voraussetzungen und für unsere langfristigen Planungen interessant."
Wurde aber zunächst weiter in der U19 eingesetzt. Sein Debüt in der zweiten HSV-Elf gab er im März 2016. Seine bevorzugte Position war das rechte Mittelfeld. Er konnte aber genauso rechts in der Viererkette agieren oder die beiden Außenbahnen beackern. Als Verdienst für seine guten Leistungen durfte er im Sommer 2016 mit ins Trainingslager in die Schweiz, wo er sich allerdings einen Bruch des Nasenbeins zuzog.
In den deutschen Nachwuchsteams kam er bis jetzt (01.07.2016) je 2 mal in der U16 und U17 und 1 mal in der U19 zum Einsatz Seine Familie stammt ursprünglich aus Ghana. Frank wuchs aber in Deutschland auf und fühlt sich hier auch zu Hause.

BL-Saison Spiele Tore
2016/2017 0 0

 

 

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Matthias Rose (24.12.1970)

Der gebürtige Lüneburger begann in der Jugend beim Vorortverein TSV Adendorf und war dann beim SK Lüneburg. Wechselte 1989 zu ASV Bergedorf 85. 1994 kam er auf Initiative von Trainer Gerd-Volker Schock zum TuS Hoisdorf (in die neu installierte Regionalliga Nord), der den Aufstieg in die 2. Liga anstrebte. War auf Anhieb Stammspieler mit 34 Spielen, konnte aber den Abstieg nicht verhindern. Folgte Schock 1995 zu den Amateuren des Hamburger SV. Defensivallrounder, der in den Spielzeiten 1995/1996 sowie 1996/1997 bei Felix Magath einige Einsätze in der Rückrunde absolvierte (6 Spiele), nachdem diverse Stammspieler bei den Profis verletzt ausfielen. Ansonsten Stammspieler in der Regionalliga-Mannschaft (62 Einsätze und 2 Tore).
1997/1998 folgte er einem Angebot des Zweitligisten SV Meppen, machte 18 Spiele (und 1 im Pokal), stieg aber ab. Folgte dann 1998 dem Ruf seines Mentors Schock zum VfL Osnabrück, Nachdem 1999 noch der Aufstieg in die zweite Liga verpasst wurde, gelang dies 2000 im Elfmeterschiessen gegen Union Berlin. Matthias erhielt 4 Minuten vor Ende einen Platzverweis mit 10 Spielen Sperre. Wurde dann in der 2. Liga nur noch wenig berücksichtigt. Kam nach 60 Einsätzen und 2 Toren in den 2 Jahren im Regionalligateam nur noch zu 13 Zweitligaspielen (+ 8 Aufstiegsspielen und 2 Pokalpartien).
Wieder ging er 2001 da hin, wo Schock Trainer war, diesmal zu Holstein Kiel in die Regionalliga. Blieb dort drei Jahre bis 2004 (88 Spiele, 6 Tore). Nach einem weiteren Jahr in der Regionalliga bei Preußen Münster (19 Spiele, 1 Tor) kehrte er 2005 nach Osnabrück zurück, jetzt aber zu den Amateuren (28 Einsätzen und 4 Treffer).
Im Sommer 2007 wechselte er in die Bremen-Liga zum Brinkumer SV, sollte dort als "Leitwolf" agieren, lief in 10 Spielen auf. Die gleiche Aufgabe war ihm auch beim Bezirksligisten TuS Syke zugedacht, für den er seit dem Sommer 2009 spielte. Zwischenzeitlich als Spielertrainer. Auch bei seiner letzten Station, dem TSV Fischerhude-Quelkhorn, wirkte er in der Saison 2012/2013 in doppelter Funktion. Nach einer dreijährigen Pause übernahm er im Sommer 2016 beim Rotenburger SV in der Landesliga Lüneburg das Kommando auf der Trainerbank, wo er jedoch schon Ende Oktober wieder von seinen Aufgaben entbunden wurde.
Parallel zum Oberliga-Fußball baute er sich in den letzten Jahren in Ganderkesee eine Existenz als selbstständiger Versicherungsmakler (oder Facebook) auf.

BL-Saison Spiele Tore
1995/1996
1996/1997
4
2
0
0

 

 

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Frank Rost (30.06.1973)

Geboren im heutigen Chemnitz (damals Karl-Marx-Stadt) begann Frank als Stürmer beim SC Lok Leipzig- West und ab 1982 bei Chemie Böhlen und wechselte dann 1986 in der Jugend von Lokomotive Leipzig ins Tor. Seine Eltern waren in der DDR erfolgreiche Handball-Nationalspieler. 1990 zum 1. FC Markkleeberg in die zweite DDR-Liga, wo er 33 mal eingesetzt wurde.
1992 begann mit dem Wechsel zu Werder Bremen sein sportlich erfolgreicher Aufstieg. Die ersten drei Jahre stand er allerdings nur bei den Amateuren in der Oberliga bzw. Regionalliga Nord 94 mal im Kasten. Mit diesem Team nahm er auch an 3 Pokalbegegnungen teil. Erst ab 1995 durfte er sporadisch auch bei den Profis ins Tor, kam an Oliver Reck nicht vorbei. Erst seit 1998, als Oliver Reck zu Schalke wechselte, war er Stammtorhüter. Insgesamt hütete er 147 mal das BL-Tor, machte 17 Partien im DFB-Pokal und 2 im Liga-Cup. Im UEFA-Pokal kam er auf die stattliche Zahl von 22 und im UI-Cup von 14 Spielen. Er war der erste Torhüter, der einen Treffer aus dem Spiel heraus erzielte (im März 2002 gegen Rostock).
Mit den Bremern wurde er 1993 Deutscher Meister und gewann 1994 (gegen RW Essen) und 1999 (gegen Bayern München) den DFB-Pokal. 2000 stand er gegen die Bayern im Finale des DFB-Pokals und wurde 2005 und 2007 Vizemeister. Zudem Superpokalsieger 1993 gegen Leverkusen und 1994 gegen München. Verständlich, dass er 2001 zum "Bremer Sportler des Jahres" gewählt wurde.
2002 wechselte Rost wie Reck, den er gleich verdrängte, ebenfalls zum FC Schalke 04, mit denen er auch Erfolge feiern konnte. So wurde er im Jahr 2005 Vize-Meister und DFB-Pokal-Finalist (gegen München), gewann 2005 den Ligapokal gegen den VfB Stuttgart und kam 2006 bis ins Halbfinale des UEFA-Pokals gegen den FC Sevilla. Bei Bremen und Schalke wurde er auch zum 4fachen Nationalspieler. An Oliver Kahn und Jens Lehmann war kein Vorbeikommen. Für Schalke machte er 130 Bundesligaspiele. Er machte 14 DFB-Pokal- und 6 Ligacup-Partien, kam auf 28 Begegnungen im UEFA-Pokal und weiteren 12 im UI-Cup und wurde 6 mal in der Champions League eingesetzt.
In der Hinrunde der Saison 2006/2007 wurde Rost in Gelsenkirchen auf die Bank verbannt. Manuel Neuer begann dort seine Karriere. Der HSV war auf der Suche nach einem Führungsspieler und nach einem neuen Torwart, da weder Wächter noch Kirchstein voll überzeugen konnten. Deshalb wechselte Rost mit der Empfehlung von 277 BL-Spielen in der Winterpause zum HSV. "Fäustel" stieg in der Hierarchie von Null auf Eins und war rasch der Wortführer. Trug maßgeblich mit bei, dass der HSV von Platz 18 auf Platz 7 kletterte. Schön auch seine Geste beim letzten Spiel im Mai 2007 gegen Aachen, als er sich vom scheidenden Wächter im Tor ablösen ließ.
In der kommenden Saison hütete er alle Pflichtspiele das Tor und war ein Garant dafür, dass der HSV lange Zeit an der Spitze mitkämpfte und schließlich einen 4. Platz erreichte. Am Saisonende wurde Frank mit der "Weißen Weste" für die meisten Spiele ohne Gegentor ausgezeichnet. Als er im September 2008 seinen Vertrag verlängerte, meinte Diddi Beiersdorfer: "Er ist nicht nur ein starker Rückhalt im Spiel, sondern festigt auch außerhalb des Spiels mit seiner Persönlichkeit unser Mannschaftsgefüge. Zudem hat er während seiner Zeit bei uns eine sehr hohe Identifikation mit der Stadt und dem Verein entwickelt. Deshalb bleibt er dem HSV auch nach seiner aktiven Laufbahn im sportlichen Bereich erhalten."
Auch in der Saison 2008/2009 und 2009/2010 durch seine Ruhe und seine immer noch glänzenden Reflexe ein Ruhepol in der durch Verletzungen ständig durcheinandergewürfelten Abwehr. Etwas Verwirrung kam dann auf, als der HSV zur neuen Saison Jaroslav Drobny von Hertha BSC verpflichtete. Doch "Fäustel" setzte sich wieder durch und blieb die Nummer Eins. Als die Mannschaft am Ende der Saison grottenschlechte Leistung ablieferte und die Vorstandschaft im Chaos versank, nahm er kein Blatt vor dem Mund, legte den Finger in die Wunde und kritisierte die Missstände. Dies wurde ihm anscheinend übel genommen und sein Vertrag wurde leider im Sommer 2011 nicht verlängert.
Er wechselte daraufhin nach Übersee zu den New York Red Bulls, dessen Manager der ex-HSVler Eric Soler war. Doch schon kurz danach (nach 14 Einsätzen in der Major League) beendete er das US-Abenteuer und beschloss seine eindrucksvolle Karriere. Stand für den HSV in 203 Pflichtspielen im Kasten (149x BL, 12x Pokal, 26x UEFA-Pokal, 2x UI-Cup und 14x Europa League). Gewann 2008 den UI-Cup. War im Frühjahr 2009 bei den drei verflixten Spielen dabei, wo der HSV gegen Bremen in der Bundesliga verlor und sowohl im DFB-Pokal wie auch im UEFA-Pokal im Halbfinale ausschied. Auch beim letzten HSV-Auftritt in Europa, beim Halfinalaus in der neuen Europa League (dem Nachfolger des UEFA-Pokals) gegen den FC Fulham stand er zwischen den Pfosten.
Schon im September 2012 kehrte Frank wieder in die HSV-Familie zurück. Er war Mitglied eines 4köpfigen Trainerteams für die HSV-Fußball-Frauen, die nach dem Rückzug aus der Bundesliga in der Regionalliga antraten. Im Juni 2013 wurde er zum neuen Geschäftsführer des Handballclubs HSV Hamburg (inzwischen pleitegegangenen) berufen, sein alter Freund Stefan Kretschmar hatte den Job vermittelt. Aber schon 50 Tage später wurde er wieder "freigestellt", was in einer Schlammschlacht endete.
Ende 2014 dann der Schock für alle HSV-Fans: "Fäustel" unterschrieb in Bremen, wo er mitverantwortlich für die Ausbildung des Nachwuchses war und bei der U14 hospitieren sollte. Im Frühjahr wurde dann sein "Rosenkrieg" mit der ex-Frau Susan genüsslich ausgeschlachtet. Diese hatte einen Porsche "in Sicherheit" gebracht, Frank Rost meldete das Auto als gestohlen, was ihm eine Anzeige wegen "Vortäuschens einer Straftat" einbrachte.
Sein soziales Engagement außerhalb des Spielfeldes zeigt er u.a. im Verein "Herzenswünsche e. V." (für schwer erkrankte Kinder und Jugendliche). Seit 2006 „Botschafter für Alphabetisierung“ und Schirmherr des Projekts „F.A.N. - Fußball. Alphabetisierung. Netzwerk.“ Ist Beiratsmitglied vom "Fanrechtefonds" (stärkt die Rechte von Fußballfans in Deutschland.

BL-Saison Spiele Tore
2006/2007
2007/2008
2008/2009
2009/2010
2010/2011
17
34
34
34
30
0
0
0
0
0
DFB-Pokal Spiele Tore
2007/2008
2008/2009
2009/2010
2010/2011
4
5
2
1
0
0
0
0
Europa Spiele Tore
2007/2008-ui
2007/2008-ue
2008/2009-ue
2009/2010-el
2
12
14
14
0
0
0
0

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David Rozehnal (05.07.1980)

Nach den Verletzungsausfällen der beiden Innenverteidiger Bastian Reinhardt (Fußbruch) und Alex Silva (Kreuzbandriss) reagierte der HSV und verpflichtete im Juli 2009 den tschechischen Nationalspieler nach. Rozehnal wechselte in der Jugend von Sokol Kožušany zu Sigma Olmütz. Ab 1999 dort in der Reserve und seit 2001 Stammspieler der Olmützer Abwehr. Hier wurde er auch tschechischer Juniorennationalspieler mit dem Höhepunkt 2002, den Gewinn der U21-Europameisterschaft. Für Olmütz machte er 72 Spiele in der 1. Liga und erzielte hier 2 Treffer. 6 mal wurde er im UEFA-Cup eingesetzt.
2003 erfolgte der Schritt ins Ausland. In den zwei Jahren beim FC Brügge wurde er in Belgien Meister (2005) und Pokalsieger (2004). 50 mal lief er in der 1. klasse A auf (1 Tor) und absolvierte im Beker van Belgie, dem belgischen Pokal.11 Begegnungen (ebenfalls 1 Treffer). 2004 und 2005 gewann er den Supercup (gegen La Louviere bzw. Anderlecht). Er stand in beiden Matches in der Mannschaft. In der Champions League hatte er 9 und im UEFA-Cup 7 Einsätze.
Nach diesen Erfolgen wechselte er im Sommer 2005 für 2 Jahre nach Frankreich und wurde mit Paris St. Germain 2006 noch einmal Pokalsieger und stand im französischen Supercup gegen Olympique Lyon im Finale. 75 mal stand er in der Ligue 1 auf dem Platz (1 Tor), war im Pokal 4 mal und im Ligapokal 2 mal dabei. Bei 9 Partien im UEFA-Cup wirkte er ebenfalls mit.
2007 erfolgte der Schritt in die Premier League zu Newcastle United. Aber hier wurde er nicht glücklich, kam zu 21 meist Kurzeinsätzen in der Premier League, 1 Partie im Ligacup und 3 im FA-Cup. Wurde im Januar 2008 zu Lazio Rom ausgeliehen. Die Italiener verpflichteten ihn im Sommer des gleichen Jahres dann für ein Jahr fest. War hier wieder wichtige Stütze. Gewann 2009 den Pokal gegen Sampdoria Genua, war in diesem Wettbewerb 5 mal im Einsatz. 38 Partien machte er in der Serie A.
Der HSV holte ihn dann Ende Juli 2009 für circa 6 Millionen Euro nach Hamburg, sein mittlerweile sechstes Land in Europa. Bei den Hanseaten konnte David nie so richtig überzeugen. Hatte doch einige unglückliche Situationen, war der Pechvogel (z. B. Rote Karte, Eigentor). Wenn er am Ball war, lief oft etwas schief, er war nicht immer sattelfest. Dabei wurde oft übersehen, welch guter Abwehrspieler er war. Erzielte1 Treffer in 23 BL-Spielen, war im Pokal 1 mal dabei und mischte in 11 Begegnungen in der Europa League mit. In den beiden Halbfinal-Partien wurde er allerdings nur im Rückspiel in der letzten Minute eingewechselt. Der neue Trainer Armin Veh sortierte ihn bleich zu Amtsbeginn aus. Rozenahl war enttäuscht und äußerte, dass es beim HSV keinen Teamgeist gäbe.
Zu Beginn der neuen Saison 2010/2011 wurde er am letzten Tag der Transferperiode zunächst für ein Jahr an den OSC Lille verliehen. Gewann hier gleich das Double aus Meisterschaft und Pokal, worauf ihn die Franzosen 2011 endgültig verpflichteten. 2012 und 2014 wurde er mit dem Team jeweils Dritter in der Ligue 1. Seine Bilanz: 73 Spiele und 2 Tore in der Liga, 11 Partien im Pokal und 8 im Supercup. 9 mal war er in der Champions League (einschließlich Quali) dabei und 10 mal in der Europa League.
 Nach 5 Jahren schloss er sich im Sommer 2015 dem belgischen Erstligisten KV Ostende an. Kam in seinen ersten beiden Saisons in der Jupiler Pro League (samt Playoffs und Entscheidungsspiel) auf 64 Einsätze und 4 Tore sowie 4 Partien im Pokal.
Auch in der tschechischen Nationalelf war er gesetzt und gehörte dort fest zum Abwehrverbund. Er nahm sowohl an der EM 2004 wie auch 2008 teil, ebenso wie an der WM 2006. Auch bei der Qualifikation für die verpasste WM 2010 war er dabei. Hier hatte er seine letzte Berufung, kam insgesamt 62 mal zum Einsatz (1 Tor).

BL-Saison Spiele Tore
2009/2010 23 1
DFB-Pokal Spiele Tore
2009/2010 1 0
Europa Spiele Tore
2009/2010-el 11 0

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Artjoms Rudnevs (13.01.1988)

Der bullige Lette wurde ihm Sommer 2012 verpflichtet, um die abgegebenen Angreifer Petric und Guerrero zu ersetzen. Deutschland war hier schon seine vierte Station. Angefangen hatte er in der Jugend von Ditton Daugavpils, bei denen er ab Januar 2005 (in Lettland beginnt die Saison am Jahresanfang) zu 33 Spielen mit 7 Toren in der Virsliga (höchst Liga in Lettland) kam. 2006 änderte der Verein seinen Namen in Daugava Daugavpils. Hier deutete Artjoms seine Torjägerqualitäten mit 14 Toren in 42 Begegnungen erstmals an. 2008 wurde er lettischer Pokalsieger. Im Januar 2009 fusionierte der Club mit dem FC Dinaburg Daugavpils zum FC Dinaburg (welcher am Jahresende wegen Manipulationen ausgeschlossen wurde. Er blieb aber nur noch einen Monat.
Denn schon im Februar wechselte Rudnevs nach Ungarn zu Zalaegerszegi TE FC. Erzielte 20 Treffer in 30 Spielen in der Nemzeti Bajnokság, war 3 mal in 4 Pokalspielen erfolgreich und wirkte 1 mal in der Quali zur Europa League gegen KF Tirana mit.
Im Oktober des nächsten Jahres zu Lech Posen in Polen. Seine Quote in 2 Jahren: 33 Treffer in 56 Partien der Lotto Ekstraklasa. In Pokal (9 Spiele, 7 Tore) und Europa League (8 Partien, 5 Treffer war die Quote noch besser. Drei Mal in Folge war er der Topscorer seines Teams. Erst in Lettland, dann in Ungarn, dann in Polen. In der polnischen Liga war er in der Saison 2011/2012 mit 22 Treffern als Torschützenkönig der Nachfolger von Robert Lewandowski.
Und genau deshalb verpflichtete ihn auch Frank Arnesen. Er war ein eiskalter Knipser, ging richtig steil und brauchte nicht viele Chancen für ein Tor. Er konnte beidfüßig schießen und sehr gut köpfen. Der Manager schwärmte; "Er ist kein begnadeter Dribbler und niemand für Kunststückchen. Rudnevs sucht lieber den schnellen Abschluss und gerne den direkten Weg zum Tor. Unkompliziert, schnörkellos. Und immer mit vollem Körpereinsatz.."
Anfangs hatte "Rudi" allerdings in Hamburg große Ladehemmung, wurde schon als nächster Fehleinkauf abgestempelt. Aber am 5 Spieltag erzielte er gegen Mönchengladbach seinen ersten Treffer. Und sofort lief es besser. War in sämtlichen 34 Bundesligapartien dabei. Erzielte stolze 12 Treffer, fürwahr eine stattliche Zahl für das erste Jahr. Aber als in der neuen Saison Pierre-Michel Lasogga als neue Sturmspitze von Hertha ausgeliehen wurde und grandios einschlug, kam Rudnevs nur noch zu 7 Kurzeinsätzen. Im Pokal gelangen ihm bei Schott Jena 2 Treffer.
Frustriert ließ sich der von den Fans "Ruuudi" gerufene in der Winterpause an Hannover 96 ausleihen. Hier blühte er wieder auf. Viermal traf er in 16 BL-Spielen. Da die Niedersachsen aber nicht an einer endgültigen Verpflichtung interessiert waren, kehrte Rudnevs im Sommer 2014 wieder nach Hamburg zurück. Auch da immer nur zweite Wahl. Spielte meist nur, wenn Lasogga oder der in der Winterpause geholte Olic verletzt ausfielen. War aber trotzdem bei den Fans beliebt, da seine große Leidenschaft und sein Kampfeswillen imponierten. Im Sommer 2015 sollte er abgegeben werden, da man für ihn keine Chancen auf Einsatzzeiten sah. Er war dann zwar zum Medizincheck bei PAOK Saloniki, entschloss sich dann aber, in Hamburg zu bleiben und seinen Vertrag "abzusitzen."
Familientragödie dann im September 2015. Seine Frau hatte durch einen Abgang psychische Probleme und biss ihm auf offener Straße beinahe die Zunge ab. Er verfasste darauf einen offenen Brief, wo er Verständnis für seine Frau aufbrachte und sich vehement gegen die Aussage, er habe eine Freundin, verwehrte.
Nach dem Wintertrainingslager ein völlig verändertes Bild. Artjoms stand plötzlich wieder im Kader und brachte mit seinen Einwechslungen viel frischen Wind. Aber schon kurz darauf fand er sich auf der Tribüne wieder und ihm wurde mitgeteilt, dass man nicht mehr mit ihm plane.
 Im Herbst 2015 wurde er sogar für 5 Begegnungen zu den Amateuren in die Regionalliga abgeschoben. Zerrieb sich aber auch hier und netzte 3 mal ein. In der Bundesliga kam er in seinen letzten beiden Jahren auf 33 Einsätze mit 3 Treffern. Im Pokal spielte er einmal gegen Cottbus.
Er fand dann im Sommer 2016 beim Ligakonkurrenten 1.FC Köln eine neue Heimat. Richtig optimal lief es im ersten Jahr nicht. In 22 Teileinsätzen gelangen ihm lediglich 4 Tore.
In der U21 seines Landes hatte er 9 Auftritte mit 3 Toren. Für die lettische A-Nationalelf traf er bis November 2016 in 37 Partien zwei mal. Hat schon für die Zeit nach der Profikarriere vorgesorgt und hat seinen Bachelor als Sportlehrer gemacht.

BL-Saison Spiele Tore
2012/2013
2013/2014
2014/2015
2015/2016
34
7
22
11
12
0
1
2
DFB-Pokal Spiele Tore
2012/2013
2013/2014
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Werner Rusche (03.04.1962)

Erlernte das Fußballspielen bei FC Neulehe und TuS Aschendorf. Wechselte dann 1985 vom VfL Herzlake nach Hamburg und erhoffte sich hier die große Bundesliga-Karriere. Ernst Happel war der Trainer und die Konkurrenz auf seiner Position hieß Magath und Rolff. Deshalb - und wegen einer langwierigen Verletzung - blieb es für den blonden Mittelfeldspieler zwischen 1985 und 1986 lediglich bei vier Einsätzen in der ersten Liga.
1986 für 6 Jahre zum SV Meppen in die Oberliga, mit dem er gleich in seiner ersten Saison in die 2. Liga aufstieg. Machte hier zunächst in 4 Jahren 109 Ligaspiele mit 14 Toren und 4 Pokalbegegnungen. Erreichte im Emsland Kultstatus.1991 durch die zugekommenen DDR-Vereine wurde die Liga geteilt (Nord und Süd). Als der neue Trainer Ehrmantraut auf Vollprofis setzte, war für den gelernten Büromaschinenmechaniker Rusche Schluss. Er zog die Sicherheit einer Ganztagsstelle im öffentlichen Dienst vor. In seiner letzten Saison wurde er noch 4 mal in der Liga und 1 mal in der folgenden Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga eingesetzt.
Anschließend ab 1992 Spielertrainer von Arminia Papenburg. Nach der Fusion mit Germania Papenburg 1994 zu Blau-Weiß Papenburg war er ab 1994 noch anderthalb Jahre dort Trainer. Kurz darauf wurde bei ihm ein Gehirntumor festgestellt. Spielte noch ab und zu bei den Alt-Herren vom SV Herbrum, einem Ortsteil von Papenburg. Doch nach einem Bandscheibenvorfall war auch hier Ende.
In der Saison 2007/2008 ist bei BW Papenburg von einem Trainer Walter Rusche die Rede. Zudem gibt es beim SV Herbrum 2009 auch noch einen Torhüter namens Maik Rusche???

BL-Saison Spiele Tore
1985/1986 4 0

 

 

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