Alle Bundesligaspieler des HSV seit 1963

Be - Blz

Beckenbauer Franz
Beginski Uwe
Behounek Jonas
Behrami Valon
Behrens Hanno
Behrens Morten
Beiersdorfer Dietmar
Bein Uwe
Beinlich Stefan
Beister Maximilian
Ben-Hatira Änis
Benjamin Collin
Berg Marcus
Berisha Besart
Bertl Horst
Bertram Sören
Besic Muhamed
Bester Marinus
Beyer Siegfried
Bierhoff Oliver
Björnmose Ole
Blankenburg Horst
Bliemeister Thomas

 

 

Franz Beckenbauer (11.09.1945)

Der "Kaiser" beendete seine Laufbahn beim HSV und bestritt zwischen 1980 und 1982 für die Hamburger 28 Spiele in der Bundesliga, 5 Partien im DFB-Pokal und hatte 5 Einsätze im UEFA-Pokal. Der damalige Präsident Dr. Wolfgang Klein und Manager Günter Netzer hatten den "Postbotensohn aus Giesing" von Cosmos New York (wo er seit 1977 neben Pele spielte und dreimal die "North American Soccer League" gewann) an die Alster geholt. Wurde mit dem HSV Vizemeister 1981 und Meister 1982 und war 1982 Finalist im UEFA-Pokal (gegen IFK Göteborg).

 

Erreichte mit den Münchner Bayern als Spieler und als Trainer alle greifbaren Titel. je 4mal Deutscher Meister (1969, 1972, 1973, 1974) und DFB-Pokalsieger (1966, 1967, 1969, 1971), 3mal Europapokalsieger der Landesmeister (1974, 1975, 1976), 1mal Europapokalsieger (1967) und 1mal Weltpokalgewinner (1976) und und und... Seine Bilanz in München: 396 BL-Spiele (44 Tore), 55 Einsätze im DFB-Pokal (5 Tore) und 48 Partien mit 4 Toren in Europapokal der Landesmeister, Europapokal der Pokalsieger und UEFA Supercup.

 

Bundesverdienstkreuz und Bayrischer Verdienstorden. Jahrhundert-Verdienstorden des Fußball-Weltverbandes FIFA. Laureus World Sports Award für sein Lebenswerk. Von Februar 2002 bis November 2009 Aufsichtsratsvorsitzender, anschließend Ehrenpräsident von Bayern München. Als einzigem gelang ihm, sowohl als Spieler wie auch als Trainer Weltmeister zu werden.

 

Kapitän der Weltmeisterelf von 1974, Vizeweltmeister 1966, Dritter bei der WM 1970, Europameister 1972, Vizeeuropameister 1976. Trainer der Deutschen Nationalelf von September 1984 bis Juli 1990 (WM-Titel 1990, Vizeweltmeister 1986) und Vizepräsident des DFB, Ehrenspielführer der Nationalelf. Der gelernte Versicherungskaufmann bestritt insgesamt 424 Bundesligaspiele. Vielleicht der wichtigste und beste deutsche Fußballspieler. Deutschlands Fußballer des Jahres (1966, 1968, 1974, 1976).

 

Einer seiner größten Verdienste: holte als Leiter des Organisationskomitees die Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland. Fast vergessen: war im Herbst 1990 für 1/4 Jahr Trainer und anschließend Technischer Direktor bei Olympique Marseille (gewann auch hier den nationalen Titel). Bayern München trainierte er als Interimslösung von Ende 1993 bis Ende Juni 1994 (wurde Deutscher Meister) und erneut von April bis Mai 1996 (gewann den UEFA-Cup.

 

Zwischenzeitlich wurde der seit Anfang 1980 in Tirol lebende auch als Golfer respektiert und anerkannt. Die "Lichtgestalt" war auch als Journalist (vor allem "Bild") und Kommentator (u. a. "Sky") sehr erfolgreich, aber weniger in seinem privaten Umfeld. Oft koloriert wird seine Vorliebe für blonde Frauen und die daraus resultierenden 6 Kinder. Fiel manchmal durch seine mehr oder weniger treffenden, teils auch dümmlichen, Kommentare auf, die er unaufgefordert zu allem abgab. "Ich habe noch nicht einen einzigen Sklaven in Katar gesehen, also die laufen alle frei rum, weder in Ketten gefesselt und auch mit irgendwelcher Büßerkappe am Kopf, also das habe ich noch nicht gesehen." Auch als Sänger ("Gute Freunde kann niemand trennen") und als Werbefigur (von "Knorr" bis "O2") mehr oder minder erträglich.

 

Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees, Vorsitzender der FIFA Task Force Football 2014. FIFA-Vizepräsident (2007 bis 2011), Leiter der "Franz-Beckenbauer-Stiftung" (unterstützt behinderte und in Not geratene Menschen). Seine Moderatentätigkeiten gab er im Sommer 2016 aus Altersgründen auf. Sein Nimbus hatte kurz zuvor erheblich Kratzer bekommen. Immer mehr wurde deutlich, dass er weit mehr als gedacht in den FIFA-Skandal um Josef Blatter und die Korruption um die Vergabe der WM 2006 an Deutschland verwickelt war.

 

BL-Saison Sp To
1980/1981
1981/1982
18
10
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
1980/1981
1981/1982
2
3
0
0

nach oben

 

Uwe Beginski (13.12.1959)

Kam über den Jenfelder SV 1977 als Jugendnationalspieler zur HSV-Jugend. Es war die Zeit, da der Verein deutsche Spitze darstellte und jede Menge hervorragende Spieler hatte (u.a. Kaltz, Hartwig, Hrubesch, Keegan, Magath). Kein Wunder, dass es für Uwe nur zu zwei Einsätzen zwischen 1978 und 1980 reichte (jeweils gegen Dortmund, einmal 3 und einmal 9 Minuten). Stand aber im Kader des Teams, das 1979 Meister wurde und das Endspiel des Europapokals der Landesmeister erreichte.

 

Dann zu Darmstadt 98 in die zweite Liga Süd (33 Spiele, 1 Tor), stieg anschließend unter Trainer Werner Olk in Liga eins auf und wieder ab, wurde in der Spielzeit 1981/1982 in allen 34 Bundesligaspielen eingesetzt. Traf dort auf den exHSVer Andreas Karow. Hängte noch ein halbes Jahr in der zweiten Bundesliga an (15 Partien) und war in der Rückrunde 1982/1983 beim Konkurrenten VfL Osnabrück (7 Einsätze). Nach einem kurzen Engagement bei RW Oberhausen (ohne Einsatz) ging er in der Winterpause 1983/1984 zu Hessen Kassel in die zweite Liga. Spielte hier in den ein einhalb Jahren lange um den Aufstieg in die Bundesliga mit und machte noch einmal 42 Spiele. Dann 1985 Karriere beendet. Insgesamt 36 Erstliga- und 107 Zweitligaspiele.

 

Beruflich lernte er während seiner HSV-Zeit Groß- und Außenhandelskaufmann und machte nach den Sportlerende eine Ausbildung zum EDV Ausbilder. War dann Supportleiter bei Raab Karcher Tankstellentechnik, Projektleiter bei Anthros Datentechnik und Projektleiter bei B+S Card Service GmbH.

 

BL-Saison Sp To
1978/1979
1979/1980
1
1
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

nach oben

 

Jonas Behounek (17.05.1998)

Schon mit 4 Jahren saß Jonas im Volksparkstadion, spielte dann aber zunächst in seiner Heimatstadt beim Kaltenkirchener TS. 2011 ging er ein paar Kilometer südlich zur Jugend von Eintracht Norderstedt, bevor er (noch etwas südlicher) 2012 beim HSV landete. Hier wurde Trainer Daniel Petrowsky sein Mentor, der ihn bis in die U19 (für die er seit 2015 auflief) begleitete. Er wurde in dieser Zeit auch in Spielen der deutschen U15 und U16 eingesetzt.

 

Nachdem Jonas schon öfters bei Testspielen der Profis mitspielte und auch in den Trainingslagern dabei war, durfte er im Dezember 2016 seinen ersten Lizenzspielervertrag unterschreiben. Der Rechtsverteidiger sollte aber zunächst in der Rückrunde bei der Zweiten in der Regionalliga Spielpraxis sammeln (13 Partien). Seit dem Sommer 2017 gehörte er fest zum Kader der Profis, da die Verantwortlichen um Beiersdorf von seinen spielerischen und technischen Fähigkeiten und seinem guten Auge für den "letzten Pass" überzeugt waren.

 

BL-Saison Sp To
2017/2018 0 0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

nach oben

 

Valon Behrami (19.04.1985)

Der "Beckham der Schweiz" (wegen seiner Frisur) wuchs im albanischen Teil des heutigen Kosovo auf. Im Alter von 5 Jahren flüchtete er mit seiner Familie in die Schweiz. 2002 wurde er eingebürgert. Zunächst versuchte er sich in diversen Leichtathletik-Disziplinen. Erst mit acht interessierte er sich langsam für Fußball und spielte dann für die Jugendauswahlen von FC Stabio, FC Chiasso und FC Lugano in seiner neuen Heimat im Tessin. Bei Lugano spielte er auch noch ein Jahr bei den Erwachsenen. Nach der Insolvenz des Vereins wechsele er 2003 nach Italien zu CFC Genua in der zweiten Liga (24 Partien. Ein Jahr später heuerte er Hellas Verona an, die in der gleichen Liga unterwegs waren (33 Einsätze, 3 Tore). Ab 2005 wurde er bei Lazio Rom zur festen Größe, reifte hier auch zum Nationalspieler. 65 Einsätze und 4 Tore in der Serie A, 7 Spiele (1 Tor) im Pokal und 5 Begegnungen in Champions League samt Quali.

 

2008 wagte er den Sprung auf die Insel. Doch in 2 1/2 Jahren bei West Ham United wurde er nicht allzu glücklich. Bestritt 57 Spiele mit 4 Toren in der Premier League und 5 Partien (1 Tor) in FA- und League Cup. Deshalb beendete er im Januar 2011 sein England-Intermezzo und unterschrieb beim AC Florenz.. In der Serie A 48 Spiele und 2 im Pokal. Bereits nach einem Jahr wechselte er zum SC Neapel. Hier überzeugte er sofort als "Abräumer" vor der Abwehr, wurde gleich in ersten Jahr Vizemeister und holte 2014 den italienischen Pokal. Machte 54 Spiele in der ersten Liga, 3 im Pokal und eins im italienischen Supercup. Wurde je 6 mal in der Champions League und der Europa League eingesetzt.

 

Nach seiner überzeugenden Leistung bei der WM erhielt er im Sommer 2014 ein Angebot von Athletico Madrid. Doch dem neuen HSV-Chef Beiersdorfer, der händeringend Verstärkung für die Defensive suchte, gelang es, "Bera" nach Hamburg zu locken. Diddi wollte einen Spieler, "der richtig Herz mitbringt sowie Mentalität und Charakter." Sein Schweizer und Hamburger Kumpel Djourou schwärmte: "Er ist ein absoluter Charakterspieler, hat sich in all seinen Stationen durchgesetzt und war für die Mannschaften sehr wertvoll." Trainer Slomka lobte den Schweizer, der sich auf der Sechser-Position am wohlsten fühlte und stets die Ärmel hochkrempelte: "Er arbeitet sehr bissig und dynamisch gegen den Ball und hat viele wichtige Zweikämpfe gewonnen."

 

Aber genauso unbequem, wie er für die Gegner war, war er auch für die Mitspieler und Funktionäre. Er nahm seine Rolle als "Aggressiv Leader" (O-Ton Otmar Hitzfeld) zu wörtlich. Er eckte an, lieferte sich eine Schlägerei mit Djourou, provozierte einen Platzverweis und vieles mehr. Deshalb verwunderte es niemand, als sich die Wege im Sommer 2015 wieder trennten. Immerhin spülte der Wechsel zum englischen Aufsteiger FC Watford 4,5 Millionen in die leere HSV-Kasse.

 

Nach 2 Jahren trennten sich die Wege wieder. Nachdem lange eine Rückkehr in die Schweiz zum FC Sion im Raume stand, unterschrieb er dann aber im August 2017 bei Udinese Calcio.

 

Nach seinem Debüt in der Schweizer Nationalelf im Oktober 2005 hat es Behrami auf 75 Einsätze und 2 Tore gebracht (Stand: Juni 2017). Bei der WM 2006 wurde er wegen einer Verletzung nur kurz eingewechselt. Aber bei der EM 2008 war er ebenso dabei wie bei der WM 2010 in Südafrika. Sein Stern in der "Nati" ging aber endgültig bei WM 2014 in Argentinien auf, wo er in allen 4 Begegnungen überzeugen konnte. Auch bei der EM 2016 in Frankreich war er bis zum bitteren Ende im Achtelfinale dabei. Er liebelte dann kurzzeitig damit, künftig für das neu gegründete Team des Kosovo aufzulaufen.

 

BL-Saison Sp To
2014/2015 22 0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

nach oben

 

Hanno Behrens (26.03.1990)

Begann bei Rasensport Elmshorn (jetzt "FC Elmshorn") vor den Toren Hamburgs. 2005 zur HSV-Jugend, dann in der U19. 2009 erhielt der defensive Mittelfeldmann einen Profivertrag, trainierte auch mit der Mannschaft, schaffte aber kein Spiel bei den Profis (auch aufgrund einer Verletzung). Hanno war allerdings bei der Reserve Stammspieler, wo er größtenteils Bestnoten erhielt und Kapitän war. Bei der "Ersten" nur in Vorbereitungsspielen eingesetzt (erzielte z. B. im August 2011 gegen FC Valencia ein Tor). In der Regionalliga kam der Blondschopf auf 82 Spiele und 9 Tore. Seit der B-Jugend war Rodolfo Cardoso sein Trainer. Immer wenn dieser einen andere HSV-Mannschaft übernahm, war auch Hanno dabei. Ihm hat der Defensivspezialist viel zu verdanken, er verlieh ihm den Feinschliff.

 

Wechselte im Juli 2012 in die dritte Liga zu Darmstadt 98. Fand hier mit Marcus Steegmann, Preston Zimmerman und Benjamin Gorka Kollegen vor, die er schon aus gemeinsamen HSV-Zeiten kannte. Bei den "Lilien" nahm seine Karriere richtig Fahrt auf. Sofort Stammspieler, mauserte sich zum "Herzstück" der Mannschaft. Nach dem knapp vermiedenen Abstieg im ersten Jahr stiegen die Darmstädter völlig überraschend 2014 in die zweite Bundesliga auf. Wurde (nicht nur) durch sein Tor im 2. dramatischen Relegationsspiel gegen Bielefeld zum Darmstädter Aufstiegshelden. Noch überraschender schaffte die Mannschaft im Sommer 2015 den direkten Durchmarsch in die Bundesliga. Schaffte bei den "Lilien" in der 3.Liga plus der Relegation 69 Spiele (4 Tore) und hatte in der 2. Liga 31 Einsätze mit 5 Treffern.

 

Behrens war in Hessen heimisch geworden, musste hier aber auf sein größtes Hobby, das Surfen, verzichten. Das konnte er auch nicht bei seiner nächsten Station ausüben. Obwohl die "Lilien" überraschend in die Bundesliga aufstiegen, wechselte er zum Traditionsverein 1. FC Nürnberg in die 2. Liga. Hier sofort eine tragende Säule, scheiterte erst in der Relegation (gegen Frankfurt) am Aufstieg. Wurde folgerichtig zum Kapitän ernannt.

 

BL-Saison Sp To
2009/2010
2010/2011
2011/2012
0
0
0
0
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

nach oben

 

Morten Behrens (01.04.1997)

Als im Sommer 2018 nach dem Abstieg und dem Weggang von Mathenia die Karten neu gemischt wurden, schlug die Stunde von Morten Behrens. Der 1,93 m große Torhüter, der zuvor in 2 Jahren 42 mal das Tor der zweiten HSV-Elf in der Regionalliga gehütet hatte, erhielt einen Profivertrag und war als Backup für Pollersbeck und Mickel vorgesehen. Auch der FC Ingolstadt hatte Interesse an einer Verpflichtung gezeigt.

 

Geboren wurde Morten in Bad Segeberg, eine gute Adresse. Denn auch seine HSV-Kollegen Arp und Drazw kommen aus dieser Stadt. Nach ersten Schritten beid en Schülern des SV Westerrade (in der Nähe Bad Segebergs) wurde von 2009 bis 2013 in der Jugend des VfB Lübeck ausgebildet. Schloss sich dann dem HSV-Nachwuchs an, wo er von 2014 bis 2016 bei der U19 im Kasten stand.

 

Kaderplaner Johannes Spors war bei der Verpflichtung 2018 zuversichtlich: „Morten hat in der vergangenen Saison bei der U21 eine tolle Entwicklung vollzogen und sich deshalb die Chance verdient, als Nummer drei bei den Profis oben dran zu sein. Mit seinem hohen Maß an Lernfähigkeit trauen wir ihm den nächsten Schritt zu“.

 

2. Liga Sp To
2018/2019 0 0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

nach oben

 

Dietmar Beiersdorfer (16.11.1963)

"Didi" kam über den TSC Cadolzburg, den ASV Herzogenaurach und dem 1.FC Bamberg vom bayrischen Oberligisten SpVgg Fürth (33 Spiele und 3 Tore in der Saison 1985/1986) im Sommer 1986 gemeinsam mit Manfred Kastl nach Hamburg und wurde beim HSV Nationalspieler (1 EM-Qualifikationsspiel 1991 gegen Belgien ) und Kapitän. Gewann 1987 den DFB-Pokal gegen die Stuttgarter Kickers. Machte für die Rothosen 174 BL-Partien mit 14 Toren, 19 Spiele im DFB-Pokal (1 Tor) und wurde auch im DFB-Supercup (1987 gegen Bayern München) eingesetzt. 17 mal (1 Tor) spielte er im UEFA-Cup und im Europapokal der Pokalsieger (unter anderem gegen Juventus Turin und Ajax Amsterdam).

 

Nach insgesamt 210 Spielen wechselte "Didi" nach Nichtberücksichtigung von Trainer Coordes vor der Saison 1992/1993 zu Werder Bremen und wurde dort Deutscher Meister und Pokalsieger (gegen RW Essen). Hatte in der Spielzeit 1994/1995 enormes Verletzungspech, konnte in der Rückrunde kein Spiel bestreiten. Kam an der Weser auf 64 BL-Einsätze (6 Tore), 10 Partien und 2 Tore im DFB-Pokal und 2 Einsätze im DFB-Supercup, den er jeweils gewann (1993 gegen Bayer Leverkusen, 1994 gegen Bayern München). Im Pokal der Landesmeister, Europapokal der Pokalsieger und UEFA-Cup kam er unter anderem gegen AC Mailand auf 14 Einsätze.

 

Wechselte anschließend im Januar 1996 für ein halbes Jahr zum 1. FC Köln (16 Spiele und 1 Tor), um von dort im Sommer in die italienische Liga A zum AC Reggiana zu gehen (20 Einsätze in Serie A). Musste wegen einer Augenverletzung 1997 die aktive Laufbahn beenden. Kam in der Bundesliga auf 254 Spiele und erzielte 21 Treffer.

 

Nach erfolgreich absolvierten BWL-Studium und anschließend einem Ausflug in die Wirtschaft (bei der KPMG als Wirtschaftsprüfer-Assistent) kehrte der Franke zurück zum HSV. Vom 15.08.2002 bis zum 23.06.2009 war er 2. Vorstandsvorsitzender und Sportdirektor bei den Rothosen. Durch seine kluge Einkaufspolitik (Spieler billig kaufen und teuer verkaufen, u.a. Van der Vaart) erwirtschaftete er seinem Arbeitgeber einiges an Geld. Nach dem Abgang von Trainer Martin Jol und immer stärker werdenden Meinungsverschiedenheiten mit dem Vorsitzenden Hoffmann bat er, seinen Vertrag vorzeitig aufzulösen. Seit November 2009 war er Sportlicher Leiter für das "Gesamtprojekt Fußball" der Getränkemarke Red Bull. Hierzu zählen neben den Aushängeschildern New York und Salzburg auch Leipzig, Sogakope (Ghana) und Brasilien. Hauptarbeitsfeld war aber Red Bull Salzburg. Im April 2011 wurde die Trennung (auch von Trainer Huub Stevens) vom Getränkeriesen bekannt gegeben. Grund war (wie so oft) "der ausbleibende sportliche Erfolg." Im August 2012 verschlug es ihn in den Osten. Er wurde Sportlicher Leiter beim amtierenden russischen Meister Zenit St. Petersburg.

 

Nachdem das Chaos immer mehr überhand nahm und die Mannschaft nur mit sehr viel Glück die erste Liga halten konnte, wurde er im Juni 2014 an die Alster zurückgeholt. Diesmal als Vorstandsvorsitzender der neu gegründeten "HSV Fußball AG." Die Erwartungen an ihn waren riesig er wurde als "Hoffnungsträger", "Ikone" oder "Heilsbringer" gefeiert. Nachdem er auch der Wunschkandidat von Edelfan Kühne war, machte dieser einige Millionen Euro locker, damit Dietmar auf Einkaufstour gehen konnte, um der Mannschaft ein neues Gesicht zu geben. Bei der offiziellen Vorstellung meint er: "Es ist ein sehr emotionaler Moment für mich. Ich habe immer gespürt, dass ich eines Tages zum HSV zurückkehren werde." Er sprach auch davon, dass der "HSV doch sein Baby" sei.

 

Im Mai 2016 trennte er sich von Sportvorstand Peter Knäbel und übernahm dessen Aufgaben zusätzlich. Doch er konnte dem trudelndem HSV nicht aus dem Abstiegssumpf ziehen und machte auch bei Bruno Labaddias Entlassung keine gute Figur. In einer wahren Schlammschlacht seitens des Aufsichtsrates wurde dann letztendlich auch ihm im Dezember 2016 gekündigt, was er zunächst aus der Presse erfuhr. Er zeigte hier aber Größe, arbeitete bis zum letzten Tag und unterstützte seinen Nachfolger Jens Todt.

 

Arbeitete gemeinsam mit Richard Golz am Buch "Fußball und Rassismus" mit.

 

BL-Saison Sp To
1986/1987
1987/1988
1988/1989
1989/1990
1990/1991
1991/1992
25
30
21
31
33
34
1
3
0
3
6
1
Europa Sp To
1987/1988-po
1989/1990-ue
1991/1992-ue
4
8
5
0
1
0
DFB-Pokal Sp To
1986/1987
1987/1988
1988/1989
1989/1990
1990/1991
1991/1992
6
5
2
1
4
1
1
0
0
0
0
0
Liga-Pokal Sp To
1987/1988-sc 1 0

nach oben

 

Uwe Bein (26.09.1960)

Felix Magath holte den Mittelfeldregisseur vom 1. FC Köln (wo er 3 Jahre seit 1984 spielte, zuletzt aber nur noch die Ersatzbank drückte) 1987 weg zum HSV. Am Rhein kam er auf 64 BL-Spiele mit 17 Toren, 3 Spiele im DFB-Pokal und 17 Einsätzen und 7 Toren im UEFA-Cup. In den beiden verlorenen Endspielen 1986 gegen Real Madrid erzielte er 1 Tor. Vorher kickte er schon sechs Jahre von 1978 bis 1984 für Kickers Offenbach, zu denen er aus der Jugend des VfB Heringen stieß. War mit den Kickers 1983 in die erste Liga auf- und postwendend wieder abgestiegen. Für Offenbach war er in der Bundesliga in 34 Spielen 14 mal erfolgreich. In der zweiten Bundesliga bzw. 2. Liga Süd erzielte er phantastische 59 Treffer in 119 Partien. Hinzu kommen 8 Spiele (9 Tore!) im DFB-Pokal und 4 Relegationsspiele, die jeweils verloren wurden (1981 gegen Eintracht Braunschweig und 1982 gegen Bayer Leverkusen).

 

Kam in Hamburg anfangs nicht zurecht, wurde von der Kritik zerrissen. Doch langsam erkannte man, welchen Diamant man in den eigenen Reihen hatte. Entwickelte sich zum echten Klassemann. War insbesondere mit Thomas von Heesen ein "Traum-Duo", sein geniales Auge und sein "tödlicher Pass" waren gefürchtet. Galt unter Experten als einer der technisch besten Mittelfeldspieler. Nach 52 Spielen und 22 Toren, 6 Einsätzen (1 Tor) im DFB-Pokal und 4 Partien im Pokal der Pokalsieger wechselte der oftmals sehr introvertierte Uwe Bein 1989 schließlich für fünf Jahre zur Frankfurter Eintracht.

 

Hier hatte er seine beste Zeit, spielte ständig in der Spitzengruppe mit, dreimal stand am Saisonende Platz 3 zu Buche. Sein Partner im Zentrum im Mittelfeld war hier Andreas Möller. In 150 BL-Spielen gelangen ihm 38 Tore. 18 mal trug er das Eintracht-Trikot im DFB-Pokal (dabei 4 Tore), scheiterte hier 2 mal erst im Halbfinale (1991 gegen Bremen und 1993 gegen Leverkusen). Im UEFA-Cup war er 14 mal dabei, erzielte hier 6 Tore.

 

Zuletzt von 1994 bis Ende 1996 zwei ein halb Jahre als Profi in Japan bei Urawa Red Diamonds (wo er in 60 Partien 25 mal ins Tor traf), ehe er im Januar 1997 zum Oberligisten VfB Gießen und kurz zu Eintracht Wetzlar wechselte. Der Osthesse schnürte 2002 für SVA Bad Hersfeld noch einmal für 3 Jahre die Stiefel. In der Saison 2005/2006 ein halbes Jahr Sportmanager der Offenbacher Kickers.

 

Wohnt in Bad Hersfeld und zeigt in der Uwe-Bein-Traditionself bei Jubiläen oder für einen guten Zweck immer noch sein Können. Kümmert sich nebenbei mit seiner "Mobilen Uwe-Bein-Fußballschule", der "Sparkassen-Versicherung" oder bei der bundesweiten "Kidsactive" (gegründet von Frank Mill) um den Fußball-Nachwuchs. In einer Frankfurter U-Bahn ist auf einer von zwölf Säulen sein Konterfei abgebildet, was auch seine Beliebtheit in Frankfurt beweist.

 

17 Länderspiele (3 Tore), darunter der Weltmeistertitel 1990 in Italien, 300 Bundesligaspiele und 91 Tore lautet seine imposante Bilanz. Dazu kommen 119 Zweitligaspiel mit 58 Treffern. Wurde von Sportjournalisten zum besten deutschen Mittelfeldspieler aller Zeiten gewählt.

 

BL-Saison Sp To
1987/1988
1988/1989
24
28
7
15
Europa Sp To
1987/1988-po 4 0
DFB-Pokal Sp To
1987/1988
1988/1989
3
3
0
1

nach oben

 

Stefan Beinlich (13.01.1972)

"Paule" Beinlich spielte noch zu DDR-Zeiten in der Jugend beim FC Dynamo Berlin und dann bei Bergmann Borsig Berlin (32 Spiele, 14 Tore plus 2 Spiele und 4 Tore im DDR-Pokal. Nach der Wende ging der gelernte Elektriker zusammen mit seinem Kollegen Matthias Breitkreuz von Januar 1992 bis Juli 1994 auf die Insel zu Aston Villa. Wurde hier aber insgesamt nur 16 mal eingesetzt und erzielte dabei einen Treffer. Zurück nach Ostdeutschland zu Hansa Rostock in die 2. Liga unter Trainer Frank Pagelsdorf (34 Spiele, 15 Tore). Völlig überraschend gelang sofort der Aufstieg. "Paule" war auch hier mit 19 Toren in 67 BL-Spielen mit ein Garant, dass Rostock die Klasse halten konnte. Im DFB-Pokal wurde er in den 3 Jahren 4 mal eingesetzt (1 Tor).

 

Zum Nationalspieler reifte er bei seiner nächsten Station Bayer Leverkusen, zu denen er im Sommer 1997 wechselte. 5 Einsätze absolvierte er im DFB-Trikot. Unter Christoph Daum wurde er mit Leverkusen 2 mal Vizemeister und belegte einmal Platz 3 in der BL. Er kam auf 80 Spiele und 24 Tore. Im Ligapokal waren es 4 Partien (2 Tore) und im Pokal 7 Spiele und 3 Tore. In der Champions League wurde er 12 mal eingesetzt und traf dabei 4 mal und im UEFA-Cup spielte er 6 mal und erzielte 1 Treffer.

 

Aber 2000 zog es ihn nach Berlin zurück, er unterschrieb bei Hertha BSC. Er gewann hier 2001 den Ligapokal gegen Schalke und stand hier 2000 im Finale gegen München (nur beim Erfolg 2002 war er nicht dabei). Im Ligapokal hatte er 6 Einsätze (1 Tor). 64 mal kam er in der BL zum Zuge und machte dabei 8 Tore. 2x Platz 5 und 1x Platz 4 lautet hier die stolze Bilanz. Im Pokal 2 Spiele und 2 Tore und in der zweiten Mannschaft der Hertha in der NOFV-Oberliga Nord 3 Einsätze. Im UEFA-Cup kam er in 3 Jahren auf 9Parien und 4 Tore.

 

Ab Juli 2003 kickte der torgefährliche Mittelfeldspieler beim HSV. Auch hier gleich Ligapokalsieger. Erlebte in der Saison 2004/2005 seinen x-ten Frühling und fand als Spielgestalter und gefährlicher Freistoßschütze zu seiner alten Klasse zurück. In der nächsten Saison sehr lange verletzt, erhielt deshalb auch keinen neuen Vertrag, was für viele sehr unverständlich war. Hat in seiner Vita den Gewinn des UI-Cups 2006 (gegen Valencia) und des DFB-Ligapokals (gegen Dortmund) aufzuweisen sowie 68 BL-Spiele (5 Tore), 3 Ligapokalspiele (1 Tor) und 6 Pokal-Einsätze. Im UEFA- und UI-Cup kam er in Hamburg insgesamt auf 15 Begegnungen und erzielte dabei 1 Treffer (gegen Pobeda Prilep).

 

Wechselte 2006 enttäuscht zu Hansa Rostock, wo er wieder auf seinen "alten" Trainer Pagelsdorf stieß (Rostock, Hamburg). Stieg sofort in die Erste Liga auf. Nach dem sofortigen Abstieg im Sommer 2008 und einem Einriss des Außenmeniskus sowie einer Knorpelabsprengung im Knie beendete er seine aktive Karriere. Machte an der Ostsee erneut 9 BL-Partien, 28 Spiele (1 Tor) in der zweiten Liga und 2 Spiel (2 Tore) im Pokal. In Rostock begann und endete die Karriere des Ostberliners. Neben 288 Spielen (56 Tore) in Liga eins kam er zusätzlich zu 62 Spielen (16 Tore) in der 2. Liga.

 

Seit 2010 spielte er unter seinem früheren Kollegen Heiko März beim SV Warnemünde in der Verbandsliga. Als die Hansa den bitteren Gang in die Drittklassigkeit antreten musste, wurde er dort im Juni 2010 als Manager verpflichtet. Die Rostocker stiegen postwendend wieder auf. Als sie aber 2012 wieder in die Dritte Liga mussten, legte Beinlich als Konsequenz sein Amt nieder. Ein halbes Jahr später wurde er zum Geschäftsführer des Leichtathletikvereins 1. LAV Rostock berufen

 

Absolvierte im September 2008 beim HSV ein Praktikum in den verschiedenen Abteilungen der Rothosen. Lebt mit seiner Familie in Elmenhorst bei Warnemünde. Hier machte er auch im November 2009 sein Abschiedsspiel. Seit 2012 gewann er mit Hansa Rostock dreimal in Folge den "DFB-Ü 40-Cup."

 

Über seine HSV-Zeit meinte er rückblickend: " Es war eine tolle Zeit. Der HSV ist ein toller Verein, Hamburg eine wunderschöne Stadt und ich habe auch in den drei Jahren unglaublich viel erlebt." Den Namen "Paule" hat ihm sein Jugendtrainer verpass, da es in der Mannschaft zu viele "Stefan" gab.

 

BL-Saison Sp To
2003/2004
2004/2005
2005/2006
23
29
16
2
3
0
Europa Sp To
2004/2005-ui
2005/2006-ui
2005/2006-ue
3
8
4
0
1
0
DFB-Pokal Sp To
2003/2004
2004/2005
2005/2006
3
1
2
0
0
0
Liga-Pokal Sp To
2003/2004-li 3 1

nach oben

 

Maximilian Beister (06.09.1990)

Die Anfangsstation des gebürtigen Göttingers war 1995 der VfL Lüneburg. Wechselte 2004 zur Jugend des HSV, spielte seit 2007 in der U19, wurde aber in der Saison 2008/2009 schon vorwiegend in der Zweiten eingesetzt. Im Lokalderby gegen St. Pauli erzielte er bei der U19 gleich vier Treffer. Auch in der neuen Saison vorwiegend beim Nachwuchsteam, erhielt aber einen Profivertrag und trainierte auch mit den "Großen." Im November 2009 kam er zu einem zweiminütigen Einsatz gegen Bochum und weiteren 9 Minuten gegen Mainz. Da er aber wegen der hochklassigen Sturmabteilung (van Nistelrooy, Petric, Guerrero) kaum Spielpraxis bekommen hätte, wurde er im Sommer 2010 für zwei Jahre an den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf verliehen. Schlug dort glänzend ein, machte 59 Spiele. Für die NRZ war er der "Spieler des Jahres." Hatte einen sehr starken linken Fuß. War dort der Top-Scorer und war mit 18 Toren und 19 Vorlagen entscheidend am Düsseldorfer Aufstieg beteiligt. Trug mit einem Treffer dazu bei, dass Hertha in den 2 Relegationsspielen bezwungen wurde.

 

Trotzdem war er aber froh, als ihn der HSV im Sommer 2012 wieder zurückholte und seinen Vertrag vorzeitig bis 2016 verlängerte. "Es war immer mein Wunsch, nach Hamburg zurückzukehren. Ich möchte beim HSV spielen, mich weiterentwickeln und dem Verein helfen, sich weiterzuentwickeln." Früher stand er als Balljunge hinter dem Tor von Rene Adler - jetzt spielte er in einer Mannschaft mit ihm! Anfangs lief es allerdings nicht besonders. Er war zu verbissen, ehrgeizig und eigensinnig. Doch gegen Schalke gelang ihm der erste Treffer, was ihn sichtbar befreite. Stellte sich dann aber durch eine völlig unnötige Rote Karte (am16.03. gegen Augsburg) selbst wieder ins Abseits und fehlte der Mannschaft auch beim Schlussspurt der Saison. In der neuen Saison schlug er glänzend ein, war auf der rechten Angriffsseite nicht mehr wegzudenken. Aber durch einen Kreuzbandriss (nebst Knorpel- und Meniskusschaden im linken Knie) in der Vorbereitung der Winterpause wurde er für die komplette Rückrunde außer Gefecht gesetzt und wurde im Abstiegskampf schmerzlich vermisst.

 

Nachdem er die Vorbereitung mit absolvieren konnten, kam im August 2014 erneut ein herber Rückschlag. Er musste am Meniskus seines kaputten linken Knies operiert werden und fiel erneut aus. Erst Ende des Jahres konnte er wieder mit dem Mannschaftstraining beginnen. Da ihm aber da natürlicherweise sichtbar die Spielpraxis fehlte, wurde er im April 2015 ans Nachwuchsteam "ausgeliehen." Unverständlich für viele Fans wurde ihm im Sommer nahegelegt, sich einen neuen Verein zu suchen, da er nicht mehr ins neue Gehaltsschema des HSV passte. Schon zwei Tage nach der Trennung (er bekam dafür auch noch 200.000 Euro Abfindung) fand er mit dem FSV Mainz 05 einen neuen Brötchengeber, der das Schnäppchen zum Nulltarif bekam. Auch hier warf ihn anfangs ein Knochenmarködem im linken Knie zurück. Doch auch danach konnte er nicht überzeugen. Die Folge: 5 Minuten Bundesliga (ausgerechnet gegen den HSV und 65 Minuten in der 3. Liga. Deshalb wurde er in der Winterpause an den stark abstiegsgefährdeten Zweitligisten 1860 München verliehen. Deren Sportmanager war Oliver Kreuzer. Auch hier nur 8 Partien mit überwiegend Kurzzeit-Einsätzen (zusammen 225 Minuten).

 

Nach erfolgreicher Mission wollte ihn aber Mainz nicht mehr zurück und verbannte ihn in zum Amateurteam. Maxi machte daraufhin ein Probetraining beim Bundesligisten Darmstadt 98, deren neuen Trainer Norbert Meier er noch aus Düsseldorfer Zeiten kannte. Die Hessen winkten aber auch ab, so dass er ab August 2016 bei der U23 der Mainzer mitspielte. Auch dort wurde er "wegen mangelnder Einstellung" aussortiert.Er ergriff die Flucht und heuerte im Oktober auf der anderen Seite des Globus bei Melbourne Victory an.

 

Doch schon im Januar löste er seinen Vertrag wieder auf und kehrte nach Deutschland zurück. Mainz aber nahm ihn noch nicht wieder auf, da die Leihe bis zum Sommer terminiert war.

 

Im Juli 2017 war das Kapigtel endgültig beendet, der Vertrag wurde aufgelöst. Maxi gab sich selbstkritisch und suchte die Gründe für seinen Niedergang bei sich. Er durfte sich im Training bei Borussia Dortmund fithalten.

 

In der U19-Nationalelf machte er 5 Spiele, seit dem Sommer 2009 spielte er im U20-Nationalteam. Schaffte hier 5 Tore in 9 Spielen - eine phantastische Quote. Im November 2010 erstmals in der U21, wurde in der 59. Minute gegen England eingewechselt. Hier bestritt er 14 Partien (6 Tore).

 

Die Krankheitspause nutzte er, indem er sich ein Standbein für die Zeit nach der Karriere schaffte. Er eröffnete in Hamburg als Gesellschafter die Nachhilfeschule "Immerschlau." Ferner gründete er mit seinem Jugendtrainer und seinem Vater in seiner Heimatstadt einen Fußballverein, den SC Lüneburg 2014, der in der Kreisklasse kickt. Maxi ist dritter Vorsitzender. Damit nicht genug, brachte er im Dezember 2014 den "Snaxcup" auf den Markt. Diese Kombination aus Becher und Teller erfreute sich schon großer Beliebtheit und wurde vor allem bei Freiluftveranstaltungen (wie beim Abschiedsspiel von David Jarolim) eingesetzt. Er war der Marketingchef bei "Future Cups"

 

BL-Saison Sp To
2009/2010
2012/2013
2013/2014
2014/2015
2015-Rel
2
23
16
5
1
0
3
5
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
2012/2013
2013/2014
1
3
1
1

nach oben

 

Änis Ben-Hatira (18.07.1988)

Der tunesische Angriffsspieler mit deutschem Pass kickte bei Reinickendorfer Füchse, Hertha BSC in Berliner Jugendmannschaften. Zuletzt bei der Tennis Borussia, wo er den HSV-Scouts wegen seiner Torgefährlichkeit auffiel. Eigentlich sollte er erst zu Beginn der Saison 2006/2007 verpflichtet werden. Da er aber im Wintertrainingslager einen hervorragenden Eindruck hinterließ, bekam er gleich einen Vertrag und spielte in der Rückrunde in der zweiten HSV-Elf (14 Spiele, 3 Tore). In den folgenden drei Spielzeiten in der Ersten jedoch als Ergänzungsspieler nur 10mal eingesetzt, dabei einmal über 90 Minuten (gegen Stuttgart). Spielte meist bei den Amateuren in der Regionalliga (24 Partien, 7 Tore). 5 mal durfte er im UEFA-Cup ran und 1 mal (RW Essen) im DFB-Pokal.

 

War U19- (Halbfinalist bei der EM 2007 und 8 Spiele) und U20-Nationalspieler (6 Spiele) und trug dann 9 mal das Trikot der U21, mit denen er 2009 Europameister wurde. Mit der Bundeswehr-Nationalelf schied er bei den Spielen 2007 schon in der Vorrunde aus. Entschied sich 2012 für seine tunesischen Wurzeln und spielt seitdem in der tunesischen Nationalelf (bis Januar 2017 elf Einsätze).

 

Im Februar 2009 zum Zweitligisten MSV Duisburg ausgeliehen, um Spielpraxis zu sammeln (13 Spiele, 2 Tore). Im Sommer 2009 kurz zurück, 1 Spiel im UEFA-Cup (gegen Randers FC), um dann ein weiteres Jahr an die Duisburger ausgeliehen zu werden. Im Ruhrgebiet 16 Zweitligaspiele (1 Tor) und 2 Begegnungen im Pokal. Im folgenden Sommer zurück an die Alster, war allerdings für die Zweite vorgesehen. Lief noch einmal 12 mal (7 Tore) für die Amateure auf. Durch die vielen Verletzungen stand er dann im November plötzlich im Kader bei den Profis und wurde gegen den VfB Stuttgart eingewechselt. Spielte eine glänzende Rückrunde, war aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken. Kam in dieser Saison auf 18 BL-Einsätze und 3 Tore.

 

Da er aber in der neuen Saison wieder nicht zur Stammelf gehörte, liebäugelte er mit einem Wechsel zurück zur Hertha, was sich dann (nach 1 BL-Spiel für den HSV) rasch im August 2011 realisierte. Konnte aber den Berliner Abstieg auch nicht verhindern. War 16 mal auf dem Platz (3 Tore), auch in den beiden erfolglosen Relegationsspielen gegen Düsseldorf, wo ihm 1 Tor gelang. Schaffte aber nach 18 Partien und 4 Treffern in Liga zwei mit der Mannschaft 2013 den sofortigen Wiederaufstieg. Dort immer wieder von Verletzungen, insbesondere Fußbeschwerden (vor allem Zehenverletzung), zurückgeworfen. Deshalb in den nächsten 2 Jahren nur 36 mal eingesetzt (7 Treffer), wurde trotzdem der Publikumsliebling.

 

Im September 2012 geriet er in die Schlagzeilen, weil ihn Polizisten festnahmen. Er soll seiner Ex-Freundin die Geldbörse gewaltsam geraubt haben. Und im Januar 2014 lieferte er sich mit der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd, weil er eine Frau (die sich als seine Zwillingsschwester herausstellte) entführt haben sollte, obwohl nichts geschehen war, wie sich im Nachhinein herausstellte.

 

In der Saison 2015/2016 wurde er in der Hinrunde kein einziges Mal berücksichtigt. Als er dann wieder durch eine Undiszipliniertheit auffiel (er hatte auf der Heimfahrt von Bremen seinem Mannschaftskollegen Weiser ein Veilchen verpasst), nahmen die Berliner die Chance wahr, ihm einen Wechsel nahezulegen. Um einem Rauswurf zuvorzukommen, wechselte er am Ende der Wintertransferperiode zu Eintracht Frankfurt. Spielte mit den Hessen lange um den Abstieg (9 Einsätze), was erst in der Relegation gegen Nürnberg (wo er in beiden Partien dabei war) verhindert wurde. Er war in den beiden Partien dabei. Aber auch in Hessen hatte er wieder negative Presse. Er hatte ein Foto gepostet, das einen Tisch voller Kanülen und einem verdächtiges Medikament zeigte, was ihm den Doping-Verdacht einbrachte.

 

Die Eintracht verzichtete im Sommer nach 9 BL-Einsätzen (mit 1 Tor) auf eine Vertragsverlängerung, aber Änis kam im August 30 km nördlich beim Ligakonkurrenten Darmstadt 98 unter. Aber auch hier war das Intermezzo nach 11 Einsätzen mit 1 Treffer und einer Pokalpartie im Januar 2016 beendet. Darmstadt trennte sich von ihm, da er die Organisation "Ansaar International"unterstützte, die vom Verfassungsschutz der Salafistenszene zugeordnet wird. Er dachte, dass es sich hier um eine wohltätige Organisation handele. Nach der Trennung wurde er nach seinen Worten anonym bedroht und war der Meinung, dass man seine Karriere zerstören wollte.

 

Er fand in der Türkei bei Gaziantepspor einen neuen Arbeitgeber. Beim chaotischen Tabellenletzten und Absteiger bekam er jedoch keinen Cent Gehalt. Im Juli war er wieder in Deutschland in seiner Heimatstadt Berlin.

 

BL-Saison Sp To
2006/2007
2007/2008
2008/2009
2009/2010
2010/2011
2011/2012
5
3
2
0
18
1
0
0
0
0
3
0
Europa Sp To
2007/2008-ue
2008/2009-ue
2009/2010-el
4
1
1
0
0
0
DFB-Pokal Sp To
2007/2008 1 0

nach oben

 

Collin Benjamin (03.08.1978)

Der Allrounder (Abwehr und defensives Mittelfeld) und 23facher Nationalspieler aus Namibia (hier als Stürmer!) war seit Juli 2001 beim HSV. Vorher bei Civics FC Windhuk, Germania Schnelsen, Rasensport Elmshorn. Schaffte den Sprung von der Amateurmannschaft zu den Profis. Bei den Amateuren kam er in Regional- und Oberliga auf insgesamt 43 Einsätze und 9 Treffer. In seiner ersten Saison als Profi erzielte er in 17 Spielen drei Tore. Durch Verletzungen wurde er leider immer wieder zurückgeworfen. Wie wertvoll er gesund war, zeigte er immer wieder.

 

 Im Winter 2005 wurde der Vertrag wegen seinen andauernden Verletzungen (und auch, um einen Ausländerplatz für Ailton freizumachen) aufgelöst, doch im Sommer 2006 bekam er einen neuen. Leider auch hier immer wieder verletzt. Bewies bei seinen Einsätzen, wie gut er war und wie wichtig er für die Mannschaft wäre. In der Rückrunde ein Garant, dass der HSV doch noch einen UI-Cup-Platz erreichte. Trug auch in der Saison 20007/2008 als vielseitig einsetzbarer Spieler seinen Teil für den letztendlich erreichten vierten Platz bei Auch anschließend, als dienstältester Spieler, war "Collo" immer da, wenn er gebraucht wurde. Kämpfte sich wieder, auch bedingt durch die Verletzungen der halben Defensivabteilung, in die Stammelf zurück. Im September 2009 dann die nächste Hiobsbotschaft: Innenbandriss sowie einen Teilriss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie (im Freundschaftsspiel Namibia – Swasiland). Konsequenz: ein halbes Jahr Pause. Trotzdem bekam er vom HSV im November 2009 eine Vertragsverlängerung für ein Jahr.

 

Seine Rückkehr feierte er nach über einem Jahr am 02.10.2010 gegen Kaiserslautern. Nach einem weiteren Kurzeinsatz setzte ihn ein Muskelfaserrisses im linken Oberschenkel erneut für fast vier Wochen außer Gefecht. Zum Saisonende kein neuer Vertrag nach 11 (!) Jahren beim HSV! Gewann 2003 den Ligapokal gegen Dortmund, 2006 den UI-Cup gegen Valencia und stand 2009 in den beiden Halbfinals im UEFA-Cup gegen Bremen. Nach einem sehr emotionalen Abschied gab er seinen Wechsel zum Zweitligisten 1860 München bekannt. Doch richtig Fuß fasste er hier nicht, kam aber trotzdem zu 18 Einsätzen und 2 Spielen im Pokal. Am Ende der Saison beschloss er, seine Karriere zu beenden.

 

Er wollte wieder in die Hansestadt ziehen, dort seinen Trainerschein machen und sogar als Reporter für HSV-TV arbeiten. Interviewte auch bei der Jubiläumsgala "125 Jahre HSV" Prominente. Sein Berater Franken meinte: ";Beim HSV hat er so einen guten Ruf, dass ihm Aufsichtsräte immer wieder an Weihnachten eine Flasche Rotwein schicken. Sie würden ihm dort auch ein Denkmal bauen.";

 

Im März 2013 machte er allerdings ein Trainerpraktikum im Nachwuchsleistungszentrum bei den Münchner Löwen und war ab dem Sommer für deren U13 verantwortlich. Ein Jahr später wurde er zum Cotrainer der Münchner Amateure befördert als Assistent von Thorsten Fröhling, der ja auch eine HSV-Vergangenheit hat. Als dieser im Februar zum Chefcoach der Profis befördert wurde, ging Collin als sein Assistent mit. Schaffte mit dem Team den Klassenerhalt in zwei dramatischen Relegationsspielen gegen Holstein Kiel in letzter Minute. Behielt den Posten auch unter dem neuen Trainer Möhlmann. Im Januar 2016 bat er allerdings den Verein "aus privaten Gründen" um eine Vertragsauflösung.

 

Kehrte in seine Heimat in Namibia zurück und baute in seiner Heimatstadt Windhoek ein Trainingscenter auf, um einheimische Nachwuchsspieler fit für die europäischen Ligen zu machen.

 

BL-Saison Sp To
2001/2002
2002/2003
2003/2004
2004/2005
2005/2006
2006/2007
2007/2008
2008/2009
2009/2010
2010/2011
17
20
17
26
0
21
17
20
0
8
3
1
0
5
0
2
1
1
0
0
Europa Sp To
2003/2004-ue
2004/2005-ui
2005/2006-ui
2006/2007-cl
2007/2008-ui
2007/2008-ue
2008/2009-ue
2009/2010-el
1
4
1
3
2
5
11
4
0
0
0
0
1
0
0
0
DFB-Pokal Sp To
2001/2002
2002/2003
2003/2004
2006/2007
2007/2008
2008/2009
1
2
2
1
4
4
0
0
0
0
0
0

nach oben

 

Marcus Berg (17.08.1986)

Nach IFK Velen und Torsby IF spielte Marcus seit 2003 in der Jugend von IFK Göteborg. Seit 2005 bei den Profis. In der Spielzeit 2007 wurde er schwedischer Torschützenkönig und Meister und wechselte im Sommer zum FC Groningen in die Niederlande. Hier erzielte er in zwei Spielzeiten in 56 Spielen 32 Tore. Obwohl auch schon in der Nationalelf gesetzt, war sein größter Triumph bisher die U21-EM in seiner Heimat. Er erzielte in 4 Spielen 7 Tore und wurde dadurch Torschützenkönig des Turniers und wurde zum besten Spieler gewählt. Das weckte Begehrlichkeiten von großen Vereinen. Aber er entschied sich für Hamburg, nicht zuletzt nach Gesprächen mit Joris Mathijsen und Rafael van der Vaart. Bruno Labbadia schwärmte: "Er hat sehr intelligente Laufwege und möchte unbedingt Tore machen."

 

Eigentlich sollte er behutsam aufgebaut werden. Aber durch eine große Verletztenmisere gingen dem HSV die Stürmer aus, Berg war die einzige Spitze. Aber die Rolle als Hoffnungsträger bedrückte den sensiblen Schweden. Durch einige unglückliche Aktionen wurde er unsicher, wirkte gehemmt. Schoss sich aber in der Europa League mit wichtigen Treffern den Frust von der Seele. Und auch in der Bundesliga zeigte seine Formkurve gegen Ende der ersten Hälfte wieder deutlich nach oben.

 

Da er aber sein sicherlich vorhandenes Potential nur selten abrufen konnte und in Hamburg alle anderen Stürmer gesund waren, wurde er im Sommer 2010 an den PSV Eindhoven ausgeliehen. Wollte sich hier weiterentwickeln und dann beim HSV noch einmal angreifen. Lief dort aber auch nicht optimal, in 25 Einsätzen nur 8 Treffer. Zur Saison 2011/2012 zurück in Hamburg. Musste sich nach einer Hüft-OP erst wieder langsam an die Mannschaft heranarbeiten. Doch der Pechvogel brach sich bereits im Dezember beim Spiel gegen Augsburg sich das Schlüsselbein, was eine weitere 8wöchige Pause bedeutete. Nach seiner Genesung ein wichtiger Spieler, war plötzlich gesetzt, erzielte ein Traumtor gegen Wolfsburg. War mit ein Sinnbild des Abstiegskampfes, spielte beim Sieg gegen Kaiserslautern mit einer klaffenden Kopfwunde weiter. War auch in der neuen Saison nach dem Abgang von Guerrero und Petric als Nummer Eins im Sturm vorgesehen. Doch wieder traten die altbekannten Hemmungen auf. 2012 das gleiche Spiel. In der Rückrunde kam er dann verletzungsbedingt nur noch zu drei (Kurz-) Einsätzen.

 

Nach 19 Spielen und 9 Toren in der schwedischen U21 trug er seit 2008 auch das Trikot des A-Teams, 47 mal (12 Tore) bis August 2017. War auch beim enttäuschendem Auftritt bei der EM 2016 in Frankreich dabei.
Nachdem er die hohen Erwartungen nicht erfüllen konnte, wollte ihn der HSV "loswerden", fand aber zunächst keinen Abnehmer.

 

Doch im Juli 2013 zeigte Panathinaikos Athen Interesse und er wechselte ablösefrei nach Griechenland. Oder wie bild.de moserte: "HSV verschenkt seinen größten Millionen-Flop." In Athen mauserte er sich sofort zum Top-Scorer und wurde (gemeinsam mit Mladen Petric) 2014 griechischer Pokalsieger. Nach einem dritten Platz konnte er 2015 und 2016 Vizemeistertitel feiern. Erzielte gleich in seinem ersten Jahr in 29 Spielen 15 Tore und im Pokal in 5 Spielen 7 Tore! Wurde für die Panathinaikos-Fans rasch zum Helden. Im April 2016 erzielte er 5 Treffer in einer Partie gegen Panthrakikos!

 

Völlig überraschend wechselte er im Sommer 2017 zu den Geldtöpfen der Scheichs aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und unterschrieb bei Al-Ain FC.

 

BL-Saison Sp To
2009/2010
2011/2012
2012/2013
30
13
11
4
1
0
Europa Sp To
2009/2010-el 13 6
DFB-Pokal Sp To
2009/2010
2011/2012
2012/2013
1
1
1
0
1
1

nach oben

 

Besart Berisha (29.07.1985)

Der junge Kosovo-Albaner kam zur Saison 2004/2005 von der Jugend von Tennis Borussia als Torschützenkönig der A-Jugend an die Alster. Er durfte aber kein Spiel (auch nicht in der Regionalliga) für den HSV bestreiten, da er keine Aufenthaltsgenehmigung bekam. Er kam zwar 1992 mit seinen Eltern während der Kriegswirren nach Deutschland, allerdings illegal. Mit 19 besuchte er sein Heimatland zum ersten Mal. Seitdem gab es nur Schwierigkeiten mit der Bürokratie. Um Spielpraxis zu sammeln, wurde er im Januar 2005 nach Dänemark für ein halbes Jahr an Aalborg BK (wo er nur 3 mal eingesetzt wurde) und in der neuen Saison an AC Horsens (31 Spiele, 11 Tore) ausgeliehen.

 

Seit Sommer 2006 konnte er endlich auch bei den Profis angreifen. "Er war wie ein wilder Stier, angriffslustig, mitunter ungestüm, der immer alles gab." Spielte aber trotzdem meistens nur bei den Amateuren, bei den Profis nur Ergänzungsspieler. Zur Saison 2007/2008 wechselte er zum englischen Zweitligisten FC Burnley, nach langen Verletzungspause (Kreuzbandriss) an Rosenborg BK (8 Partien, 3 Tore) und im Januar 2009 erneut zum AC Horsens ausgeliehen, wo er nochmals 4 Tore in 13 Einsätzen erzielte .

 

Zwischenzeitlich albanischer Nationalspieler. 17 Spiele und 1 Tor bis Januar 2016. Seit dem Sommer 2009 war er wieder in Deutschland, er unterschrieb einen Vertrag beim Absteiger Arminia Bielefeld. In 2 Jahren 28 Spiele und 2 Tore. Nach deren Durchreichen in die Dritte Liga im August 2011 nach Australien zu Brisbane Roar.

 

Dort fand er anscheinend sein Glück. Er war anerkannt, erzielte Tore am laufenden Band und wurde auf Anhieb Torschützenkönig und durch sein Elfmetertor Meister in Australien. Erzielte in einem Spiel 4 Treffer, darunter ein lupenreiner Hattrick. Nach tollen 41 Treffern in 65 Spielen im Januar 2014 innerhalb des Landes zu Melbourne Victory, mit denen er umgehend australischer Meister wurde und großen Anteil am Erfolg hatte.

 

Im Herbst 2016 verkündete er, zukünftig für das neu geschaffene Nationalteam des Kosovo aufzulaufen und nicht mehr für Albanien. Hatte hier im März 2017 bei der Niederlage im WM-Qualifikationsspiel gegen Island seinen ersten Auftritt.

 

BL-Saison Sp To
2004/2005
2005/2006
2006/2007
0
0
12
0
0
1
Europa Sp To
2006/2007-cl 2 1
Liga-Pokal Sp To
2006/2007-li 1 0

nach oben

 

Horst Bertl (24.03.1947)

Der Bremerhavener (begann 1964 in der Regionalliga Nord bei Bremerhaven 93, 75 Spiele, 16 Tore) verdiente sich die ersten Sporen in der Bundesliga 1970 bei Hannover 96 und erreichte in 2 Jahren 60 Spiele (13 Tore). Im Pokal brachte er es auf 6 Einsätze und 4 Tore. Kam gemeinsam mit seinem Kumpel Willi Reimann zu den Niedersachsen. Dann ab 1972 für 2 Jahre in der damals zweitklassigen Regionalliga West bei Borussia Dortmund. Erzielte gleich im ersten Jahr 17 Tore in 31 Spielen. Nach deren Aufstieg in die neugeschaffene Zweite Liga Nord 1974 zum HSV.

 

Hier heuerte gleichzeitig auch Willi Reimnn an. Spielte hier mit Hochkarätern wie Kargus, Kaltz, Magath, Keegan oder Volkert. Zwischen 1974 und 1979 bestritt er 114 BL Spiele für den HSV und erzielte dabei 25 Tore. war 11 mal im DFB-Pokal dabei und 27 mal in internationalen Begegnungen. DFB-Pokalsieger 1976 gegen Kaiserslautern, Gewinn des Europapokal der Pokalsieger 1977 gegen den RSC Anderlecht, Finalist im Europäischer Supercup 1977 gegen den FC Liverpool, Deutscher Meister 1979. Ging dann in die USA und hängte noch ein Jahr bei den Houston Hurricane und ein Jahr bei Memphis Americans an. Bei letzterem Verein fungierte er zwei weitere Jahre als Spielertrainer.

 

Der Laienprediger Bertl lebt heute in Texas, hat einen amerikanischen Pass und war als Fußball-Trainer tätig u.a. beim "Comets Soccer-Club, Dallas" (wo er sogar "Chef wurde), des "Jesuit College", bei Dallas Rockets oder im Trainerstab der "United States Soccer Federation." Gab den HSV wertvolle Tipps für die Verpflichtung von US-Amerikanern wie Paul Caligiuri oder Kai Steffen.

 

BL-Saison Sp To
1974/1975
1975/1976
1976/1977
1977/1978
1978/1979
28
26
16
20
24
8
3
2
7
5
Europa Sp To
1974/1975-ue
1975/1976-ue
1976/1977-po
1977/1978-to
1977/1978-su
1977/1978-po
8
9
3
4
2
1
4
3
0
0
0
0
DFB-Pokal Sp To
1973/1974
1974/1975
1975/1976
1977/1978
1978/1979
1
2
5
2
1
0
1
2
0
0

nach oben

 

Sören Bertram (05.06.1991)

Der blonde Mittelfeldmann aus Uelzen kam 2005 vom Stadtrivalen St- Pauli zur Jugend des HSV. Zu den Paulianern war er 2002 von seinem Heimatverein Teutonia Uelzen gekommen. 2008 erhielt er die "Fritz-Walter-Medaille" als Jahrgangsbester und war dann Kapitän der U 19 des HSV. Sein Trainer Rodolfo Cardoso schwärmte von seinem "wahnsinnigen linken Fuß" und meinte: "Wir werden noch viel Gutes von Sören hören." Im Europa-League-Spiel gegen Rapid Wien (02.12.2009) gab er ein 4minütiges Debüt bei den Profis und bekam dann zwei Wochen danach einen Profivertrag. Er spielte in der Saison überwiegend bei der Zweiten in der Regionalliga Nord, kam in der Rückrunde aber auch noch zu zwei Kurzeinsätzen (Mainz, Hoffenheim) in der Bundesliga. Rückwirkend meinte er selbstkritisch "Vielleicht habe ich es damals noch zu locker gesehen. Ich habe ein bisschen Dienst nach Vorschrift gemacht."

 

Um Spielpraxis zu sammeln, wurde er im August 2010 an den Zweitligisten FC Augsburg ausgeliehen (17 Einsätze, 1 Tor). Stieg dort gleich im ersten Jahr in die erste Bundesliga auf. Kehrte aber nach Hamburg zurück, nahm einen neuen Anlauf. Aber wieder nur Einsätze bei den Amateuren, hier aber Stammspieler. Insgesamt 41 Tore und 8 Spiele für die "Zweite."

 

Im Sommer 2012 wechselte er frustriert zum Zweitligisten VfL Bochum, wurde aber auch hier anfangs nur in der Zweiten in der Regionalliga eingesetzt (13 mal, dabei 3 Tore). Insgesamt nur 3 Partien für die Profis. Deshalb im Sommer 2013 für ein Jahr an den Drittligisten Hallescher FC ausgeliehen. Glänzte da als Vorlagengeber und Torschütze. Im folgendem Jahr fest verpflichtet. Wurde durch Verletzungen (u. a. Bruch von Elle und Speiche) oft gehandicapt. Beim Trainingslager im Sommer 2015 brach er sich die Elle erneut. Im April dann die nächste Hiobsbotschaft: Kreuzbandriss im linken Knie, ein halbes Jahr Pause.

 

Wollte wieder höherklassig spielen, weshalb er Halle nach 96 Partien in der Dritten Liga (22 Tore) und einem Einsatz im Pokal nach 3 Jahren verließ. Der Zweitligaaufsteiger Erzgebirge Aue verpflichtete ihn trotz seiner Verletzung im Sommer 2016.

 

Auch das DFB-Trikot streifte er sich öfters über. Für die U18-Nationalelf machte er 15 Spiele, in der U 19 kam er sechsmal zum Einsatz (1 Tor) und für die U20 bestritt er ebenfalls 6 Begegnungen (1 Tor). Wie viele andere Jugendliche beim HSV besuchte auch er das Heidberg-Gymnasium.

 

In "dfb.de" steht, dass er ..".einmal zu den vielversprechendsten Talenten Deutschlands zählte", oder wie sie titulierte "Der Unvollendete"

 

BL-Saison Sp To
2009/2010
2011/2012
2
0
0
0
Europa Sp To
2009/2010-el 1 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

nach oben

 

Muhamed Besic (10.09.1992)

Auch dieses Supertalent holte der HSV in Berlin. Fußballexperten hielten ihn für das größte Abwehrtalent der Bundesliga. Der in Berlin geborene bosnische Rechtsverteidiger begann bei den Jugendabteilungen von SpVgg Tiergarten, Reinickendorfer Füchse und Tennis Borussia, bevor er im Sommer 2009 zur U19 des HSV stieß. War dort sofort Stammspieler, glänzte mit exzellenten Leistungen. Kein Wunder, dass der zu diesem Zeitpunkt erst 17jährige im Sommer 2010 einen Profivertrag bekam. Feierte am 12.11. bei der 2:0-Klatsche in Dortmund sein Debüt bei den Profis, als er in der 80. Minute für Demel eingewechselt wurde. Gegen Hannover spielte er dann durch, bot eine routinierte, souveräne Leistung, machte nur einen Fehler, der aber zu einem Tor führte.

 

Armin Veh schwärmte von ihm: "Es hat schon was, wie er mit dem Ball nach vorne spielt. Im Spielaufbau ist er schon jetzt überragend." Anderen imponierte sein "unheimlich gutes Auge." Ansonsten in der zweiten Mannschaft eine Säule der Abwehr. Wurde hier in 38 Begegnungen eingesetzt. Galt aber als "schwer erziehbar." Den letzten Kredit verspielte er, als er wegen Disziplinlosigkeit von Trainer Fink beim Training aus der Kabine geworfen wurde.

 

Er machte dann zwar noch die Vorbereitung mit, ein anvisierter Wechsel zu Dynamo Dresden zerschlug sich. Aber im August 2012 "flüchtete" er nach Ungarn zu Ferencvaros Budapest, wo als Trainer der Ex-HSV-Trainerassistent Ricardo Moniz arbeitete. Zu Beginn der Saison 2014/2015 verließ Besic die Ungarn nach 47 Ligaspielen mit 1 Tor, die inzwischen von Thomas Doll gecoacht wurden und wechselte in die Premier League zum FC Everton. Da der HSV noch eine 20-Prozent-Beteiligung am Weiterverkauf besaß, spülte dies eine Million in die klammen Kassen.

 

Nachdem er 10mal für die bosnische U21 spielte, durfte er anschließend auch in der Nationalelf Bosniens auflaufen (27 mal bis Juni 2017). Machte alle drei Spiele bei der WM 2014 mit. Erhielt im September 2015 im EM-Qualifikationsspiel gegen Andorra die Rote Karte, nachdem er mit einem Kaugummi nach seinem Gegenspieler warf (der ihn gefoult hatte).

 

Im August 2017 wurde sein Vater in Bosnien niedergeschossen (Bein und Hand).

 

BL-Saison Sp To
2010/2011
2011/2012
3
0
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

nach oben

 

Marinus Bester (16.01.1969)

Der schlaksige Mittelstürmer begann bei TSF Hittfeld und wurde vom damaligen Trainer des FC Süderelbe, Bernd Enge, entdeckt. Wechselte 1990 als Vertrags- Amateur zu Werder Bremen (4 Spiele und 2 Spiele/1 Tor im Pokal der Pokalsieger). In der Oberliga Nord kam er für die Amateure auf 29 Spiele und 20 Tore und im DFB-Pokal auf 2 Spiele und 2 Tore. "Marine" ging dann als Profi auf Leihbasis in der Saison 1992/1993 zum HSV. 19 Begegnungen und 5 Tore in BL und Pokal.

 

Im Juli 1993 ein Abstecher bei Schalke 04 mit lediglich 5 Spielen in der BL und 1 Spiel im Pokal, dann im Winter wieder zurück zu Werder Bremen (diesmal 11 Spiele und je 1 Einsatz im DFB-Pokal und Pokal der Pokalsieger). Anschließend ab 1995 beim SC Concordia in der Regionalliga (31 Spiele, 7 Tore). Dann zum VfL 93 Hamburg in die Oberliga, mit dem er 1997 in der Regionalliga aufstieg (dort 20 Tore in 33 Partien. 1998/1999 Wechsel zum Regionalliga-Aufsteiger Lüneburger SK. Hier waren es in 2 Jahren 63 Einsätze und 43 Tore.

 

Kam zur Saison 2000/2001 zurück nach Hamburg. Sicherte dem HSV in der Schlussminute des Spiels gegen Hansa Rostock in der Saison 2000/2001 den Klassenerhalt. Machte nochmals 15 Spiele und 2 Tore in der BL sowie 2 Spiele in der Champions League und 3 Partien im DFB-Pokal (1 Tor) und wurde 1 mal im Ligapokal eingesetzt. Beendete Anfang 2002 seine Profi-Karriere (insgesamt 52 BL-Spiele und 5 Tore). Spielte noch ein Jahr in der Regionalliga für den HSV. In den drei Jahren erzielte er 59 Treffer in 80 Begegnungen. Hängte noch 3 Jahre bei TSV Eintracht Hittfeld an.

 

Obwohl er kaum eingesetzt wurde, gewann er trotzdem mit Bremen 1992 den Europapokal der Pokalsieger (gegen AS Monaco) und wurde sowohl 1991 (gegen den 1. FC Köln) wie 1994 DFB-Pokalsieger (gegen RW Essen).

 

Nebenbei arbeitete er schon als Pressesprecher des HSV, bevor er 2005 zum Teammanager befördert wurde. Journalistische Erfahrung sammelte er zuvor bei "tm3" und "Premiere." In seiner Freizeit fungierte er viele Jahre als Trainer der B2 der SG Scharmbeck-Pattensen. Vom Sommer 2013 bis Mai 2015 dort für die "Erste" verantwortlich. Seit dem November 2013 zusätzlich Abteilungsleiter des Kreisligisten TSV Eintracht Hittfeld. Hier kickt er auch bei den "Alten Herren." Coachte ab Oktober 2015 den Bezirksligisten VfL Maschen.

 

Beim HSV erhielt er im September 2015 den Posten eines "Talentbegleiters" (soll Nachwuchsspieler auf dem Weg in das Profiteam intensiv fördern und begleiten).

 

Er genießt Kultstatus, da er zu seiner Lüneburger Zeit bei einem Tor gegen die St. Pauli-Amateure sein Trikot hochhob. Darunter kam ein HSV-Shirt zum Vorschein! Er war daraufhin von sogenannten Anhängern des Kiezvereins tätlich angegriffen worden.

 

BL-Saison Sp To
1992/1993
2000/2001
2001/2002
17
11
4
3
2
0
Europa Sp To
2000/2001-cl 2 0
DFB-Pokal Sp To
1992/1993
2000/2001
2001/2002
2
1
2
2
0
1
Liga-Pokal Sp To
2000/2001-li 1 0

nach oben

 

Siegfried Beyer (18.07.1943)

Wechselte gemeinsam mit Peter Nogly von Phönix Lübeck (erzielte da in 2 Jahren Regionalliga 21 Tore in 57 Spielen) zum HSV und kam zwischen 1969 und 1971 33 Mal zum Einsatz, wobei er sich dreimal in die Torschützenliste eintrug. Auch Bayern München buhlte - vergeblich - um den Stürmer. Beyer spielte später unter anderem auch noch 2 Jahre beim FC St. Pauli am Millerntor. Kam hier in der damals zweitklassigen Regionalliga Nord nur noch zu 36 Spielen und 6 Toren. Hatte dauernd Probleme mit den Trainern Preuß und Mühlhausen. Er wollte dann "künftig in einer Hamburger Landesligamannschaft spielen, da entfallen die zeitraubenden Reisen und Vorbereitungen." Was er anschließend machte, konnte (noch) nicht eruiert werden.

 

Noch zu den Zeiten bei St. Pauli bekam er eine Stellung bei einer großen Versicherungsgesellschaft, die er später als Gruppenleiter lange Zeit führte.

 

BL-Saison Sp To
1969/1970
1970/1971
20
13
1
2
Europa Sp To
1970/1971-to 5 4
DFB-Pokal Sp To
1969/1970
1970/1971
1
2
0
0

nach oben

 

Oliver Bierhoff (01.05.1968)

Von dem gebürtigen Karlsruher (allerdings aufgewachsen in Düren) und früheren Stürmer von Essener SG 99/2006, SW Essen und ab 1985 Bayer Uerdingen (31 BL-Spiele, 4 Tore, dazu 4 mal Pokal und 4 mal UEFA-Cup, u. a. gegen Barcelona) versprach sich Trainer Willi Reimann eine ganze Menge. 34 Mal kam er zwischen 1988 und 1990 zum Einsatz, konnte aber nicht überzeugen. Wurde deshalb im Januar 1990 zu Borussia Mönchengladbach ausgeliehen, wo er nur 8 mal spielte.

 

Wechselte im Sommer 1990 darauf nach Österreich (Austria Salzburg), wo er gleich Torschützenkönig der österreichischen Liga wurde und in 33 Spielen 23 Treffer erzielte. 1 Jahr später schließlich nach Italien zu Ascoli Calcio in die "Serie B", stieg dort gleich auf und wechselte 1995 zu Udinese Calcio. Dort wurde er in der Saison 1997/1998 mit 27 Treffern Torschützenkönig, brachte es in 86 Spielen auf 57 Tore (plus 4 Spiele und 2 Tore im UEFA-Cup). Postwendend dann 1998 in Deutschland "Spieler des Jahres."

 

Ab dem Sommer 1998 für 3 Jahre zum AC Mailand. Feierte hier 1999 die Meisterschaft in Italien. 91 Einsätze und 37 Tore in der "Serie A" und 16 Spiele mit 4 Toren in der Champions League. Ließ seine Karriere nach einem einjährigem Abstecher zum AS Monaco (18 Partien, 4 Tore) 2003 in Italien bei Chievo Verona (26 Spiele, 2 Tore und je 2 Spiele im Pokal und UEFA-Cup) ausklingen. Bilanz: Bundesliga: 73 Spiele, 10 Tore und Ausland (Italien/ Frankreich/ Österreich: 370 Spiele, 178 Tore).

 

Schoss die deutsche Nationalmannschaft 1996 mit seinem "Golden Goal" im EM-Endspiel gegen Tschechien zum Titel. Nahm auch 2002 an der WM in Japan/ Südkorea teil und wurde Vizeweltmeister. Stürmte zuerst an der Seite von Jürgen Klinsmann, später gemeinsam mit Miro Klose (Bilanz Nationalelf: 70 Spiele, 37 Tore).

 

Der ehemalige Chorknabe mit den feinen Manieren, gebildet und immer höflich, schloss ein wirtschaftswissenschaftliches Studium per Fernstudium als Diplom-Kaufmann ab. Zwischendurch "Welt"-Kolumnist und Co-Kommentator bei Sat 1 (für Champions League). Seit 2004 an der Seite von zuerst Jürgen Klinsmann und dann Joachim Löw Team-Manager der Deutschen Fußball-Nationalelf. Größter Erfolg: Platz 3 bei der WM 2006 im eigenen Land, Platz 2 bei der EM 2008 in Österreich/Schweiz, Platz 3 bei der WM 2010 in Südafrika und Halbfinalist bei der EM 2012 in Polen und Ukraine. Und natürlich: WELTMEISTER 2014!

 

BL-Saison Sp To
1988/1989
1989/1990
24
10
6
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
1988/1989
1989/1990
3
1
1
0

nach oben

 

Ole Björnmose (07.05.1944 - + 05.09.2006)

Von 1971 bis 1977 gehörte der Däne von Odense BK zur ersten HSV-Garnitur. Zuvor spielte der Dauerläufer schon 5 Jahre bei Werder Bremen, mit denen er 1968 Vizemeister wurde. An der Weser brachte er es auf 137 BL-Spiele mit 21 Toren, 9 Pokalpartien (1 Tor) und 16 Einsätze (4 Tore) im Intertoto-Pokal. Enorm kampfstark und technisch beschlagen avancierte der offensive dänische Nationalspieler (16 Spiele) auf Rechtsaußen in Hamburg zu einem echten Publikums-Liebling. Erzielte in 186 Spielen 31 Tore. Wurde 1976 Vizemeister in der Bundesliga und 1973 Ligapokal-Sieger. Erreichte 1974 das DFB-Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt und gewann den Pokal 1976 mit 2:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern (er steuerte einen Treffer dazu bei) und das Halbfinale des UEFA-Cups 1976 gegen den FC Brügge.

 

Größter Erfolg war aber sicherlich der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1977 gegen den RSC Anderlecht (wo er aber fehlte) mit Trainer Kuno Klötzer und Manager Peter Krohn. Insgesamt hat Ole in elf Jahren 323 Spiele in der Bundesliga bestritten (52 Tore). War lange Zeit der Ausländer mit den meisten Einsätzen in der Bundesliga.

 

Nach der Rückkehr 1977 in seine dänische Heimat arbeitete Bjørnmose als Elektriker bei der regionalen Stromversorgung bis Anfang 2006. Am 05.09.2006 verstarb er völlig unerwartet im Alter von 62 Jahren.

 

Er war der erste Däne beim HSV, viele Landsleute sollten ihm noch folgen.

 

BL-Saison Sp To
1971/1972
1972/1973
1973/1974
1974/1975
1975/1976
1976/1977
33
27
34
30
34
28
9
2
4
6
7
3
Europa Sp To
1971/1972-ue
1974/1975-to
1974/1975-ue
1975/1976-ue
1976/1977-po
2
5
7
9
7
0
1
3
2
1
DFB-Pokal Sp To
1971/1972
1972/1973
1973/1974
1974/1975
1975/1976
1976/1977
4
3
6
2
8
2
2
0
1
1
4
0
Liga-Pokal    
1972/1973-li
1976/1977-sc
8
(1)
1
(0)

nach oben

 

Horst Blankenburg (10.07.1947)

Einer der besten Liberos Europas. Erhielt aber keine Berufung in die deutsche Nationalelf, weil ihm da Franz Beckenbauer im Weg stand. Von seinem Jugendverein VfL Heidenheim, mit dem er 1965 württembergischer A-Jugend-Meister wurde, 1967 zum 1.FC Nürnberg (unter Max Merkel). Der "Club" holte zwar die Deutsche Meisterschaft, aber Blankenburg machte kein BL-Spiel. Unter anderem wegen einem dreimonatigen Krankenhausaufenthalt nach einem Unfall. Nur im DFB-Pokal durfte er einmal gegen Bayer Leverkusen mitwirken. Anschließend 1968 für ein Jahr zum Wiener SC, wurde Vizemeister, machte 27 Ligaspiele und 2 Begegnungen im Messepokal. 1969 anschließend zu 1860 München. Kam hier auf 31 BL-Spiele (1 Tor), 2 Pokal-Begegnungen und 1 Einsatz im Messepokal (Skeid Oslo). Blieb nach dem Abstieg noch ein halbes Jahr in der Regionalliga (14 Spiele).

 

Doch im Dezember 1970 zu Ajax Amsterdam. Das war zu der Zeit die beste Vereinsmannschaft der Welt. Hier erlebte Blankenburg an der Seite von Johan Cruyff, Johan Neeskens oder Arie Haan seine fußballerisch größte Zeit. Dreimal hintereinander gewann er mit Ajax den Europapokal der Landesmeister (1971, 1972, 1973), wurde 2mal niederländischer Meister (1972, 1973) und zweimal Pokalsieger (1971, 1972), holte 1972 und 1973 die ersten beiden UEFA-Supercups (gegen Glasgow Rangers und AC Mailand) und 1972 den Weltpokal gegen CA Independiente. Seine Bilanz bei den Niederländern: 136 Spiele und 3 Tore in der Eredivisie sowie 33 Einsätze (2 Tore) mit internationaler Beteiligung wie Europapokal. Sein Kumpel Johann Cruyff wollte ihn sogar einbürgern, damit er für die niederländische Nationalelf spielen könnte.

 

Nach Differenzen mit dem neuen Trainer Hans Kraay wechselte er nach Hamburg. Zwischen 1975 und 1977 bestritt er für den HSV 44 Spiele, gewann hier mit Nogly und Zaczyk 1977 den Europacup der Pokalsieger gegen den RSC Anderlecht, 1976 den DFB-Pokal gegen Kaiserslautern und wurde 1976 Deutscher Vizemeister. Wechselte 1977 für 1 Jahr zu Xamax Neuchâtel (13 Spiele) und ging 1978 über den Teich für zwei Jahre zu den Chicago Stings (spielt hier mit gerissenem Kreuzband), wo er auf seinen Kollegen Arno Steffenhagen traf. Wurde hier für ein halbes Jahr zum belgischen Club KSV Hasselt (10 Partien) ausgeliehen. Mit Chicago, für die er insgesamt 38 mal auflief und 1 Tor erzielte, gelang ihm 1980 der "Gewinn der Central Division / American Conference."

 

Schließlich im Oktober 1980 zu Preußen Münster in die 2. BL-Nord. 22 Spiele und Abstieg in die Oberliga Westfalen, wo er ein weiteres Jahr anhängte. 1982 schnürte er nochmals (gemeinsam mit Schorsch Volkert) für den Hummelsbütteler SV die Stiefel. Karriereausklang bei SC Wentorf. Trainierte dann von Juli 1985 bis März 1986 den Lüneburger SK, machte hier aber auch noch 12 Spiele. Coachte anschließend die Mannschaften von Atlas Delmenhorst (Juli bis Oktober 1987) oder Blumenthaler SV.

 

Der "Kaiser von Holland" eröffnete schon 1976 in Eppendorf den ersten ";Hamburger Bierbrunnen";. Ist heute als Gastronom in Hamburg tätig (Trabrennbahn in Bahrenfeld) und spielt nach wie vor in der HSV-Altliga. Wirkt im Team der "Manni-Kaltz-Fußballschule" mit. Wohnte in Hasloh (wo auch Peter Hidien lebt) nordwestlich von Norderstedt und engagierte sich beim TuS Hasloh. Als Rentner abwechselnd auch in Mallorca. In Amsterdam wurde 2006 eine Brücke nach ihm benannt.

 

Mit der Nationalelf klappt es auch wegen folgendem Satz nicht. Als ihm ein Journalist erzählte, dass Bundestrainer Schön gesagt habe, er sei ihm noch nie aufgefallen, meinte Blankenburg: "Schön kann mich am Arsch lecken."

 

BL-Saison Sp To
1975/1976
1976/1977
31
13
0
0
Europa Sp To
1975/1976-ue
1976/1977-po
10
5
0
0
DFB-Pokal Sp To
1975/1976
1976/1977
7
1
0
0
Liga-Pokal    
1976/1977-sc (1) (0)

nach oben

 

Thomas Bliemeister (10.04.1956)

Der Norderstedter (begann bei TuRa Harksheide) kam aus der HSV-Jugend 1974 zu den Amateuren und war als Mittelfeldspieler von 1978 bis 1980 im Aufgebot, jedoch kein Einsatz. In dieser Zeit wurde der HSV Deutscher Meister 1979 und Vizemeister 1980 und stand 1980 gegen Nottingham Forest im Finale des Europapokals der Landesmeister, allerdings alles ohne Mitwirkung von Thomas. Anschließend enttäuscht zum Oberligisten VfL Stade und von 1981 - 1988 zum VfL Pinneberg. Hier als Mittelfeldstratege wichtigster Mann.

 

Anschließend von 1990 mit 2jähriger Unterbrechung (Komet Blankenese, 1993-1995) bis 2007 Trainer beim VfL Pinneberg in der Hamburger Verbandsliga. Insgesamt war er in verschiedenen Funktionen 22 Jahre (!) für die Pinneberger aktiv. Nach einer halbjährigen Pause trainierte er seit Beginn 2008 den SV Halstenbek-Rellingen in der Oberliga Hamburg. Wurde dort zunächst von Vahid Hashemian (2012-2013) und ab da von Matthias Reincke unterstützt. Lotste hier im Oktober 2011 den ex-HSV-Torwarttrainer Claus Reitmaier kurz als Notlösung her, da alle Torhüter verletzt waren. Auch Jürgen Stars war kurz mal Torwart-Trainer. Anfang 2017 gab er bekannt, dass er im Sommer seine Trainerkarriere beenden wollte.

 

Durch die akute Abstiegsgefahr wurde die Zusammenarbeit nach 9 Jahren aber schon im März beendet. Im Sommer 2017 tauchte er wieder bei seinem "alten" Verein, dem VfL Pinneberg auf, diesmal allerdings als "Sportlicher Berater." Holte Jürgen Stars als Torwarttrainer.

 

 Als Teamchef der "HSV-Altliga" (zusammen mit Klaus Neisner) ist er immer wieder für den HSV unterwegs. Beruflich ist er Geschäftsführer eines Autohauses (Mercedes) in Rellingen.

 

BL-Saison Sp To
1978/1979
1979/1980
0
0
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

nach oben

 

Spieler A-Z
Biografie
Statistik ===========