Alle Bundesligaspieler des HSV seit 1963

Wa - Wz

Waas Herbert
Wächter Stefan
Walace
Waldschmidt Luca
Wasner Manfred
Weetendorf Dirk
Wehlmann Carsten
Wehmeyer Bernd
Weichert Florian
Weißhaupt Marco
Westermann Heiko
Wicky Raphael
Winkler Klaus
Wintzheimer Manuel
Wittfot Sven
Wöbcke Dieter
Wojewsky Dirk
Wojtala Pavel
Woldmann Peter
Wolf Raphael
Wood Bobby
Woodring Peter
Wulf Peter
Wuttke Wolfram

 

 

Herbert Waas (08.09.1963)

Begonnen hatte der Stürmer aus Niederbayern in Passau (VfB Passau-Grubweg) und bei 1860 München, zuerst in der A-Jugend, dann in der 2. Liga (35 Spiele und 11 Tore). Im Pokal 2 Einsätze. Eins der größten Talente der "Löwen." Stürmte mit 17 Jahren an der Seite von Rudi Völler. Wurde 1981 in Deutschland U19-Europameister. Schnell, dribbelstark, wendig und eminent torgefährlich. War zuvor 1977 Dritter bei den Bayerischen Schüler-Meisterschaften im Tischtennis geworden!

 

Nach dem Lizenzentzug für die Löwen in den Westen. Bei Bayer 04 Leverkusen erlebte er seine Glanzzeit. Holte 1988 gegen Espanyol Barcelona den UEFA-Cup. Traf beim Rückspiel im Elfmeterschießen. In 7 sehr erfolgreichen Jahren lief er für die Werkself 209 mal in der Bundesliga auf und erzielte dabei 72 Tore. Im Pokal traf er in 19 Partien stattliche 13 mal. Im UEFA-Cup machte er 14 Spiele.

 

Im Oktober 1989 erlag er den italienischen Geldtöpfen und wechselte über die Alpen zum FC Bologna. War zunächst erfolgreich, wurde im UEFA-Cup 7 mal (1 Tor) und in der Coppa Italia (Pokal) 6 mal (mit 2 Treffern) eingesetzt. Als aber Bologna im Sommer 1991 abstieg, wurde der Ex-Nationalspieler (11 Spiele, 1 Tor) dort nach 52 Spielen und 6 Toren in der Serie A ausgemustert.

 

Der HSV griff zu und lieh ihn im Oktober für eine Saison aus. 33 Spiele in einer Saison und zwei Tore - die Fans in der Westkurve hatten sich von Waas mehr versprochen. Ging 1992 nach knapp einem Jahr in die Schweiz zum FC Zürich unter Trainer Kurt Jara. 19 Tore in 69 Partien in der Super League. Wechsel In der Winterpause 1994/1995 zum damaligen Bundesligisten Dynamo Dresden. Er spielte nur 5mal und galt dabei als großer Fehleinkauf.

 

Weil der Verein die Transferunterlagen für den Stürmer nicht fristgemäß zum DFB geschickt hatte, wurde Waas im Januar reamateurisiert. Nach der Zeit bei Dynamo beendete er im Sommer 1995 seine Karriere. Kickte noch einige Zeit bei unterklassigen Vereinen im Münchner Raum wie BSC Sendling oder SV Gartenstadt-Trudering.

 

Heute arbeitet er als Immobilienmakler, war als Spielerberater tätig und auch Talentförderungs-Trainer für Bayern München sowie Beobachter bei Sichtungstrainings. Hielt bei "ferienkicker.de" Trainingslager in der Passauer Gegend für Jugendliche ab. Für Benefiz-Zwecke steht er für die Traditionsmannschaft des TSV 1860 München auf dem Feld. Hat auch das Golfspielen für sich entdeckt.

 

Auch für das deutsche Olympiateam bekam er 1 Berufung und erzielte beim 2:0 gegen Israel sein einziges Tor.

 

BL-Saison Sp To
1991/1992 33 2
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Stefan Wächter (20.04.1978)

In der Schülermannschaft von Westfalia Herne begann der Junge aus dem Ruhrpott als Libero, ging aber noch vor seinem Wechsel zur Jugend des VfL Bochum (1994) ins Tor. Stand zwar ab 1997 bei den Profis im Kader des Bundesligateams (die1999 absteigen), kam aber nur bei den Amateuren in der Regionalliga zum Einsatz (37 mal). Hütete dann in der Saison 2000/2001 das Tor beim Regionalligisten KFC Uerdingen 05 (20 Spiele).

 

Seit dem Sommer 2001 gehörte der Torhüter zum Kader des HSV. Teilte zunächst das Schicksal von vielen Ersatztorhütern und hatte die ersten beiden Jahre keinen Einsatz bei den Profis, stand nur in insgesamt 12 Partien in der Regionalliga bzw. Oberliga im Kasten. Erst durch die langwierige Verletzung von Martin Pieckenhagen, der (unumstrittenen) Nummer 1 im HSV-Tor, kam er im Lauf der Saison 2003/2004 zu 24 Einsätzen. Als Pieckenhagen Anfang 2005 etliche Fehler unterliefen, avancierte "Toto" zur neuen Nummer 1, als die er auch in die nächste Saison ging.

 

Zunächst gute Leistungen, auch im UI- und UEFA-Cup. Da ihm dann aber immer mehr Fehler unterliefen, wurde ihm Sascha Kirstein vorgezogen. Erst im November 2006, als auch Kirstein nicht fehlerlos blieb, erkämpfte er sich seinen Stammplatz zurück. Den er aber schon wieder im Januar verlor, da Frank Rost als neue Nummer 1 eingekauft wurde. Plötzlich war "Toto" wieder Nummer drei. Es war nicht einfach, das Gleichgewicht zu halten, Stabilität zu erlangen, da er die volle Unterstützung vom Umfeld selten spürte. Seinen auslaufenden Vertrag verlängerte er deshalb nicht und wechselte stattdessen zu Beginn der Saison 2007/2008 zum Bundesligaaufsteiger Hansa Rostock. Er bekam aber noch einen verdienten Abschied, als sich Frank Rost im letzten Saisonspiel gegen Aachen für Wächter auswechseln ließ.

 

Wurde 2005 UI-Cup-Sieger gegen Valencia und Ligapokalsieger 2003 (hier allerdings ohne Einsatz). In der Bundesliga kam er für den HSV auf 64 Einsätze, im Pokal waren es 4 und im Ligapokal 2006 einer. 4 mal war er in der Champions League dabei (u. a. gegen Arsenal Londond) und 8 mal im UEFA-Cup. IM UI-Cup brachte er es auf 10 Berufungen.

 

Den Ausschlag für die Ostseestädter gab Trainer Frank Pagelsdorf, der ihn einst schon zum HSV geholt hatte. Auch traf er dort altbekannte Kollegen aus Hamburger Zeiten wie Stefan Beinlich, Christian Rahn oder Mario Fillinger. Am 27. April 2008 zog er sich beim Spiel gegen Energie Cottbus einen Riss des vorderen Kreuzbands zu, der ihn für ein halbes Jahr außer Gefecht setzte. Er konnte deshalb der Mannschaft auch nicht mehr im Abstiegskampf helfen - Hansa musste in die 2. Liga.

 

Litt auch hier immer wieder unter Verletzungen (u. a. Patellasehnen-Probleme, Riss des Innenmeniskus im rechten Knie), konnte kein einziges Spiel bestreiten. In der 1. Bundesliga trug er 28 mal das Trikot mit der Nummer Eins. 1 mal war er mit dem Regionalteam unterwegs und im Pokal hatte er 3 Einsätze. Rostock plante in der Saison 2009/2010 nicht mehr mit ihm, er wurde suspendiert, wurde aber weiter im Kader der II. Mannschaft in der Regionalliga Nord gelistet.

 

Wächter trainierte wieder beim HSV und hielt sich hier fit. 2010 gab er endgültig auf und arbeitete bis zum Sommer 2012 als Torwart-Trainer bei Victoria Hamburg in der Oberliga. Nebenbei auch Torwarttrainer in der HSV-Jugendabteilung.

 

Schloss eine zweijährige Umschulung zum Diplom-Sportmanager ab. Machte sich zusammen mit einem Freund 2012 selbständig, gründete die Firma "Elbler" und stellt Apfel-Cider her.

 

Kehrte im August 2014 zum HSV zurück, als Jugendtorwarttrainer. Doch schon einen Monat später, als Joe Zinnbauer Slomka ablöste und der ganze alte Trainerstab (auch Ronny Teuber) gehen musste, wurde Stefan zum Torwart-Trainer der Profis befördert.

 

BL-Saison Sp To
2001/2002
2002/2003
2003/2004
2004/2005
2005/2006
2006/2007
0
0
24
11
20
9
0
0
0
0
0
0
Europa Sp To
2004/2005-ui
2005/2006-ui
2005/2006-ue
2006/2007-cl
2
8
8
4
0
0
0
0
DFB-Pokal Sp To
2003/2004
2005/2006
2
2
0
0
Liga-Pokal Sp To
2006/2007-li 1 0

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Walace (04.04.1995)

Der brasilianische Riese (1,88 m), den man "Wo-le-ssi" ausspricht und der vollständig auf den klangvollen Namen Walace Souza Silva hört, holte der HSV Ende Januar 2017 die dringend gesuchte Verstärkung für das defensive Mittelfeld. Er sollte aber auch eine Option für die Zukunft sein. Schon im Sommer 2016 war Dietmar Beiersdorfer bei den Olympischen Spielen an ihm dran. Doch erst unter Jens Todt klappte der Wechsel ein halbes Jahr später.

 

Nach ersten Gehversuchen in seiner Heimatstadt beim FC Simões Filho wechselte er 2011 zur Jugend von Avaí FC. 2012 wurde er an den EC Bahia ausgeliehen und ein Jahr später unterschrieb er beim Nachwuchs von Grêmio Porto Alegre. Dieser Verein hatte 1983 den Weltpokal gegen den HSV gewonnen. Sein erstes Spiel für die A-Elf von Porto Alegre machte er im April 2014. Bis zu seinem Wechsel nach Hamburg kam er für die Brasilianer in der Serie A und der Staatsmeisterschaft auf 77 Einsätze mit 1 Tor. 4 mal lief er in der Copa Libertadores (der südamerikanischen Champions League) auf, wo ihm ebenfalls 1 Treffer gelang. Ende 2016 feierte er zum Abschied den brasilianischen Pokalgewinn.

 

2015 mischte er 5 mal in der brasilianischen U 20 mit. Im Jahr darauf hatte er auch 2 Berufungen fürs A-Team. In diesem Jahr gelang ihm der bislang größte Triumpf, er wurde in der Heimat mit der Olympia-Auswahl Olympiasieger. In allen 4 Partien war er hier dabei.

 

Obwohl der HSV Anfang 2017 mal wieder in einem dramatischen Abstiegskampf steckte, entschied sich Walace trotz Konkurrenz von u. a. Leicester City und FC Watford für Hamburg und unterschrieb für knapp 10 Millionen Ablöse einen Vertrag über 4 1/2 Jahre. Jens Todt war von der Verpflichtung überzeugt: "Walace ist ein körperlich robuster und zweikampfstarker Spieler. Wir wollen ihm die Eingewöhnung so leicht wie möglich machen, dürfen aber gerade zu Beginn seiner Zeit in Deutschland nicht zu viel von ihm erwarten. Wir werden ihn fair behandeln und ihm eine Anpassungszeit zugestehen."

 

Auch der Brasilianer freute sich auf seine Aufgabe: "Ich bin sehr glücklich, endlich in Hamburg zu sein. Aber ich denke, dass sich die Reise gelohnt hat. Wichtig ist, dass ich mich schnell an die neue Situation gewöhne und hier einlebe, damit ich auf dem Platz eine gute Leistung zeigen kann. Ich hoffe, dass ich dem Club in der momentan schweren Situation helfen kann."

 

In seinen ersten Spielen überraschend souverän und sicher, schien schon immer in dieser Mannschaft zu stehen. Gleich bei seinem ersten Einsatz in Leipzig gelang ihm ein Treffer. Doch dann tauchte er ab, verlor seinen Platz im defensiven Mittelfeld wieder.

 

BL-Saison Sp To
2016/2017
2017/2018
9
18
1
1
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
2016/2017
2017/2018
1
1
0
0

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Luca Waldschmidt (19.05.1996)

In Siegen geboren, lief dem Leder in den Schülermannschaften von SSV Oranien Frohnhausen 1914, SSC Juno Burg und TSG Wieseck hinterher. 2010 in die 90 km entfernte Jugendabteilung von Eintracht Frankfurt. Erzielte in der U17 30 Tore in 40 Partien! Unterschrieb 2013 einen Vertrag. Lief aber zunächst in der U19 auf, wo er insgesamt 29 Begegnungen bestritt (14 Tore). 2 mal (1 Tor) wurde er in der Regionalliga Südwest bei den Amateuren eingesetzt. Als er 18 wurde, rückte er zur Saison 2014/2015 in den Profikader.

 

Doch schon im August setzte ihn zunächst eine Schambeinentzündung und anschließend eine Leisten-OP für ein halbes Jahr außer Gefecht. Konnte deshalb erst im April 2015 (gegen Dortmund) sein Debüt in der Bundesliga feiern. Kam in dieser Spielzeit nur noch zu 2 weiteren Einsätzen. In der nächsten Saison erzielte er in 2 DFB-Pokal-Spielen seinen ersten Pflichtspieltreffer für die Eintracht ( August 2015 gegen den Bremer SV). Da er aber bei den Profis weiterhin nur als Ergänzungsspieler war und zu 12 Kurzeinsätzen mit 226 Minuten kam und er keine Lust auf die Ersatzbank hatte, suchte er eine neue Herausforderung.

 

Frankfurt wollte ihn zwar halten, doch Gian-Luca sah seine Zukunft in Hamburg und wechselte im Juni 2016 für 1,3 Millionen an die Alster. Beiersdorfer freute sich: ";Wir freuen uns sehr, dass wir mit Luca einen jungen und vielversprechenden Spieler an den HSV binden konnten. Wir sind davon überzeugt, dass er bei uns den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen wird";. Aufgefallen war beim Sturmjuwel vor allem seine Schnelligkeit und seine Fähigkeit, sich im Duell Mann gegen Mann durchzusetzen.

 

Er sah das ähnlich: "Ich hatte gute Gespräche mit Herrn Beiersdorfer und Trainer Labbadia. Sie haben mich mit ihrem Konzept überzeugt. Der Verein will wieder an alte, bessere Zeiten anknüpfen und schön Fußball spielen. Das ist auch mein Ding. Ich bin ein zielstrebiger Spieler, der schnell den Abschluss sucht. Ich bin einfach gerne am Ball und mag das Kombinationsspiel. Es bringt mich auch menschlich weiter, mal was anderes kennenzulernen. Auch darum habe ich mich zu dem Wechsel entschieden.";

 

Er war zunächst enttäuscht, da er nur 13 Kurzeinsätze mit insgesamt 344 Minuten bekam. Zwischendurch musste er sogar bei der 2. Mannschaft antreten. Aber im letzten Saisonspiel wurde er gegen Wolfsburg zum Helden und Retter, als er in der 86.Minute für Holtby eingewechselt wurde und nur 110 Sekunden später zum 2:1 einköpfte. Dadurch ersparte er sprichwörtlich in letzter Sekunde die Relegation! Dieser Treffer war sein erstes Tor in der Bundesliga.

 

Er galt als eines der größten deutsche Sturmtalente und mischte in den Nachwuchs-Nationalteams in insgesamt 21 Begegnungen mit 7 Toren von der U16 bis zur U20 mit. War auch gemeinsam mit Tah oder Sane bei der U19-EM in Griechenland.

 

Sein Vater ist Pokal-Held. Mit Eintracht Haiger (damals 3. Liga) warf Wolfgang Waldschmidt 1984 den Bundesligisten Karlsruhe (mit Joachim Löw) aus dem Pokal. Er erzielte in der Verlängerung den 1:0-Siegtreffer. Zuvor war er in der Zweiten Liga für Darmstadt 98 unterwegs, sein Mitspieler: Bruno Labbadia!

 

BL-Saison Sp To
2016/2017
2017/2018
14
21
1
1
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
2016/2017
2017/2018
2
1
1
0

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Manfred Wasner (30.12.1963)

Einer der vielen "bayerischen Importe" im HSV-Trikot. Der Abwehrspieler kam über die Jugendmannschaft des niederbayrischen TSV Eichendorf vom FC Vilshofen, bei denen er es von 1982 bis 1985 auf exakt 100 Spiele (und 10 Tore) in der Bayernliga brachte. Für den HSV reichte es für den ehemaligen ";Regensburger Domspatzen"; in der Saison 1985/1986 zu vier Einsätzen in der Bundesliga. Mehr ging nicht, da Manfred Kaltz auf seiner Position spielte.

 

Ließ sich wieder reamateurisieren und ging zurück in die Heimat zur SpVgg Unterhaching in die Bayernliga. Zunächst 73 Begegnungen und 15 Tore. Der Verein wurde 2 mal Meister und nahm dadurch zwei mal an der Aufstiegsrunde zur 2. Liga teil. Während man im Sommer 1988 noch scheiterte, gelang 1 Jahr später der Aufstieg. Hier wurde Manfred 20 mal eingesetzt und erzielte 3 Treffer. Doch es folgte im Sommer 1990 der sofortige Abstieg. In seinem letzten Jahr bei den Hachingern kam er noch einmal auf 7 Partien und 1 Tor. Von Februar bis Mai 1992 bei der SpVgg Fürth (heute SpVgg Greuther Fürth), wurde da aber nur bei einem Freundschaftsspiel eingesetzt.

 

Schon während seiner Zeit bei Unterhaching studierte er Steuerlehre und Treuhandwesen, das er 1992 mit dem Examen als Diplom-Kaufmann abschloss. Seit 2005 Gesellschafter-Geschäftsführer der "mwg Steuerberatungsgesellschaft mbH", bei denen er seit 1995 beschäftigt war.

 

2005 spielte er bei den "Alten Herren" des 1.FC Altdorf (bei Nürnberg). Auch heute läuft er noch ab und zu für Benefizaktion bei den "FC Sternstunden" oder dem "Sport-Mantel-Team" auf. Oder er tritt in Reihen der "Deutschen Akademie für Fußball-Kultur", einer "Auswahl an Journalisten, Feuilletonisten und Kulturisten" gemeinsam mit Leuten wie Günther Koch oder Rainer Holzschuh gegen "Österreichs Autorenwunderteam" oder die "Nationalmannschaft der Schriftsteller" (die gibt es wirklich) an.

 

BL-Saison Sp To
1985/1986 4 0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Dirk Weetendorf (01.10.1972)

"Horst-Uwe" (wegen der ähnlichen Kopfballstärke wie seine Vorbilder Horst Hrubesch und Uwe Seeler, obwohl er den Namen eigentlich nicht mag), auch "Weete" genannt, lernte das Fußballspielen beim SV Fehmarn. Spielte vor seinem Bundesliga-Debüt bei SV Heringsdorf, TSV Heiligenhafen, SV Oldenburg und TSV Pansdorf. Ab 1996 bei den Amateuren des HSV. 21 Regionalligaspiele mit 8 Toren.

 

 Hatte noch in der Saison 1996/1997 unter Trainer Magath seinen ersten Einsatz bei den Profis. Gegen den Champions-League-Finalisten Borussia Dortmund erzielte er am vorletzten Spieltag, noch als Amateur, beide Treffer zum 2:1 und rettete damit die Mannschaft vor dem drohenden Abstieg. Das verschaffte ihm bei den Anhängern Kultstatus. Der gefeierte Held wurde aber zwei Jahre später als untauglich" befunden. Der neue Trainer Pagelsdorf kam mit ihm nicht klar und verhöhnte ihn als "Standbild."

 

23 Einsätze mit 3 Treffern lautete seine überschaubare Bilanz. Zusätzlich wurde er im Pokal 2 mal berufen und wurde 6 mal m UI-Cup berücksichtigt, wo er 3mal traf.

 

Der bullige, kopfballstarke Mittelstürmer wechselte nach der Halbserie 1998/1999 zu seinem Mentor Magath zu Werder Bremen, wo er zwar auch nur 7 mal eingesetzt wurde, aber den DFB-Pokal (kein Einsatz) gewann. Im nächsten Jahr nur bei der Reserve. Als Förderer Felix Magath gefeuert wurde, wurde auch Weetendorf aussortiert.

 

Deshalb im Januar 2000 zu Eintracht Braunschweig in die Regionalliga. Hatte mit 37 Toren in 60 Spielen eine sehr gute Quote. War Kapitän und hatte mit maßgeblich Anteil, dass die Eintracht 2002 in die zweite Bundesliga aufstieg. Wurde hier aber wegen seiner Verletzung nicht mehr eingesetzt. Machte deshalb im Mai 2002 sein letztes Pflichtspiel. Beendete wegen eines Knorpelschadens im Knie im Sommer 2003 nach dem Abstieg der Eintracht die Karriere.

 

Wurde Ende 2000 zuerst mit einem nicht namentlich bekannten griechischen Verein und dann mit dem Regionalligisten Union Berlin in Verbindung gebracht, was sich aber zerschlug.

 

Trainierte dann von 2004 bis 2007 verschiedene Jugendmannschaften der Eintracht, davon von 2005 bis 2007 die A-Jugend. Dann ab Sommer 2009 Trainer beim Kreisligisten ATSV Stockelsdorf in der Lübecker Ecke. Führte das Team auf Anhieb in die Verbandsliga. Nach einer Negativserie seit dem April 2012 ohne Verein.

 

Seit 2010 ist er als Koordinator des Prüfdienstes bei der Firma ";Lash & Lift – Zurr- und Hebetechnik GmbH"; beschäftigt. Er wohnt in Klein Parin (Gemeinde Stockelsdorf) bei Lübeck.

 

BL-Saison Sp To
1996/1997
1997/1998
1998/1999
3
19
1
2
1
0
Europa Sp To
1997/1998-ui 6 3
DFB-Pokal Sp To
1997/1998 2 0

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Carsten Wehlmann (27.06.1972)

Der Torwart aus Eidelstedt begann beim dortigen SV 1978 in der Schülermannschaft und trug ab 1990 dort das Trikot mit der Nummer Eins. Stieg von der Kreisklasse bis in die Landesliga auf. Im Sommer 1994 der Wechsel zum damaligen Regionalligisten VfL 93 Hamburg, wo er mit Bastian Reinhardt, Michael Schröder, Uwe Eckel, Walter Laubinger, Henning Hardt oder Otto Addo auf viele Kicker mit HSV-"Stallgeruch" traf. 24 Einsätze.

 

Blieb nach dem Abstieg in die Oberliga HH/SH noch kurz und unterschrieb dann im November 1995 als dritter Torhüter hinter Thomforde und Böse als Vertragsamateur beim damaligen Bundesligisten St. Pauli. Anfangs nur bei der Reserve in der Regionalliga eingesetzt (42 Spiele). Musste da zeitweise sogar als Manndecker agieren. Stieg 1997 in die Oberliga ab, feierte dort aber 1999 die Meisterschaft 1999.

 

Bei den Profis wurde er auch nach dem Abstieg in die Zweite Liga 1997 zunächst nicht berücksichtigt. Auch geschuldet einer schweren Verletzung (Innenband-, Meniskus- und Kapselriss im rechten Knie) Ende 1998. Seine Stunde schlug im Februar 1999, als sich der etatmäßige Keeper Thomforde verletzte. Von da an war Carsten der Stammkeeper. Seinen Reflexen war es mit zu verdanken, dass der Kiezverein 2000 in letzter Minute den Klassenerhalt. Er hütete insgesamt 52 mal das Tor in der 2.Liga und war bei 2 Begegnungen im Pokal dabei.

 

Im Sommer 2000 dann innerhalb der Hansestadt ins Volksparkstadion. In seiner ersten Saison bei den Rothosen entwickelte sich der Keeper zum Pechvogel. Auch hier warfen ihn immer wieder Verletzungen (u.a. Trümmerbruch im kleinen Finger) zurück. Wurde im Januar 2002 für ein halbes Jahr an Hannover 96 in die zweite Liga ausgeliehen, wo er aber auch nur dreimal zum Einsatz kam.

 

Da er mit Martin Pieckenhagen einen erstklassigen Keeper vor sich hatte, an dem kein Vorbeikommen war und ins Regionalligateam "verbannt" wurde, wechselte er im Januar 2003 nach Null Pflichtspielen bei den Profis zum VfB Lübeck. Nach 1 1/2 Jahren in der zweiten Liga und 19 Spielen musste er 2004 mit den Ostseestädtern den bitteren Gang in die Regionalliga antreten. Machte hier noch einmal 8 Partien.2007 ging er zu seinem ersten Profiverein St. Pauli zurück, allerdings nur als Torhüter der 2. Mannschaft und als Torwarttrainer - und das auch nur für 2 Monate.

 

Denn im September 2007 nahm er ein lukratives Angebot aus Katar an und wechselte als Sportdirektor in die Q-League. Kehrte im August 2009 in seine norddeutsche Heimat zurück. Nun "Chef-Scout" beim Drittligaaufsteiger Holstein Kiel. Unterstützung dabei zeitweise von Jan Sandmann. Von Februar 2010 bis Sommer 2015 trainierte er auch zusätzlich die Torhüter in Kiel.

 

Schon zu St. Pauli-Zeiten war er Co-Trainer seiner Freundin Dunja beim Frauen-Verbandsligisten Voran Ohe.

 

BL-Saison Sp To
2000/2001
2001/2002
0
0
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Bernd Wehmeyer (06.06.1952)

Der gebürtige Herforder begann 1958 beim SV 08 Sundern, einem Gemeindeteil von Hiddenhausen (bei Herford) in Ostwestfalen. 1971 zur Arminia Bielefeld, wo er im Mai 1972 seine ersten beiden Einsätze in der Bundesliga bestritt. Stieg zum Saisonende ab und spielte mit der Arminia ein weiteres Jahr in der damals zweitklassigen Regionalliga West (6 Partien).

 

Im Sommer 1973 ging er zu Hannover 96 in die Bundesliga 23 Spiele und 2 Tore), stieg aber da gleich wieder ab. In der Folgesaison 38 Einsätze und 7 Treffer in der neuen 2. Liga Nord. Und 3 Begegnungen im DFB-Pokal (1 Tor). Dem Team gelang der sofortige Wiederaufstieg.

 

"Fummel" aber wurde im Oktober 1975 zu seinem vorherigen Verein, der Arminia Bielefeld, verliehen, wo er weitere 27 Einsätze in der 2. Liga Nord und 3 im Pokal bekam. Meldete sich 1976 zu Saisonbeginn pünktlich in Hannover zurück. Bestritt in 2 Jahren weitere 67 Partien in der zweiten Liga, traf 9 mal ins gegnerische Tor. Im Pokal war er 2 mal für die 96er unterwegs,

 

1978 wagte Wehmeyer dann den Schritt nach Hamburg zum HSV, den er nie mehr verlassen sollte. Wurde gemeinsam mit Horst Hrubesch und Jimmy Hartwig verpflichtet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurde er zum echten Klassemann. Ernst Happel "funktionierte" ihn bei seinem Antritt 1981 zum Verteidiger um, und ab da war er Stammspieler. Gehörte zur "Goldenen Ära" des HSV.

 

In acht Jahren kam er auf 183 Einsätze sowie 10 Tore in der Bundesliga, 19 Spiele und 1 Tor im DFB-Pokal. Jeweils 1 Treffer gelang ihm in 11 Partien des Europokals der Landesmeister und 20 Spielen des UEFA-Pokals. 2 mal war er im UEFA-Supercup dabei und 1 mal im Weltpokal-Finale.

 

"Fummel" war Mitglied jener Mannschaften, die 1979, 1982 und 1983 Deutscher Meister und vor allem 1983 in Athen Europapokalsieger der Landesmeister gegen Juventus Turin wurden. Zu seiner Bilanz gehören ferner 3 mal Platz 2 in der Bundesliga (1980, 1981 und1984), 1 Endspiel 1980 gegen Nottingham Forrest im Europapokal der Landesmeister sowie 1982 UEFA-Cup-Vizemeister (gegen IFK Göteborg). Stand 1983 zudem in den beiden Finals im Europäischen Supercup gegen den FC Aberdeen und im Weltpokal gegen Gremio Porte Alegre.

 

1986 war Schluss mit dem Profifußball. Zum Karriereende eher hobbymäßig beim VfL Pinneberg, dem FC Bremerhaven und VfB Lehe. Beendete 1988 wie viele seiner Kollegen beim SC Wentorf (z. B. gemeinsam mit Peter Nogly). Insgesamt 208 Bundesligaspiele (12 Tore) und 131 Zweitligaspiele (16 Tore) stehen auf seiner vorzeigenswerten Visitenkarte. Nur in die deutsche Nationalelf schaffte er es nicht. Dafür aber in die Olympiaauswahl des DFB mit 13 Einsätzen und Teilnahme an den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles.

 

Seit Anfang 1996 ist er wieder bei der HSV-Familie. Zuerst bis 2002 Team-Manager (die ersten knapp drei Jahre unter Präsident Uwe Seeler), seitdem "Organisator im Hintergrund." Sei es als Sportlicher Leiter oder Team- bzw. Club-Manager. War 2017 auch als Nachfolger von Beiersdorfer als Sportdirektor im Gespräch. Zog dann aber zurück, als ihm signalisiert wurde, dass er nicht die erste Lösung und nicht "der Favorit des Personalausschusses im Rat" sei.

 

Selbstverständlich läuft er auch für die HSV-Altliga auf: Er wohnt in Lemsahl-Mellingstedt im Wandsbeker Bezirk. Seine Frau Almuth, mit der er seit 1993 verheiratet ist, modelt seit einiger Zeit bei TV-Werbespots (z. B. Garnier) und für Zeitschriften.

 

Im Oktober 2011 erlitt er einen schweren Herzinfarkt, und im Januar 2012 musste er sich einer Prostata-OP unterziehen (Krebs im Anfangsstadium). Doch dank seines durchtrainierten Körpers war er aber schon bald darauf wieder auf dem Damm und in der Geschäftsstelle.

 

BL-Saison Sp To
1978/1979
1979/1980
1980/1981
1981/1982
1982/1983
1983/1984
1984/1985
1985/1986
19
13
15
34
34
31
34
3
2
1
0
1
2
0
4
0
Europa Sp To
1979/1980-la
1980/1981-ue
1981/1982-ue
1982/1983-la
1983/1984-su
1983/1984-we
1983/1984-la
1984/1985-ue
1985/1986-ue
1
2
12
9
2
1
1
5
1
1
0
1
0
0
0
0
0
0
DFB-Pokal Sp To
1978/1979
1980/1981
1981/1982
1982/1983
1983/1984
1984/1985
1985/1986
1
3
5
4
4
1
1
1
1
0
0
0
0
0
Liga-Pokal Sp To
1982/1983-sc (1) (0)

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Florian Weichert (28.01.1968)

Der gebürtige Rostocker begann 1975 in seiner Heimatstadt beim dortigen Spitzenklub Hansa. Hier bekam er auch in der Saison 1985/1986 seine ersten 4 Einsätze in der DDR-Oberliga. Stieg am Saisonende in die zweitklassige DDR-Liga Staffel A ab, wo er zu weiteren 4 Einsätzen kam. Hansa stieg postwenden wieder auf. Hier wurde er allerdings nicht berücksichtigt und lief für die Reserve auf.

 

1988 Wechsel innerhalb der Stadt zum auch in der Staffel A beheimateten BSG Schiffahrt/Hafen Rostock. 19 Partien und 7 Treffer. Nach weiteren 3 Einsätzen mit 1 Tor in der neuen Saison im Sommer 1989 zurück zu Hansa. Florian stand 25 mal auf dem Feld, erzielte 6 Treffer. Auch beim kurzen Gastspiel im UEFA-Pokal war er 1 mal dabei (Rostock scheiterte in der ersten Runde).

 

Durch die Wiedervereinigung wurde die Oberliga 1990 für 1 Jahr in NOFV-Oberliga umbenannt. Hansa sicherte sich die letzte Meisterschaft der DDR, was sie für die Bundesliga qualifizierte und gewann zugleich den Pokal. Weichert stand in 19 Partien auf dem Platz und erzielte 7 Treffer. Darunter war auch sein Tor am letzten Spieltag gegen Lok Leipzig, was ihn zum letzten Torschützen Hansas in der DDR-Oberliga machte. Im DDR-Pokal war er 4 mal dabei (1 Tor).

 

Rostock startete furios in die erste Bundesliga-Saison, belegte an den ersten acht Spieltagen immer einen Platz unter den ersten Drei. Florian erzielte gegen Nürnberg die ersten beiden Bundesliga-Treffer für Hansa. Er stand in 37 der 38 Spiele auf dem Feld und traf 6 mal. Etliche Mitspieler wie Stefan Böger, Jens Dowe, Thomas Lässig oder Michael Spies fanden sich später beim HSV wieder. Im Pokal der Landesmeister (als DDR-Meister) war er in beiden Partien gegen Barcelona - zuhause wurde 1:0 gewonnen! - mit dabei. Auch im Halbfinale des DFB-Supercups 1991 (1:2 gegen Kaiserslautern stand er auf dem Platz und erzielte den Anschlusstreffer.

 

Doch am Ende der Saison stand Rostock auf Platz 18, was den Abstieg bedeutete. Florian wagte den Schritt in den "Westen" und wurde 1992 gemeinsam mit seinen Kollegen Lässig und Spies vom HSV verpflichtet. 21 Einsätze und vier Tore, beide Parteien hatten sich doch etwas mehr vorgestellt. 2 mal wurde er auch im Pokal eingesetzt. 1 mal noch lief er in der neuen Saison für Hamburg auf, doch dann trennten sich die Wege wieder.

 

Der Mittelstürmer wurde im September 1993 an den Bundesligisten VfB Leipzig (der sich bis zur Wende "Lokomotive" nannte) ausgeliehen. 14 Spiele und 3 Tore, am Ende der Saison folgte auch mit diesem Club der Abstieg. Dann ab 1994 ein Jahr bei Dynamo Dresden, wo auch Horst Hrubesch kurz Trainer war. Auch hier 14 Spiele (und 1 Tor), aber auch hier erfolgte am Ende der Abstieg. Das war der dritte Abstieg mit einem Ostverein.

 

Ab 1995 abermals zwei Jahre beim VfB Leipzig, diesmal in der 2. Liga. 50 Liga-Spiele und 4 Treffer, zudem 3 Einsätze im Pokal. Im Sommer 1998, als die Sachsen den Gang runter in die Regionalliga Nordost antreten mussten, war für Florian Schluss.

 

Ist in Dresden zu Hause, wohnt in Blasewitz am "Blauen Wunder" als Nachbar von Ralf Minge. Arbeitet als Reporter beim MDR in Leipzig, zu diesem Beruf brachte ihn Jörg Pilawa, der ihn mal bei RSH in Kiel bat, doch mal ein Spiel bei St. Pauli zu kommentieren.

 

BL-Saison Sp To
1992/1993
1993/1994
20
1
4
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
1992/1993 2 0

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Marco Weißhaupt (24.06.1972)

Begann 1978 in seiner Heimat im Südharz bei der BSG Motor Nordhausen, bevor er von (1986 - Jan. 1989) bei der Jugend von Rot Weiß Erfurt dem Ball hinterherlief. Wieder zurück in Nordhausen, die sich 1990 nach der Wende in FSV Wacker 90 Nordhausen umbenannten. In der Saison 1990/1991 spielte der Verein in der letztmals ausgetragenen zweitklassigen DDR-Liga. Marco erzielte in 26 Begegnungen 4 Tore. Im nächsten Jahr in der neugeschaffenen NOFV-Oberliga (Staffel Süd).

 

1992 wieder zurück zu RW Erfurt, die soeben von der 2. Bundesliga Süd in die NOFV-Oberliga abgestiegen waren. 1994 wurde zwar durch den 2. Platz die Qualifikation für die Regionalliga Nordost geschafft, Marco bekam aber durch seine guten Leistungen die Chance, sich in der Bundesliga zu zeigen.

 

Benno Möhlmann hole ihn zum HSV, wo Weißhaupt zunächst einmal seine "Profi-Lehrzeit" absolvierte. In den 1 1/2 Saisons kam er über einige Kurz-Einsätze (13) in der Bundesliga und 45 Minuten im Inter-Toto-Cup gegen Vaci FC nicht hinaus. Wurde nach Abschluss der Vorrunde 1995/1996 in die 2. Liga zum FSV Mainz 05 ausgeliehen (12 Spiele, 2 Tore).

 

1996 wieder "zuhause" bei Rot Weiß Erfurt. Tolle 22 Tore (womit er Torschützenkönig wurde) in 32 Begegnungen in der Regionalliga Nordost. Zudem 1 Partie im Pokal.

 

1997 holte ihn Volker Finke zum eben abgestiegenen SC Freiburg, wo er in 4 Jahren seine erfolgreichste Zeit hatte. Im ersten Jahr 33 Einsätze (16 Tore) in der zweiten Liga. Der SC stieg (auch dank seiner Tore) sofort wieder in die Bundesliga auf, wo er Stammspieler war. Das belegen auch die 79 Spiele und 9 Tore. Im Pokal erzielte 3 4 Treffer in 8 Spielen. Er verließ die Breisgauer im Sommer 2001, die dann prompt das nächste Jahr abstiegen.

 

Wechselte in seine ostdeutsche Heimat zum Bundesligakonkurrenten Hansa Rostock. Dort jedoch nur Ergänzungsspieler mit 9 Partien und 1 Einsatz im Pokal. Ein Jahr später in die zweite Liga zum VfB Lübeck. Nach mehreren "Torheiten" (u.a. mehrfaches unentschuldigtes Fehlen beim Training) im Winter 2003 nach 30 Spielen und 4 Toren (zudem 1 mal im Pokal dabei) fristlos entlassen.

 

Landete über die Zwischenstationen Spfrd. Siegen (Januar bis Sommer 2004, in der Regionalliga 14 Spiele, 1 Tor) und dem südbadischen Verbandsligisten FC Teningen (2004/2005) wieder bei Wacker Nordhausen Doch es gab Differenzen wegen eine Ausstiegsklausel und nach nur einem halben Jahr unterschrieb er im Januar 2006 beim 1. FC Gera 03 in der Oberliga NOFV-Süd. Schaffte dort 8 Tore in 46 Spielen.

 

Im August 2009 mit 37 Jahren als Spielertrainer zum SV 07 Eschwege in die hessische Verbandsliga. Doch schon ein Jahr später zog es ihn zum 1. FC Gera 03 zurück, der soeben in die Verbandsliga abgestiegen war. Hier war er zunächst spielender Co-Trainer. Nach dem Wiederaufstieg in die Oberliga fungierte er ab August 2011 als Spielertrainer und Sportlicher Leiter (13 Partien/1 Tor).

 

Im Januar 2012 Wechsel innerhalb der Liga, jetzt spielender Co-Trainer bei der TSG Neustrelitz (8 Spiele), die seit dem Sommer in der Regionalliga spielten. Hängte 2013 die Treter an den Nagel und war "nur" noch "Co" von Trainer Thomas Brdaric. Ab November 2014 beim Oberligisten FC Pommern Greifswald erstmals als Cheftrainer verantwortlich. Der Verein fusionierte im Sommer 2015 mit dem Greifswalder SV 04 zum Greifswalder FC, allerdings ohne Weißhaupt, der den Club wieder verließ.

 

Schnürte nur 3 Monate später im September noch einmal die Stiefel und rannte, wann immer er zuhause war, beim SV Bielen in der Landesklasse dem Leder hinterher.

 

Im Januar 2017 wurde er beim österreichischen Drittligisten SK Austria Klagenfurt als neuer Sportdirektor vorgestellt. Beim Regionalligisten war knapp ein Jahr zuvor Manfred Bender als Trainer entlassen worden.

 

Ins Kuriositätenbuch trug er sich ein, da er in seiner Bundesligazeit vier von sechs Elfmetern vergeigte.

 

BL-Saison Sp To
1994/1995
1995/1996
9
4
0
0
Europa Sp To
1994/1995-to 1 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Heiko Westermann (14.08.1983)

Wieder mal ein Franke (u.a. Volkert, Magath, Beiersdorfer, Kastl, Hollerbach, Spörl, Eck) beim HSV. Seine "Karriere" begann mit 4 Jahren beim SG Schimborn. Dort erzielte er in seiner ersten Saison gleich 107 Treffer. Über die Jugendabteilung von 1.FC Hößbach (ab 1994) und Bayern Alzenau kam er 2000 zur SpVgg Greuther Fürth.

 

Absolvierte hier zunächst in 2 Jahren bei den Amateuren 29 Spiele in der Oberliga und traf 1 mal. Ab dem Sommer 2002 drei Jahre lang für Fürth in der 2. Bundesliga. 83 Begegnungen und 2 Tore. Spielte immer in der Spitzengruppe mit. Auch 6 mal im DFB-Pokal dabei, wo er ebenfalls 2 mal traf.

 

2005 wurde er von Arminia Bielefeld für die 1. Bundesliga verpflichtet. Der vielseitige Defensivmann wurde sofort Stammspieler und verpasste in zwei Jahren nur ein Spiel (67 Spiele/ 5 Tore). Im DFB-Pokal (6mal dabei) wurde 2006 das Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt erreicht.

 

Im Juli 2007 wechselte Heiko zu Schalke 04. Erreichte mit der Mannschaft im ersten Jahr gleich Platz 3. Er wurde auch hier fast auf allen Abwehrpositionen eingesetzt, mal als linker Außenverteidiger, mal als rechter Verteidiger, mal im defensiven Mittelfeld und mal in der Innenverteidigung. 2009 ernannte ihn der neue Trainer Magath zum Kapitän. Er glänzte durch bedingungslosen Einsatz, intelligentes Defensivverhalten und ungeheurem Zug zum Tor, egal, wo er spielte.

 

Er wurde mit Schalke in der Saison 2009/2010 hinter München Vizemeister. In der Champions League traf er auf Kracher wie FC Chelsea oder Athletico Madrid und scheiterte erst im Viertelfinale am FC Barcelona. Im Ligapokal wurde 2007 das Finale (gegen München) erreicht und im DFB-Pokal 2009/2010 das Halbfinale (ebenfalls gegen München).

 

Für die Knappen stand er 92 mal in der Bundesliga auf dem Platz und traf dabei 12 mal. Im Pokal war er in 11 Begegnungen 4 mal erfolgreich. 1 Treffer gelang ihm in 2 Partien des Ligapokals. 12 Einsätze kann er in der Champions League verzeichnen und 8 (1 Tor) im UEFA-Pokal.

 

Als er aber in Gelsenkirchen auf seiner Lieblingsposition keine Perspektive mehr auf einen Stammplatz in der Innenverteidigung sah, wechselte er im Sommer 2010 für 7,5 Millionen Ablöse zum HSV. Auch hier von Armin Veh postwendend um Kapitän befördert und war sofort kämpferisch ein Vorbild. Sein Lebensmotto lautet auch: ";Von nichts kommt nichts. Man muss sich alles hart erarbeiten."; Und sein Berater Popp sagte über ihn: "Heiko ist ein Sportler durch und durch. Einsatzwillen und Charakter sind vorbildlich."; Aber auch außerhalb des Platzes machte Heiko einen angenehm uneitlen Eindruck, war sympathisch und bescheiden und wo es angebracht war, auch selbstkritisch. Sein fitter Körper basierte auf seiner äußerst professionellen Einstellung und Lebensführung.

 

In seiner ersten Saison stand er als einziger Profi alle 34 Spiele auf dem Rasen. Wegen einer fünften Gelben Karte konnte er im März 2012 erstmals bei einem BL-Spiel nicht für den HSV auflaufen. Konnte auch im Hamburg nur selten seine Lieblingsposition in der Innenverteidigung spielen, half immer wieder aus, wo Not war, größtenteils als "Sechser" oder später als Außenverteidiger. Auch wenn er in manchen Situationen unglücklich aussah, war er doch mit der Garant, dass dem HSV letztendlich doch noch der Klassenerhalt gelang.

 

Westermann sprach seine Einstellung öffentlich aus: "Es ist wichtig, dass wir uns für die Fans zerreißen. Sie müssen sehen, dass wir wollen und Biss haben."Auch 2012/2013 in allen Spielen eingesetzt. Davon bis auf eine Begegnung alle über die volle Distanz. Da er aber mit der Bürde des Kapitäns manchmal überfordert schien, setzte ihn Trainer Fink ab, sein Nachfolger wurde Rafael Van der Vaart. Wackelte im Abstiegskampf genauso wie seine Mitspieler. Auch in der folgenden Saison, in der der HSV nur mit viel Glück die Relegation und dann dort gegen Fürth den Verbleib in der Bundesliga erreichte, trug "HW4" mit manchen Patzern zu Gegentreffern bei.

 

Auch in der Saison 2014/2015 taumelte der HSV gefährlich dem Abstieg entgegen. Heiko blieb sich auch jetzt treu. Machte zwar auch Fehler, war aber selbstkritisch und kämpferisch ein Vorbild. Im März 2015 platzte ihm der Geduldsfaden und er attackierte seine Kritiker, die immer nur ihn zum Sündenbock stempelten und mit Häme übergossen (."..Die Kritiker und Idioten, die meinen, den Fußball erfunden zu haben, können mich mal am Arsch lecken .... Ich habe auf dem Platz immer den Arsch hingehalten. Wer es besser kann, soll zu mir kommen ...").

 

Da er zu den besser Verdienenden gehörte und Didi Beiersdorfer die Mannschaft neu aufstellen wollte, wurde seinen Vertrag nicht verlängert, obwohl er gern geblieben wäre. Der Abschied war "einvernehmlich", wie "#HW4" betonte: "Ich wurde nicht weggeschickt. Ich hatte fünf intensive Jahre in Hamburg und kann jetzt noch einige Jahre spielen." Er wolle nach der Karriere wieder nach Hamburg zurück, da er hier viele Freunde gefunden hätte.

 

Er gewann an der Elbe zwar keine Titel, dafür viele Freunde. In der Bundesliga brachte er es auf erstaunliche 159 Einsätze, in denen er 9 mal ins gegnerische Tor traf. 11 mal lief er im DFB-Pokal auf und erzielte dabei 2 Treffer. Auch in 3 Relegationspartien trug er mit zum Klassenerhalt bei.

 

Er wechselte dann im August 2015, genauso wie sein Kollege Van der Vaart zum spanischen Aufsteiger Betis Sevilla. Wurde dort anfangs gefeiert und sogar mit Beckenbauer verglichen. Im Dezember fabrizierte er gegen den FC Barcelona zunächst ein Eigentor und verletzte sich schwer am Knöchel. Fiel deswegen zehn Spiele in Folge aus und fand dann nicht mehr den Rhythmus. Da der neue Trainer Gustavo Poyet nicht mehr mit ihm plante, war das Spanien-Abenteuer nach insgesamt 20 Spielen und einem Tor beendet.

 

Nachdem zunächst über eine Rückkehr in die Bundesliga spekuliert wurde, wechselte Heiko im Juli 2016 in die Niederlande zu Ajax Amsterdam. Das erwies sich aber als sein größtes Missgeschick. Lediglich am Anfang der Saison spielte er 2 mal in der Liga und ein mal in einem Champions-League-Qualifikationsspiel. Dann saß er nur noch auf der Bank und wurde zum Ende der Vorrunde zur zweiten Mannschaft ("Jong Ajax", 4 Partien) abgeschoben. Kam dann noch zu 2 Einsätzen in der Europa League und am Saisonende zu 2 weiteren Spielen in der Eredivisie.

 

Löste im Juli 2017 den Vertrag auf und wechselte zum österreichischen Vizemeister Austria Wien mit dem ehemaligen HSV-Trainer Thorsten Fink.

 

Bei der Nationalelf gehörte er zum Kader für die EM 2008, wurde aber nicht eingesetzt. Er wäre auch sicher bei der WM 2010 in Südafrika dabei gewesen, aber kurz vor der Abreise kam die Hiobsbotschaft. Er musste wegen eines Kahnbeinbruchs im linken Fuß (beim Vorbereitungsspiel gegen Ungarn) zuhause bleiben. Bis Ende 2010 streifte er sich 24 mal das DFB-Trikot über und bewies mit 3 Treffern seine Torgefährlichkeit. Doch dann wurde er zunächst nicht mehr berücksichtigt. Erst im Oktober 2012, als etliche Nationalspieler verletzt waren, holte ihn Joachim Löw gegen Irland wieder in den Kader. Im November 2013) standen bei ihm 27 Spiele und 4 Tore auf dem Zettel.

 

BL-Saison Sp To
2010/2011
2011/2012
2012/2013
2013/2014
2014-Rel
2014/2015
2015-Rel
34
33
34
30
2
28
1
3
1
3
3
0
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
2010/2011
2011/2012
2012/2013
2013/2014
2014/2015
2
3
1
3
1
0
1
0
1
0

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Raphael Wicky (26.04.1977)

Der Schweizer begann 1984 beim FC Steg und ging dann 1990 nach Sitten, die Hauptstadt des Schweizer Kanton Wallis. Die offizielle (französische) Schreibweise ist Sion. 1993 wechselte er aus der Jugend des FC Sion und gab 16jährig sein Debüt in der Raiffeisen Super League. 130 mal lief er für die Profis auf (3 Tore). Er gewann von 1995 bis 1997 drei Mal hintereinander den Schweizer Pokal. 1997 gelang durch den Gewinn der Meisterschaft das Double. International machte er in der Champions League 6 und im UEFA-Pokal 5 Spiele (1 Treffer).

 

1997 sammelte er zum ersten Mal Bundesliga-Erfahrung bei Werder Bremen, bei denen er in 3 1/2 Jahren 92 mal in der Bundesliga auf dem Feld stand und gegen Mönchengladbach seinen einzigen Treffer erzielte. Im DFB-Pokal hatte er 12 Einsätze. Diesen Pokalwettbewerb gewann er 1999 im Elfmeterschiessen gegen Bayern München. Im Jahr darauf stand er hier erneut im Finale, verlor aber gegen München. Im UEFA-Cup war er mit Bremen durchgehend von 1998 bis zum Winter 2000 vertreten (14 Spiele, 2 Tore). Im UI-Cup kam er auf 11 Begegnungen mit 1 Tor.

 

1998 wurde Wicky als "Bester Schweizer Spieler im Ausland" gewählt. Im Januar 2001 ging er nach Spanien zu Athletico Madrid, die in diesem Zeitraum in der zweiten Liga dahindümpelten, Zu mehr als 8 Einsätzen in der "LaLiga2" reichte es in zwei Halbsaisons nicht.

 

Holger Hieronymus und Kurt Jara liehen ihn im Winter 2001/2002 zunächst bis zum Saisonende aus. Nach seinen hervorragenden Leistungen in der Rückrunde gab es keine Debatte, die Kaufoption zu ziehen. Mit "Rapha" verpflichtete der HSV einen erfahrenen Mann für das defensive Mittelfeld. Hier zog er mit konstant guten Leistungen die Fäden. Mit seinem sehr mannschaftsdienlichen Spiel und gelegentlichen offensiven Vorstößen machte Wicky stets eine gute Figur und wuchs zu einer wichtigen Stütze.

 

Gewann 2003 gegen Dortmund den Ligapokal und wurde im Sommer 2005 gegen den FC Valencia UI-Cup-Sieger (9 Partien). In der Saison 2005/2006 erreichte er mit dem Team Platz 3 in der Bundesliga, was zur Teilnahme an der Champions League berechtigte. Hier war er dann in 5 Begegnungen dabei. 2003/2004 und 2005/2006 war er hier auch im UEFA-Pokal unterwegs (11 Spiele). 126 mal trug er in der Bundesliga das HSV-Trikot (4 Tore) und 10 mal (2 Treffer) lief er im Pokal auf. In den Ligapokals 2003 und 2006 wurde er insgesamt 3 mal eingesetzt.

 

War in der Saison 2006/2007 leider lange verletzt, konnte der Mannschaft nicht beim Abstiegskampf helfen. Fasste nicht mehr richtig Fuß und war bei Huub Stevens plötzlich nicht mehr erste Wahl. 1 mal wurde er sogar zum Reserveteam in der Regionalliga verdonnert. Verließ den Verein im Sommer 2007. In einem Interview meinte er später: "Ich habe 5 1/2 tolle Jahre in Hamburg verbracht und bin stolz, jahrelang HSV-Stammspieler gewesen zu sein."

 

Er ging zunächst im August 2007 zu seinem Stammverein FC Sion zurück und machte noch einmal 5 Spiele in der Super League. Im Januar 2008 wagte er den Sprung über den Großen Teich und unterschrieb in den USA bei C.D. Chivas. Musste sich einem operativen Eingriff im Sprunggelenk unterziehen, eine Verletzung, die ihn schon Jahre behinderte. Musste deshalb auch schweren Herzens seine Karriere im März 2009 ausklingen lassen.

 

Im Sommer 2010 übernahm er dann den Nachwuchs (U21 und U14) von Servette Genf. Zwei Jahre später wechselte er als Co-Trainer zur Schweizer U20-Nationalelf. Und ab dem Sommer 2013 war er für den U18-Nachwuchs von FC Basel zuständig. Nebenbei war er noch im Experten-Team des Schweizer Fernsehens bei Spielen der Nationalelf und der Champions League.

 

Parallel dazu arbeitet er an seiner A-Trainer-Lizenz. Anfang 2016 wurde bekanntgegeben, dass "Rapha" ab Sommer die U21 dies FC Basel trainiert. Im Sommer 2017 wurde er zum Coach des A-Teams, das soeben die achte Meisterschaft hintereinander gefeiert hatte, befördert.

 

Auch in der Schweizer Nationalelf war er lange ein wichtiger Spieler, schaffte 75 Länderspiele und erzielte 1 Tor. War bei der EM 1996 (jüngster Spieler des Turniers) und der EM 2004 ebenso dabei wie bei der WM 2006 in Deutschland. Für die Euro 2008 in seinem Heimatland wurde er wegen seiner langen Verletzung leider nicht mehr nominiert.

 

Mit seiner Fußballkarriere ist er restlos zufrieden: "Ich bereue nichts. Ich bin glücklich und stolz auf meine Karriere und dankbar, dass ich 16 Jahre lang Profi sein durfte. Ich habe Träume gelebt während 20 Jahren, von denen jeder Junge träumt und dafür bin ich sehr dankbar."

 

BL-Saison Sp To
2001/2002
2002/2003
2003/2004
2004/2005
2005/2006
2006/2007
13
26
30
25
18
14
1
0
0
2
1
0
Europa Sp To
2003/2004-ue
2004/2005-ui
2005/2006-ui
2005/2006-ue
2006/2007-cl
2
4
5
9
5
0
0
0
0
0
DFB-Pokal Sp To
2002/2003
2003/2004
2004/2005
2005/2006
2006/2007
2
3
1
3
1
2
0
0
1
0
Liga-Pokal Sp To
2003/2004-li
2006/2007-li
1
2
0
0

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Klaus "Johnny" Winkler (25.05.1949 - + 04.09.1985)

Spielte vor seinem HSV-Engagement in der Jugend von Borussia Mönchengladbach, dort dann von 1967 bis 1969 in der Bundesliga. War hier allerdings nur Ergänzungsspieler, kam auf lediglich 5 Einsätze. Es folgten 2 Jahre bei den Offenbacher Kickers, mit denen er als Regionalligist 1970 gegen den 1. FC Köln den DFB-Pokal gewann.

 

Offenbach wurde im Sommer 1970 Meister der (damals zweitklassigen) Regionalliga Süd (25 Spiele und 2 Tore) und setzte sich in der anschließenden Qualifikation (8 Partien, 3 Treffer) durch. In der Bundesliga kam Johnny auf 27 Einsätze mit 8 Treffern. Die Hessen stiegen am Saisonende wieder ab. Im Europapokal der Pokalsieger 1970 schieden die Hessen gleich in der ersten Runde gegen den FC Brügge aus. Winkler war in beiden Begegnungen dabei. Im Pokal kam er bei den Kickers zu 4 Einsätzen mit 2 Treffern.

 

"Johnny" stieß nach dem Abstieg, der den Bundesligaskandal auslöste, 1971 nach Hamburg. Außer ihm wurden dieses Jahr auch u. a. Kaltz, Kargus, Memering und Volkert verpflichtet. Er bestritt für den HSV in 6 Jahren 117 Bundesligaspiele (10 Tore). Die ersten beiden Jahre überwiegend Einwechselspieler. Galt aber dann über lange Zeit als einer der besten deutschen Liberos Deutschlands und legitimer Nachfolger von Beckenbauer auf diesem Posten.

 

 Konnte in der (erfolgreichen) Saison 1975/1976 wegen einer Leistenoperation keine Partie mitmachen. Der HSV wurde 1976 DFB-Pokalsieger (gegen Kaiserslautern), gewann 1977 den Europapokal der Pokalsieger gegen den RSC Anderlecht und wurde 1973 Ligacup-Sieger (gegen Mönchengladbach). 1976 Platz 2 in der Bundesliga (gegen Gladbach) und 1974 Finale im DFB-Pokal (gegen Frankfurt). Stand im Finale des UEFA-Pokals 1976 gegen Brügge.

 

Neben 16 Begegnungen im Pokal (1 Tor) bestritt er 1 Partie im Ligapokal. 7 mal wurde er im UEFA-Pokal, 2 mal im Pokal der Pokalsieger und 6 mal im Toto-Pokal eingesetzt. Baute am Ende ab, lief immer mit ein paar Kilo zu viel herum, liebte schnelle Autos. "Ein Libero zwischen Genie und Wahnsinn", wie jemand schrieb.

 

Deshalb erhielt er im Sommer 1977 keinen neuen Vertrag. Danach ging er Ende 1977 zu St. Pauli, machte 16 Spiele und stieg postwendend ab. Noch ein Jahr in der 2. Liga (9 Spiele) bei diesem Verein. Auch 1 Spiel im Pokal kann er für den Kiezverein vorweisen.

 

Noch während seiner Hamburger Zeit hatte er in Neumünster eine Bowlingbahn und einen Shop in einem Parkcenter. Durch seinen nicht gerade profihaften Lebenswandel, die geschäftlichen Pleiten und privaten Schicksalsschläge (Trennung) wurde er schließlich zum Alkoholiker und starb 1985 in seinem Elternhaus in Mönchengladbach an einem Herzversagen.

 

Sein Vater Paul "Johnny" Winkler war früher bei Schwarz-Weiß Essen, Borussia Mönchengladbach und Schalke 04 ein bekannter Spieler und machte 1 Länderspiel.

 

BL-Saison Sp To
1971/1972
1972/1973
1973/1974
1974/1975
1975/1976
1976/1977
22
29
34
28
0
4
2
3
5
0
0
0
Europa Sp To
1971/1972-ue
1974/1975-to
1974/1975-ue
1976/1977-po
2
6
5
2
0
1
0
0
DFB-Pokal Sp To
1971/1972
1972/1973
1973/1974
1974/1975
1976/1977
4
4
6
1
1
0
1
0
0
0
Liga-Pokal Sp To
1972/1973-li 10 8

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Manuel Wintzheimer (10.01.1999)

Wieder mal ein Franke für den HSV. Der bullige Stürmer, der in der Figur etwas an Horst Hrubesch erinnert, wurde im unterfränkischen Arnstein geboren, wo er auch beim dortigen 1. FC erste Fußballerfahrungen sammelte. Über die Stationen Schweinfurt 05 und SpVgg Greuther Fürth landete er 2013 im Nachwuchs von Bayern München. Hier sorgte der Mittelstürmer rasch für Furore, da er am laufenden Band Tore erzielte.

 

In der Münchner U19 traf er in insgesamt 50 Partien 40 mal. Grandios vor allem seine Quote in der Saison 2017/2018: 26 Treffer in 26 Spielen! Auch dank seiner Tore wurde die Vertretung Vizemeister in der Südstaffel. In der UEFA Youth League traf er in 10 Begegnungen 6 mal. Er durfte im Herbst 2017 auch 5 Spiele für das Regionalliga-Team machen. Auch hier klatsche es 4 mal im gegnerischen Tor. Wegen dieser Leistungen nahm ihn auch Trainer Heynckes mit in den Profikader, wo er jedoch (noch) nicht zum Zug kam.

Nicht nur Wolfsburg, Schalke, Hannover und Bremen waren hinter ihm her, auch Juventus Turin lockte. Doch Manuel entschied sich für den HSV, obwohl zum Zeitpunkt der Verpflichtung im Mai 2018 bereits der drohende Abstieg immer wahrscheinlicher wurde. Trainer Titz freute sich auf ihn: "Er ist ein echter Strafraumstürmer, denkt nicht lange nach sondern trifft Entscheidungen. Schön, dass sich solche Talente für uns entscheiden.“ Und Kaderplaner Johannes Spors äußerte sich: „Er ist ein Spieler, der mit seinem beidfüßigen Torabschluss eine echte Stärke hat und uns auch aufgrund seiner Persönlichkeit überzeugt hat."

 

Auch in den DFB-Nachwuchsteams von der U15 bis U19 traf er nach Belieben. So machte er in der deutschen U19 bis Juli 2018 in 8 Begegnungen 5 Buden.

 

2.Liga Sp To
2018/2019 0 0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Sven Wittfot (27.11.1974)

Der Abwehrspieler kam über die Jugend von Hansa Lübeck 1991 von Phönix Lübeck zur HSV-Jugend und dann 1993 zu den Amateuren. Hatte seinen ersten Bundesliga-Einsatz als Libero im Spiel gegen Borussia Dortmund (Saison 1996/1997). Die Partie wurde mit 2:1 gewonnen und der Spieler aus der Regionalliga-Mannschaft feierte einen gelungenen Einstand. Dann noch gegen Düsseldorf. Spielte aber anschließend nur noch bei den Amateuren, war lange Zeit Kapitän. In 7 Jahren 3 Tore in 167 Spielen in Regionalliga bzw. Oberliga.

 

Wollte 2000 zum VfB Lübeck. Aber im August wechselte er zum FC Schönberg 95 in der Oberliga NOFV-Nord. Fand da seine fußballerische Heimat. War lange Zeit Kapitän und bis zu seiner schweren Verletzung aus einem Relegationshinspiel im Juni 2008 gegen Lokomotive Leipzig (offene Unterschenkelfraktur) einer der wichtigsten Leistungsträger der Mannschaft. Spielte hier viele Jahre gemeinsam mit Marko Riegel, einem weiteren ex-HSVler.

 

2003 Meister in der Oberliga, 2005 Abstieg und sofortige Wiederaufstieg in die Oberliga Nord. Sorgte mit der Mannschaft auch im DFB-Pokal für Furore. Spielte hier gegen Spitzenteams wie Bayern München, Stuttgart, Mönchengladbach oder 2006 auch gegen den HSV (0:6). 169 Einsätze und 19 Tore. Schönberg ging aus finanziellen Gründen 2007 freiwillig in die Verbandsliga zurück.

 

Wurde anschließend im August 2009 zum Sportlichen Leiter der Schönberger berufen. 2010/2011 hieß hier der Trainer Elard Ostermann. 2015 stieg Sven mit den Mecklenburgern in die Regionalliga auf. Zwei Jahre später zog der Verein seine Fußballmannschaft wiederum aus finanziellen Gründen aus der Regionalliga Nordost zurück und starteten einen Neuanfang in der Landesliga.

 

In seiner Heimatstadt Lübeck gibt es eine Firma " Online Büroeinrichtung, deren Ansprechpartner mal Sven Wittfot hieß.

 

BL-Saison Sp To
1996/1997 2 0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Dieter Wöbcke (03.09.1951)

Der Torhüter aus Itzehoe (spielte zuvor bei Holsatia Elmshorn) war in der Saison 1974/1975 unter Vertrag, kam aber nicht zum Zug. An Rudi Kargus war kein Vorbeikommen. Durfte nur einmal im Intertotocup (gegen Djurgardens IF) in den Kasten. Stand dann von 1975 bis 1984 bei TuS Holstein Quickborn im Tor. Die nächste Saison, in der die Verbandsliga-Meisterschaft gefeiert werden konnte, zusätzlich Torwart- und Co-Trainer. Diese Funktion übte er noch einige Jahrzehnte aus.

 

Spielt jetzt in der 2. Seniorenmannschaft von Holsatia (der Fußballabteilung des MTV) Elmshorn. Für Holsatia Elmshorn nimmt er auch öfter an Stadtläufen teil. Sein Neffe Mirco spielt ebenfalls in Elmshorn. Dieter Wöbcke war Betriebsrat bei "Wenzel Elektronik Elmshorn."

 

BL-Saison Sp To
1974/1975 0 0
Europa Sp To
1974/1975-to 1 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Dirk Wojewsky (21.07.1972)

(Manchmal auch "Wojewski" geschrieben). Von der Lüneburger Heide (Lüneburger SK) an die Alster. War seit 1993 bei den Amateuren. Feierte sein Debüt in der Fußball-Bundesliga im Rostocker Ostsee-Stadion, als er 1996 bei der 0:2-Niederlage gegen Hansa in der 70. Minute für Hasan Salihamidzic eingewechselt wurde. Ansonsten über Jahre hinweg eine feste Größe in der Amateurmannschaft des HSV. 77 Spiele und 4 Tore in Regionalliga und Oberliga. Zuverlässiger Abwehrspieler.

 

Wechselte im August 1996 zurück zum Lüneburger SK in die Regionalliga. Stieg nach dem ersten Jahr in die Oberliga ab und das nächste Jahr wieder auf. Kam hier noch einmal zu 23 Spielen. Spielte hier zusammen mit Patrick Owomoyela, Riccardo Baich, Elard Ostermann und Marinus Bester. Dann von 1999 bis 2007 zum TSV Bardowick im Lüneburger Vorland.

 

In seiner Geburtsstadt Winsen/Luhe gibt es ein Autohaus "Luhe Automobile" mit einem Geschäftsführer Dirk Wojewsky.

 

BL-Saison Sp To
1995/1996 1 0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Pavel Wojtala (27.10.1972)

Der 1,92 m große Abwehrrecke wurde im Winter während der Saison 1996/1997 von Felix Magath für 2 Millionen Mark von Widzew Lodz als amtierenden polnischen Meister - gemeinsam mit seinem Landsmann Saganowski - verpflichtet. Spielte davor in Posen zuerst bei SKS und dann von 1991 bis 1996 bei Lech. 1992 und 1993 polnischer Meister und zudem 1993 polnischer Pokalsieger. 123 Einsätze mit 8 Toren in der und 2 im Pokal. 6 Begegnungen in der Champions League.

 

In der polnischen Nationalmannschaft brachte er es auf zwischen 1994 und 1997 auf 12 Einsätze. Auch mit Lodz spielte er in der Champions League. Schied in 8 Partien (plus Quali) u. a. gegen Borussia Dortmund aus. Trug in 18 Spielen (4 Tore) in der Vorrunde mit dazu bei, dass Widzew Lodz 1997 erneut den Meistertitel holte.

 

Beim HSV aber kein Stammspieler. Erwies sich als Flop, mehr Unruhefaktor als Stabilisator der Abwehr. Jedes Mal erzielten seine Gegenspieler die Tore. Deshalb wurde ihm Anfang 1998 nahegelegt, sich einen neuen Verein zu suchen. Die englischen Clubs FC Liverpool und vor allem Sheffield Wednesday zeigten ihr Interesse. Ein Transfer auf die Insel zerschlug sich aber wegen zu hoher Geldforderungen der Hamburger und den strengen englischen Arbeitsrichtlinien für Ausländer. So blieb er an der Alster, insgesamt schaffte er es aber nur zu 20 Begegnungen mit 1 Tor. 2 mal durfte er im Pokal mitmischen und 4 mal im Intertoto-Cup.

 

Folgte im September 1998, gemeinsam mit Dirk Weetendorf, seinem Mentor Magath zu Werder Bremen, der mittlerweile dort dirigierte. Gewann hier 1999 den Pokal gegen Bayern München. Doch überzeugen konnte er auch hier nicht. Es wurden nicht mehr als 21 Einsätze in der Liga und 3 im Pokal. in beiden Wettbewerben gelang ihm jeweils 1 Treffer.

 

Dann im Januar 2000 in die Heimat zu Legia Warschau. Konnte hier wegen eines Kreuzbannrisses kaum spielen. Auch hier blieb es bei 16 Einsätzen in der Lotto Ekstraklasa. Kehrte im Sommer 2001 kurz zu seinem Heimatverein Lech Posen zurück, für die er nur ein Ligaspiel bestritt.

 

Versuchte im Januar 2001 erneut sein Glück in Deutschland und unterschrieb bei dem in der zweiten Liga spielenden RW Oberhausen. Hier wurde er endlich Stammspieler, was auch 46 Ligaeinsätze mit 4 Toren und 4 Partien im Pokal zeigen. Nach 1 1/2 Jahren im Sommer 2003 der Wechsel zum Ligakonkurrenten LR Ahlen. Eine langwierige Leistenverletzung ließen aber nur 3 Liga- und 1 Pokaleinsatz zu.

 

Auch beim Karlsruher SC (ebenfalls 2.Liga), zu dem er in der Winterpause 2003/2004 wechselte, war wegen diverser Verletzungen nach nur drei Spielen Schluss. Deshalb im Sommer 2004 nach Polen zurück. Ging zunächst (zum dritten Mal) zu Lech Posen (8 Begegnungen) und dann im Januar 2005 zu Warta Posen in der zweiten Liga. Hier ging es chaotisch zu. Gehälter wurden nicht oder nur zum Teil gezahlt.

 

Der Defensivspezialist heuerte im Sommer 2006 für ein halbes Jahr beim Hallescher FC in der Oberliga NOFV an, wo er gleich Kapitän und Abwehrchef wurde und 2 Tore in 14 Partien erzielte. Ein weiteres halbes Jahr von Januar bis Juni 2007 wirkte er beim österreichischen Regionalligisten St. Andrä/WAC in Kärnten mit (6 Partien) und wechselte dann die Seiten.

 

Er arbeitete jetzt als Spielervermittler in der "Azzunto AG."Von Oktober 2012 bis September 2013 agierte er als Sportdirektor bei Zaglebie Lubin in der polnischen Ekstraklasa.

 

Seine Zeit in Hamburg sah er später schon selbstkritisch: "Ich konnte nicht deutsch sprechen, ich kannte Deutschland nicht und war einfach schlecht vorbereitet auf das, was mich dort erwartete. Ich war ein bisschen naiv, auch was die Probleme, betraf, die der HSV damals hatte."

 

BL-Saison Sp To
1996/1997
1997/1998
1998/1999
12
7
1
0
1
0
Europa Sp To
1997/1998-ui 4 0
DFB-Pokal Sp To
1996/1997
1998/1999
1
1
0
0

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Peter Woldmann (02.03.1943)

Aus. der Jugend des HSV hervorgegangen, seit 1955 am Rothenbaum. Wieder mal einer, der "als das größte Talent seit Uwe Seeler bezeichnet" wurde. Der Angreifer war 1963 zum Start der Bundesliga im ersten Jahr nur als Amateur dabei. Er kam in 2 Jahren lediglich in sechs Bundesligaspielen zum Einsatz und erzielte dabei zwei Treffer (gegen Frankfurt und Hannover). Trainer Gawliczek sortierte ihn dann aus, da er seiner Meinung nach "zu weich und ein Angsthase" sei.

 

1965 für 1 Saison in die zweitklassige Regionalliga Südwest zu Eintracht Trier, schaffte in 17 Einsätzen 7 Tore. Anschließend zum belgischen Erstligisten SC Charleroi (hier spielte 20 Jahre später Daniel van Buyten), wo er allerdings nur 9 mal auflief (2 Treffer). 1967 wieder zurück im Norden in der Regionalliga bei SC Göttingen 05. Fiel dort nach 14 Spielen und 4 Toren wegen eines Meniskusschadens vom November 1968 an für den Rest der Serie aus. Konnte erst wieder in der Aufstiegsrunde zur Bundesliga eingreifen. Seine 3 Tore in 7 Begegnungen konnten auch nicht helfen. Verließ dann die Niedersachsen und ging nach Hamburg zurück, allerdings zum FC St. Pauli. Kam hier noch einmal auf 58 Regionalliga-Spiele und 20 Tore. Wechselte im Sommer 1970 zum österreichischen Club Schwarz- Weiß Bregenz, was aber nur von kurzer Dauer war. Traf in 14 Spielen 2 mal.

 

Seitdem taucht sein Name nicht mehr in den Gazetten auf. Vermutlich übte er dann seinen Beruf als Investmentvertreter aus. In der Gemeinde Sahms (ca. 40 km östlich von Hamburg) gibt es allerdings einen Brieftaubenzüchter und Schützenmeister dieses Namens.

 

BL-Saison Sp To
1963/1964
1964/1965
2
4
0
2
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
1964/1965 1 0

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Raphael Wolf (06.06.1988)

Der in München geborene Torhüter begann in der Schülermannschaft des FC Tegernbach (in der Nähe von Regensburg), stand dann in Pfaffenhofen sowohl beim MTV wie auch beim FSV im Kasten. Anschließend bei der SpVgg Unterhaching, bevor er 2004 an die Elbe zur HSV-Jugend und 2007 dort zu den Amateuren wechselte.

 

Im Sommer 2008 sollte er eigentlich nur einen Vertrag für die Amateure bekommen. Da aber Kirschstein und Wächter den Verein verlassen hatten, erhielt er einen Profivertrag als Torwart Nr. 3 hinter Frank Rost und seinem bayerischen Landsmann Wolfgang Hesl. Sollte Erfahrung und Spielpraxis in der zweiten Mannschaft sammeln. Hütete 25 mal das Tor.

 

Im Sommer 2009 ging er nach Österreich zum SV Kapfenberg, wo er auf Miroslav Stepanek, Milan Fukal und Preston Zimmerman traf. Wurde Stammtorhüter und absolvierte 104 Spiele.

 

Kehrte im Sommer 2012 in die Bundesliga zurück, allerdings zum Rivalen aus Bremen. Hoffte, Nachfolger des entlassenen Wiese zu werden, doch Mielitz wurde ihm zunächst vorgezogen. Außerdem setzten ihn im ersten Jahr ab Dezember eine Hüftverletzung und ein Kreuzbandanriss bis zum Saisonende außer Gefecht. Spielte auch in der Hinrunde 2013/2014 nur in der Zweiten, kam hier in den beiden Jahren auf 10 Partien. Aber seit Januar 2014 Stammtorhüter an der Weser.

 

Im nächsten Jahr verlor er seinen Platz in der Rückrunde nach einigen Patzern zunächst an Casteels. Und im Sommer 2015 duellierte er sich mit Wiedwald auf Augenhöhe, fiel aber zunächst durch eine Hüft-OP aus. Konnte dann 2 Partien in der U23 mitmachen.

 

Erlitt dann einen Muskelfaserriss im Hüftbeuger und hatte im November eine erneut Hüft-OP. Fiel dadurch den Rest der Saison aus. Als dann im Juli 2016 Jaroslav Drobny verpflichtet wurde, war Raphael plötzlich nur noch die Nummer 4 hinter Wiedwald, Drobny und Zetterer.

 

Deshalb wurde er auch im September zur zweiten Mannschaft, der U23, abgeschoben. Aber auch da durfte er nicht einmal ins Wintertrainingslager mitfahren. Entnervt flüchtete er im Sommer 2017 von der Weser zu Fortuna Düsseldorf in die Zweite Liga.

 

BL-Saison Sp To
2007/2008
2008/2009
0
0
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Bobby Wood (15.11.1992)

Bobby Shou Wood wurde in Honolulu auf Hawaii geboren. sein Vater war Afroamerikaner und seine Mutter Japanerin. Das Fußballspielen begann er bei Powder Edge SC. Mit 11 Jahren siedelte er nach Kalifornien um. Hier spielte er in der Jugend von Irvine Strikers. 2006 kam er auf Empfehlung seines Trainers, der den damaligen "Löwen"-Nachwuchstrainer Ernst Tanner kannte, mit 14 Jahren ins Nachwuchsleistungszentrum des TSV 1860 München.

 

Anfangs fühlte er sich überhaupt nicht wohl, die Sprachschwierigkeiten machten ihm genau so zu schaffen wie das für ihn ungewohnte Essen, die Mentalität der Leute und das kalte Wetter. Aber er biss sich durch und stürmte von 2007 bis 2009 bei der U 17 und anschließend 2 Jahre bei der U19. Doch schon 2009 kam er zum ersten Einsatz bei den Amateuren in der (viertklassigen) Regionalliga und im Januar 2011 wurde er in den Zweitligakader befördert.

 

Durch etliche Verletzungen am Knie fiel er aber länger aus und kam in beiden Mannschaften nur zu einer Handvoll Einsätze. Deshalb sollte sein auslaufender Vertrag im Sommer 2012 nicht verlängert werden, bekam dann aber doch einen Ein-Jahres-Vertrag für die zweite Mannschaft. Im Dezember bekam er aber dann doch noch einen Profivertrag.

 

Die Saison 2013/2014 wurde seine erfolgreichste in München. 21 mal lief er in der 2. Liga auf. Doch in der nächsten Saison kam er nur noch zu 6 Einsätzen. Er kam mit dem neuen Trainer Markus von Ahlen nicht klar, antwortete diesem unter anderem mit "Leck mich am Arsch." Er wurde deshalb im Oktober 2014 aus disziplinären Gründen vom Spiel- und Trainingsbetrieb der ersten Mannschaft ausgeschlossen und sollte mit der "Zweiten trainieren. Seine Bilanz bei 1860 in 7 Jahren: 50 Einsätze und 3 Tore in der 2. Liga, 46 Partien und 12 Treffer in der Regionalliga und 4 Spiele im Pokal.

 

Wegen der unschönen Vorkommnisse ließ er sich zum Ligakonkurrenten Erzgebirge Aue ausleihen. Zog sich hier nach gutem Beginn einen Innenbandriss im rechten Knie zu und konnte danach 2 Monate nicht spielen. Deshalb reichte es nur zu 3 Treffern in 9 Partien. Nach dem Abstieg von Aue sollte er nach München zurück, verkündete jedoch, nie mehr für die "Löwen" spielen zu wollen.

 

Im Sommer 2015 wechselte er zum ebenfalls in der 2. Liga spielenden Union Berlin. Der Trainer Düwel war erfreut über einen "sehr schnellen und robusten Stürmer, der sowohl mannschaftsdienlich agiert, als auch selber Torgefahr ausstrahlt." Hier konnte er endlich seine Klasse beweisen. 17 Tore erzielte er in 31 Spielen, was ihm auch in der Torjägertabelle Platz 3 in der der 2. Liga einbrachte. In 7 Pflichtspielen hintereinander gelang ihm jeweils ein Treffer. Er erzielte damit auch die meisten Tore eines Union-Spielers in einer Saison. 1mal kam er im DFB-Pokal für die Berliner zum Einsatz.

 

Der HSV beobachtete ihn schon länger und konnte ihn schließlich im Sommer 2016 für 3,50 Mio. € an die Alster holen. Den Verantwortlichen überzeugte bei dem vielseitig einsetzbaren Amerikaner seine Torgefahr und enorme Schnelligkeit auch seine gute Technik und seine Zweikampfstärke.

 

Er schlug prächtig ein und erzielte in der Hinrunde wichtige Tore. Im Frühjahr hatte er dann eine Blockade, war aber trotzdem für die Mannschaft enorm wichtig. Er konnte Bälle festmachen und war allein durch seine körperliche Präsenz ein steter Unruheherd in der gegnerischen Hälfte.

 

Auch beim Trainer des US-Teams, Jürgen Klinsmann, ist Bobby gesetzt. Nachdem er ab 2010 sechs mal für die U20 (1 Tor) und 1 mal für die U21 auflief, ist er seit dem August 2013 amerikanischer Nationalspieler. Bis September 2017 kam er auf 32 Einsätze und erzielte 8 Tore. 2015 erzielte er in einem Testländerspiel gegen Deutschland einen Treffer. Sein Stern ging bei der Copa América Centenario 2016 auf, wo er bis zum Spiel um Platz 3 hervorragende Leistungen zeigte.

 

BL-Saison Sp To
2016/2017
2017/2018
28
24
5
2
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
2016/2017
2017/2018
3
1
3
1

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Peter Woodring (02.05.1968)

Der US-Boy aus San Francisco (wurde dort bei den San Francisco Bay Blackhawks dreimal zum wertvollsten Spieler der Saison gewählt) kam 1992 mit großen Hoffnungen vom hessischen Oberligisten SV Wiesbaden, wo er ein Jahr gekickt hatte, doch die erfüllten sich fraglos nicht.

 

Spielte in Hamburg überwiegend bei den Amateuren in der Oberliga und brachte es zwischen 1992 und 1994 lediglich auf eine Handvoll (6) Bundesliga-Einsätze und hier auch nur einmal über die volle Distanz (insgesamt 358 Minuten). Wurde meist im Oberligateam eingesetzt (27 Spiele, 2 Tore.) Immerhin kam er in dieser Zeit zu seinen 3 Einsätzen im US-Nationalteam.

 

Wurde im März 1994 zu Aalborg BK in Dänemark ausgeliehen, wo er gleich Meister wurde. Ab Januar 1995 beim hessischen Oberligisten SV Wehen (jetzt mit dem Zusatz "Wiesbaden"). 11 Spiele, 1 Tor. Nach einem halben Jahr zurück nach Amerika. Zuerst bei Hawaii Tsunami, 1996 bei der New England Revolution und 1998 bei Chico Rooks. Zuletzt in der US-Liga MLS 2000 bei Olympic Club San Francisco und 2003 beim Marin Soccer League's Bolinas Team.

 

Hat sich in den USA eine berufliche Karriere als Finanzspezialist aufgebaut. Zunächst Vizepräsident der "US Trust Company" und jetzt Senior-Vizepräsident und Portfolio Manager beim "Cephus Capital Management."

 

BL-Saison Sp To
1992/1993
1993/1994
4
2
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Peter Wulf (13.03.1938 - +28.07.1995)

Der lange, schlaksige Halbstürmer kam 1957 vom SC Viktoria Hamburg und war einer aus der Abteilung "überdurchschnittlich." 94 Spiele und stolze 58 Tore ab 1958 in der Oberliga Nord und 23 Spiele und 3 Tore in den Meisterschaftsendrunden. 44 mal kam er in der Bundesliga bis 1966 zum Einsatz, dabei erzielte er 15 Treffer. Das konnte sich wahrlich sehen lassen. Wurde in der Saison 1964/1965 mit 7 (!) Treffern interner Torschützenkönig des HSV.

 

Wurde mit Hamburg 1960 Deutscher Meister 1960 gegen den 1.FC Köln und 1963 DFB-Pokalsieger gegen Borussia Dortmund und von 1958 bis 1963 fünfmal in Folge Norddeutscher Meister. Peter war auch bei den legendären 3 Spielen gegen den FC Barcelona im Halbfinale des Europapokals der Landesmeister in der Saison1960/1961 dabei und erzielte hier 1 Tor. Dann musste sich 1966 einer Achillessehnen-Operation unterziehen. Deshalb im letzten Jahr kein Einsatz mehr.

 

1967 rockte er bei Sperber Hamburg (gemeinsam mit Erwin Piechowiak, Horst Dehn und Rolf Schwartau) die Regionalliga Nord und wäre beinahe in die Bundesliga aufgestiegen. 29 Regionalligaeinsätze und 11 Tore. 1968 noch für ein Jahr bei FC La Chaux-de-Fonds in der Schweiz.

 

Peter Wulf verstarb leider schon im Jahre 1995 an einem Herzinfarkt.

 

BL-Saison Sp To
1963/1964
1964/1965
1965/1966
8
20
16
1
7
7
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
1963/1964
1964/1965
1
1
0
0

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Wolfram Wuttke (17.11.1961 - + 01.03.2015)

Trainer Ernst Happel behandelte ihn fast wie einen "eigenen Sohn", doch das "schlampige Genie" nutzte seine Chancen viel zu selten. Das Ruhrgebiet-Gewächs galt als schwieriger Spieler, als Reizfigur, hatte ständig Streit mit Trainern. Aber einer der genialsten Fußballer, der 58 Spiele für den HSV bestritt und dabei 15 Mal traf.

 

Begann bei der SG Castrop-Rauxel, 1976 zur Jugend des FC Schalke 04, ab1979 bei den Gelsenkirchenern in der Bundesliga. Kam bis Dezember 1980 auf 32 Spiele und 2 Tore und 4 Partien im Pokal. Schalke stieg am Saisonende ab.

 

Das erlebte Wolfram aber nicht mehr, denn er wurde  wegen "finanzieller Engpässe" in der Winterpause 1980/1981an Borussia Mönchengladbach verkauft. Blieb dort exakt 2 Jahre bis Dezember 1982. Kam auf 58 Partien und 9 Tore. 9 Berufungen (4 Tore) erhielt er im Pokal, im UEFA-Pokal wurde er 4 mal eingesetzt. Hier erhielt Trainer Jupp Heynckes von ihm den Spitznamen "Osram" (wegen des vor Wut leuchtend roten Kopfes).

 

Im Januar 1983 erneuter Versuch bei Schalke 04, die zu Saisonbeginn wieder aufgestiegen waren. Kam in der Rückrunde noch einmal auf 16 Spiele und 7 Tore. 3 Begegnungen hatte er im Pokal. Schalke stieg aber durch die verlorene Relegation gegen Uerdingen 05, wo Wuttke in beiden Spielen mitmischte, geradewegs wieder ab.

 

Von Manager Günther Netzer (der ihn später als ";eines der größten deutschen Fußballtalente aller Zeiten"; bezeichnete) 1983 zum amtierenden Deutschen Meister und Europapokalsieger nach Hamburg geholt. Wurde gleich im ersten Jahr Vizemeister (punktgleich mit dem Ersten Stuttgart). War Teil der Mannschaft, die 1983 in den Finals im Europäischen Supercup gegen Aberdeen (2 Spiele) und im Weltpokal gegen Gremio Porte Alegre (1 Partie) stand. Im Pokal wurde er 5 mal (1 Tor) eingesetzt. Aber auch bei der Pokalblamage von Geislingen war er dabei.

 

Im Pokal der Landesmeister fand man nur gegen Dinamo Bukarest für ihn Verwendung. Und im UEFA-Cup erzielte er bei 4 Einsätzen 1 Tor gegen CSKA Sofia. Der schnauzbärtige Kleine, dessen Spezialität Schüsse und Pässe mit dem Außenrist waren, wurde von Happel im September 1985 suspendiert. Rückblickend meinte er "Für den Alten (Happel) war ich entweder Zauberer, Wurschtl oder Arsch. Am Ende war ich fast nur noch Arsch."

 

Zwei Monate später im November beim 1. FC Kaiserslautern. Zunächst ausgeliehen, dann im Sommer fest verpflichtet. Hier hatte er seine beste Zeit. Avancierte am Betzenberg auch zum 4fachen Nationalspieler (mit 1 Treffer gegen England) und wurde mit der Olympiaauswahl 1988 Dritter in Seoul (mit Klinsmann, Riedle, Brehme, Mill). Für das Olympiateam kam er insgesamt auf 11 Einsätze mit 6 Treffern. Nachdem er schon 15 Partien (7 Tore) für die U15 bisU18 auf dem Buckel hatte, zusätzlich 7 Berufungen (1 Tor) in der deutschen U21.

 

Trotzdem hatte das "Enfant terrible" auch hier ständig Reibereien mit den Trainern (vor allem Roggensack), so dass er im Winter 1989 erneut suspendiert wurde. Ohne sein Zutun wurde der 1.FC Kaiserslautern 1990 Pokalsieger. Die Bilanz beim 1.FC Kaiserslautern waren 112 BL-Spiele und beachtliche 32 Tore. Im Pokal wurde er in 11 Begegnungen eingesetzt (3 Tore).

 

Versuchte im Januar 1990 in Spanien bei Espanyol Barcelona einen Neuanfang, mit denen er sofort in die erste spanische Liga aufstieg und hier dann 1 Jahr spielte. Hatte in den 1 1/2 Jahren ligaübergreifend 37 Einsätze, wobei er 12 mal traf.

 

Im Sommer 1992 wieder zurück nach Deutschland zum Erstligaaufsteiger 1.FC Saarbrücken, musste hier jedoch kurz darauf im April 1993 nach weiteren 23 BL-Einsätzen (und 1 Pokalpartie) seine Karriere wegen eines komplizierten Schulterbruchs beenden. Saarbrücken stieg am Ende wieder ab.

 

Versuchte sich 1994 noch kurz als Spielertrainer beim westfälischen Amateurverein TuS Haltern (wo zu dem Zeitpunkt) Benedikt Höwedes in der Jugend kickte). 2000 erkrankte Wuttke an Brustkrebs, welchen er aber besiegte. Doch das Pech blieb ihm treu. Riss sich beim Tennis bei seinem Heimatverein Grün-Weiss Bork die Achillessehne und brach sich den Mittelfuß. Seine Frau ließ sich scheiden und auch sein Sportgeschäft in Recklinghausen ("Sportline GmbH") musste Konkurs anmelden und er blieb auf einem Berg Schulden sitzen.

 

War einige Jahre Tennis- und Lauftrainer beim Tennisclub TG Gahmen, beim TC GW Bork auch im Vorstand und Pressewart. Im Januar 2008 erhielt er beim baden-württembergischen Oberligisten TSV Crailsheim eine Chance als Sportdirektor und im Juli 2008 als Cheftrainer. Doch auch hier wurde er schon 2 Monate später wieder wegen Erfolglosigkeit entlassen. Zur Trennung trug auch bei, dass der Sponsor sich ständig in die Aufstellung einmischen wollte.

 

Lebte seit Anfang der 90er Jahre in Selm (zwischen Dortmund und Münster). Im Februar 2015 fiel er infolge einer Leberzirrhose ins Koma und verstarb viel zu früh mit 53 Jahren in einem Krankenhaus in Lünen an "multiplen Organversagen."Die FAZ hatte einmal über ihn geschrieben: "Er ist Rastelli, Kunstschütze, Clown, Dirigent und Schauspieler in einer Person." Und sein alter Freund aus gemeinsamen Hamburger Tagen, Dieter Schatzschneider erinnerte sich: "Gesundheitsprobleme und Geldnot. Bauherrenmodelle waren sein Untergang."

 

BL-Saison Sp To
1983/1984
1984/1985
1985/1986
27
25
6
7
7
1
Europa Sp To
1983/1984-su
1983/1984-we
1983/1984-la
1984/1985-ue
2
1
1
4
0
0
0
1
DFB-Pokal Sp To
1983/1984
1984/1985
1985/1986
3
1
1
0
0
1

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