Alle Bundesligaspieler des HSV seit 1963

Kl - Koz

Klaus Fred
Klier Gerd
Kling Stephan
Klingbeil Rene
Klos Josef
Kmetsch Sven
Knöll Törles
Kober Carsten
Koch Michael
Köhlert Mats
Kohn Thorsten
Koitka Heinz-Josef
Kompany Vincent
Kostic Filip
Kostmann Marco
Kostner Michael
Kovac Niko
Kovacevic Marijan
Kovacic Vladimir

 

 

Fred Klaus (27.02.1967)

Nach dem SC Eckenhaid wuchs er ab 1979 in der Jugend des "Clubs" auf, wurde dort auch zum 21maligen Jugendnationalspieler. War zugleich auch Deutscher Junioren-Meister im Weitsprung. Auch im ersten Jahr 1984 als Profi in der 2.Liga eine Bereicherung für den 1.FC Nürnberg (20 Spiele, 1 Tor). Stieg in die erste Liga auf. Wurde dann gesperrt, weil er gleichzeitig in Nürnberg und Köln unterschrieben hatte. Nachdem die Streitigkeiten geklärt waren, wieder beim Club ( 6 BL-Spiele und 1 Tor). Ende 1986 an St. Pauli ausgeliehen. Platz 3 am Saisonende berechtigte zur Relegation, die aber gegen Homburg verloren wurde (2 Spiele und 1 Tor). Hatte in 1 1/2 Jahren 57 Einsätze mit 12 Treffern in der 2. Liga. Plus 2 Partien im Pokal.

 

St. Pauli gelang im Sommer 1988 der Aufstieg in die Bundesliga, Fred wechselte aber an den Rothenbaum. Das HSV-Trikot trug er allerdings nur 15 mal. Im Pokal waren es 5 Spiele (1 Tor). Wechselte ein Jahr später Ende August nach Berlin zu Hertha BSC. Nach 23 Partien und 7 Treffern konnte er auch hier den Aufstieg in die Bel Etage des deutschen Fußballs feiern, wo er in 8 weiteren 8 BL-Partien zum Zug kam. Im Pokal wurde er 1 mal eingesetzt. Hertha stieg am Saisonende wieder ab.

 

Er aber wechselte schon Anfang 1991 zum VfL Osnabrück, zunächst in die 2.Liga, dann in die für ein Jahr gegründete 2. Liga Nord. Am Saisonende 10 Partien und 2 Tore in der Abstiegsrunde, was die Qualifikation für die neue eingleisige 2.Liga bedeutete. War in 68 Zweitliga-Begegnungen dabei, wobei er 21 Treffer erzielte. Doch im Sommer 2003 erfolgte der Gang in die Oberliga Nord, die ein Jahr später durch die neue Regionalliga Nord abgelöst wurde. Fred hatte in den 2 Jahren 61 Einsätze mit 21 Treffern. Auch 2 Partien im Pokal absolvierte er für die Niedersachsen.

 

1995 heuerte er beim West-Regionalligisten Preußen Münster an. In 64 Begegnungen gelangen ihm 16 Treffer. Doch 1997 zog es ihn in die fränkische Heimat zurück. 3 Jahre schnürte er für den SC Weismain in der Oberliga Bayern und Regionalliga Süd in 72 Spielen (29 Tore) die Treter. 2000 als Spielertrainer bei SG Quelle/1860 Fürth, wo er ebenfalls in Regional und Bayernliga auf weitere 48 Einsätze und 8 Tore kam. 2002 war dann endgültig Schluss.

 

29 BL-Spiele und 3 Tore bei drei Vereinen, besonders erfolgreich war Fred Klaus sicherlich nicht. Schaffte aber 1985 mit dem "Club" ebenso wie später mit St. Pauli (1988) und Hertha BSC (1990) den Aufstieg in die Bundesliga. In der zweiten Liga kam er mit 4 Mannschaften auf 178 Einsätze (44 Tore).

 

Dann Trainer, zuerst F-Jugend des SC Weismain, dann bis August 2003 bei Bayern Hof. Vorübergehend trainierte er dann wieder die Jugend vom SC Weismain, ATS Kulmbach oder 1. FC Lichtenfels. Seit Januar 2008 Coach bei der U17 der SpVgg Greuther Fürth. Im Sommer 2010 zur B-Jugend des TSV 1860 München. Und 2 Jahre später zur U19 des FC Augsburg. Wegen einer Erkrankung beendete er dort sein Engagement zum Jahresende 2014.

 

Lebt als kaufmännischer Angestellter in Weismain und ist im Trainerstab der "Armin-Eck-Fußballschule." Sein Sohn Felix trat in seine Fußstapfen und lief ebenfalls dem Leder hinterher, u. a. bei Greuther Fürth, SC Freiburg oder Hannover 96.

 

BL-Saison Sp To
1988/1989
1989/1990
15
0
2
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
1988/1989
1989/1990
4
1
1
0

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Gerd Klier (16.01.1944 - + 21.03.2011)

Im Alter von 6 Jahren begann der Angreifer in seiner Heimat im Rheingau bei FC Oestrich 1920. Ab 1963 stürmte er gemeinsam mit Jürgen Grabowski beim FV Biebrich 02 in der Amateurliga Hessen. 1965 für 2 Jahre zum Freiburger FC in die damals zweitklassige Regionalliga Süd. Erzielte in 61 Partien 27 Tore. 1967 Wechsel zu Fortuna Düsseldorf in die Regionalliga West (15 Spiele, 7 Tore). Ein Jahr später zurück in den Schwarzwald zum Regionalligisten FC 08 Villingen. 44 Treffer in 70 Begegnungen. Torschützenkönig in der Regionalliga 1969 und 1970.

 

Der seinerzeitige HSV-Trainer Klaus Ochs versprach sich wahre Wunderdinge von dem früheren Schüler-Nationalspieler . Aber nach 24 Spielen zwischen 1970 und 1971 verließ Klier den HSV. Vier Tore - seine ganz großen Hoffnungen erfüllten sich in Hamburg sicherlich nicht. Immerhin stürmte er neben Uwe Seeler und Charly Dörfel.

 

Ging 1971 für sechs Jahre zum FSV Mainz 05 in die Regionalliga Südwest (die 1974 von der neuen 2. Liga Süd abgelöst wurde). Hier hatte er zweifellos seine beste Zeit, wurde 1973 Südwestmeister und 1974 Südwestpokalsieger, war zweimal Torschützenkönig (1973 und 1974 in der Regionalliga Südwest. Spielte 1973 um den Aufstieg in die Bundesliga, scheiterte nur knapp an St. Pauli. Als der Verein sich 1976 aus finanziellen Gründen freiwillig in die Amateurliga Südwest zurückzog, blieb er noch ein Jahr. Seine äußerst sehenswerte Bilanz in Mainz: in 179 Partien in Zweiter Bundesliga (66/27), Regionalliga (91/68) und Amateur-Oberliga (22/19) erzielte Gerd Klier 114 Tore. Dazu gesellen sich noch 8 Auftritte und 2 Tore in der (gescheiterten) Aufstiegsrunde und 7 Partien mit 1 Treffer im Pokal.

 

Ließ seine Karriere von 1977 bis 1978 bei der FVgg Kastel 06 in der viertklassigen Landesliga ausklingen.

 

Machte ein Schülerländerspiel für den DFB und war Auswahlspieler für Hessen und Süddeutschland. Er hat seit seiner Geburt immer in Oestrich gewohnt (Hallgartener Straße) und war bis zu seiner Pensionierung als Angestellter bei den Stadtwerken. Er verstarb am 21. März 2011 nach langer Krankheit in Oestrich-Winkel im Alter von nur 67 Jahren.

 

BL-Saison Sp To
1970/1971 24 4
Europa Sp To
1970/1971-to
1970/1971-me
4
3
4
3
DFB-Pokal Sp To
1970/1971 2 0

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Stephan Kling (22.03.81)

Der gebürtige Dachauer begann in der Jugend von Amicitia München und Bayern München, wo er 2000 bei den Amateuren debütierte und zu 60 Einsätzen in der Regionalliga kam. Bei den Profis stand er zwar ab 2001 im Kader, schaffte es aber nie aufs Spielfeld. Im Sommer 2002 zum HSV. Schon vor dem Saisonstart hatte er Pech: Eine Oberschenkelverletzung setzte ihn in der Vorbereitung außer Gefecht. Nach einem "Lehrjahr" sollte er sich in der Stammelf etablieren. Bei den Profis konnte sich der talentierte Linksfuß aber überhaupt nicht durchsetzen und agierte zuletzt nur noch bei den HSV-Amateuren in der Regionalliga Nord (19 Partien, 1 Tor). Auch mit bedingt durch einen Mittelfußbruch. Stephan wird auch als Ligapokalsieger 2003 geführt. Immerhin kam er in Hamburg zu 7 Spielen für die deutsche U21-Nationalelf, nachdem er vorher schon in der U18 (2000 EM-Dritter), der U20 (Teilnehmer bei der WM 2002) und einmal im "Team 2006" eingesetzt wurde.

 

Nachdem er in der Saison 2004/2005 nur 5 Spiele (davon lediglich 2 über 90 Minuten) bestritt, wechselte er im Winter zum 1.FC Saarbrücken in die zweite Liga. Hier spielte er anfangs sehr stark (16 Begegnungen, 1 Tor), war aber in der nächsten Saison wieder verletzt. Kam nur noch zu 2 Einsätzen ( und 3 Partien bei den Amateuren) und stieg mit dem Verein ab. Doch auch in der Regionalliga immer wieder durch Verletzungen gehandicapt (15 Spiele). Saarbrücken stieg in die Oberliga Südwest (5. Liga) ab.

 

Stephan aber versuchte 2007 in Österreich bei SC Rheindorf Altach einen Neuanfang. Auch, weil dort sein ehemaliger Saarbrücker Kollege Manni Bender Trainer war (der aber 6 Monate später entlassen wurde). 54 Spiele und3 Tore sowie 1 Partie im ÖFB-Cup. Nach dem Abstieg der Österreicher spielte er ab 2009 für 1 Jahr beim VfB Süsterfeld (Vorort von Kassel) in der hessischen Landesliga Nord. Ab Sommer 2010 beim Aufsteiger in die Hessenliga Eintracht Wetzlar (17 Spiele, 1 Treffer). In der Winterpause dann zur Spfrd. Lotte in die Regionalliga West . Doch nach nur einem halben Jahr war seine Karriere nach einem schlimmen Knorpelschaden endgültig zu Ende.

 

Aber Stefan hatte vorgesorgt und begann deshalb 2011 ein BWL-Studium. Parallel dazu arbeitete er als Team-Manager ehrenamtlich beim FC Homburg. Er wollte im Saarland bleiben, da er hier seine Heimat gefunden hatte. Nebenbei auch Scout für den 1. FC Kaiserslautern unterwegs. Im Oktober 2013 kehrte er zum 1.FC Saarbrücken zurück, auch hier als Teamkoordinator. 2015 dann dort Jugendkoordinator.

 

Immer wieder machten ihm Verletzungen einen Strich durch die Rechnung. Mittelfußbruch, Muskelfaserriss, Oberschenkelverletzung, Achillessehnen-Verletzung oder Knorpelschaden sind nur Auszüge aus seiner Verletztenliste. Sein Wunsch war es deshalb immer, endlich einmal schmerzfrei gegen den Ball treten zu können.

 

BL-Saison Sp To
2002/2003
2003/2004
2004/2005
6
15
5
0
0
0
Europa Sp To
2004/2005-ui 4 0
DFB-Pokal Sp To
2002/2003
2003/2004
1
1
0
0
Liga-Pokal Sp To
2003/2004-li 3 0

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Rene Klingbeil (02.04.1981)

Der auf beiden Seiten einsetzbare Defensivspieler vom Marzahner SV kam 1998 von Dynamo Berlin (damals FC Berlin) nach Mönchengladbach, wurde U18-Nationalspieler und spielte 5 Jahre für die Borussia, zuerst in der U19 und dann ab 2000 bei den Amateuren in der Oberliga Nordrhein (52 Spiele und 2 Tore).

 

Im Sommer 2003 Wechsel zu den HSV-Amateuren. Als Thomas Doll Trainer bei den Profis wurde, nahm er seinen Spieler im Herbst 2004 mit. Er schlug ein wie eine Bombe und war im linken Mittelfeld fest gesetzt. Doch dann wieder in der Reservistenrolle. Glänzte aber immer mit seiner grundsoliden Spielweise, wenn er gebraucht wurde. Kam auf 13 Spiele im Europapokal und 51 Einsätze in der Bundesliga. In der Regionalliga brachte Rene es auf 53 Begegnungen. Da der neue Trainer Huub Stevens nicht mehr mit ihm plante, wollte er weg. Als sich die Pläne, nach Karlsruhe oder Rostock zu wechseln, zerschlugen, ging er im Sommer 2007 nach Norwegen zu Viking Stavanger (Trainer: Uwe Rösler). Nach zwei durchwachsenen Halbsaisons mit 15 Einsätzen in der Tippeligaen und 2 Partien in der UEFA-Cup-Quali kehrte er aber schon im August 2008 nach Deutschland zurück.

 

Er heuerte beim Dritt-Ligisten Erzgebirge Aue an. Hier wurde er endlich Stammspieler und enorm wichtiger Spieler im Abwehrverbund. Bestritt in seiner ersten Saison sämtliche Spiele (insgesamt 71 Partien und 2 Tore in dieser Klasse). Stieg 2010 in die zweite Bundesliga auf und sorgte dort mit seinem Verein für Furore. Spielte lange um den Aufstieg mit, am Ende der Saison auf einem phantastischem fünften Platz. Wurde hier im Erzgebirge Kapitän der Mannschaft, die in den folgende Jahren erfolgreich gegen den Abstieg kämpfte. Machte in der 2.Liga 149 Spiele und erzielte dabei 8 Tore. Im DFB-Pokal brachte er es in den 7 Jahren auf 9 Einsätze.

 

Als Aue im Sommer 2015 allerdings doch den Gang in die Dritte Liga antreten musste und der neue Trainer Pavel Dotchev nicht mehr mit ihm plante, wechselte Rene zum Regionalligisten Carl Zeiß Jena. Mit dieser Truppe fügte er dem HSV im August 2015 beim 3:2 n.V. eine erneute Pokalblamage zu. Souveräner Halt. In den beiden Saisons stand er 65 mal in der Mannschaft (2 Treffer). Verpasste nur 3 Spiele wegen Sperren. Im DFB-Pokal war er 3 mal im Einsatz. Hielt die Abwehr auch in den beiden erfolgreichen Aufstiegsspielen  gegen Viktoria Köln zusammen.

 

Doch nach dem Aufstieg in Liga 3 beendete er im Sommer 2017 seine Laufbahn und begann seine neue Karriere als Trainer beim sächsischen Landesligisten FC Lößnitz.

 

BL-Saison Sp To
2004/2005
2005/2006
2006/2007
25
18
8
0
0
0
Europa Sp To
2005/2006-ui
2005/2006-ue
2006/2007-cl
6
5
2
0
0
0
DFB-Pokal Sp To
2005/2006
2006/2007
1
1
0
0
Liga-Pokal Sp To
2006/2007-li 1 0

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Josef Klos (12.09.1964)

Jugendspieler bei SC Friedrichsthal (sein Heimatort) und FC Kutzhof. Über den 1.FC Saarbrücken und Borussia Neunkirchen 1986 zum ASC Dudweiler. Von dort wurde der Abwehrspieler 1987 an die Elbe geholt, brachte es in 1 1/2 Jahren zu keinem Einsatz. Durfte aber im Europapokal der Pokalsieger 30 Minuten gegen Avenir Beggen mitspielen. Mitspieler waren u.a. Dittmar Jakobs, Thomas von Heesen, Uwe Bein und Bruno Labbadia.

 

Spielte ansonsten nach seiner Zeit beim HSV bei saarländischen Amateurvereinen wie SV St. Ingbert, Viktoria Hühnerfeld, FSV Saarwellingen oder der FSG Schiffweiler. Bei letztgenannten Verein war er auch seit Juli 2008 Trainer, nachdem er zuvor den Bezirksligisten FC Neuweiler gecoacht hatte. Wurde jedoch schon im November 2008 wieder entlassen. Im Herbst 2009 bei der 2. Mannschaft des SV Schnappach. (Hühnerfeld, Neuweiler und Schnappach sind alles Ortsteile von Sulzbach/Saar; Friedrichsthal grenzt direkt an)

 

In Marpingen im Saarland gibt es einen Supermarkt-Besitzer namens Josef Klos und in Friedrichsthal ein Versicherungsunternehmen dieses Namens?

 

BL-Saison Sp To
1987/1988
1988/1989
0
0
0
0
Europa Sp To
1987/1988-po 1 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Sven Kmetsch (13.08.1970)

Der Sachse aus Bautzen (BSG Motor Großdubrau und BSG Motor Bautzen) entschied sich gegen Eintracht Frankfurt und für den HSV. Galt als ausgesprochen starker Mittelfeldspieler, als "Kampfmaschine ." Spielte seit 1981 für Dynamo Dresden. Mit dem Nachwuchs wurde er 1988 Juniorenmeister der DDR. Mit diesem spielte er auch in der zweitklassigen DDR-Liga (10 Spiele, 1 Tor). Ab 1989 durfte er auch bei den Herren mitspielen, wo er unter Klaus Sammer zweimal DDR-Meister (1989 und 1990) und einmal DDR-Pokalsieger (1990) wurde. Von November 1989 bis März 1990 wurde er an TSG Meißen (7 Spiele) in der DDR-Liga "verliehen" und dann bis Juni an BSG Stahl Riesa (5 Spiele).

 

In der DDR-Oberliga wirkte er für Dresden zunächst in 9 Begegnungen mit (1 Treffer) und als diese nach der Wende als NOFV-Oberliga firmierte, war er 6 mal dabei (1 Tor). 2 Einsätze verbuchte er im FDGB-Pokal. Durch einen 2.Platz sicherte sich Dynamo die Qualifikation für die Bundesliga. Hier mauserte er sich zu einem gestandenen Bundesliga-Profi. 93 mal kam er zum Einsatz, erzielte dabei 6 Treffer, 10 mal war er im DFB-Pokal dabei (2 Tore) und 1 mal im Intertoto-Cup.

 

 Nachdem dem Verein 1995 die Lizenz verweigert wurde, kam er gemeinsam mit Uwe Jähnig an die Alster. Schaffte es beim HSV sofort, Stammspieler zu werden. Wurde von den Fans in der Spielzeit 1996/1997 zum "HSV-Spieler der Saison" gewählt. Agierte meist als ";Staubsauger"; vor der Abwehr, bestach durch seine Zweikampfstärke und Spielübersicht. 80 mal lief er für die Rothosen aufs Feld. In Hamburg bestritt er im Sommer 1997 sein erstes Länderspiel (gegen Armenien), dem aber nur ein weiteres folgte (Febr. 1998 gegen Oman).

 

"Kmetscher" wechselte zur Saison 1998/1999 zu Schalke 04. Hier wurde er zweimal hintereinander (2001 und 2002) DFB-Pokalsieger. 2001 wurde er mit den Knappen Vizemeister und stand 2002 im Finale des Ligapokals (gegen Hertha). Durch das dramatische Finale, als München erst in der Nachspielzeit durch einen Treffer in Hamburg vorbeizog, erwarb sich Schalke den Beinamen "Meister der Herzen ." Fiel im Sommer 2003 fünf Monate lang wegen zwei Knieoperationen aus. Beendete in der Saison 2004/2005 nach mehreren Verletzungen seine Karriere. Machte für Schalke 88 BL-Spiele und erzielte dabei 3 Tore. Im Pokal waren es 8 Partien und 1 Tor, 3 mal war er im Ligapokal aktiv. In Champions League und UEFA-Cup brachte er es auf 9 Einsätze und 1 Tor.

 

War seitdem Co-Trainer von der Schalke 04-Reserve. Im April 2008 war er kurzzeitig hauptverantwortlich für die Amateure. Auch im Mai 2009 sprang er kurz als "Chef" ein. Verließ den Verein im Januar 2010. Im November 2010 folgte er Benno Möhlmann als Co-Trainer zum Zweitligisten FC Ingolstadt 04. Als Möhlmann genau ein Jahr später entlassen wurde, musste auch Kmetsch gehen. Doch schon im Januar 2012 fanden die beiden eine neue Anstellung beim Ligakonkurrenten FSV Frankfurt.

 

Im Mai 2015 das gleiche Spiel. Er wurde zusammen mit Möhlmann "freigestellt ." Im Oktober folgte er Möhlmann zum TSV 1860 München. Im Sommer 2016 kehrte er wieder zur zweiten Mannschaft von Schalke, der U23, als Co-Trainer von Jürgen Luginger zurück.

 

Doch im Sommer 2017 war er wieder mit seinem "Chef" Möhlmann vereint, als Co-Trainer bei Preußen Münster in der Dritten Liga.

 

Insgesamt 261 Einsätze und 13 Tore für Dresden, Hamburg und Schalke in der ersten Bundesliga.

 

BL-Saison Sp To
1995/1996
1996/1997
1997/1998
26
32
22
0
4
0
Europa Sp To
1996/1997-ue
1997/1998-ui
6
4
0
0
DFB-Pokal Sp To
1995/1996
1996/1997
1997/1998
1
5
1
0
0
0

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Törles Knöll (13.09.1997)

In Frankfurt geboren und in hessischen Münster (bei Dieburg) aufgewachsen machte er seine ersten fußballerischen Schritte in der näheren Umgebung beim TV Semd und dem GSV Gundershausen. 2006 dann 20 km westlich zur Jugendabteilung von Darmstadt 98, wo er den Scouts von Eintracht Frankfurt auffiel, zu denen er 2010 wechselte. Schon hier zeigte er seine Torjägerqualitäten,wurde 2 mal Torschützenkönig. 2 Jahre später innerhalb Frankfurts zur U17 von FSV.

 

2013 zum FSV Mainz 05, gleich in der ersten Saison Meister der U17-Bundesliga Süd/Südwest. Erzielte in den nächsten beiden Jahren in 44 Partien 16 Treffer. Im Juli 2016 dann an die Alster zur Zweitigavertretung des HSV in die Regionalliga Nord. Startete furios und traf gleich im ersten Jahr in 32 Begegnungen famose 17 mal.

 

Das weckte auch das Interesse des deutschen U20-Nationaltrainers Streichsbier, der Törles zur U20-WM 2017 in Südkorea mitnahm, wo der HSV-Youngster in 3 Spielen auflief. Bis September 2017 war er 4 mal in der U20-Nationalelf.

 

Der HSV-Talent-Manager Marinus Bester schwärmte in der Hamburger Morgenpost: "Törles ist sehr lauf- und extrem willensstark, dazu kaltschnäuzig im Abschluss. Was mir besonders gefällt, ist, dass er immer zuerst an die Mannschaft denkt." Auch Trainer Gisdol war von den Qualitäten des Stürmers überzeugt, nahm ihn mit zum Training und ließ ihn in Testspielen sein Können zeigen.

 

In der Saison 2017/2018 traf er in den ersten 6 Partien 7 mal. Da dem HSV krankheitsbedingt die ganze Stammoffensive ausgefallen war, nahm ihn Gisdol am 15.09. gegen Hannover 96 mit in den Kader und wechselte ihn in der 73. Minute ein.

 

BL-Saison Sp To
2017/2018 1 0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Carsten Kober (11.10.1967)

Zehn Jahre zwischen 1987 und 1996 war der Bad Schwartauer (in der Jugend bei VfL Bad Schwartau) als Profi beim HSV, insgesamt 223 BL-Spiele und 1 Tor (gegen Dortmund im Februar 1989). Kam 1985 von der Jugend des VfB Lübeck zu den HSV-Junioren an die Alster. Galt schon hier als großartiger Spieler. 1986 bei den Amateuren. Ein Jahr später von Trainer Schock zu den Profis geholt. Zeitweise sicherlich einer der besten Manndecker in der Liga. Unerbittlich, wich seinen Gegenspielern keinen Millimeter von der Seite. Kompromissloser Einsatz, aber nie unfair. Auch sehr kopfballstark. Der "Master of Grätsche" hatte einen gleichnamigen Fanclub. Leider kam Carsten erst nach dem letzten Titel (DFB-Pokalsieger 1987), weswegen er aus seiner HSV-Zeit keine Trophäen zuhause stehen hat. Stand aber zumindest im Supercup-Endspiel 1987 gegen Bayern München. Und er wurde hier 7facher Junioren-Nationalspieler.

 

Wechselte 1996 zum Zweitligisten Hertha BSC. Verlor dort aufgrund von Verletzungen seinen Stammplatz. (20 Spiele, 1 Tor und 2 mal im Pokal). Stieg zwar in die Bundesliga auf, bekam dann aber keinen Vertrag. War ein halbes Jahr ohne Verein und wurde dann im Januar 1998 ablösefrei vom Regionalligisten VfL Osnabrück verpflichtet. Bestritt aber auch hier nur elf Spiele. War nie die erhoffte Verstärkung, hatte mit Hüftproblemen zu kämpfen und wurde im Januar 1999 von seinem ehemaligen Mentor Schock gekündigt. Klagte vor dem Arbeitsgericht gegen die Entlassung und kassierte eine kleine Abfindung.

 

Versuchte sich 2000/2001 als Manager des SC Norderstedt. War dann lange Zeit in der Marketingabteilung des Handballbundesligisten SG Bad Schwartau tätig, wo er schon lange Fan war. Trainierte zusätzlich seit circa 2013 die Alten Herren von Vorwärts-Wacker 04 Billstedt.

 

Der Hundeliebhaber beschäftigt sich in seiner Freizeit mit Aktien. Kandidierte Anfang 2011 erfolglos um die Mitgliedschaft im HSV-Aufsichtsrat. Leitet heute auch eine Versicherungsagentur (" Continentale") in Norderstedt und spielt in der HSV-Altliga.

 

BL-Saison Sp To
1987/1988
1988/1989
1989/1990
1990/1991
1991/1992
1992/1993
1993/1994
1994/1995
1995/1996
16
28
24
32
35
32
31
19
6
0
1
0
0
0
0
0
0
0
Europa Sp To
1987/1988-po
1989/1990-ue
1991/1992-ue
1994/1995-to
2
7
6
4
0
0
0
0
DFB-Pokal Sp To
1987/1988
1988/1989
1989/1990
1990/1991
1991/1992
1992/1993
1993/1994
1994/1995
1
3
1
3
1
2
3
2
0
0
0
0
0
0
0
1
Liga-Pokal Sp To
1987/1988-sc 1 0

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Michael Koch (26.06.1969)

Der Angreifer begann bei SV und Komet Blankenese, kam 1988 zu Altona 93 in die Oberliga Nord. Machte in 2 Jahren 66 Spiele, in denen ihm 25 Treffer gelangen. 1 mal war er im DFB-Pokal unterwegs. In der Saison 1990/1991 gehörte er am Rothenbaum zum Kader, wurde aber in keinem Spiel eingesetzt. Lediglich bei den HSV-Amateuren kam er auf 21 Partien (4 Tore). Er bezeichnete sein Engagement an der Alster später als "ein verschenktes Jahr."

 

Ging dann 1991 zu Hannover 96 für 2 Jahre in die 2. Bundesliga-Nord, hatte inklusive der Aufstiegsspiele für die eingleisige 2. Liga 31 Einsätze (7 Tore). Wurde hier 1992 sensationell DFB-Pokalsieger, war auch im Endspiel gegen Mönchengladbach dabei. In diesem Wettbewerb 6 Partien und 1 Tor. Im anschließenden Europapokal der Pokalsieger war in der 1. Rune nach 2 Spielen gegen den Titelverteidiger Werder Bremen Schluss. Michael erzielte auch im DFB-Supercup gegen den VfB Stuttgart den Ehrentreffer.

 

Im Anschluss ein Jahr bei den Stuttgarter Kickers, ebenfalls in der 2. Liga. Aber am Saisonende erfolgte der Abstieg (12 Spiele plus 1 Tor und 1 Partie im Pokal). 1994 zum VfB Lübeck in die Regionalliga Nord, wo der sofortige Aufstieg in die 2. Liga gelang. Jedoch 1997 nach 2 Jahren auch wieder der Abstieg. Blieb noch ein Jahr. In der 2. Liga 50 Begegnungen und 11 Tore, in der Regionalliga 63 Partien (24 Treffer) und im DFB-Pokal 3 Spiele.

 

1998 zum eben in die Oberliga NOFV-Nord aufgestiegenen FC Schönberg 95 in Mecklenburg. Kämpfte mehrmals um den Aufstieg in die Regionalliga. War auch bei der 0:6-Pleite im DFB-Pokal gegen den HSV dabei. Hatte hier seine beste Zeit, war unumstrittener Führungsspieler und Spielmacher. Im Pokal brachte er es insgesamt auf 5 Einsätze, Blieb bis 2004, hörte dann mit 35 Jahren auf. Erzielte in der Oberliga 23 Tore in imposanten 157 Begegnungen.

 

Ein Höhepunkt in der Kleinstadt Schönberg war sicher auch das DFB-Pokalspiel gegen Bayern München, wo in seiner Mannschaft mit Sven Witfot und Marko Riegel zwei weitere frühere HSV-Akteure standen. Hielt sich nach dem Karriereende bei den Alten Herrn des VfB Lübeck fit. Nahm mit dieser Riege seit einiger Zeit am "Deutschen Altherren Supercup Ü32" teil, den er 2013 gewann.

 

Lebt in Bad Schwartau und ist jetzt Spielerberater bei der ";T21+ Sports Management"; (früher ";IMG International Management Group), gemeinsam mit Jens Jeremies, Karl-Heinz Förster und Jürgen Milewski. Die Agentur hat über 70 zum Teil recht bekannte Bundesligaspieler wie Martin Hanik, Alexander Meier oder Gerald Asamoah unter Vertrag. Zieht ab und zu die Schuhe auch für die Traditionsmannschaft von Altona 93 an.

 

BL-Saison Sp To
1990/1991 0 0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Mats Köhlert (02.05.1998)

 Wieder mal ein "echter Hamburger Jung" in den HSV-Reihen. Mit sechs Jahren nahm Mats an einem Camp der HSV-Fußballschule teil. Er spielte dann aber zunächst in Alsterdorf beim SC Sperber und dann bei den Schülermannschaften von Eintracht Norderstedt und St. Pauli mit der Lederkugel, bevor er 2013 zum HSV zurück kam. Von Beginn an überzeugte der "Wusler" auf der linken Angriffsseite, glich seine kleine Statur (1,68 m) mit Beweglichkeit, Kampfgeist und technischer Qualität aus. Ab 2014 erzielte er für die U17 in 29 Partien 12 Treffer. Im Sommer 2015 rückte er in die U19 auf, wo er in 25 Spielen 4 Tore erzielte. Auch hier sofort Leistungsträger. Bruno Labbadia setzte ihn im September in einem Testspiel gegen Osnabrück ein, nachdem er auch schon vorher mit den Profis trainiert hatte.

 

Auch in den DFB-Nachwuchsteams erlebte er hier war dies ein ereignisreiches Jahr. Nach 8 Spielen (1 Tor) zuvor in der U16, absolvierte er für die U17 insgesamt 15 Spiele mit einem Tor. Er wurde mit dem Team im Mai 2015 Vize-Europameister und erreichte im Oktober 2010 bei der WM in Chile das Achtelfinale. 2016 kamen noch 3 Einsätze für die deutsche U18 dazu.

 

Da der HSV das wieselflinke und dribbelstarke Riesentalent langfristig binden wollte, wurde er Anfang 2016 mit einem bis 2019 gültigen Vertrag ausgestattet. "Mats vereinigt viele gute Eigenschaften und eine gute Physis. Er ist ein dribbelstarker Spieler, der auf dem Platz viel riskiert und niemals aufgibt", umschrieb der damalige Sportdirektor Knäbel die Stärken des Offensivspielers.

 

Sollte es mit seiner Fußballkarriere nicht klappen, könnte er sich auch wieder als Schauspieler versuchen. Nach kleineren Nebenrollen ("Fleisch ist mein Gemüse", 2008 und "Büttenwarder op platt",2009) spielte er 2011 an der Seite von Maria Furtwängler im ZDF-Zweiteiler "Schicksalsjahre" mit.

 

BL-Saison Sp To
2016/2017
2017/2018
0
0
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Thorsten Kohn (26.06.1966)

Der Berliner (Jugend von VfB Hermsdorf und SC Tegel und Spandauer BC) war ab 1988 Stammspieler in der HSV-Oberligamannschaft und stand auch 2 Jahre im Profiaufgebot. In der Bundesliga absolvierte "Icke" ein Spiel (45 Minuten in Bremen). Bei den Amateuren war er erfolgreicher, machte 64 Spiele und 2 Tore. Wechselte dann 1991 zum VfL Wolfsburg in die Oberliga (31 Partien, 1 Tor). Stieg mit dem Team sofort in die zweite Liga auf (23 Spiele). Hinzu kommen 6 Einsätze in der Aufstiegsrunde zur 2. BL und 2 Spiele im Pokal.

 

1993 in die Oberliga Nordost zum 1. FC Magdeburg (29 Partien, 8 Treffer). Von 1994 bis zum Winter 1999 trug er das Trikot von Eintracht Braunschweig. Aber obwohl die Eintracht mehrmals in der Spitze mitspielte, gelang der Aufstieg in die zweite Liga nicht. Mischte in 165 Regionalliga-Begegnungen mit, in denen er 5 Treffer erzielte.

 

Die Rückrunde der Saison 1999/2000 verbrachte er beim TuS Celle FC in der Regionalliga (14 Spiele). Anschließend spielender Cotrainer bei MTV Gifthorn. 2002 bei FSG Neindorf/Almke und das folgende Jahr bei TSV Sparrieshoop II.

 

Trainer der U14 beim VfL Wolfsburg, ab Sommer 2008 Co-Trainer bei den A-Junioren der "Wölfe." Zugleich Trainer der Alten Herren, stellvertretender Abteilungsleiter und 2. Vorsitzender beim TSV Sparrieshoop. Ab Januar 2017 unterstützte er Steffen Brauer bei der U17. Spielt auch in der Wolfsburger Traditionself. Hat beim Volkswagenwerk (Versicherung) seinen Arbeitsplatz.

 

BL-Saison Sp To
1989/1990
1990/1991
1
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Heinz-Josef Koitka (12.02.1952)

Der Ur-Wattenscheider stand beim HSV zweimal unter Vertrag: 1980 bis 1982 sowie 1987 bis 1990. Seit seiner Jugend (1965) bei Wattenscheid 09. 1971 zu den dortigen Amateuren und 1973 zur "Ersten." 14 Partien in der damals zweitklassigen Regionalliga West. Scheiterte in 8 Spielen in der Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga. In der 1974 neugeschaffenen 2. BL-Nord hütete er 36 mal das Tor. 3 mal war er im Pokal dabei, als die Mannschaft erst im Viertelfinale gegen den HSV scheiterte.

 

Im Mai 1976 Wechsel zum amtierenden Pokalsieger Eintracht Frankfurt. 91 mal stand er für die Hessen im Bundesliga-Tor. Verlor am Ende seinen Stammplatz an Jürgen Pahl. Im Pokal brachte er es auf 14 Einsätze, im UEFA-Cup mischte er in 8 Partien mit und im Intertoto-Cup in 4 Spielen. 1979 wurde er für ein Jahr an RW Lüdenscheid in die 2.Liga Nord verliehen. Stand hier 27 mal im Kasten.

 

Von dort engagierte ihn 1980 der HSV. Er hatte aber einen noch besseren Torhüter vor der Nase. Bei der Vizemeisterschaft 1981 hatte er noch 23 Einsätze. Im Pokal hütete er gegen Arminia Hannover das Tor.  Im Jahr darauf, als der HSV die Meisterschale gewann und den zweiten Platz im UEFA-Cup holte, kam er kein Mal zum Zuge, Uli Stein war einfach zu gut. Auch bei den UEFA-Cup-Finals gegen IFK Göteborg 1982 saß er nur auf der Ersatzbank. Den "Torwartkrieg" mit Stein beendete Trainer Happel mit Geldstrafen.

 

Wesentlich mehr Erfolg hatte er von 1982 bis 1984 in der neuen eingleisigen 2. Bundesliga bei Alemannia Aachen. Er erhielt in 70 Partien den Vorzug und war auch im Pokal 4 mal dabei. Kehrte dann zu seinem Stammverein Wattenscheid zurück. War in 3 Jahren in 98 Zweitliga-Spielen und 7 Pokalbegegnungen sicherer Rückhalt.

 

Doch noch einmal zog es ihn nach Hamburg. Im Oktober 1987 unterschrieb er zum zweiten mal. Aber erneut hatte er im Kampf mit seinen Rivalen das Nachsehen. Zunächst kämpfe er mit Mladen Pralija um die Vorherrschaft und bestritt 16 Partien. Wurde nach einem Platzverweis 8 Wochen gesperrt. Lachender Dritter war dann Richard Golz, weswegen Koitka zwischen 1988 und 1990 nur noch zu 12 Einsätzen kam. Im Pokal brachte er es auf 5 Spiele. Beendete dann 1990 die Karriere am Rothenbaum.

 

Blieb Wattenscheid 09 fast 9 Jahre als Co- und Torwart-Trainer und später als Trainer der Profis erhalten. Nur unterbrochen von einem kurzen Intermezzo als Co-Trainer bei Schalke 04 (Juni 1993 bis Oktober 1993). Nach der Beurlaubung in Gelsenkirchen klagte er über ihn zustehenden Prämien von 1500 D-Mark pro Punkt. Von 1998 bis 2007 war "Jupp" im Trainerstab des DFB, hauptsächlich als Torwarttrainer der U21, aber auch als Talentsichter. Für ihn sehr überraschend wurde der Vertrag im Sommer 2007 vom DFB gekündigt.

 

Sein Sohn Kai setzt die Tradition fort und war nach etlichen Umwegen ebenfalls wieder bei Wattenscheid 09 als Offensivspieler unter Vertrag. Es gibt auch eine DVD von Jupp Koitka: "Auf dem Sprung zur Nr.1 - Das 1x1 des Torwarttrainings."

 

Er war ein "harter Bursche", nach einem Zusammenprall mit Dieter Hoeneß lag er mit Risswunde an der Kinnlade am Boden, die in der Umkleidekabine genäht werden musste. Aber Koitka spielte weiter.

 

BL-Saison Sp To
1980/1981
1981/1982
1987/1988
1988/1989
1989/1990
23
0
16
12
0
0
0
0
0
0
Europa Sp To
1980/1981-ue 4 0
DFB-Pokal Sp To
1980/1981
1987/1988
1988/1989
1
3
2
0
0
0

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Vincent Kompany (10.04.1986)

Der belgische Innenverteidiger mit väterlichen Wurzeln in der Demokratischen Republik Kongo galt als eines der größten Talente Belgiens. Er bestach teilweise durch seine physische Stärke und gute Technik. Er spielte seit seiner Jugend (seit 1992) beim RSC Anderlecht und schaffte in der Saison 2002/2003 mit 17 Jahren den Sprung in die Stammelf der Profimannschaft und im folgenden Jahr in die Nationalmannschaft. Schon 2004 wurde er mit großem Vorsprung zum belgischen Fußballer des Jahres gewählt. Im gleichen Jahr sowie 2006 Belgischer Meister. In der Jupiler Pro League (damals noch "Eerste Klasse") hatte er 73 Einsätze und erzielte 5 Treffer. In der Champions League mischte er in 12 Partien mit (1 Tor), u. a. gegen Inter Mailand oder FC Chelsea und in der Qali hierzu stand er in 10 Spielen auf dem Feld.

 

Angeblich hatte Bayern München großes Interesse an ihm, holte dann aber seinen Landsmann Van Buyten vom HSV weg. Deshalb verpflichtete der Hamburger SV zur Saison 2006/2007 Vincent Kompany für circa 8 Millionen Euro als Nachfolger. Die teuerste Verpflichtung in der Vereinsgeschichte.

 

Leider konnte er im ersten Jahr seine Klasse nur in 6 Partien beweisen. Letztmals wurde er am 18.Oktober eingesetzt. Zuerst war es eine Adduktorenzerrung, dann eine entzündete Achillessehne, die einen operativen Eingriff notwendig machte. Auch im zweiten Jahr war er nicht ganz verletzungsfrei, spielte nur 6 Partien durch, wurde sonst ein- oder ausgewechselt. Im Sommer 2008 gab es einiges Hickhack, da er für Belgiens Olympiaauswahl in China spielen wollte, nach Gerichtsurteil jedoch nach Abschluss der Vorrunde wieder nach Hamburg zurück musste. Eine gegenseitige Vertrauensbasis war jedoch dadurch nicht mehr da. Sein "Abschiedsspiel" gab er am 15.08.08 in München, wo er beim 2:2 gegen Bayern München in der 52. Minute eingewechselt wurde. Dann trennten sich die Wege. Seine Bilanz in Hamburg: Neben lediglich 28 Partien in der Bundesliga und 4 Einsätzen im Pokal kam er international 16 mal zum Zug.

 

Im August 2008 erfolgte der Wechsel zu Manchester City. Trat dann aber leider verbal unsportlich nach ("Der HSV kann nicht mit großen Transfers umgehen. Hoffmann gehört zu den Leuten, die vom Finanziellen etwas verstehen, aber nicht vom Fußball. Der Verein hat seit 20 Jahren keinen Titel geholt."). Litt trotzdem noch mit "seinem" HSV, wie er im Herbst 2014 bekundete: "Klar verfolge ich das noch. Ich finde es schade, dass es momentan nicht klappt. Das Potenzial des HSV muss für die Top 5 reichen."

 

Auf der Insel reifte er zum Weltklassespieler. Er überzeugte so sehr, dass er zu Beginn der Serie 2011/2012 zum Kapitän bestimmt wurde. Mauserte sich zu einem der besten europäischen Innenverteidiger, holte Titel um Titel. Englischer Meister 2012 und 2014, Englischer Pokalsieger 2011, Englischer Ligapokalsieger 2014 und 2016 und Englischer Superpokalsieger 2013. Bis zum Ende der Saison 2016/2017 absolvierte er für die Engländer 231 Spiele in der Premier League (16 Tore), kam 19 mal im FA-Cup (Pokal), 9 mal im League Cup und 2 mal im Community Shield (Supercup) zum Einsatz. In der Champions League waren es 30 Begegnungen mit einem Tor und in Europa League/UEFA-Cup samt Quali 20 Spiele.

 

In der wiedererstarkten belgischen Nationalelf kam er bis August 2017 auf 75 Einsätze (4 Tore). Hier ebenfalls zum Kapitän gereift. Spielte auch 2014 in Brasilien eine gute WM. Bei der EM 2016, wo die Mannschaft als Geheimfavorit scheiterte, konnte er wegen einer Leistenverletzung nicht mitwirken.

 

Er mischt sich auch in die politischen Belange Belgiens ein und kämpft hier in erster Linie gegen die Rechtsradikalen. Er sieht sich als ";echten Belgier, der stolz ist, die Farben seines Landes vertreten zu dürfen, aber auch stolz, dadurch die Kongolesen zu repräsentieren."

 

BL-Saison Sp To
2006/2007
2007/2008
2008/2009
6
22
1
0
1
0
Europa Sp To
2006/2007-cl
2007/2008-ui
2007/2008-ue
5
2
9
0
1
1
DFB-Pokal Sp To
2007/2008 4 0
Liga-Pokal Sp To
2006/2007-li 2 1

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Filip Kostic (01.11.1992)

Mit 14 Millionen der bis dahin teuerste Transfer! Filip wurde in Kragujevac im Zentrum Serbiens geboren. In seiner Heimatstadt verdiente er sich auch beim FK Radnicki 1923 seine ersten Meriten, mit dem er 2010 von Srpska Liga in die zweitklassige Prva Liga aufstieg (30 Spiele, 2 Tore) und dann sofort in die SuperLiga durchmarschierte. Hier kam er zu weiteren 27 Einsätze, in denen ihm 3 Treffer gelangen. 2012 wechselte der flinke Offensivmann auf der linken Seite in die Niederlande zum FC Groningen. Neben 39 Begegnungen mit 9 Toren absolvierte er in 2 Jahren auch noch 23 Partien (8 Tore) bei der 2. Mannschaft von Groningen. Im Pokal brachte er es auf 3 Einsätze und 1 Tor und in der Europa League Qualifikation auf 8 Spiele und 2 Treffer.

 

2014 erhoffte er sich beim VfB Stuttgart den nächsten Karriereschritt. "Er ist ein junger, technisch versierter und vor allem auch torgefährlicher Spieler mit sehr guten Entwicklungsmöglichkeiten. Mit ihm werden wir noch variabler in der Offensive sein", freute sich Vorstand Fredi Bobic. Doch in den Anfangsmonaten schien er ein Transferflop zu werden. Unter Armin Veh nur auf der Bank, bei Huub Stevens nicht einmal mehr im Kader. Der HSV wollte ihn verpflichten, aber Stuttgart gab ihn noch nicht ab. Im September 2015 stoppte dann zunächst ein Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel. Aber dann blühte er auf. Mit sehenswerten Flankenläufen und Solodribblings war er gewiss schuldlos, dass die Schwaben am Saisonende abstiegen. 59 mal trug er das VfB-Trikot (8 Tore), im DFB-Pokal wurde er 4 mal berücksichtigt.

 

Wieder buhlte der HSV um ihn. Und Filip gab auch ein klares Bekenntnis ab, dass er unbedingt nach Hamburg wechseln wollte. Auch Bruno Labbadia wollte ihn: "Er hat wahnsinnige Power und Schnelligkeit, einen richtig guten linken Fuß. Er ist noch lange nicht am Ende, hat noch richtig viel Luft nach oben, aber trotzdem schon eine gewisse Erfahrung." Nach langem Geschacher und Pokern der Stuttgarter konnte er doch im Juli 2016 den Wechsel vollziehen und unterschrieb einen Fünf-Jahres-Vertrag. Mit 14 Millionen Ablöse war er der teuerste HSV-Einkauf. Beiersdorfer freute sich: "Er ist ein Spieler mit hohem Tempo in seinen Aktionen, der immer wieder die 1:1-Situationen sucht. Er hat seine Qualitäten in den letzten zwei Jahren unter Beweis gestellt. Filip besitzt zudem ein hohes Entwicklungspotenzial."

 

Die hohe Ablöse schien aber zunächst eine Bürde für ihn zu sein. Zu selten blitzte sein Können auf, zu selten sprintete er die Außenbahn entlang. Doch in der Rückrunde wurde es langsam besser, auch seine Flanken kamen besser an. Seinen wichtigsten Treffer sparte er sich aber bis zum Schlusspfiff auf - er erzielte im dramatischen Finish gegen Wolfsburg den so wichtigen Ausgleich.

 

Nachdem er die U19 (4 Spiele, 1 Tor) und die U21 (8 Partien, 2 Tore) Serbiens durchlaufen hatte, kam er 2015 auch bei der Nationalelf zum Einsatz. Bis Juli 2016 brachte er es auf 9 Begegnungen.

 

BL-Saison Sp To
2016/2017
2017/2018
31
30
4
5
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
2016/2017 3 0

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Marco Kostmann (12.04.1966)

Sein Vater war in der DDR ein bekannter Stürmer, war sogar mal Torschützenkönig. Der Rostocker kam 1994 vom 1. FC Saarbrücken zum HSV und hütete nur in der Amateurmannschaft das Tor. War hier der Stammkeeper und brachte es auf 99 Einsätze in der Regionalliga. Blieb 3 Jahre in Hamburg, davon ein Jahr im Profikader.

 

Der gelernte Schiffsbauschlosser begann in der Jugend bei Dynamo Rostock-Mitte und Dynamo Berlin, bei denen er von 1984 bis 1988 auch in der 2. Mannschaft spielte. 90 Partien in der DDR-Liga. War bei der Jugend-EM in Moskau mit Leuten wie Andreas Thom, Thomas Doll oder Olaf Marschall und Ulf Kirsten. 1988 ein Jahr in der Reserve von Hansa Rostock. Bis zur Neueinteilung der Ligen von 1989 bis 1991 bei Union Berlin. 36 Ligaeinsätze und 4 Partien im FDGB -Pokal.

 

Nachdem die Berliner in der Qualifikation für die Bundesliga scheiterten, kam Marco 1991 ins Saarland zum 1. FC Saarbrücken in die 2. Bundesliga Süd (6 Begegnungen). Es gelang der Aufstieg in die Bundesliga, wo er 7 mal im Tor stand. Aber auch der sofortige Abstieg in die neue eingleisige 2. Liga. Hier war er endlich der Stammtorhüter und kam auf 28 Einsätze.

 

Nach seinem Engagement für den HSV unterschrieb er 1997 beim Regionalligisten 1. SC Norderstedt einen Vertrag für 1 Jahr (33 Spiele in der Regionalliga. Dann bis zum Karriereende 2000 zum SC Paderborn 07 in die Regionalliga West. Stand hier abschließend noch einmal 36 mal im Tor.

 

Bereits im Oktober 1999 sprang er bei Paderborn für 9 Wochen als Trainer ein. Dann Jugendleiter beim FC St. Pauli und bei Hansa Rostock. Zeitweilig Coach von FC Union Tornesch, wo er auch wohnte. Von 2003 bis 2009 DFB-Stützpunktkoordinator (DFB U15) und Torwarttrainer im Jugendbereich, hauptsächlich in Schleswig-Holstein. Zusätzlich von 2007 bis 2009 auch noch Torwarttrainer der Elfenbeinküste, deren Coach zeitweilig Uli Stielike war.

 

Trainierte seit Juli 2009 die Profi-Torhüter von Hansa Rostock. Nach der Entlassung von Zachhuber von März bis Juni 2010 Chef in Rostock. Anschließend ein Jahr Torwarttrainer der deutschen U20. War von Sommer 2011 an bei Arminia Bielefeld für das gesamte Torwarttraining von den Profis über die Amateure und etliche Jugendmannschaften zuständig. Half hier auch als Interimstrainer (September bis November 2011) oder als Co-Trainer (November 2011 bis Februar 2014) aus.

 

Im Sommer 2015 war er nach 19 Jahren wieder in Hamburg zurück. War Tor-Trainer der U19 und sollte die Ausbildungskonzeption der Torhüter im gesamten Jugendbereich zusätzlich übernehmen. Nachdem sich der HSV im Nachwuchsbereich "neu aufstellen" wollte, musste Marco im Sommer 2017 gehen. Er fand aber nahtlos eine Anstellung als Torwarttrainer beim Zweitligisten Arminia Bielefeld.

 

Seine zentrale Botschaft ist: ";Ich bin für den Spieler da – nicht umgekehrt.";

 

BL-Saison Sp To
1995/1996 0 0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Michael Kostner (07.02.1969)

Der gebürtige Oberbayer (Jugend von Bayern München, Phönix Schleißheim und TSV Ludwigsfeld) kam 1986 zur A-Jugend von Eintracht Frankfurt und spielte anschließend 2 Jahre bei den Profis (14 Bundesliga-Einsätze). Der "Libero aus Leidenschaft" (Sport-Kurier) wurde mit der Eintracht 1988 Pokalsieger (stand in der Siegermannschaft) und erkämpfte in der folgenden Saison mühsam einen 16. Platz. Im DFB-Pokal war er 3 mal dabei und anschließend im Europapokal der Pokalsieger 2 mal.

 

Ging dann für 2 Jahre zum Lokalnachbarn Kickers Offenbach in die (damals drittklassige) Oberliga Hessen. Zu Beginn der Spielzeit 1991/1992 zum 1. FC Saarbrücken in die 2. Bundesliga Süd (16 Partien, 2 Treffer). In der Aufstiegsrunde (10 Einsätze, 2 Tore) wurde der 1. Platz und damit die Bundesliga, erkämpft. Er meinte rückblickend, im Saarland habe er seine schönste Zeit gehabt. Peter Neururer sagte als Saarbrücken-Trainer über seinen Lieblingsspieler: ";Er ist der beste Libero Deutschlands. 32 BL-Spiele und 5 Tore. Aber auch er konnte den sofortigen Abstieg nicht verhindern. Im Pokal trat er 3 mal mit Saarbrücken an. Musste dann aus finanziellen Gründen verkauft werden.

 

Der HSV griff zu und so kam er im Sommer 1993 nach Hamburg. Fiel mit einer Achillessehnen-Operation mehrere Monate aus. So blieb es bei 28 Einsätzen in der Bundesliga und 4 Partien im Pokal. Wenn er fit war, ließ er sein Können aufblitzen. Umsichtiger, technisch beschlagener Libero, der auch die Position des "Abfangjägers" und Antreibers im Mittelfeld spielen konnte und über viel Spielübersicht und ein gutes Auge für den freien Mitspieler verfügte.

 

"Balou" wechselte nach Ende der Spielzeit 1994/1995 wieder ins Saarland zum eben in die Regionalliga abgestiegenen FC Homburg (25 Spiele und 3 im Pokal). Feierte eine Saison später bei ex-Trainer Neururer ein Bundesliga-Comeback beim 1. FC Köln (31 Spiele, 3 Tore und 2 Partien im Pokal), stieg aber mit der Mannschaft 1998 wieder ab. Es war der erste Abstieg für Köln. Von 1998 bis zum Karriereende im Sommer 2000 bei Wacker Burghausen in der Regionalliga Süd. Machte hier seine letzten Profieinsätze (46) und Tore (3).

 

Hielt sich 2 Jahre als Platzwart (!) in Burghausen über Wasser. Trainierte dann bis zum Sommer 2006 die 2. Mannschaft von Wacker. In der Saison 2006/2007 leitete Kostner den ESV Freilassing als Trainer und "Standby-Spieler" und wurde Meister in der Bezirksliga Oberbayern Ost. Wechselte aber anschließend 2007 innerhalb der Liga in gleicher Funktion zum TSV Ampfing (zugleich Sportlicher Leiter). Da der Aufstieg nicht gelang, trat er im März 2012 zurück. Bei den drei letztgenannten Mannschaften half er auch immer wieder mal als Spieler aus. Im Sommer 2012 trat er seine erste Stelle als Cheftrainer an beim oberbayerischen Kreisligisten TSV Dorfen. Dort spielten bis 2016 auch seine beiden Söhne.

 

Im Juni 2008 wurde seine Wohnung vom Zoll wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit durchsucht. Er soll bei Freilassing Arbeitslosengeld und Trainergehalt gleichzeitig bezogen haben. Verdient sein Geld nach einer Umschulung zum Bürokaufmann als Autoverkäufer im bayerischen Waldkraiburg, wenige Kilometer von Ampfing entfernt, wo er auch wohnt.

 

BL-Saison Sp To
1993/1994
1994/1995
18
10
0
0
Europa Sp To
1994/1995-to 2 0
DFB-Pokal Sp To
1993/1994
1994/1995
3
1
0
0

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Niko Kovac (15.10.1971)

Niko Kovac ist im Berliner Bezirk Wedding geboren und aufgewachsen, seine Eltern stammen aus Livno im kroatischen Teil Bosniens. 1979 - 1988 bei der Jugend von Rapide Wedding (heute SV Nord Wedding), 1989 - 1991 Hertha 03 Zehlendorf. Erzielte in der Oberliga 7 Tore in 25 Begegnungen. (Christian Ziege spielte in der B-Jugend). 1991 Wechsel zur eben aus der Bundesliga abgestiegenen "großen" Hertha BSC. In den 5 Jahren versuchten die Berliner vergeblich den Wiederaufstieg. Der gelang erst im Jahr nach Nicos Abschied. Für die Hertha stand er in der 2. Bundesliga (einschließlich 2. Liga Nord und Aufstiegsspielen zur einklassigen 2. Liga) insgesamt 148 mal auf dem Platz, wobei er 15 Treffer erzielte.

 

Ab 1996 konnte er Bundesligaluft schnuppern. Bei Bayer Leverkusen kam er in 3 Jahren in 77 Spielen zum Einsatz (8 Tore). Er wurde 1997 sowie 1999 Deutscher Vizemeister, war 5 mal im Pokal (1 Tor) und 3 mal im Ligapokal dabei. Auch seine ersten internationalen Auftritte hatte er hier, spielte 5 mal in der Champions League, 2 mal in der Quali hierzu und 4 mal im UEFA-Pokal.

 

Aber da er bei Christoph Daum nur 12. Mann und Lückenbüßer war, kam es ihn entgegen, dass Frank Pagelsdorf ihn unbedingt wollte. Nico kam zu Beginn der Saison 1999/2000 zum HSV und schlug prächtig ein. Vor allem die enorme Torgefahr begeisterte. 12 Treffer erzielte er in 55 Partien. Er setzte aufgrund seines guten Spielverständnisses von seiner Position im defensiven Mittelfeld viele Impulse nach vorne. Sein Zweikampfverhalten, gute läuferische Fähigkeiten und die Aggressivität waren seine Stärke genauso wie seine Übersicht, das gutes Auge für die Mitspieler. War auch beim legendären 4:4 gegen Juventus Turin 2000 in der Champions League dabei. Bestritt in diesem Wettbewerb (samt Quali) 8 Spiele (1 Tor). Hinzu kamen weitere Begegnungen im UEFA-Cup (1), UI-Cup (6), DFB-Pokal (1) und Ligapokal (1).

 

 Kovac wurde in Hamburg auch zum gestandenen kroatischer Nationalspieler. Kam zwischen 1996 und 2008 auf 83 Einsätze und 14 Tore, war bei den Weltmeisterschaften 2002 und 2006 ebenso dabei wie bei den Europameisterschaften 2004 und 2008. War bis zu seinem Ende Kapitän der Kroaten.

 

Verließ den HSV nach der Saison 2000/2001, erlag den Wedeln mit den Geldscheinen und heuerte beim amtierenden Meister Bayern München an, wo er auch wieder auf seinen jüngeren Bruder Robert traf, mit dem er schon zuvor schon in Zehlendorf und Leverkusen kickte. Schaffte 2003 das Double aus Meisterschaft und Pokal. Insgesamt aber in 2 Jahren nur 34 Spiele und 3 Tore. War beim Gewinn des Weltpokals 2001 gegen Boca Juniors ebenso dabei wie im Finale des UEFA-Supercups gegen den FC Liverpool im gleichen Jahr. Bestritt neben 6 Spielen in der Champions League (1 Tor) weitere 2 im Ligapokal (jeweils gegen Hertha) und 7 im DFB-Pokal.

 

Da er am Ende seinen Stammplatz verlor, ging er im Sommer 2003 zurück zum Hauptstadtclub Hertha BSC, der sich zwischenzeitlich in der Bundesliga etabliert hatte. Kam hier in 3 Jahren zu 75 BL-Spielen (8 Tore). Erreichte einmal Platz 4 und einmal Platz 5. Zu 5 Einsätzen im UEFA-Pokal gesellten sich weitere 7 im DFB-Pokal und einer im Ligapokal.

 

2006 nach Österreich zu Red Bull Salzburg. Der Routinier wurde auch hier gleich Führungsspieler, Kapitän und 2 mal Meister (2007 und 2009). 9 Tore in 65 Partien in der höchsten Liga der Alpenrepublik. 7 mal in der Champions League Quali dabei, 5 mal im UEFA-Cup und 1 mal in der Quali dazu. Zum Schluss immer öfter auf der Ersatzbank. Ein im Training erlittener Meniskus-Einriss im rechten Knie zwang ihn endgültig, die Schuhe im Sommer 2009 an den Nagel zu hängen.

 

Blieb aber den Salzburgern erhalten, trainierte zunächst die U19 und ab April 2011 die Amateure von Red Bull. Im Juni 2012 fungierte er nach der Entlassung von Ricardo Moniz als Interimstrainer, nur um 3 Wochen später seine Papiere zu erhalten, da er nicht mehr "ins Anforderungsprofil passe." Im Mai 2012 sah er als Trainer die Rote Karte. Er hatte einem Fan einen Kopfstoß verpasst, da ihn dieser als ";Scheiß-Jugo"; tituliert hatte.

 

Im Januar 2013 erhielt er in seiner Heimat eine interessante Herausforderung. Er wurde neuer Trainer der kroatischen U21, assistiert von seinem Bruder Robert. Aber schon im Oktober des gleichen Jahres wurde er zum A-Nationaltrainer seines Landes berufen, wieder assistiert von seinem Bruder. Führte die kroatische Nationalelf zur WM 2014 nach Brasilien. Schied hier jedoch nach der Vorrunde aus. Da Kroatien beinahe die EM 2016 verpasst hätte, wurde er im September 2015 als Nationalcoach entlassen.

 

Im März 2016 wurde er als Retter von der mitten im Abstiegskampf steckenden Frankfurter Eintracht geholt. Er erreichte den nicht mehr für möglich gehaltenen 16. Platz, was zur Relegation berechtigte. Diese wurde dann gegen den 1. FC Nürnberg erfolgreich bestritten.

 

BL-Saison Sp To
1999/2000
2000/2001
30
25
8
4
Europa Sp To
1999/2000-ui
2000/2001-cl
2000/2001-ue
6
8
1
0
1
0
DFB-Pokal Sp To
1999/2000
2000/2001
1
1
0
0
Liga-Pokal Sp To
2000/2001-li 1 0

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Marijan Kovacevic (31.08.1973)

Stammt aus der HSV A-Jugend (vorher schon in der Jugend von Horner TV und Concordia Hamburg aktiv). Der in Hamburg geborene Kroate, der auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, galt als großes Talent und gehörte ab 1992 zu den Amateuren und ab 1993 zum Kader der Bundesliga- Mannschaft; wurde hier auch 4 mal für die U21 von Kroatien berufen. Spielte überwiegend in der Regionalliga- (20 Spiele, 1 Tor), bzw. Oberliga-Mannschaft (46 Partien mit 8 Toren). Aber auch 54 Einsätze (und 1 Tor gegen Eintracht Frankfurt) in der Bundesliga. 5 Begegnungen im UEFA-Cup, wo ihm gegen Spartak Moskau ein Treffer gelang.

 

Wechselte 1997 zum Aufsteiger VfL Wolfsburg. 45 Spiele, 7 Tore und 1 Treffer in 2 Pokalbegegnungen. 1999 zum MSV Duisburg (19 Spiele, 3 Tore), mit dem er abstieg und weitere eineinhalb Jahre in der 2. Liga kickte (33 Partien mit 2 Toren und 4 Begegnungen im Pokal). Dann begann eine wilde Wanderschaft. Zunächst hatte er im Januar 2002 ein Engagement in Bosnien bei FC Siroki Brijeg. Genau 1 Jahr später wechselte er in die zweite portugiesische Liga zu Uniao da Madeira (31 Einsätze, 1 Tor).

 

Wiederum ein Jahr später unterschrieb er beim Zweitligisten Jahn Regensburg, wo er in 7 Partien (und 1 Tor) den Abstieg auch nicht verhindern konnte. Er absolvierte noch 1 Begegnung in der Oberliga Bayern und heuerte im Juli wieder im Ausland an, diesmal in Österreich bei Admira Wacker Mödling (18 Einsätze, 2 Treffer). Aber auch hier hielt er es nur ein halbes Jahr aus und wechselte im Januar 2005 nach Zypern zu Enosis Paralimni (16 Begegnungen).

 

Über diese Umwege landete er schließlich im Sommer 2005 bei den Amateuren des VfB Stuttgart. War dort Kapitän und Führungsspieler. Kam in drei Jahren Regionalliga auf 84 Spiele und 4 Tore. Stieg 2008 in die neugegründete Dritte Liga auf, wo er nochmals 31 Partien absolvierte. Sprang im Oktober 2008 für 7 Minuten (beim 4:1 gegen Bremen) bei den Profis ein, als diese viele Verletzte hatten. Beendete im Sommer 2009 seien abwechslungsreiche Karriere.

 

Stieg dann ins Trainergeschäft ein, bleib den Schwaben erhalten. Coachte ab Sommer 2009 zwei Jahre die U15 des VfB Stuttgart und war dann als Chef-Scout für die Schwaben unterwegs. Sprang dann im April 2016 bei den Amateuren von 1860 München als Trainer ein, als dort Daniel Bierofka bei den Profis aushalf. Als dieser zurückkehrte, wechselte Marijan auf eigenen Wunsch zum SV Elversberg 07, wo er als Fußball-Lehrer für das Nachwuchsleistungszentrum verpflichtet wurde. Zudem trainierte er hier die U19.

 

BL-Saison Sp To
1993/1994
1994/1995
1995/1996
1996/1997
7
10
17
20
0
0
1
0
Europa Sp To
1994/1995-to
1996/1997-ue
2
5
0
1
DFB-Pokal Sp To
1993/1994
1996/1997
1
2
0
0

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Vladimir Kovacic (06.03.1950)

Jugoslawischer Torhüter, der ab 1967 fast 7 Jahre bei Dinamo Zagreb unter Vertrag stand, kam aber von Kemicar Zagreb. Stand aber eindeutig im Schatten von Rudi Kargus und kam nur zu sechs Spielen in drei Jahren (zwischen Ende 1974 und 1977). Wurde als Ersatzkeeper 1976 DFB-Pokalsieger und ein Jahr später Sieger im Europapokal der Pokalsieger. Wechselte anschließend zum Wuppertaler SV, der eben in die 2. BL-Nord abgestiegen war. War hier bedeutend erfolgreicher war und hütete in 3 Jahren als Stammspieler 94 mal das Tor. Nach dem Abstieg 1980 in die Oberliga West verlieren sich seine Spuren.

 

BL-Saison Sp To
1974/1975
1975/1976
1976/1977
1
0
5
0
0
0
Europa Sp To
  0 0
Liga-Pokal Sp To
1976/1977-sc (1) (0)

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