Alle Bundesligaspieler des HSV seit 1963

Ta - Vz

Tah Jonathan
Takahara Naohiro
Takyi Charles
Tavares Mickael
Tesche Robert
Theiß Klaus
Thoelke Bjarne
Töfting Stig
Töre Gökhan
Torun Tunay
Trejgis Marek
Trochowski Piotr
Ujfalusi Tomas
Uysal Soner
Vagnoman Josha
van Buyten Daniel
van der Vaart Rafael
van Drongelen Rick
van Nistelrooy Ruud
Vogel Thomas
Vogler Claus
Volkert Georg
Volkert Walter
von Heesen Thomas

 

 

Jonathan Tah (11.02.1996)

Obwohl der 1,92 Meter große Hüne im Pass zusätzlich auch die Elfenbeinküste aufweist, ist er waschechter Hamburger. Der robuste und technisch versierte Rechtsfuß begann als 4jähriger bei Altona 93, bevor er mit 13 Jahren 2009 (nacdh einem  1monatigen Abstecher zu Concordia) in die Jugendabteilung des Hamburger SV wechselte. Entdeckt wurde er von seiner ehemaligen Kindergärtnerin. Christiane Harms, Schwester des HSV-Jugendtrainers Sebastian Harms,erkannte schon damals eine außergewöhnliche Beweglichkeit und Körperbeherrschung beim jungen Jonathan.

 

Im Sommer 2012 wechselte er ins U19-Team. Nebenbei baute er im Heidberg-Gymnasium sein Abitur. Er entwickelte sich in allen Jugendmannschaften zum Stammspieler und galt als eines der größten Talente Deutschlands. Sein ehemaliger Trainer Otto Addo schwärmte von ihm: "Jonathan ist wirklich ein besonderer Spieler und für sein Alter sehr weit. Er verfügt über ein gutes Aufbauspiel, ein gutes Zweikampfverhalten und ein gutes Kopfballspiel. Er hat alles, was ein Verteidiger braucht." Bereits als B-Jugendlicher war Tah ein Leistungsträger der A-Jugend.

 

Erstligisten aus Deutschland, Spanien oder England wurden auf ihn aufmerksam. Deshalb verlängerte der HSV bereits im Januar 2013 seinen Vertrag bis 2016 und ließ ihn öfters bei den Profis mittrainieren. Auch  Sportchef  Frank Arnesen war voll des Lobes: "Jonathan ist in seiner Altersklasse das größte Abwehrtalent Deutschlands. Ich bin sehr froh, dass wir mit ihm verlängern konnten." Er sollte in den nächsten Jahren beim HSV zum Führungsspieler reifen.

 

Auch Tah selbst hatte bisher nie ernsthaft über einen Vereinswechsel nachgedacht. Als er im Juni 2013 in den Profikader aufstieg, meinte er noch: "Ich komme aus Hamburg, mir gefällt es hier. Meine Familie und Freunde sind hier. Es hätte keinen Sinn gemacht, woanders hinzugehen." Neben seinen fußballerischen Fähigkeiten wirkte er für sein Alter ungemein bodenständig und realistisch. Als er im August im Pokalspiel gegen Schott Jena eingewechselt wurde er mit 17 Jahren, 5 Monaten und 22 Tagen der jüngste jemals eingesetzte Profi des Hamburger SV.

 

In der grottenschlechten Vorrunde war er noch einer der besseren Defensivspieler, stach etliche arrivierte Kollegen aus. Doch dann verlor er - auch infolge Verletzungen - seinen Stammplatz. Deshalb trug er nur 16 mal das HSV-Trikot in der Bundesliga, war 4 mal im Pokal dabei und lief 8 mal in der Regionalliga bei der Zweiten auf. Da es für ihn auch in der Folge- Saison keine Einsatzgarantie gab, wurde er Ende August 2014 wegen der Spielpraxis an Fortuna Düsseldorf verliehen. Dort einer der Besten, reifte zum unumstrittenen Stammspieler. Verpasste seit der Ausleihe keine Minute (insgesamt 23 Spiele).

 

Neben der Schnelligkeit, dem Spielaufbau und dem sicheren Passspiel lagen seine Stärken auch in seiner starken Physis. Seine Leistung fielen auch den Verantwortlichen von Bayer Leverkusen auf. Ihrem wedeln mit den großen Euroscheinen und der Aussicht auf die Champions League konnte Tah nicht widerstehen und bat um die Auflösung seines Vertrags. Nach Son, Calhanoglu und Öztunali der vierte hoffnungsvolle Nachwuchsspieler in drei Jahren, den sich die Werksmannschaft angelte. Immerhin spülte er im Sommer 2015 noch ca. 10 Millionen (inklusive Zuschläge) in die klamme HSV-Kasse.

 

Auch hier von Beginn an unangefochten in der Innenverteidigung gesetzt. Stand in seinem ersten Jahr 29 mal in der Bundesliga auf dem Platz, davon 28 mal über die volle Distanz. Am Ende sprang Platz 3 heraus. In der Champions League samt Quali schied er nach 8 Partien u. a. gegen AS Rom und den FC Barcelona aus. Je 4 Einsätze hatte er im DFB-Pokal und in der Europa League. Noch mehr Einsätze verhinderten eine Lebensmittelvergiftung sowie eine Muskelverhärtung.

 

In den nächsten beiden Jahren kamen 47 Begegnungen in der Bundesliga (1 Tor), 7 im Pokal und 5 Partien in der Champions League dazu.

 

Auch in der deutschen U-17-Nationalmannschaft war Tah bereits Führungsspieler und Kapitän (13 Spiele, 1 Tor). Er spielte außerdem fünf Mal für die U16-Auswahl. Die Karriere ging in der U19 nahtlos weiter, auch hier sofort Kapitän (9 Partien, 1 Tor). Bei der EM in Russland schied er mit der Juniorenauswahl schon nach der Vorrunde aus. 2015 kam er dann in der deutschen U21 an (5 Spiele).

 

Und dann ging esrasend schnell. Im März 2016 lief er beim 2:3 gegen England erstmals für die A- Nationalmannschaft auf. Und im Juni fuhr er als Nachrücker für Antonio Rüdiger mit zur EM in Frankreich, wo er allerdings nicht zum Zug kam. Aber anschließend trug er in diesem Jahr noch zweimal das DFB-Trikot. Eine Adduktorenverletzung verhinderte die Teilnahme am Confed-Cup 2017 in Russland ebenso wie die EM der U21 in Polen im gleichen Sommer. Für die WM 2018 stand er im erweiterten Kader, wurde dann jedoch für das endgültige Aufgebot gestrichen.

 

BL-Saison Sp To
2013/2014
2014/2015
16
0
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
2013/2014 4 0

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Naohiro Takahara (04.06.1979)

Die Schulmannschaften hießen Tokai dai-chi Junior Highschool oder Shimizu Highschool. Der japanische Nationalspieler, der auch schon im Herbst 2001 für ein halbes Jahr bei den Boca Juniors Buenos Aires (1 Tor in 6 Spielen) erste internationale Luft schnupperte, war in seiner Heimat ein Star.

 

Mit Júbilo Iwata wurde er 1999 und 2002 japanischer Meister, gewann 1999 die AFC Champions-League, wurde 2002 mit 26 Treffern Torschützenkönig und 2002 Fußballer des Jahres der J1 League. In dieser Liga erzielte er in der ersten Perioden von Januar 1998 bis Sommer 2001 stattliche 32 Treffer in 78 Matches für Iwata. Noch besser war seine Quote in der zweiten Periode von Januar bis Dezember 2002. Hier waren es unglaubliche 26 Tore in 27 Partien. Wurde mit Japan Asienmeister 2000 und 2004.

 

Als der HSV den japanischen Star zur Winterpause 2002/2003 für 200.000 Euro verpflichtete, brach in Japan eine Hysterie aus. Zu jedem Spiel in Deutschland begleiteten ihn Dutzende von japanischen Fernsehteams und Journalisten. Dabei konnte der Stürmer eigentlich nie vollständig überzeugen, vielmehr machte er sich einen Namen als "Chancentod." Zwischendurch blitzte aber immer wieder mal seine Kopfballstärke und Schnelligkeit auf. Mit seiner intelligenten Spielweise bereitetet der Japaner auch einige Treffer für seine Mannschaftskameraden vor.

 

War Publikumsliebling, musste sich aber zeitweise in der Regionalliga (2 Tore in 3 Spielen) bewähren. Er wurde immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen wie im Mai 2004, wo ihn eine Lungenembolie zu schaffen machte. Wegen einer Lungenerkrankung musste er auch bei der WM im eigenen Land passen. Seine bislang beste Saison mit 7 Treffern erlebte er 2004/2005. 2005 auch Sieger im UI-Cup (gegen Valencia) und 2003 Ligacup-Sieger gegen Dortmund.

 

Neben 97 Spielen mit 13 Toren in der Bundesliga machte er im Pokal 6 Partien (2 Tore) und im Liga-Cup 3 Spiele (1 Tor). Torlos blieb er sowohl im UEFA-Cup (9 Partien) wie auch im UI-Cup (4 Einsätze).  Bei der WM 2006 in Deutschland war er einer der besten Japaner.

 

Wechselte im Juli 2006 zur Frankfurter Eintracht, wo er anfangs wieder zu seiner alten Klasse zurückfand und in 30 Ligaspielen 11 Tore erzielte. Nachdem er aber in der nächsten Saison nur 8mal, meist als Einwechselspieler eingesetzt wurde und nur 1 Treffer erzielte, brach er die Zelte in Europa ab und ging im Januar 2008 in seine Heimat zu Urawa Red Diamonds zurück. In der Bundesliga hatte der "Sushi-Bomber" 135 Einsätze und schoss 25 Tore.

 

Für Urawa machte er 4 Spiele in der AFC Champions League (1 Tor),  erzielte in der J1 League 10 Treffer in 63 Begegnungen und hatte im Pokal 12 Einsätze (4 Tore). Im Sommer 2010 für ein kurzes Intermezzo zu Suwon Samsung Bluewings nach Südkorea. 12 Partien und 4 Tore in der K League und 1 Begegnung in der AFC Champions League.

 

Bereits ein halbes Jahr später zurück in die Heimat zu Shimizu S-Pulse, dem Lokalrivalen von Júbilo Iwata, seinem erstem Verein. Blieb 2 Jahre. Hatte in dieser Zeit 46 Einsätze mit 9 Treffern in der J1 League, war 3 mal im Liga- und 4 mal im japanischen Pokal (1 Tor) dabei. Nachdem er dort keinen neuen Vertrag erhielt, schloss er sich im Januar 2013 dem japanischen Zweitligisten Tokyo Verdy an (41 Matches, 11 Treffer). Von dort im April 2014 an den SC Sagamihara aus der 3. Liga ausgeliehen und im Januar 2015 von diesen fest verpflichtet  (54 Spiele, 11 Tore). Ein Jahr später das dortige Engagement beendet.

 

Der "Sushi-Bomber" gründete anschließend Anfang 2016 eine Fußballschule und seinen eigenen Verein, den Okinawa Sport Verein (das "SV" hat er von Hamburg übernommen). Fungierte hier als Stürmer und zeitgleich als Trainer und Präsident.  Der Verein sollte in der 6. Liga antreten, wenn es genügend Spieler gab. Denn die ersten Tage war er der einzige Akteur. Aber rasch sammelte er genügend Akteure um sich, so dass er das Experiment starten konnte: Wurde sofort in der ersten Spielrunde Meister.

 

In der Nationalelf erzielte er zwischen 2000 und 2008 in 57 Begegnungen stolze 23 Treffer.

 

BL-Saison Sp To
2002/2003
2003/2004
2004/2005
2005/2006
16
29
31
21
3
2
7
1
Europa Sp To
2003/2004-ue
2004/2005-ui
2005/2006-ui
2005/2006-ue
2
1
3
7
0
0
0
0
DFB-Pokal Sp To
2003/2004
2004/2005
2005/2006
3
1
2
1
0
1
Liga-Pokal Sp To
2003/2004-li 3 1

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Charles Takyi (12.11.1984)

In Accra in Ghana geboren, besitzt aber die deutsche Staatsangehörigkeit. Begann 1992 in der Jugend von Tennis Borussia Berlin. 1999 mit nur 15 Jahren in den Ruhrpott zur Jugend des FC Schalke 04, mit denen er den A-Jugend-Pokal gewann und den Amateuren 3 Tore in  21 Regionalligaspielen erzielte. Beim Training blieb er mit einem Finger an einem Zaun hängen und riss ihn ab. Der Versuch, ihn wieder anzunähen, war vergeblich.

 

"Sir Charles" kam 2004 mit viel Vorschusslorbeeren an die Alster zum Nachwuchsteam und erhielt ein Jahr später einen Profivertrag. Konnte die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Spielte lediglich 14 Minuten im UEFA-Cup gegen Stavanger, 21 Minuten im UI-Cup gegen Prilep und 18 Minuten in der BL gegen Hertha BSC. Wurde nur bei den Amateuren, da allerdings erfolgreich (54 Spiele, 1 Tor), eingesetzt.

 

Wechselte 9im Sommer 2006 zum Lokalrivalen St. Pauli in de Regionalliga Nord (28 Partien, 7 Treffer) und war maßgeblich an deren Aufstieg 2007 in die Zweite Liga beteiligt. Hier erzielte Takyi in 29 Begegnungen 7 Tore. 2 mal war er im Pokal dabei. Im Sommer 2008 verloren die Hanseaten das Rennen um ihn gegen den Ligakonkurrenten SpVgg Greuther Fürth. Hier traf er mit Kirstein und Haas auf alte Bekannte aus Hamburger Zeiten. Wuchs hier rasch zu einem ganz wichtigen Spieler heran. 29 Spiele mit 3 Toren und 1 Einsatz im DFB-Pokal. Spielte lange in der Spitzengruppe mit.

 

Wechselte überraschend nach nur einem Jahr im Sommer 2009 für 400.000 Euro wieder zu St. Pauli zurück. Wurde dort als Heilsbringer oder Messias gefeiert. Maßgeblich als neuer Spielmacher in 35 Partien mit 8 Toren daran beteiligt, dass die Mannschaft den Aufstieg in die Bundesliga schaffte. Musste aber schon nach nur einem Jahr und nach 24 Begegnungen und 4 Toren mit seinem Verein wieder den bitteren Weg in die Zweitklassigkeit antreten. Hier kam er nur noch auf 6 Partien, musste zwischendurch 5 mal bei der Zweiten in der Regionalliga ran. Im Pokal hatte er 3 Berufungen (1 Tor).

 

Nachdem sein Vertrag im Sommer 2012 nicht verlängert wurde, musste er sich arbeitslos melden. Eine schon sicher scheinende Verpflichtung im Oktober 2012 bei Energie Cottbus scheiterte überraschend an "unterschiedlich finanziellen Vorstellungen." Erst im Februar 2013 fand er in Dänemark mit dem AC Horsens einen neuen Verein. War in 11 Begegnungen in der Alka Superligaen dabei (2 Treffer) und hatte Einsätze im dänischen Pokal (1 Tor).

 

Nach dem Abstieg der Dänen klappte es dann doch noch im Sommer 2013 mit Energie Cottbus, die ihn jetzt unter Vertrag nahmen. 21 Zweitligaspiele mit 2 Toren konnten den Abstieg der Lausitzer im Sommer 2014 in die Dritte Liga auch nicht verhindern, Charles war in Cottbus auch in 2 Spielen im Pokal und l1 Spiel bei den Amateuren in der NOFV-Oberliga Süd dabei.

 

Versuchte sich ab dem Juli 2014 gemeinsam mit Boubacar Sanogo bei Dibba Al-Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emirate. Aber schon im Oktober war das Wüstenabenteuer beendet. Ende Januar 2015 ging er in seine Heimatstadt zurück und unterschrieb beim Regionalligisten Viktoria 1889 Berlin. Den Ausschlag gab der Trainer Mario Block, der ihn schon bei Tennis Borussia unter seinen Fittichen hatte. Aber nach nur 6 Einsätzen war Schluss, er riss sich das Kreuzband und konnte erst im Januar des nächsten Jahres wieder mit der Mannschaft trainieren.

 

Im Sommer 2016 wechselte er zum KFC Uerdingen 05, der das Jahr zuvor wieder mal in die fünftklassige Oberliga Niederrhein durchgereicht worden war. Aber auch hier verhinderte eine Adduktorenverletzung vom August 2016 erstmals für 5 Monate seinen Einsatz. Kämpfte sich zurück, war 7 mal dabei und schaffte mit Uerdingen die Rückkehr in die Regionalliga. Im April hatte er für kleine Schlagzeilen gesorgt, als er schon vor seiner Einwechslung wegen Beleidigung des Schiedsrichter-Assistenten die Rote Karte erhielt (4 Spiele Sperre).

 

Die Uerdinger marschierten durch, wurden Meister und stiegen, nachdem sie in der Relegation Waldhof Mannheim bezwungen hatten, in die Dritte Liga auf. Takyi trug dazu allerdings wenig bei. Lediglich 26 Minuten gegen Alemannia Aachen stand er auf dem Platz. Es erfolgte die Trennung.

 

Spielte mehrfach in diversen deutschen Jugendnationalmannschaften (insgesamt 10 Partien mit 3 Toren). Doch sein erstes Länderspiel im "A-Team" machte Charles Kwame Takyi im November 2011 für Ghana. Zwischenzeitlich (Stand: Ende 2016) hat er 4 Länderspiele auf dem Buckel. Durfte 2011 am Afrika-Cup teilnehmen.

 

Besitzt mit "Sir Charles" ein eigenes Modelabel. Sein jüngerer Cousin Stephan Boachie kickte u.a. in der Regionalligamannschaft von Hannover 96, bei Rot-Weiß Oberhausen oder bei etlichen Berliner Vereinen.

 

BL-Saison Sp To
2005/2006 1 0
Europa Sp To
2005/2006-ui
2005/2006-ue
1
1
1
0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Mickael Tavares (26.10.1982)

Mickael Zidro Tavares wurde wegen der Verletztenmisere im Januar 2009 als Ergänzungsspieler zum HSV geholt. Der Mittelfeld-Abräumer hatte bis dahin schon eine Odyssee durch niederklassige Mannschaften hinter sich. Geboren wurde er in Villeneuve-Saint-Georges in Frankreich, die Eltern kommen aber aus dem Senegal (sein Vater Tony Tavares war dort Nationalspieler). Da er Großeltern aus Kap Verden (Inselstaat vor der Westküste Afrikas) hat, entschied er sich für die kapverdische Staatsangehörigkeit.

 

"Mickey" kickte ab 1987 für die Jugend von FC Epinay-sur-Seine und US Créteil-Lusitanos, dann dort bei den Amateuren. Dann 2 Jahre nach Portugal zum Zweitligisten FC Alverca ohne einen Einsatz für die Profis. Im Sommer 2002 wieder zurück nach Frankreich zum Fünftligisten SC Abbeville Football, dann 2003 für 2 Jahre zu den Amateuren des FC Nantes (49 Spiele, 2 Treffer). 2005 ging der Mittelfeldspieler zum FC Tours in die dritte Liga und konnte mit diesem ein Jahr später in die 2. Liga aufsteigen. Kam hier in den beiden Jahren insgesamt auf 27 Begegnungen und 4Tore.

 

Hier wurden unter anderem die Scouts von Slavia Prag auf ihn aufmerksam und holten ihn im Sommer 2007 in die tschechische Hauptstadt. Er wurde an der Moldau rasch der Liebling der Fans, spielte plötzlich in der Champions League (5 Partien plus 6 in der Quali) und im UEFA-Cup (6 Einsätze). Wurde mit seinem Team 2008 tschechischer Meister (beim erneuten Titelgewinn 2009 war er nicht mehr dabei).

 

Auch der HSV wurde im UEFA-Cup auf ihn aufmerksam, als der HSV im Dezember 2008 in Prag gastierte. Schon 1 Monat später im Januar 2009 wechselte er nach Hamburg. Gute Zweikampfwerte in der Defensive und sein gutes Kopfballspiel waren seine Stärke. War zwar bei Martin Jol kein Stammspieler, wurde aber in 12 Partien eingesetzt. Aber in der neuen Saison wurde er vom neuen  Coach Bruno Labbadia nur 3mal kurz eingewechselt.

 

Wurde deshalb im Januar 2010 an den abstiegsgefährdeten 1. FC Nürnberg ausgeliehen (gemeinsam mit Choupo-Moting), um regelmäßig Einsätze zu bekommen (11 Spiele und 1 Tor). Im Sommer 2010 zurück, wurde im August postwendend für ein Jahr an den FC Middlesbrough verliehen. Hier lediglich 13 Partien . Im Juni 2011 zurück. Der HSV hätte ihn gern abgegeben, doch es fand sich kein Interessant. Deshalb blieb er im Kader, trainierte aber mit der 2. Mannschaft, machte dort lediglich nur 1 Spiel.

 

Nachdem sich ein Wechsel im Sommer 2012 zu Chernomorets Burgas zerschlagen hatte, erlöste der FC Fulham im Oktober Hamburg von seinen Sorgen und verpflichtete Tavares. Dort traf er mit Mladen Petric und Trainer Jol auf zwei bekannte Gesichter. Wurde jedoch nur viermal in der Reserve-Elf eingesetzt. 3 Monate später ab Januar 2013 vertragslos.

 

Machte zwar im März 2013 bei Energie Cottbus ein Probetraining, wurde aber im August vom RKC Waalwijk aus der niederländischen Eredivisie verpflichtet. Neben 7 Spielen in der Liga wurde er auch 1 mal im Pokal und 2 mal in der Reserve berücksichtigt. Schon im August 2014 ein neuer Verein, wieder mal in Tschechien: Mladá Boleslav. Doch auch diese Liaison hielt nur 5 Monate. 1 Tor in 13 Partien der 1. Liga.

 

Der australische Club Sydney FC (wo auch schon Pierre Littbarski mal Trainer war) war im Januar 2015 sein dreizehnter Verein im siebten Land. Wurde hier 2015 Vizemeister (34 Einsätze und 1 Tor) und spielte 3 mal in der AFC Champions League (die asiatische Version). Wechselte im Juli 2016 innerhalb des Landes nach Gosford zu den Central Coast Mariners. Hier die ersten 8 Partien Stammspieler, stand dann nicht mehr im Kader. Im Sommer 2017 trennten sich die Wege.

 

Nach einem halben Jahr Pause fand er in Frankreich in der 5. Liga (National 3 Group L) bei US Sénart-Moissy einen Unterschlupf.

 

Im Juni 2008 sollte er auch sein erstes Länderspiel für das Team der Kap Verden machen, wurde jedoch nicht eingesetzt. Entschied sich dann, künftig für Senegal aufzulaufen und spielte 9mal zwischen 2009 und 2011. (Stand: April 2017).

 

BL-Saison Sp To
2008/2009
2009/2010
2011/2012
12
3
0
0
0
0
Europa Sp To
2009/2010-el 4 0
DFB-Pokal Sp To
2008/2009 1 0

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Robert Tesche (27.05.1987)

Der Allrounder spielte bevorzugt im Mittelfeld, konnte aber genauso im Angriff oder der Defensive eingesetzt werden. Robert wurde in Wismar geboren, zog aber im Alter von 6 Jahren mit seiner Familie nach Löhne-Mennighüffen nördlich von Bielefeld um. 1993 begann er als Schüler beim VfL Mennighüffen. Wechselte 2001 zur Jugend von Arminia Bielefeld, stieg dort im Sommer 2006 zu den Amateuren auf (30 Spiele und 6 Tore in der Oberliga Westfalen).

 

Im März 2007 machte er gegen Borussia Dortmund sein erstes Spiel bei den Profis. War dann die nächsten 2 Jahre Stammspieler im Team, konnte aber trotz guter Leistungen den Abstieg 2009 auch nicht verhindern. Kam hier zu seinen ersten 48 Bundesligaeinsätzen (3 Tore). 4 Spiele im Pokal.

 

Dankbar griff Robert daher das Angebot des HSV im Sommer 2009 auf, er wollte hier "den nächsten Schritt" machen. Er kostete 1 Million Ablöse. Trainer Bruno Labbadia hielt viel von ihm, forderte aber auch noch mehr Selbstbewusstsein. Kam aber zunächst nicht über die Rolle eines Ergänzungsspielers und Jokers hinaus. Seine Bilanz fiel in der Winterpause eher durchwachsen aus. Zwar 16mal eingesetzt, kam aber lediglich auf 1540 Minuten, dabei spielte er nur dreimal über 90 Minuten. International lief es etwas besser, er wirkte in 12 Partien mit (einschließlich der Quali). Wurde auch im verlorenen Halbfinal-Rückspiel der Europa League gegen den FC Fulham berücksichtigt.

 

In der Saison 2011/2012 rückte er näher an die Stammelf heran, unter anderem auch, weil ihm der neue Trainer Thorsten Fink das Vertrauen schenkte. Doch auch da konnte er nicht restlos überzeugen, fand sich öfter auf der Tribüne. In 2 Jahren 34 (meist) Teileinsätzen, die sich oft auf 1 Minute beschränkten, er erzielte dabei 2 Treffer. Im Pokal kam er während seines ersten HSV-Engagements auf 6 Begegnungen und 2 mal lief er für die Amateure in der Regionalliga auf. Angeblich wollte ihn  im Herbst 2012 der türkische Erstligist Kasimpasa aus Istanbul verpflichten, was sich aber nicht bestätigte.

 

Nach 4 Kurzeinsätzen mit zusammen 81 Minuten in der Vorrunde der Saison 2012/2013 wurde er in der Winterpause innerhalb der Liga zu Fortuna Düsseldorf ausgeliehen. Die Mannschaft stieg zum Saisonende aber ab. Er kam aber hier zu weiteren 14 BL-Spielen. Zurück zum HSV, der ihn eigentlich verkaufen wollte, aber keinen Abnehmer fand. Er trainierte und spielte mit der Zweiten in der Regionalliga (10 Spiele, 2 Tore), bevor ihm der neue Trainer Slomka, bedingt durch eine Unmenge kranker Spieler, im März 2014 gegen Frankfurt zum Comeback verhalf. Gehörte plötzlich wieder zum erweiterten Kreis und kam zu 9 weiteren Berufungen. Verhinderte auch mit in den beiden Relegationsspielen gegen die SpVgg Greuther Fürth einen möglichen Abstieg.

 

Aber dann war das Kapitel Hamburg nach 5 Jahren endgültig abgeschlossen. Im Mai 2014 gemeinsam mit Tomas Rincon verabschiedet. Im August 2014 folgte er Michael Mancienne zum Zweitligisten Nottingham Forrest auf die Insel. Vorerst 22 Partien und 2 Tore in der Championship, 2 Einsätze im Ligapokal und 1 im FA-Cup. Nottingham verlieh ihn im März 2015 an den Ligakonkurrenten Birmingham City. War in 3 Monaten in 12 Ligaspielen dabei (2 Tore) weshalb ihn Birmingham behalten wollte.

 

Doch Nottingham beharrte auf die Rückkehr. Ein Mittelfußbruch beim ersten Spiel in der neuen Saison führte zu 3 Monaten Pause, so dass es in diesem Spieljahr nur zu 24 Partien mit 1 Tor in der Liga und 1 Einsatz im FA-Cup reichte. Im Sommer 2016 wechselte er (diesmal ablösefrei) doch wieder nach Birmingham, wo er gegen den Abstieg in die  3.Liga kämpfte. 24 Einsätze in der "Championship" und 1 Spiel mit 1 Tor im EFL-Cup.

 

Im August war er (vorerst) wieder in Deutschland zurück. Der Zweitligist VfL Bochum lieh ihn bis Saisonende aus. Am Anfang 3 Spiele, dann fand er bei Trainer Atalan keine Berücksichtigung mehr. Erst dessen Nachfolger Rasiejewsiki und dann vor allem Dutt setzen auf ihn. Und er zahlte es ihnen mit Leistung zurück. War im Abstiegskampf ruhiger Führungsspieler und mit verantwortlich, dass am Ende noch Rang 6 heraussprang. 18 Zweitligaspiele.

 

BL-Saison Sp To
2009/2010
2010/2011
2011/2012
2012/2013
2013/2014
2014-Rel
2014/2015
16
11
23
4
9
2
0
2
0
2
0
0
0
0
Europa Sp To
2009/2010-el 12 2
DFB-Pokal Sp To
2009/2010
2010/2011
2011/2012
2
1
3
0
0
0

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Klaus Theiß (09.07.1963)

Von seinem Stammverein VfL Nagold (50 Kilometer südwestlich von Stuttgart) wechselte er 1978 zur Jugend des TuS Ergenzingen (wo ein paar Jahre später auch Jürgen Klopp kickte). Feierte bei Turnieren  etliche Erfolge. Wurde hier 20facher Jugend- Nationalspieler und  1981 Junioren-Europameister gegen Polen. Zählte zu den größten Fußballtalenten.

 

Dann recht erfolgreich von 1981 bis 1985 beim Karlsruher SC, mit dem er 1983 aus der 1. Liga ab- und als Zweitligameister gleich darauf wieder aufstieg. Doch am Saisonende der erneute Absturz eine Liga tiefer. 87 BL-Spiele und 3 Tore, alle 38 Zweitligapartien mit 5 Treffern sowie 10 Einsätze im Pokal.

 

Anschließend ab dem Juli 1985 zwei Jahre bei Eintracht Frankfurt, erhielt hier 2 Berufungen für die deutsche U21-Auswahl. Durch einen Bänderriss im September 1996 fiel er in der zweiten Saison für die Hessen fast ein halbes Jahr aus. Deshalb reichte es für ihn nur zu  42 BL-Partien mit 9 Toren und 2 Einsätzen im DFB-Pokal.

 

Im Sommer 1987 scheiterte ein vom Verein bereits als perfekt vermeldeter Blitztransfer zum FC Schalke 04   an der Finanzierung, weshalb er zunächst ohne Verein war. Im November wurde er dann im Tausch mit Uli Stein an den Rothenbaum geholt. In Hamburg wurde er jedoch kein einziges Mal eingesetzt, da der neue Trainer Reimann nicht mit ihm plante. Lediglich im Pokal streifte er einmal gegen die Amateure von Werder Bremen das Trikot über.

 

Frustriert verließ er den Verein im Sommer 1999 nach nur einem dreiviertel Jahr zum eben in die Zweite Liga aufgestiegenen Viktoria Aschaffenburg. Kam hier auf 36 Spiele und 1 Tor. Am Saisonende stand aber auch hier der Abstieg ins Amateurlager. 1989 zum Aufsteiger FC Homburg. Nochmals 17 BL-Spiele und 2 Tore (plus 1 Begegnung im DFB-Pokal). Doch auch diesmal der sofortige Abstieg. Blieb noch ein halbes Jahr (17 Spiele, 1 Tor) in der zweiten Liga bei den Saarländern.

 

Im Winter 1990 zu Tennis Borussia. Nach einem halben Jahr in der Oberliga Berlin und 2 weiteren Saisons in der Oberliga Nordost gelang 1993 der Aufstieg in de 2. Bundesliga. Klaus war in allen 4 Aufstiegsspielen im Einsatz.  Konnte da dann aber wegen einer langen Verletztenmisere nur bei 3 Spielen mitwirken. Musste 1994 seine Karriere als Sportinvalide beenden.

 

Theiß hatte in seinen 14 Jahren als Profi sieben Operationen zu verkraften, weshalb er öfters monatelang ausfiel. Er war ein Libero der "klassischen Art". Zu Unrecht haftete ihn der Ruf des "ewigen Verlierers" an, da er neben Karlsruhe auch mit Aschaffenburg und Homburg abgestiegen war.

 

Hielt später im Team von "Kindersportpur" Trainings-Camps für Jugendliche ab. Hat in der Nähe von Hanau ein Reisebüro ("Global Tours GmbH" in Erlensee).

 

BL-Saison Sp To
1987/1988 0 0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
1987/1988 1 0

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Bjarne Thoelke (11.04.1992)

Der Abwehrrecke (1,91 m) wuchs auf einem Bauernhof im ländlichen Wahrenholz nördlich von Gifhorn auf. Er war erblich vorbelastet, denn sowohl seine Mutter wie auch seine beiden Schwestern spielten neben Handball und Volleyball auch Fußball. In Wahrenholz machte er beim VfL auch seine ersten Gehversuche als Fußballer, wechselte aber schon 2005 als 12jähriger 30 km südlich zur Jugend des VfL Wolfsburg.

 

Dort wurde er 2011 mit den A-Junioren, bei denen er seit 2009 spielte, Deutscher Meister. Nebenbei wirkte er seit 2010 auch schon parallel bei der Zweiten mit, wo er es in 2 Jahren in der Regionalliga auf 2 Tore  und 32 Einsätze brachte. Der Nachwuchschef der Niedersachsen hieß Jens Todt. Cheftrainer Felix Magath zog ihn nach dem Titelgewinn zu den Profis hoch und ließ in 6 mal in der Bundesliga spielen. Mehr Einsätze verhinderte auch ein Bruch des Kahnbeines im Fuß, als ihn zuhause ein Pferd trat.

 

In der VW-Stadt wurde Thoelke auch Nationalspieler. Nach 3 Einsätzen in der U18 und U19 war er 2011 und 2012 jeweils in einem Spiel der deutschen U20-Nationalef dabei.

 

Bjarne wurde im Sommer 2012 für 2 Jahre zum Zweitligisten Dynamo Dresden ausgeliehen, um Spielpraxis zusammen. Es wurden aber lediglich, auch wegen diverser Krankheitsausfälle, lediglich 5 Partien (und 1 Begegnung im Pokal). 3 mal musste er bei der Zweiten in der NOFV-Oberliga Süd ran. Enttäuscht wurde die Leihe schon nach der ersten Saison wieder beendet.

 

Beim letzten Spiel für die Sachsen im Mai 2013 zog er sich einen Bänderrisses im Sprunggelenk zu, der ihn bis Oktober 2014 außer Gefecht setzte. Erst dann konnte er für die "Wölfe" weitere 19 Begegnungen (mit 2 Toren) in der Regionalliga bestreiten. 2015 holte ihn sein Mentor Jens Todt zum eben in der Relegation am HSV gescheiterten Karlsruher SC. Bei den Badenern konnte sich Thoelke jedoch nicht durchsetzen, war als Abwehrchef mit verantwortlich, dass der Verein 2017 in die Dritte Liga abstieg. Wurde zeitweise (11 Spiele, 2 Tore) nur bei den Amateuren in Oberliga eingesetzt. Bei den Profis kam er auf insgesamt 33 Einsätze mit 1 Treffer sowie 1 Partie im Pokal.

 

Jens Todt, inzwischen Sportchef beim HSV, holte seinen Schützling im Sommer 2017 als "Innenverteidiger Nummer 4" nach Hamburg. Die Verantwortlichen sahen in ihm einen kompromisslosen, kopfballstarken Kämpfer, der am Mann sehr aggressiv war. Doch schon während der Sommervorbereitung vom Verletzungspech verfolgt. Ein Innenbandriss im Knie kostete ihm 2 ½ Monate. Kaum genesen, setzte ihn ein Syndesmosebandanriss weitere 3 Monate außer Gefecht. Er kämpfte sich nach längerer Zeit zurück, doch es reichte nicht für einen Einsatz in der Bundesliga.

 

Der Trainingsrückstand war zu groß. Dafür kam er in dieser Saison auf 5 Einsätze (1 Tor) für die zweite Mannschaft des HSV in der Regionalliga Nord und zeigte dort zuletzt starke Leistungen. Für den durch den Abstieg nötigen Neuaufbau plante Trainer Titz nicht mehr mit ihm. Bjarne unterschrieb im Sommer 2018 beim österreichischen Bundesligisten Admira Wacker Mödling.

 

BL-Saison Sp To
2017/2018 0 0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Stig Töfting (14.08.1969)

Der Däne war in seiner Heimat bei Aarhus GF seit 1989 zum Stammspieler im Verein und der Nationalelf gereift, hatte 1992 mit dem Team den Pokal gewonnen und war anschließend in 4 Partien im Europapokal der Pokalsieger auch international unterwegs.

 

Zu Beginn der Saison 1993 zum HSV, wo er es allerdings zunächst nur auf 5 (Kurz-)Einsätze brachte, auch wegen einer Knieverletzung. Im März 1994 an den Odense BK ausgeliehen. Im Sommer zwar in Hamburg zurück, aber durchsetzen konnte er sich auch jetzt nicht. Kam lediglich in 4 Begegnungen des Intertoto-Cups und im Pokal gegen den SC Großrosseln zum Zug.

 

Deshalb im Oktober 1994 erneut in seine Heimat verliehen, diesmal zu seinem Stammverein aus Aarhus. Nach der Rückkehr im Januar 1995 nach Hamburg reichte es auch nur zu 3 Einwechslungen mit insgesamt 82 Minuten Spielzeit. Im April 1995 wurde er endgültig an Aarhus abgegeben. Gewann erneut den dänischen Pokal. Mit Aarhus spielte er in 2 Jahren auch im UI-Cup (4 Partien) und 2 mal im Europokal der Pokalsieger wieder international.

 

Im Sommer 1997 wurde er von dort erneut innerhalb der Liga an Odense ausgeliehen. In der Winterpause 1997/1998 kehrte er dann in die Bundesliga zurück - allerdings zum MSV Duisburg. Hier etablierte er sich rasch, kam auf 69 BL-Partien mit 4 Toren. Im Pokal (insgesamt 5 Einsätze) erreichte er 1998 das Finale gegen Bayern München. Er war auch im Ligapokal 1998 gegen Bayer Leverkusen und in 2 Begegnungen im Europapokal der Pokalsieger dabei.

 

 Nach dem Abstieg der Duisburger im Juli 2000 wagte der "Pitbull", nach einem erneuten einmonatigen Abstecher im April 2000 zu Aarhus, den zweiten Anlauf beim HSV - und diesmal hatte er mehr Erfolg. 1 1/2 Spielzeiten lang gehörte das bullige Kraftpaket zu den absoluten Leistungsträgern. Gab nie auf, rannte immer die 90 Minuten bis zum Umfallen. Wurde auch im September 2000 beim legendären 4:4 gegen Juventus Turin in der 27.Minute eingewechselt. Wurde zum Publikumsliebling der HSV-Fans. 48 Spiele in der Bundesliga (2 Tore), 3 im DFB-Pokal und 1 im Ligapokal. 7 Begegnungen in der Champions League und 2 im UEFA-Cup.

 

Im Februar 2002 erfolgte der Wechsel auf die britische Insel zu den Bolton Wanderers. Kam aber auch hier in eineinhalb Jahren nur zu 14 Einsätzen, machte 2 Spiele im FA-Cup und 1 im League-Cup. Für seine eher rustikale Spielweise erhielt er den Spitznamen "Rasenmäher." Wurde im Februar 2003 entlassen, da er eine 4monatige Haftstrafe wegen einer Kneipenschlägerei antreten musste.  Fand dann im Sommer für ein halbes Jahr mit Tianjin Kangshifu in China einen neuen Brötchengeber

 

Im Winter 2003 zurück in die Heimat zu Aarhus GF. 29 Einsätze in der Super League und 4 Treffer. In der Winterpause der Saison 2004/2005 dort entlassen, weil er sich wieder mal prügelte. Ging im Januar 2005 nach Schweden zum Erstliga-Aufsteiger BK Häcken, wo er bis Dezember des Jahres  23 Begegnungen in der Allsvenskan mit 3 Treffern hatte.

 

Wechselte dann endgültig nach Dänemark zurück und unterschrieb im Januar 2006 beim Zweitligisten Randers FC. Steig mit dem Club sofort auf (20 Spiele in der Superliga) und wurde zum dritten Mal dänischer Pokalsieger. Wurde auch im UEFA-Cup gegen Fenerbace Istanbul letztmals international eingesetzt. Ende 2007 beendete er seine schillernde Karriere.

 

Bei diesem Club arbeitete er bis zum Sommer 2009 als Co-Trainer unter John Jensen. Wechselte dann als TV-Kommentator zum dänischen Sender "Canal 9." Vom April 2010 bis zum Saisonende arbeitete er als Co-Trainer bei Aarhus GF. Stieg im Sommer ab. Blieb noch ein Jahr. Nebenbei baute er seine Energie als Boxer bei Showkämpfen ab. Seit 2010 auch als Experte beim Sender "TV3 Sport." Mischte auch bei den HSV-Altstars mit.

 

Kam für die dänischen Nationalelf auf insgesamt 41 Spiele, war bei den Weltmeisterschaften 1998 (wo das Team erst im Viertelfinale gegen Brasilien ausschied) und 2002 ebenso dabei wie 1996 und 2000 bei den Europameisterschaften .

 

Teilweise als Schläger verrufen, der mit den Hells Angels befreundet war und wegen Körperverletzung an einem Restaurantbesitzer 2002 vier Monate im Gefängnis saß, nachdem er 1999, ebenfalls nach einer Schlägerei mit einem Passanten, noch mit Bewährung davongekommen war. Anderen Berichten zufolge musste er etliche Schicksalsschläge einstecken. Sein Vater soll erst seine Mutter und dann sich selbst getötet haben, als Stig erst 13 war. 2003 starb sein erst 4 Wochen altes Kind, zu dem Zeitpunkt, als er das Urteil wegen der Schlägerei anfechten wollte.

 

Rückblickend meinte er: "Der HSV war der wichtigste Klub meines Lebens. Ich habe vielleicht keine großen Spiele geliefert, aber ich konnte meist abrufen, was der Trainer von mir verlangte."

 

BL-Saison Sp To
1993/1994
1994/1995
2000/2001
2001/2002
5
3
28
20
0
0
2
0
Europa Sp To
1994/1995-to
2000/2001-cl
2000/2001-ue
4
7
2
0
0
0
DFB-Pokal Sp To
1994/1995
2000/2001
2001/2002
1
1
2
0
0
0
Liga-Pokal Sp To
2000/2001-li 1 0

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Gökhan Töre (20.01.1992)

Mit 8 Jahren wechselte der gebürtige Kölner von Adler Dellbrück zur Jugend von Bayer Leverkusen und durchlief dort erfolgreich alle Jugendmannschaften. Viele Vereine wurden auf ihn aufmerksam (u.a. auch Bayern München), doch er wechselte Anfang 2009 auf die Insel zum FC Chelsea. Nachdem er dort mit der U19 den FA-Cup gewann, stieg er 2010 in die Reserve auf, wo er der meisteingesetzte Spieler war. Wurde hier Sieger der Premier League Reservemannschaften.

 

Erzielte in insgesamt 22  Begegnungen 3 Treffer. Als Frank Arnesen im Sommer 2011 neuer Sportchef beim HSV wurde, brachte er Töre neben drei anderen Spielern mit an die Elbe.

 

Der quirlige Rohdiamant galt schon in frühen Jahren als eines der größten Talente. Beeindruckend war neben seiner Schnelligkeit und Spritzigkeit vor allem seine Technik. Spielend umdribbelte der beidfüßig gleichstarke Gökhan seine Gegner und schlug dann präzise Flanken. Seine Stärke war auf dem linken wie auch auf dem rechten Flügel, er konnte aber genauso hinter den Spitzen eingesetzt werden. Hinderlich war das Auge für den Mitspieler und seine teilweise doch egoistische Spielweise.

 

Auch das "arbeiten nach hinten", die Defensivarbeit war verbesserungsfähig. Eigentlich war er für die U23 vorgesehen, empfahl sich aber sofort für die erste Mannschaft. Innerhalb weniger Wochen spielte er sich in die Herzen der Fans und wurde Publikumsliebling. Wenn er mit dem Ball durch die gegnerischen Reihen dribbelte, ging ein Raunen durchs Stadion. Die "HSV-Live" schwärmte: "Kurze Ballannahme, Übergang in eine leicht gebückte Haltung, das Gewicht nach vorn verlagert, den Ball fixiert und ab die Post!"

 

Durch einen Meniskuseinriss zu Beginn der Rückrunde 2011/2012 verlor er seinen Stammplatz und wurde nur noch selten eingesetzt. Deshalb wurden es lediglich 22 Matches in der Bundesliga und 2 im Pokal. Auch ein Meniskuseinriss verhinderte mehr Einsätze

 

Da der HSV Geld für neue Spieler brauchte, wurde er für 6 Millionen Euro an den russischen Erstligisten Rubin Kasan verkauft. Die Hälfte des Erlöses stand allerdings seinem Ex-Verein Chelsea zu. Kam aber in Russland überhaupt nicht zurecht, kam nur zu 5 Kurzeinsätzen und wurde Im Juli 2013 ins Land seiner Eltern zum Traditionsclub Besiktas Istanbul ausgeliehen.

 

Im August 2014 wurde er vom türkischen Verein fest verpflichtet. Entwickelte sich schnell zum Liebling der Fans. Nach 2 dritten Plätzen wurde er mit Besiktas 2016 an der Seite von Mario Gomez türkischer Meister.

 

12 mal traf er in 82 Partien der Süper Lig, 10 mal stand er im türkischen Pokal auf dem Platz (2 Tore). 2 mal wurde er in der Champions League-Quali berücksichtigt und 17 Spiele (5 Tore) machte er in der Europa League.

 

Anschließend ging er im Sommer 2016 zum zweiten Mal auf die Insel. Diesmal wurde er allerdings an West Ham United verliehen, die auch eine Kaufoption hatten. Im Oktober zog er sich eine Knieverletzung zu, die operiert werden musste. Deshalb konnte er nicht mehr als 5 Spiele in der Premier League für die Londoner absolvieren. Im FA-Cup war er 1 mal und in der Europa League-Quali 2 mal dabei. Wegen seiner großen Verletzung wurde er schon im Winter wieder aussortiert und kehrte im Sommer 2017 zu Meister Besiktas zurück.

Auch hier setzte ihn eine Knieverletzung (Knorpelschsden an beiden Knien), die er sich ihn der Vorbereitung zuzpg, bis Januar außer Gefecht. Fand auch dann wegen seines Trainingsrückstandes keine Berücksichtigung. Erst am letzten Spieltag mischte er die letzten 8 Minuten mit.

 

Da seine Eltern aus Samsun am Schwarzen Meer stammen, hat er neben der deutschen auch die türkische Staatsbürgerschaft. Von der U15 bis zur U21 war er in allen türkischen Nachwuchsteams dabei, erreichte mit der U17 das Halbfinale bei der U17-EM. Am 11.08.2011 wurde er beim Testspiel gegen Estland erstmals auch bei der A-Nationalelf der Türkei eingesetzt. Zwischenzeitlich (August 2017) machte er 26 Spiele für sein Land. War auch in den Qualifikationsspielen zur WM 2014 und den Europameisterschaften 2012 und 2016 dabei, jedoch nie bei einem großen Turnier.

 

Hat im Team einen hohen Stellenwert. Angeblich soll er im September 2013 nach einem Länderspiel im Hotel seine Kollegen Calhanoglu und Toprak mit einer Knarre bedroht haben, weswegen die beiden sich weigerten, mit ihm in einem Team zu spielen. Aber wahrscheinlich stimmte die Geschichte nicht. Wurde deshalb kurz vor der EM 2016 in Frankreich aus dem Aufgebot gestrichen.

 

Im April 2014 wurde er in einer Diskothek in Istanbul als Unbeteiligter angeschossen und an der Schulter leicht verletzt.

 

BL-Saison Sp To
2011/2012 22 0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
2011/2012 2 0

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Tunay Torun (21.04.1990)

Tunay ist ein echter "Hamburger Jung" mit türkischer Abstammung, aufgewachsen auf St. Pauli und 2000 Umzug nach Wandsbek. Erlernte das Fußballhandwerk beim FC St. Pauli, im Alter von 16 Jahren wechselte er zur HSV-Jugend. Im November 2007 unterzeichnete Torun als 17jähriger einen Profi-Vertrag, wurde aber zunächst weiter im Regionalliga-Team eingesetzt. Hier war er allerdings ein Stammspieler. Erzielte in der Regionalliga in 47 Spielen 15 Tore.

 

Sein erstes Bundesliga-Spiel bestritt der Stürmer am 23. August 2008, als er gegen den Karlsruher SC in der 89. Minute eingewechselt wurde. Auch im UEFA-Cup durfte er kurz internationale Luft wittern, stürmte aber auch immer noch bei den Amateuren in der Regionalliga Nord. Martin Jol war von ihm überzeugt, lobte seinen Ehrgeiz, die gute Spielübersicht und den ständigen Drang zum Tor. Galt als eines der größten Hamburger Talente. Mit dem Team stand er im Frühjahr 2009 im Halbfinale des DFB-Pokals und im UEFA-Cup, wo jedes Mal Bremen die Endstation war.

 

Als dem HSV im Herbst 2009 auf fast schon dramatische Weise nach und nach alle die ganzen Angreifer durch Verletzungen ausfielen, war er plötzlich etatmäßiger Stürmer und Hoffnungsträger. Und er machte seine Sache sehr gut! In der Bundesliga genauso wie in der Europa League. Aber im April 2010 erwischte es auch ihn schlimm: Kreuzbandriss und Pause bis Oktober 2010. Konnte deshalb auch in den (verlorenen) Halbfinals der (neu geschaffenen) Europa League nicht mitwirken.

 

Am 27.11.2010 machte er sein erstes Spiel (gegen den VfB Stuttgart) nach der Genesung, doch schon im nächsten Spiel in Freiburg wurde er ausgewechselt. Es reichte nur noch zu drei weiteren Teileinsätzen. Trotzdem kann sich seine Bilanz beim HSV sehen lassen. 27 kickte er in der Bundesliga und erzielte dabei 2 Tore. 4 Partien machte er im UEFA-Cup und 8 in der Europa League (plus Quali).

 

Um mehr Einsatzzeiten zu bekommen, wechselte er im nächsten Sommer zum Aufsteiger Hertha BSC. Kam hier auf 20 Spiele und 4 Tore. Einmal kam er auch bei der verlorenen Relegation gegen Fortuna Düsseldorf zum Einsatz. 2 Einsätze hatte er im Pokal und 2 mal lief er für die Amateure auf (1 Tor).

 

 Nach dem Abstieg holte ihn sein Ex-Trainer Labbadia im Sommer 2012 zum VfB Stuttgart. Vizepokalsieger 2013 (gegen Bayern München). Konnte sich aber auch hier, auch bedingt durch diverse Verletzungen, nicht durchsetzen (9 BL-Spiele und 1 Tor, 7 mal Europa League und 1 Partie und 1 Tor im DFB-Pokal) und unterschrieb im Januar 2014 bei Kasimpasa Istanbul in der türkischen Süper Lig.

 

Als  Labbadia 2015 wieder Trainer in Hamburg wurde, äußerte Torun mehrfach, dass er davon träume, wieder zum HSV zurückzukehren. Bei Kasimpasa wurde 2016 der vom HSV verliehene Batuhan Altintas sein Teamkollege. In 2 1/2 Jahren brachte er es in der türkischen Eliteliga auf 103 Einsätze mit 13 Treffern und im Pokal auf 5 Partien. Im Sommer 2017 wechselte er zum Vizemeister und Vizepokalsieger Medipol Basaksehir. Durchwachsenes Fazit mit lediglich 11 Einsätzen. 6 mal in der Liga, je 2 mal im Pokal und in der Europa League und 1 mal in der Champions League Quali.

 

Im August 2018 innerhalb der Liga an Bursaspor verliehen.

 

Er besitzt neben der türkischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft, lehnte jedoch eine Einladung zu einem Länderspiel der deutschen U18-Nationalmannschaft ab. Für die Türkei bestritt er 42 Länderspiele (mit 21 Toren) für die U15 bis U19 und dann auch 5 Spiele für die U21. In der türkischen Nationalelf kam er zwischen 2011 und 2012 auf 9 Einsätze. Wurde auch 3mal in den WM-Qualifikationsspielen eingesetzt. In einem Spiel der türkischen U23 gegen die U21 der Slowakei erzielte er 2014 drei Treffer.

 

Seine große Schwester Esra spielte für die HSV-Bundesliga-Frauen.

 

BL-Saison Sp To
2007/2008
2008/2009
2009/2010
2010/2011
0
3
19
5
0
0
2
0
Europa Sp To
2008/2009-ue
2009/2010-el
4
8
0
0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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tunay torun (04.03.1975)

Der gebürtige Pole (spielte bei Betnekitni Stargard Szczecinski) war nach der Übersiedlung nach Hamburg zunächst bei Polonia Hamburg und wechselte 1993 zu Bergedorf 85. 1994 kam er zu den Amateuren des HSV. Machte dort als Torjäger auf sich aufmerksam. 21 Tore in 111 Regionalligaspielen. Erhielt 1997 einen Profivertrag. Erster Bundesliga-Einsatz im November, als er beim Duisburg eingewechselt wurde. Aber der Durchbruch gelang ihm nicht. Waren es im ersten Jahr zumindest noch 10 Kurzeinsätze (210 Minuten), so durfte er in der nächsten Saison lediglich 18 Minuten gegen Bayern München aufs Feld. Im Pokal durfte er 45 Minuten in Oberhausen mitwirken.

 

Wechselte nach der Saison 1998/1999 zum Lokalrivalen FC St. Pauli in die zweite Liga. In 2 Jahren gelang ihm in 26 Spielen nur 1 Tor. Saß auch hier im letzten Jahr meist auf der Tribüne. Die Hanseaten stiegen auf, aber planten ohne ihn. Ein Wechsel zu Concordia Hamburg erwies sich als Falschmeldung.

 

Nach einem kurzen Abstecher zu PAE Panionius im Sommer 2001 (nur 2 Einsätze) spielte er von Ende 2001 bis 2004 in der Regionalliga bei Holstein Kiel, wo sein Hamburger Trainer Gerd-Volker Schock war. Hier kam er besser zurecht und machte 12 Tore in 68 Regionalligabegegnungen. 2 Berufungen beim Pokal und 4 Partien mit 1 Tor bei den Amateuren in der Oberliga Hamburg/SH.

 

Anschließen von Sommer bis Ende 2004 bei den Stuttgarter Kickers (nur 3 Spiele). Am Schluss noch ein halbes Jahr bei den Kickers-Amateuren (noch einmal 3 Partien in der Oberliga). Beendete seine Karriere 30jährig im Sommer 2005

 

In Wroclaw/Polen gibt es eine Baufirma "Architect 21", die einem Marek Trejgis gehört.

 

BL-Saison Sp To
1997/1998
1998/1999
10
1
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
1998/1999 0 0

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Piotr Trochowski (22.03.1984)

In Polen geboren, kam er mit 5 Jahren als Aussiedler aus Danzig nach Hamburg. Der "Hamburger Jung" reifte in der Jugend von SpVgg Billstedt-Horn, Concordia Hamburg, Oststeinbeker SV und St. Pauli heran, bevor er 1999 in die Jugendmannschaft von Bayern München wechselte. 2001 und 2002 mit dem Team Deutscher A-Junioren-Meister. Spielte ab 2001 parallel dazu in der Zweit-Vertretung der Münchner in der Regionalliga (8 Tore in 38 Begegnungen).

 

2003 erhielt er sogar einen Profivertrag (13 BL-Einsätze, 1 Tor). War auch beim Double 2003, dem Gewinn des Ligapokals 2004  und der Vizemeisterschaft 2004 und im Kader. In der Winterpause 2004/2005 für eine Million Euro Ablöse von der Isar zurück an die Elbe.

 

Durch eine langwierige Verletzung konnte er im ersten Jahr nur bei 3 Partien sein Talent beweisen. Gleich in seinem ersten Spiel (gegen Bayern!) zog er sich eine schwere Knieverletzung zu. Zeigte dann seine wahre Klasse, obwohl er als Spielmacher selten eingesetzt wurde, da diese Position von Rafael Van der Vaart bekleidet wurde. Musste auch 2007 wieder wegen einer langwierigen Muskelverletzung im Beckenbereich um seinen Platz kämpfen. Huub Stevens schätzte ihn anscheinend nicht so sehr und wechselte ihn meist nur ein. Beim neuen Coach Martin Jol blühte "Trotsche" aber sichtbar auf, erhielt die nötige Rückendeckung, hatte seine Wunschposition im zentralen Mittelfeld ad acta gelegt, war auf der linken Seite gesetzt. Besonders imponierten seine dynamischen Dribblings, seine präzisen Standards und seine "Lizenz zum tödlichen Pass". Natürlich schossen Gerüchte über einen möglichen Wechsel (England, Barcelona) aus dem Boden. War auch bei Bruno Labbadia zunächst im offensiven Mittelfeld gesetzt. Verlor aber gegen Ende der Hinrunde durch einige unglückliche Aktionen seinen Stammplatz. Sah dies nicht ein, fühlte sich nicht genügend gewürdigt. Erzielte aber auch dieses Jahr wieder einige herrliche Treffer nach Freistößen. In der nächsten Saison dasselbe. Immer wieder mal konnte er seine Klasse, seine feine Schusstechnik zeigen, insgesamt war es aber zu wenig.

 

Seine Hamburger Bilanz kann sich sehen lassen: 180 BL-Spiele und 20 Tore, 15 Partien im DFB-Pokal mit 5 Treffern, 2 Spiele und 1 Tor im Ligapokal. Einmal wurde er in der Regionalliga (gegen die zweite vom Borussia Dortmund) eingesetzt. Im europäischen Vereinsfußball waren es 8 Begegnungen mit 1 Tor in der Champions League,  32 Partien mit 6 Toren im UEFA-Cup, 13 Spiele und 2 Treffer in der Europa League und 9 Einsätze mit 2 Toren im UI-Cup. Er erreichte 2009 jeweils das Halbfinale gegen Bremen im UEFA-Cup und im DFB-Pokal, sowie 2010 in der Europa League gegen den FC Fulham und gewann 2005 gegen den FC Valencia den UI-Cup.

 

Als ihn auch der neue Trainer Michael Oenning nicht berücksichtigte, wechselte er im Sommer 2011 ins Ausland zum spanischen Erstligisten FC Sevilla. Hier sofort Stammspieler, fühlte sich "pudelwohl." Baute in der Rückrunde ab, doch in der neuen Saison war er wieder der "Alte." Wurde aber durch einen komplizierten Knorpelschaden im Knie, den er im September 2012 gegen den FC Barcelona erlitt, ein komplettes Jahr außer Gefecht gesetzt. Zudem wurde beim Röntgen ein Schienbeinbruch diagnostiziert. Aber dann wieder Stammspieler.

 

Doch durch ein Knochenödem im rechten Knie in der Saisonvorbereitung erneute Zwangspause. Wurde mit den Spaniern 2014 Europa League-Sieger. Völlig überraschend verkündete Sevilla dann im September 2014 die Vertragsauflösung, was Trochowski bestritt. Der Verein ruderte darauf zurück., ließ "Trotsche" jedoch nicht mehr am Training teilnehmen. Piotr durfte sich auch nicht von den Vereinsärzten behandeln lassen. Da kein Ende des Streits absehbar war, verklagte Trochowski im Februar 2015 seinen Verein. 59 Einsätze in LaLiga mit 3 Toren,  7 Partien in der Europa League und 4 Begegnungen in der Copa del Rey (Pokal) stehen zu Buche.

 

Wäre im Sommer 2015 gern zum HSV zurückgekehrt, wo aber kein großes Interesse war. Er unterschrieb dann beim FC Augsburg, zog sich aber noch vor Saisonbeginn einen Riss im Außenmeniskus des linken Knies zu. Und so ging es weiter: Wadenverletzung, Kniereizung. Piotr war fast nie fit. Lediglich 6 Kurzeinsätze mit 149 Minuten sprangen heraus. 20 Minuten mischte er im Pokal mit. Auch in der Europa League war er nur 5 mal in den ersten Partien dabei, gegen Liverpool fehlte er. Deshalb verlängerte Augsburg den Vertrag zum Saisonende nicht.

 

Musste sich im Herbst wegen eines abermaligen Knorpelschadens eine weitere Knie-OP unterziehen, mühte sich in der Reha für ein mögliches Comeback. Lebt wieder in Hamburg, hat noch kein offizielles Karriereende verkündet.

 

Nach ersten Einsätzen in der deutschen U16 und U18 errang er mit der U19 den ersten Titel, er wurde 2002 in Norwegen Vizeeuropameister. In dieser Mannschaft kam er auf 18 Spiele und 5 Treffer. Mit der U20 (13 Spiele, 5 Tore) war er  2003 bei der WM in den VA Emiraten. Reifte in der U21-Elf in 15 Begegnungen und 2 Toren zu einer der wichtigsten Stützen.

 

Fasste aber nur langsam auch in der A-Nationalelf Fuß. War zwar bei der Euro 2008 dabei, aber nur als Tourist ohne Einsätze. Aber dann auf der linken Offensivseite nicht mehr wegzudenken. Glänzte durch seine perfekte Schusstechnik und seine Übersicht und sein "gutes Auge", den Pass im perfekten Augenblick. Sein wunderschöner Treffer zum 1:0-Sieg gegen Wales wurde im November 2008 zum "Tor des Monats" gewählt. Im Sommer 2010 bei der WM in Südafrika dabei, wo das DFB-Team den dritten Platz erreichte, kein Stammplatz, wurde nur ein- oder ausgewechselt. Hier machte er auch sein letztes Spiel von insgesamt 35 (2 Tore), am 07.07.2010 im Halbfinale gegen Spanien.

 

BL-Saison Sp To
2004/2005
2005/2006
2006/2007
2007/2008
2008/2009
2009/2010
2010/2011
3
32
26
32
33
33
21
0
5
2
1
6
4
2
Europa Sp To
2005/2006-ui
2005/2006-ue
2006/2007-cl
2007/2008-ui
2007/2008-ue
2008/2009-ue
2009/2010-el
7
9
8
2
12
11
13
2
0
1
0
3
3
2
DFB-Pokal Sp To
2005/2006
2006/2007
2007/2008
2008/2009
2009/2010
2010/2011
3
1
4
4
2
1
0
0
2
0
3
0
Liga-Pokal Sp To
2006/2007-li 2 0

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Tomas Ujfalusi (24.03.1978)

Der langmähnige Defensiv-Allrounder kam Anfang Dezember 2000 von Sigma Ölmütz an die Alster. In der Jugend war er bei TJ Rymarov und bei Ölmütz. Für die absolvierte er exakt 100 Partien in der 1. Liga (4 Tore) und spielte 7 mal im UEFA-Cup.

 

Schnell entwickelte sich der Tscheche in Hamburg durch gute Leistungen zum Stammspieler. Der U21-Nationalspieler avancierte hier auch zum Nationalspieler. Kampfstarker und technisch versierter Spieler für das defensive Mittelfeld und für die Abwehr, der auch durch seine Kopfballstärke, seine Übersicht und sein Stellungsspiel gefiel. War aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken, was sich auch in 105 Einsätzen (2 Tore) niederschlug. Stand im Finale des Ligapokals 2003 gegen Dortmund. Als er 2003 eine langdauernde Verletzung erlitt, destabilisierte das spürbar die HSV-Abwehr. 7 Einsätze im Pokal und je 2 im Liga-Cup und im UEFA-Pokal. Spielte eine glänzende EM 2004 in Portugal (stieß bis ins Halbfinale vor), weswegen ihn Hamburg nicht mehr bezahlen konnte.

 

Im Sommer 2004 wechselte er für 7,5 Millionen Euro zu den Geldtöpfen des Aufsteigers AC Florenz. Auch hier sofort Stammspieler und Stütze. Erreichte mit den Italienern 2008 das Halbfinale im UEFA-Cup gegen die Glasgow Rangers, schied dort aus. In diesem Wettbewerb insgesamt 13 Einsätze. 123 Partien mit 2 Toren in der Serie A und 13 Spiele im italienischen Pokal.

 

Bei der WM 2006 erhielt er gleich im zweiten Gruppenspiel die Rote Karte. Dann hatte der FC Sevilla großes Interesse an einer Verpflichtung. Doch das Rennen in Spanien machte Athletico Madrid, für die er seit der Saison 2008/2009 spielte. Musste deshalb 875.000 Euro Schadenersatz an Sevilla zahlen. Auch in Madrid sofort wichtiger Mann im Defensivverbund. Gewann 2010 mit den Spaniern die Europa League gegen den FC Fulham (der im Halbfinale den HSV ausgeschaltet hatte), den UEFA Supercup (gegen Inter Mailand) und stand gegen Sevilla im Finale des spanischen Pokals. 92 Einsätze in der LaLiga, 1 Tor in 15 Pokalspielen, 15 Spiele mit 1 Tor im spanischen Pokal. 13 Begegnungen in der Champions League und 12 in der Europa League und 1 mal im UEFA Supercup.

 

Dann entschied er sich für eine neue Herausforderung und ging im Juni 2011 zu Galatasaray Istanbul. Wurde sofort türkischer Meister und Supercupsieger. Im August 2012 Kreuzbandriss, was eine Pause bis Januar 2013 bedeutete. Aber sofort darauf warf ihn ein Meniskuseinriss erneut zurück, er konnte erst im Mai wieder eingreifen. Wurde noch einmal Meister in der Türkei. 41 Partien in der Süper Lig (1 Tor) sowie eine Begegnung im Pokal.

 

Im September zurück in die Heimat zu AC Sparta Prag. Im Dezember 2013 beendete er dort wegen seiner anhaltender Knieprobleme ohne ein weiteres Spiel seine aktive Laufbahn und trat bei Galatasaray Istanbul seine zweite Karriere als Sportdirektor an. Gab den Posten im Sommer wieder ab. Beim Abschiedsspiel von David Jarolim im März 2015 erzählte er, dass er nun als Spielerberater arbeite.

 

Auch bei der Euro 2008 (Österreich/Schweiz) war er wieder mit Tschechien dabei. Das Team schied aber nach zwei Niederlagen bereits nach der Vorrunde aus. Zuvor stand er bereits mit der U19 im Finale der EM 2000 und war mit der tschechischen U23 bei der Olympiade 2000 in Sydney dabei.  Bis zu seinem Rücktritt im April 2009 absolvierte er 78 Begegnungen für die Tschechen und erzielte 2 Tore. 3 mal kam er für die U23 und 5 mal für die U20 zum Einsatz. Auf 26 Spiele mit 1 Tor konnte er bei der U21-Nationalelf seines Landes zurückblicken.

 

Seine Frau Katerina ist eine ehemalige Miss Tschechien.

 

BL-Saison Sp To
2000/2001
2001/2002
2002/2003
2003/2004
19
29
31
26
0
0
2
0
Europa Sp To
2003/2004-ue 2 0
DFB-Pokal Sp To
2001/2002
2002/2003
2003/2004
1
3
3
0
0
0
Liga-Pokal Sp To
2003/2004-li 2 0

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Soner Uysal (24.08.1977)

Wurde vor Beginn der Spielzeit 1997/1998 von Waldhof Mannheim verpflichtet. Er hatte dort 17 Spiele in der zweiten Liga gemacht und 3 Tore erzielt und war eben in die Regionalliga abgestiegen. Im DFB-Pokal war er gegen Freiburg 2 Minuten auf dem Feld gestanden. Spielte zuvor in den Jugendteams von FG Mutterstadt, Ludwigshafener SC und der Jugend von Waldhof Mannheim.

 

Der in Ludwigshafen geborene Türke galt als eine der größten Sturmhoffnungen. Kam aber in Hamburg in der Bundesliga nicht wie erhofft zum Zuge und spielte 9 mal in der Regionalliga-Mannschaft. Ansonsten reichte es nur für 5 BL-Begegnungen und je 1 Einsatz im Pokal (1 Tor) und  UI-Cup.

 

Wurde im Januar 1998 an den Zweitligisten FC Gütersloh ausgeliehen (12 Spiele). Im Sommer wieder zurück und zur Saison 1999/2000 wieder im Kader des HSV. Durch vier Knieoperationen (Knochenhaut, Knorpel, Meniskus) konnte er fast nie spielen, konnte seine zweifellos vorhandenen Klasse nicht zeigen. Kurz nach einem glanzvollen Comeback im April 2000 gegen Rostock warf ihn ein Bandscheibenvorfall erneut zurück. Deshalb wurden es auch nicht mehr als 8 BL-Partien. Auch im Regionalligateam kam er in 3 Jahren nur auf 5 Einsätze. Wurde durch seinen einzigen Treffer für das Profiteam zum Liebling der Fans.  Sein Treffer gegen Unterhaching im Mai 2000 trug mit dazu bei, dass der HSV Platz 3 erreichte und in der Folge die Champions League-Teilnahme sicherte.

 

Verließ die Hanseaten im Juni 2001 und wechselte zurück zum Zweiligisten Waldhof Mannheim. Aber schon ein halbes Jahr später ohne ein Spiel wegen seiner chronischer Knieschmerzen (hatte keinen Meniskus mehr) und Bandscheibenproblemen Sportinvalide. Schnürte die Stiefel unentgeltlich nochmals Anfang 2004 für den TSV Wedel und Anfang 2005 für Örnek Türkspor in der Hamburger Landesliga.

 

Machte eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann bei "Sport Kaat" und war in der Zeit von 2005 bis 2008 wieder als Trainer der U17 und dann Co-Trainer der U19 in die HSV-Familie zurückgekehrt. Im Januar 2009 wurde er als Nachfolger von Rodolfo Cardoso (der Karsten Bäron bei der Zweiten ablöste) zum Chef der U19 befördert. Folgte Cardoso im Sommer 2010 als Co-Trainer zur zweiten Mannschaft. Vertrat im September 2011 seinen Boss auf der Trainerbank, als dieser beim A-Team aushalf.

 

Das gleiche geschah auch im September bis Oktober 2011 und September 2013. Auch unter den Nachfolgern von 2014 Joe Zinnbauer und Daniel Petrowsky blieb er der Assistent. Als Zinnbauer im September 2015 nach St. Gallen abwanderte, wurde er bis Saisonende zum Chef befördert. Trat dann wieder ins zweite Glied und arbeitete an der Seite von Dirk Kunert oder Christian Titz.

 

Als Titz als (vergeblicher) Retter im März 2018 zum Profi-Trainer befördert wurde, nahm er Soner mit. Er sollte das Team auch nach dem Abstieg an der Seite von Titz betreuen, weigerte sich aber und wollte wieder zu den Amateuren zurück. Daraufhin wurde er freigestellt.

 

BL-Saison Sp To
1997/1998
1999/2000
2000/2001
5
8
0
0
1
0
Europa Sp To
1997/1998-ui 2 0
DFB-Pokal Sp To
1997/1998 1 1

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Josha Vagnoman (11.12.2000)

Trotz seines exotisch klingenden vollständigen Namen Josha Mamadou Karaboue Vagnoman ist er ein waschechter Hamburger, der bis 2010 beim Hummelsbütteler SV gegen das Leder trat. Dann ins HSV-internat, wo er sämtliche Jugendjahrgänge durchlief. In der Saison 2017/2018 durfte er als 16jähriger in der U19 auflaufen, kam 19 mal zum Einsatz, traf 2 mal und wurde Vizemeister der Nordstaffel.

 

Seine Lieblingsposition war zwar links in der Abwehr, er konnte aber auch rechts in der Viererkette oder in der Innenverteidigung eingesetzt werden. Wegen seiner starken Leistungen durfte er mit den Profis trainieren und wurde auch in den Kader berufen. Und am 10.03.2018 schnupperte er bei der 6:0-Klatsche in München erstmals für 20 Minuten Bundesligaluft. Er war damit mit 17 Jahren und 89 Tagen jüngster HSV-Bundesligaspieler! Er durfte mit zur WM der deutschen U17 nach Indien fahren und machte dort an der Seite von Fiete Arp 3 Spiele.

 

Seine Leistungen weckten Begehrlichkeiten, aus dem Inland (Dortmund, Leipzig) genauso wie aus England (allen voran Newcastle United). Aber Josha hielt der Raute die Treue und verlängerte im Sommer 2018 seinen (Förder)-Vertrag, der sich an seinem 18. Geburtstag automatisch in einen Profivertrag umwandelt. Er wurde offiziell in den Profikader aufgenommen. Er bekräftigte seine Entscheidung: "Der HSV ist meine Heimat, Hamburg meine Stadt. Ich freue mich auf die kommenden Aufgaben und möchte in der kommenden Saison das Bestmögliche mit der Mannschaft herausholen.“

 

Ein Grund für sein Bleiben war auch Trainer Titz, der ihn schon in der U17 gefördert hatte. Sportvorstand Ralf Becker war erfreut: "Wir sind glücklich, dass wir den Vertrag verlängern konnten. Wir sind überzeugt, dass sich Josha über kurz oder lang in der 1. Mannschaft durchsetzen wird. Wir wollen ihn auf diesem Weg bestmöglich begleiten.“

 

BL-Saison Sp To
2017/2018 1 0
2. Liga Sp To
2018/2019 1 0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Daniel van Buyten (07.02.1978)

Der hünenhafte belgische Nationalspieler mit dem Gardemaß von 1,97 m wurde zur Saison 2004/2005 als Nachfolger für Jan-Nico Hoogma verpflichtet, um die Löcher in der Abwehr dicht zu machen. Ursprünglich agierte er in den Jugendteams von JS Froidchapelle (1986 - 1989, 1990/1991), Olympic Charleroi (1991 - 1993), UBS Auvelais (1993/1994) und Somzee FC (1994 - 1997) als Stürmer. 1990/1991 war er schon mal ein Jahr in Deutschland bei seiner Großmutter und spielte hier für die JSG Lammetal (in der Hildesheimer Gegend).

 

Erst beim RSC Charleroi (1997-1999), der ersten Station im  Erwachsenenbereich, wurde er zum Verteidiger umgeschult (19 Spiele, 1 Tor). Anschließend wie etliche andere HSV-Kicker  (Gründel, Plessers, Hrubesch, Mpenza) auch für 2 Jahr zu Standard Lüttich, wo er 57 mal in der Jupiler Pro League eingesetzt wurde, wobei ihm  7 Treffer gelangen. 6 Partien machte er im Pokal, im UI-Cup war er 2 mal dabei (1 Tor).

 

Sammelte dann bei Olympique Marseille (Juli 2001 - Dezember 2003) internationale Erfahrung.  War für die Franzosen in der Champions League (einschließlich der Quali) 8 mal unterwegs und erzielte 1 Tor. In der französischen Ligue 1 machte er 6 Spiele (12 Tore) und im  Pokal und dem Ligacup brachte Daniel es auf 9 Einsätze und 1 Tor.

 

Im Januar 2004 für die Rückrunde an Manchester City ausgeliehen, für beide Seiten eine unbefriedigende Liaison. Holte dort zwar den FA Cup (1 Einsatz). Doch wegen eines Muskelfaserrisses und einer Rotsperre sprangen lediglich 5 Begegnungen in der Premier League heraus.

 

3,8 Millionen Euro Ablöse musste Diddi Beiersdorfer bei der Verpflichtung des souveränen Abwehrrecken, dessen belgischer Vater schon in Hamburg als Catcher arbeitete und dessen Mutter aus Hannover stammt, an  Marseille überweisen. Der wurde bereits in seiner ersten Saison in Hamburg vor dem  ersten Spiel zum Kapitän bestimmt. Erst an der Elbe brachte "Godzilla" seine volle Leistungsstärke, überzeugte durch nahezu perfektes Kopfballspiel, Torgefährlichkeit und einen hohen Grad an Ballsicherheit. Zusammen mit Boularouz bildete er die beste Innenverteidigung der Bundesliga.

 

Erfolge hatte der HSV in den zwei Jahren nur durch den Gewinn des UI-Cups 2005 gegen den FC Valencia. Daniel trug aber einen entscheidenden Anteil dazu bei, dass der HSV am Ende der Saison 2005/2006 den dritten Platz erreichte, was zur Champions League-Teilnahme berechtigte. Neben 10 Partien im  UEFA-Cup (2 Tore) und 9 im UI-Cup, war er im DFB-Pokal 4 mal dabei (1 Treffer). In der Bundesliga gelangen ihm in den 2 Jahren 7 Tore in 61 Begegnungen.

 

Da ihm der Krösus Bayern München mehr Geld bot, wechselte er mit fliegenden Fahnen im Sommer 2006 dort hin. Als Trostpflaster erhielt der HSV aus München 8 Millionen Ablöse. Viele HSV-Fans sahen dies als Verrat. Er konnte dem hohen Erwartungsdruck in München aber nicht immer gerecht werden und fand sich öfters auf der Bank wieder. Gewann 2008 und 2010 das Double. Blühte in der Saison 2009/10 unter van Gaal richtig auf, schoss mehr Tore als die Stürmer. Doch dann nur noch Ergänzungsspieler. Immer wieder wurden für seine Position Hochkaräter verpflichtet (Demichelis, Boateng, Luis Gustavo oder Dante), die ihm den Stammplatz wegschnappten. Fiel auch immer wieder durch kleine Verletzungen zurück. Fiel zum Beispiel die komplette Rückrunde 2011/2012 wegen eines Mittelfußbruchs aus oder kämpfte mit Bronchitis oder Rippenprellung.

 

Doch das "Stehaufmännchen" kämpfte sich immer wieder zurück. Einer der dienstältesten Spieler in München. Aber im Juni 2014 wurde sein auslaufender Vertrag nicht verlängert. Nachdem er kurz auch beim HSV im Gespräch war, gab im August zunächst sein Karriereende bekannt. Da bei den Münchnern aber etliche Spieler verletzt waren, wurde schon ein Monat später über eine Reaktivierung spekuliert. Auch wenn kurz der RSC Anderlecht im Gespräch war, blieb es beim endgültigen Aus. Er blieb den Münchnern als Scout erhalten.

 

Kann in München in den 8 Jahren auf eine unvergleichliche Karriere zurückblicken. In der ersten Liga erzielte er in 158 Spielen 20 Tore. Im DFB-Pokal waren es 26 Partien und 3 Tore und im DFL-Supercup / Ligapokal Begegnungen. In der Champions League waren es phänomenale 47 Einsätze mit 4 Toren. 3 mal war er im UEFA-Cup (1 Tor) und 1 mal bei der FIFA Klub-WM dabei. Je 1 Begegnung in der Regionalliga Süd und der Dritten Liga absolvierte er für die Zweitvertretung der Münchner.

 

Er gewann 4 mal das Double aus Meisterschaft und Pokal (2008, 2010, 2013, 2014). Stand im Pokalfinale 2012 wurde 2 mal Vizemeister (2009, 2012). Ligapokalsieger 2007 gegen Schalke, DFL-Supercup-Sieger 2010 gegen Schalke und 2012 gegen Dortmund und 2 mal Finalist (2013 und 2014). Der größte Triumph war natürlich der Gewinn der Champions League gegen Borussia Dortmund und der nachfolgende Gewinn der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft gegen Raja Casablanca. In der Champions League 2 mal Finalist (2010, 2012) und 1 mal  Halbfinalist (2014 gegen Real Madrid). 2013 zudem Sieger im UEFA Supercup gegen den  FC Chelsea. Durch den Gewinn der Champions League gewann er in diesem Jahr mi 'Bayern München das Triple.

 

Eine feste Größe in seinem Nationalteam, war auch bei der WM 2002 in Japan/Südkorea (im Achtelfinale gegen Brasilien ausgeschieden) im belgischen Team. Bei der WM 2014 in Brasilien, wo die Mannschaft erst im Viertelfinale ausschied, war er bei allen Begegnungen Stammspieler. Beendete anschließend auch hier im August 2014 nach 84 Länderspielen und 10 Toren die Karriere.

 

Er schuf sich nach dem Fußballer-Ende 2015 ein zweites Standbein und gründete die Modemarke "Stars made", die allerdings nur in Belgien und online vertrieben wird. Im Oktober dieses Jahres heuerte er als "Berater des Präsidenten" bei Standard Lüttich an und gewann sofort den belgischen Pokal. Van Buyten fungierte zudem als "Assistent der Geschäftsführung". Eckte da aber mit anderen Verantwortlichen an. Diesen Machtkampf verlor er und bekam im Februar 2017 seine Papiere. Er arbeitet auch als Spielervermittler.

 

BL-Saison Sp To
2004/2005
2005/2006
34
27
5
2
Europa Sp To
2004/2005-ui
2005/2006-ui
2005/2006-ue
4
5
10
0
0
2
DFB-Pokal Sp To
2004/2005
2005/2006
1
3
0
1

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Rafael Van der Vaart (11.02.1983)

Der Sohn eines Niederländers und einer Spanierin (aus Andalusien) wuchs in einer finanziell schwachen Familie in einer "Wohnwagensiedlung" auf. Der niederländische Nationalspieler war wohl der unumstrittene Star der Mannschaft des HSV. Für eine Ablösesumme von 5,1 Millionen Euro wechselte er 2005/2006 von Ajax Amsterdam zum Hamburger Sportverein.

 

Der Linksfuß, der den klassischen ";10er"; spielte, war ein Zögling der weltbekannten Ajax-Fußballschule. Begonnen bei De Kennemens Beverwijk (1987-1993). Lange Zeit wurde er dort als großes Talent gefeiert. Sein Debüt in der Profi-Mannschaft von Ajax feierte er im April 2000. 2001 "Fußball-Talent des Jahres der Niederlande". Gewann 2002 das Double, wurde 2004 Meister und 2003 Superpokalsieger in seiner Heimat, zudem 2003 und 2005 Vizemeister.

 

117 Einsätze mit tollen 52 Toren in der Eredivisie, 2 Tore in 2 Begegnungen um den Johan Cruijff Schaal (Supercup) und 8 Matches (2 Tore) im Pokal. 21 Einsätze mit 4 Treffern in Champions League samt Quali und 8 Spiele (3 Tore) im UEFA-Cup. Doch gegen Ende seiner Zeit in der niederländischen Metropole kam es zu Unstimmigkeiten, die den Wechsel an die Elbe begünstigten.

 

Das erste Länderspiel im Trikot der Oranjes bestritt er im Oktober 2001. Seitdem war er dort lange Zeit nicht mehr wegzudenken. Er war auch bei er EM 2004, bei der WM 2006, der EM 2008 und der EM 2012 dabei. Bei der WM 2010 in Südafrika Vizeweltmeister. Wegen Verletzung nicht bei der WM 2014. Bis Juli 2014 erzielte er in 109 Länderspielen 25 Tore. Zuvor wurde er bereits in 25 Spielen (mit 9 Toren) in den Nationalteams von der U17 bis zur U21 eingesetzt.

 

Thomas Doll und Dietmar Beiersdorf gelang es, Rafael im Sommer 2005 nach Hamburg zu lotsen. Zwar machte ihm ein in der Rückrunde 2005/2006 erlittener Innenknöchelbruch zu schaffen, aber gesund zeigte er, wie enorm wichtig er für das Team war. Vor allem seine Freistoßtore waren eine Augenweide. Ihm war es hauptsächlich zu verdanken, dass der HSV am Saisonende Tabellendritter wurde. Gewann 2005 den UI-Cup gegen Valencia (insgesamt 9 Einsätze und 4 Tore) und spielte mit dem HSV im UEFA Cup (17 Spiele, 8 Tore) und der Champions League (5 Partien mit 3 Treffern).

 

Bundesliga-Fußballer des Monats im September 2005. Wurde Kapitän der Mannschaft und war vor allem im Abstiegskampf 2006/2007 wichtige Stütze und Stabilisator. Seine Leistungen machen ihn auch für andere Clubs interessant. Laut Beiersdorfer war er unverkäuflich, auch Bayern München kassierte beim Buhlen eine deftige Absage. Unbeliebt machte er sich zu Beginn der Saison 2007/2008, als er bekannt gab, zum FC Valencia zu wechseln und sich schon mit einem Trikot der Spanier fotografieren ließ. Zudem boykottierte er deshalb ein Spiel gegen Budapest wegen angeblicher Rückenbeschwerden. Aber Beiersdorfer blieb hart, auch die 15 Millionen von Valencia konnten ihn nicht umstimmen.

 

Am 6. Oktober 2007 stellte van der Vaart einen historischen HSV-Rekord ein. Er traf in sieben aufeinander folgenden Bundesliga-Spielen je einmal. Dies gelang für den Hamburger SV vorher nur Uwe Seeler in der Saison 1963/1964. In den drei Jahren absolvierte er 74 Partien in der Bundesliga, dabei traf er 24 mal ins gegnerische Tor. 6 Spiele machte er ihm DFB-Pokal, in denen ihm 4 Treffer gelangen. Im Ligapokal hatte er 2 Einsätze.

 

Im August 2008 konnte ihn der HSV aber nicht mehr halten, für 15 Millionen wechselte er zum Starclub Real Madrid. Auch hier überzeugte er sofort durch solide Leistungen. Wurde dann aber nicht mehr berücksichtigt. Einziger Titel war der Gewinn des Supercup 2008 (mischte in beiden Spielen mit). 10 mal war er in Partien der Champions League dabei. In der spanischen LaLiga kam er auf 58 Einsätze mit 11 Toren und im Pokal auf 3 Spiele und 1 Treffer. Den Wünschen vieler Fans, wieder zum HSV zurückzukehren, gab er zunächst aber eine Absage, er wollte sich in Madrid durchbeißen.

 

Als dass aber aussichtslos wurde, wechselte er im August 2010 auf die Insel zu den Tottenham Hotspurs. Auch in dieser Mannschaft von Beginn an wichtiger Mann und Führungsspieler. Wurde in der Premier League zum Fußballer des Monats im Oktober 2010 gewählt. Wurde in der Premier League sofort Fünfter und das folgende Jahr Vierter (63 Ligaspiele mit 24 Toren). 6 mal (mit 1 Tor) in FA- und League-Cup dabei. 7 Partien mit 2 Treffern in der Champions League. Im seinem einzigen Spiel der Europa League gegen Heart of Midlothian gelang ihm 1 Treffer.

 

Da der neue Trainer Villas-Boas nicht mehr auf ihn setzte und der HSV verzweifelt einen Regisseur suchte, geschah, was viele gehofft, aber nicht mehr geglaubt hatten. Am 31. 08.2012 (letzte Tag der Transferperiode) wechselte Rafael VdV zurück zum Hamburger SV! 13 Millionen Euro ließ sich der HSV die Rückkehr des Fan-Lieblings kosten. Das war nur durch die großzügige finanzielle Mithilfe von Milliardär und HSV-Investor Klaus-Michael Kühne möglich, der die Summe als zinsloses Darlehen gab. Die Verantwortlichen meinten trotz der leeren Kassen, dies sei ein "vertretbares finanzielles Risiko." Die Verpflichtung hatte einen "Hauch von Hollywood." Er war auch froh, nach vier Jahren wieder das HSV-Trikot zu tragen: "Mit der Rückkehr nach Hamburg geht für mich und meine Familie ein Traum in Erfüllung. Ich freue mich auf drei tolle Jahre. Einen Verein wie den HSV vergisst man nicht. Ich hatte hier meine beste Zeit und habe Hamburg immer vermisst." Einen Teil seiner hohen Ablösesumme zahlte er zurück, als er im Oktober 2012 für 100000 Euro eine HSV-Loge kaufte.

 

Sportlich war er anfangs die lang ersehnte Verstärkung. Er lenkte das Spiel und gab fantastische Pässe. Bis zu einem Muskelfaserriss Ende Oktober, der ihn für den Rest der Vorrunde außer Gefecht setzte, war er an allen HSV-Toren beteiligt. Seine Souveränität strahlte auch auf die verunsicherten Mitspieler ab, die bei seiner Präsenz sofort eine andere Körpersprache hatten. In der Rückrunde schwächelte er, war aber immer noch der Puls- und Ideengeber. Als Trainer Fink einen neuen Kapitän suchte (für den zur Zeit überforderten Westermann) sagte er ohne Zögern zu und stellte sich noch mehr in den Dienst der Mannschaft. Aber immer öfter überwog der Schatten das Licht, zudem fiel er oft wegen Wehwehchen aus. Bestritt die beiden Spiele der Relegation gegen die SpVgg Greuther Fürth.

 

Seit Juni 2005 war Rafael mit der Moderatorin Sylvie Meis verheiratet, die auch im deutschen Fernsehen sehr präsent war ("Supertalent", "Let's dance" oder "DSDS"). Sie freute sich ebenfalls riesig auf die Rückkehr nach Hamburg und twitterte den englischen Fans: "Danke an die Spurs und die Fans für eine wunderbare Zeit! Werden Euch immer lieben. Aber jetzt ist es Zeit, nach Hause zu gehen." Als sich die beiden Anfang 2013 trennten, Raphael mit der Frau seines Freundes Boulahrouz liiert war, ließ sich die Aufregung in der Regenbogenpresse auch an seinen schlechter werdenden Leistungen ablesen.

 

Konnte im Abstiegskampf der neuen Saison keine Impulse geben, was Uli Stein zu dem Satz veranlasste, dass man "immer das Gefühl habe, der HSV spielt Zehn gegen Elf, wenn van der Vaart spielt." Ließ ab und zu seine geniale Ideen aufblitzen, war aber meist nur noch ein Mitläufer. Im Frühjahr 2015 gab der HSV nicht überraschend bekannt, seinen Vertrag nicht zu verlängern. Das Gerücht, dass er im Sommer 2015 in die USA in die Major League Soccer zu Sporting Kansas City wechseln würde, bestätigte sich nicht.

 

In seiner zweiten HSV-Ära erzielte er nochmals 16 Tore in 78 Bundesliga-Partien und war im Pokal 5 mal (2 Tore) dabei. Er stand auch am 28.05.2015 beim Karlsruher SC auf dem Feld, als der HSV in der Relegation eigentlich schon abgestiegen war und in der letzten Minute einen Freistoß bekam. Marcello Diaz nahm den schussbereiten Van der Vaart den Ball weg und traf zum Ausgleich......

 

Rafael wollte noch einmal in Spanien angreifen und unterschrieb beim Aufsteiger Betis Sevilla. Es wurde sein absoluter Tiefpunkt und die schlimmste Zeit seiner Fußballer-Laufbahn. Am Anfang bekam er noch 7 Kurzeinsätze mit insgesamt 178 Spielminuten, aber dann wurde er nicht mehr berücksichtigt. Auch im Pokal stand er in 2 Partien nur 120 Minuten auf dem Platz. Wurde auf die Tribüne verbannt und durfte schließlich nicht mehr mittrainieren, stand auf dem Abstellgleis. Wurde zum Beispiel aus dem Kader genommen, was ihm aber niemand mitteilte und er es erst merkte, als kein Trikot für ihn in der Kabine bereit lag. Sollte im Januar den Verein verlassen. Sollte nach China, Griechenland oder Türkei abgegeben werden, was er aber verweigerte.

 

Im Sommer 2016 verließ er den Verein doch noch und unterschrieb beim dänischen Vorjahresmeister FC Midtjylland. Den Ausschlag hierfür dürfte seine aktuelle Lebensgefährtin Estevana Polman gegeben haben. Die niederländische Handball-Nationalspielerin spielte ganz in der Nähe in Esbjerg. Im ersten Jahr kam er in der Alka Superligaen samt Meisterrunde auf 15 Begegnungen und erzielte 2 Tore. Im Pokal war er 2 mal dabei und in der Europa League mischte er 18 Minuten gegen Osmanlispor mit.

 

Konnte die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen, fehlende Fitness wurde bemängelt. August 2017 Degradierung, durfte nur noch mit der Reserve trainieren. 1 mal 1 Minute und einmal 6 Minuten durfte er bei den Profis mitspielen. Die wurden am Saisonende dänischer Meister, Rafael war nicht dabei. Im Sommer 2018 logischerweise Trennung.

 

Bot dem HSV nach dem Abstieg seine Hilfe an: "Es wäre eine Ehre. Ob als Spieler oder in einer anderen Funktion. Der HSV ist mein Verein, und ich verdanke diesem Klub eine große Karriere.“ Die HSV-Verantwortlichen zeigten kein Interesse. Trainierte dann beim niederländischen PEC Zwolle, um Kondition aufzubauen. Dann lagen Rafa Angebote aus Bali, Dubai und China vor.

 

ER bleib  aber in Dänemark und unterschrieb beim Aufsteiger Esbjerg fB. Zum einen wohnte er jetzt in der gleichen Stadt wie seine Freundin. Zum anderen wurde er als "Leitwolf" für das junge Team verpflichtet.

 

 

Der HSV bot (laut Beiersdorfer) "einen der besten und bedeutendsten Spieler der jüngeren HSV-Geschichte" nach seinem Karriereende eine Rückkehr zum HSV als Jugendtrainer an. Wurde 2012 anlässlich der 125-Jahr-Feier in die "HSV-Jubiläumself " gewählt. VdV trat dann leider verbal nach, indem er tönte, es sei die dümmste Entscheidung seiner Karriere gewesen, Tottenham zu verlassen und zum HSV zurückzukehren. Relativierte diese Aussage jedoch umgehend.

 

 

BL-Saison Sp To
2005/2006
2006/2007
2007/2008
2012/2013
2013/2014
2014-Rel
2014/2015
2015-Rel
19
26
29
27
27
2
24
1
9
8
12
5
7
0
4
0
Europa Sp To
2005/2006-ui
2005/2006-ue
2006/2007-cl
2007/2008-ui
2007/2008-ue
7
8
5
2
9
2
5
3
2
3
DFB-Pokal Sp To
2005/2006
2007/2008
2013/2014
2014/2015
2
4
3
1
0
4
1
1
Liga-Pokal Sp To
2006/2007-li 2 0

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van Drongelen Rick (20.12.1998)

Der Niederländer, geboren in Terneuzen, nahe an der belgischen Grenze, machte seine ersten Schritte im  Fußball beim FC Axel und verbrachte die nächsten Jahre bei der "Jeugd Voetbal Opleiding Zeeland". 2012 wechselte der Abwehrhüne als 13jähriger in die Jugendabteilung von Sparta Rotterdam. Hier kam er im Sommer 2015 bei der Reservemannschaft zu seinen ersten 11 Profispielen in der Beloften Eredivisie (mit 2 Treffern).

 

Aber schon im Januar des folgenden Jahres feierte er sein Debüt bei den Profis in der zweiten Liga, der Jupiler League. Bis Saisonende erreichte er 15 Einsätze mit 1 Treffer und stieg als Meister in die Eredivisie auf. Hier verteidigte er in der Saison 2016/2017 31 mal für Rotterdam. 4 mal war er auch im Pokal dabei. Mit 17 Jahren und 124 Tagen war er der jüngste Torschütze des Klubs.

 

Im Sommertraining im Juli 2017 in Österreich spielte er in einem Testspiel gegen den HSV. Dies schien bei den Hamburger Verantwortlichen nachhaltige Spuren hinterlassen zu haben. Denn als sie verzweifelt nach einem weiteren Innenverteidiger suchten, wurden sie fündig und holten van Drongelen im August 2017 für 3 Millionen an die Elbe. Der Innenverteidiger, der aber auch die linke Abwehrseite beackern konnte, galt als eines der größten Abwehr-Talent der Niederlande. Manager Jens Todt schwärmte: "Er ist zweikampfstark, hat viel Herz und einen enormen Siegeswillen".

 

Mit der Nationalelf war er 2017 bei der U17 EM, machte in diesem Jahrgang und bei der U18 zusammen 11 Partien. In der niederländischen U19, wo er zum Kapitän aufstieg, absolvierte er 13 Begegnungen (bis August 2017 ).

 

BL-Saison Sp To
2017/2018 18 0
2. Liga Sp To
2018/2019 3 1
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
2018/2019 1 0

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Ruud van Nistelrooy (01.07.1976)

Mit der Verpflichtung des niederländischen Weltklassestürmer im Januar 2010 gelang dem HSV die größte Sensation des Transferwinters. Galt als einer der besten Stürmer der Welt und kam ablösefrei von Real Madrid. Seine Torquote war phänomenal, er traf beinahe in jedem Spiel. Ruud war (damals) der einzige, der die Torjägerkanone in  drei europäischen Ligen gewann, nämlich Niederlande (1998/1999 und 1999/2000), England (2002/2003) und Spanien (2006/2007).

 

Fußballer des Jahres in den Niederlanden 1998, 1999, 2000 und in England 2002. War in der Champions League Torschützenkönig 2001/2002, 2002/2003 und 2004/2005. Traf in 219 Pflichtspielen für Manchester United 150mal (0,68 Tore pro Spiele). Bei Real Madrid waren es 46 Tore in 68 Spielen.

 

Rutgerus Johannes Martinus van Nistelrooij, so sein vollständiger Name, begann bei Nooit Gedacht Geffen. Über die Jugend von RKSV Margriet landete er 1993 bei FC Den Bosch, machte dort 1994 in der zweiten Liga sein erstes Spiel bei den Herren und kam zu 69 Pflichtspielen mit 17 Toren. Wechselte 1997 zum SC Heerenven in die Eredivisie, wo er 31 mal zum Einsatz kam und 1 mal traf. im niederländischen Pokal war er 1 mal unterwegs.

 

Dann wieder zurück in seine Heimatregion, diesmal aber zum Spitzenclub PSV Eindhoven. Im ersten Jahr Vizemeister und dann 2000 und 2001 niederländischer Meister. Gewann In den beiden Jahren auch den Superpokal, die "Johan-Cruyff-Schaal". Erzielte in 69 Partien der Eredivisie sagenhafte 63 Tore! In der Champions League (9 Tore in 15 Spielen) und Pokal (5 Partien, 4 Tore) war seine Quote ähnlich gut. Mehr Tore und Einsätze verhinderte eine schwere Knieverletzung, weswegen er auch für die Europameisterschaft 2000 ausfiel.

 

 Im Sommer 2001 machte er den nächsten Schritt und wechselte zu Manchester United auf die Insel, die für ihn knapp 30 Millionen Euro boten. Dort herrschten zuerst Zweifel, ob die Rekordablöse richtig angelegt war, da er mit der schweren Knieverletzung anreiste. Doch er überzeugte durch seinen Torriecher schnell die Kritiker. Schon in der ersten Saison erzielte er 23 Tore in 32 Spielen. Und er erhöhte in 5 Jahren auf 95 Tore  in 150 Begegnungen der Premier League. Auch in Manchester fiel er durch eine Verletzung einen großen Teil der Saison 2004/2005 aus.

 

In der Champions League erzielte er in 47 Partien unglaubliche 38 Tore. Im Community Shield (Superpokal) machte er 6 Partien mit 2 Treffern. Und im FA-Cup war die Ausbeute Schier unglaublich: 14 Buden in 14 Matches! Englischer Meister 2003 und Vizemeister 2006. Weitere Titel: Community Shield 2001 und 2003, FA-Cup2004 und League-Cup 2006. Welttorjäger des Jahres 2002. Bei den UEFA Club Football Awards 2002 und 2003 " Stürmer des Jahres".

 

2006 ging er für 15 Millionen von einem Weltklasseverein zum anderen und unterschrieb bei Real Madrid. Auch hier demonstrierte Ruud eindrucksvoll seine Qualitäten als Torjäger, traf gleich im ersten Jahr 25 mal. Netzte 46 mal in 68 Partien der Primera División ein. Wurde spanischer Meister 2007 und 2008 und gewann den spanischen Supercup 2008. 13 Treffer erzielte er in 19 Spielen der Champions League. Im Pokal war er bei 6 Partien dabei (2 Tore) und im Supercup traf er in 3 Begegnungen 3 mal.

 

Als er aber nach einem Riss des Außenmeniskus zwischen November 2008 und September 2009 knapp ein Jahr pausieren musste und um seinen Platz in der Nationalelf fürchtete, sah er sich nach Alternativen um. Wegen der Verletzungen konnte er etwas mehr als die Hälfte aller Liga-Spiele bestreiten.

 

Nicht zuletzt die Fürsprache seiner Landsleute Van der Vaart und Mathijsen, bei denen er sich erkundigte, weckten seine Neugier auf Hamburg. Von manchen wurde der Transfer skeptisch beäugt, da Ruud wegen eines Muskelfaserrisses in der Hinrunde bei Real nur zwölf Minuten gespielt hatte. Aber wieder einmal strafte er die Skeptiker Lügen. Nachdem er im ersten Spiel gegen den 1. FC Köln erst in der letzten Minute eingewechselt wurde, kam er im nächsten Spiel in Stuttgart nach 65 Minuten aufs Feld. 10 Minuten später machte er sein erstes Zaubertor, dem er zwei Minuten später das nächste folgen ließ. Damit war er definitiv in Hamburg angekommen. Musste aber doch seinem Alter Tribut zahlen und fiel öfters mit muskulären Problemen aus. Ließ aber immer wieder seine Klasse aufblitzen. Erzielte beim Torgelower Greif im Pokal einen Hattrick.

 

Als ihm Real wegen vieler Verletzungen ihrer Stars im Januar 2011 ein neues Angebot machte, wollte er unbedingt zurück nach Spanien. Der HSV bleib aber hart, weshalb sich Ruud zunächst in den Schmollwinkel zurückzog. Erst der neue Trainer Michael Oenning konnte ihn motivieren, nicht glanzlos abzutreten. War auch wichtig als Leitfigur für junge Spieler. Vor allem Heung Min Son himmelte ihn förmlich an.

 

12 mal traf er bei 36 Spielen in der Bundesliga. In 7 Partien in der Europa League (wo im Halbfinale der FC Fulham das Endspiel verhinderte) traf er gegen RSC Anderlecht  und Standard Lüttich.

 

Doch im Sommer 2011 war endgültig Schluss. Er folgte seinem Landsmann Mathijsen nach Spanien zum FC Malaga. Erreichte in der spanischen Primera Division sofort den vierten Platz. Doch im Sommer 2012, als der Verein nach dem Rückzug des Sponsors fast pleite war, beendete er seine eindrucksvolle Karriere. Erzielte seine letzten 4 Tore bei 28 Einsätzen in der Primera División und 1 Treffer bei 4 Begegnungen im Pokal.

 

Auch in der "Oranje"-Elf war er unumstrittener Sturmführer, war bei der WM 2006 ebenso dabei wie bei der EM 2004 und EM 2008. Nachdem er seinen Platz durch die lange Verletzung verlor, hoffte er, durch gute Leistung beim HSV wieder ins Nationalteam zu rutschen. War enttäuscht, dass er nicht für die WM 2010 nominiert wurde. Kam auf 70ß Spiele und 35 Tore in der "Elftal."

 

"Van the Man" war ein äußerst bescheidener und bodenständiger Mensch, "er hat nie aufgehört, der Typ von nebenan zu sein." Er war ein typischer Strafraumspieler mit einem ausgeprägten Killerinstinkt. Die Stärke war seine Beidfüssigkeit. Er machte seine Tore aus dem Nichts und eine einzige Chance genügte ihm meist schon dazu. Er war eigentlich nur im Strafraum gefährlich, aber dort suchte er stets konsequent den Abschluss.

 

Im März 2014 begann seine "zweite Karriere", er wurde Co-Trainer der holländischen Nationalmannschaft unter Bondscoach Guus Hiddink. Hörte nach dem Vertragsende im Sommer 2016 wieder auf. Kümmerte sich anschließend um die Nachwuchsstürmer der U17, U19 und der zweiten Mannschaft seines früheren Vereins PSV Eindhoven.

 

BL-Saison Sp To
2009/2010
2010/2011
11
25
5
7
Europa Sp To
2009/2010-el 7 2
DFB-Pokal Sp To
2010/2011 1 3

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Thomas Vogel (01.03.1967)

Abwehrspieler und Libero. "Birdie" begann seine Karriere 1975 beim niedersächsischen TSV Havelse. Ab 1985 spielte er für diesen Club unter Trainer Volker Finke in der Oberliga Nord (insgesamt 144 Spiele und 4 Tore). Nachdem Havelse 1989 noch in den Aufstiegsspielen an Preußen Münster gescheitert war (Thomas war bei den beiden Begegnungen dabei, gelang 1990 der Sprung in die 2. Liga durch die Aufstiegsrunde (wo er in 8 Partien gegen Wuppertal 1 Treffer erzielte). In der 2. Liga hatte er 22 Einsätze und netzte 2 mal ein. Stieg postwendend nach einer Saison wieder ab. Blieb noch ein Jahr bei den Niedersachsen. Im Pokal war er in 2 Begegnungen dabei.

 

Aber 1992 folgte er seinem Trainer  Finke nach Freiburg zum SC in die 2.Liga. Machte in der ersten Saison 23 Spiele (1 Tor) und stieg sofort in die 1. Bundesliga auf. Bis zum Sommer 1997, wo Freiburg wieder den Gang in die Zweitklassigkeit antreten musste, kam er 88 Mal in der Bundesliga zum Einsatz und 10 mal im DFB-Pokal. 1996 bekam er auch 2 UEFA-Cup Einsätze gegen Slavia Prag.

 

Unterschrieb in der Saison 1997/1998 beim HSV, spielte die ersten 3 Spiele durch und machte 1 Partie im Pokal. Doch dann kam er in dieser Spielzeit nur noch 1 Minute gegen Kaiserslautern zum Zug. Auch im nächsten Jahr kam er nur zu 13 überwiegend Kurzeinsätzen, war eher Ergänzungsspieler. Wenn er aber spielte, war auf ihn Verlass. Auf seiner Lieblingsposition als Libero überzeugte er vor allem durch seine elegante Spielweise. Im UI-Cup 3 mal dabei.

 

Wechselte zur Saison 1999/2000 hoffnungsvoll zum Bundesliga-Absteiger Borussia Mönchengladbach, wo er aber auch nicht über eine Statistenrolle hinauskam, wurde lediglich 3 mal in der Liga und 1 mal im Pokal eingesetzt. Schon im Winter1999/2000 für die Rückrunde in die Regionalliga zum VfR Mannheim. Aber auch hier nur 7 Spiele und 1 Tor.

 

Im Sommer 2000 zurück in den Norden zum Regionalligisten Lüneburger SK. Lief hier erst in der Rückrunde auf und kam da auf 17 Einsätze. Nach dem Abstieg blieb er noch ein halbes Jahr bis Ende 2001, machte aber kein Spiel mehr in der Oberliga Niedersachsen. Wechselte im Januar 2002 zum TSV Wedel in die OL Hamburg. Bis zum Abschluss 2005 beim SV Henstedt-Rhen. Traf da auf Tobias Homp.

 

Ein Jahr später beim Hamburger Bezirksligisten FC Elmshorn Manager mit Trainer Bernd Bressem. Der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann machte bis 1999 ein Fernstudium im  Sportmanagement. Arbeitete dann als Spielerberater. 2004 bei der "ROGON Sportmanagement GmbH", und jetzt bei "Extratime Sportmanagement" von Hanno Balitsch (u.a. mit Axel Sundermann). Betreute hier eine ganze Menge Bundesligaspieler. Seit 2010 auch in Thomas Seeliger's "Soccer-Academy" am Start. Spielt auch in der HSV-Altliga mit.

 

Auf der Seite von "Soccer-Academy" steht über ihn: "Der 'Lange' bestach als Defensivspieler nicht nur durch seine körperliche Präsenz, sondern auch durch seine ruhige und abgeklärte auch manchmal lässig wirkende Spielweise. Wenn er seinen Körper zwischen Gegner und Ball schob, war es für den Gegenspieler äußerst schwer, den Ball zurückzuerobern."

 

NICHT ZU VERWECHSELN mit dem knapp 2 Jahre älteren Thomas Vogel aus Weimar, der unter anderem für den 1. FC Kaiserslautern und Carl Zeiß Jena kickte.

 

BL-Saison Sp To
1997/1998
1998/1999
4
13
0
0
Europa Sp To
1997/1998-ui 3 0
DFB-Pokal Sp To
1997/1998 1 0

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Claus Vogler (25.01.1943)

Kam über die HSV-Jugend und -Amateure. Jugendnationalspieler. Ein Tor erzielte Claus Vogler in der Saison 1963/1964 für den HSV (gegen den Meidericher SV), aber insgesamt reichte es nur zu vier Einsätzen in der Bundesliga und 2 Spielen im Pokal. Wurde sonst nur im Amateurteam eingesetzt. Auch er hatte sich fraglos sportlich mehr am Rothenbaum erhofft. Nach Differenzen mit Trainer Georg Gawliczek, der ihn ein "Milchgesicht" genannt hatte, wurde sein Vertrag im November 1965 gelöst.

 

Anschließend spielte "Mäuschen" bei Concordia Hamburg, wo sein früherer Hamburger Trainer Martin Wilke jetzt am Ruder saß, bis Mitte der 70er in der (zweitklassigen) Regionalliga Nord. In der Zeit von 1966 und 1970 und 1973 bis 1974 lief er 110 mal für "Cordi" in der Regionalliga auf und erzielte dabei 31 Treffer. War dort Regisseur und unumstrittener Führungsspieler. Die übrige Zeit spielte er für Concordia in der Oberliga Nord oder der  Landesliga Hamburg.

 

Verdiente dann mit einer Hafenbarkasse ("MS Waltraud") sein Geld. Als begeisterter Trabrennbahn- Fan war er später gemeinsam mit anderen stolzer Besitzer eines Trabers.

 

BL-Saison Sp To
1963/1964
1964/1965
1965/1966
4
0
0
1
0
0
Europa Sp To
  0 0
DFB-Pokal Sp To
1963/1964 2 0

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Georg Volkert (28.11.1945)

Der Franke vom TSV Ansbach wechselte 1961 noch in der Jugend zum 1. FC Nürnberg und erhielt 1965 dort einen Profivertrag. Er galt schon in ganz jungen Jahren als kommender Nationalspieler. Unter Max Merkel holte er für Nürnberg die letzte Deutsche Meisterschaft, stieg aber das Jahr darauf ab. Weil ihm das viele "Club-Fans" ankreideten (u.a. weil er vom Platz gestellt wurde, einen Spielabbruch provozierte und dadurch 3 Monate fehlte), "flüchtete" er 1969 in die Schweiz zum FC Zürich.

 

Damit war es auch mit seiner DFB-Karriere vorerst nach 6 Einsätzen vorbei. Zudem hatte er Bundestrainer Schön widersprochen, was ihm dieser übel nahm. In Nürnberg kam er vorerst auf 103 Spiele und 27 Tore in der Bundesliga und auf 9 Partien mit 1 Tor im DFB-Pokal. Machte 1968 gegen Ajax Amsterdam 2 Spiele im Europapokal der Landesmeister und 2 Partien im Messestädtepokal (Vorläufer des UEFA-Cups). Dabei gelang ihm der einzige Nürnberger Treffer. Erreichte 1966 und 1969 das Halbfinale im DFB-Pokal jeweils gegen Bayern München.

 

Nachdem das Engagement in der Schweiz auch nicht allzu berauschend ausfiel, drängte er wieder in die Bundesliga. Immerhin hatte er in Zürich 21 Treffer in 52 Ligaspielen erzielt und 1970 den Schweizer Pokal gewonnen. Im Europokal der Pokalsieger machte er dann in 4 Partien 5 Buden (alle in den 2 Begegnungen  gegen die Isländer von IBA Akureyri). Er bestritt auch 2 Spiele im Messepokal (1 Tor).

 

Eigentlich hatte er im Sommer 1971  einen unterschriftsreifen Vertrag von Hertha BSC vorliegen, nahm dann aber das Angebot von Trainer Klaus-Dieter Ochs an und wechselte zum HSV. Er sollte als Nachfolger für Charly Dörfel verpflichtet werden, denn er bald aus der Stammelf verdrängte. Das erste Jahr war Uwe Seeler sein Sturmpartner. 'So richtig in Schwung kam Schorsch aber erst 193, als Kuno Klötzer, sein ehemaliger Trainer aus Nürnberg, neuer Coach wurde. Doch dann ging sein Stern auf.

 

Viele bezeichneten Volkert als den besten Linksaußen, den Deutschland nach dem Krieg hatte - beidfüßig, trickreich, witzig und ein Torjäger dazu. Er heimste jetzt auch etliche Titel ein. Er wurde mit Hamburg 1976 DFB- Pokalsieger gegen Kaiserslautern und Vizemeister und gewann 1977 gegen RSC Anderlecht auch den Europapokal der Pokalsieger. War hier der Matchwinner, erzielte mit einem Strafstoß in der 80.Minute das 1:0 und gab den Pass auf Magath in der 90. Minute zum 2:0. Der HSV stand in dieser Zeit auch in den Finals des UEFA Supercup (1978 gegen Liverpool) und des DFB-Pokals (1974 gegen Eintracht Frankfurt) sowie im Halbfinale des UEFA-Cups (1976 gegen Brügge).

 

Zudem wurde auch noch der Ligapokal 1973 gegen Borussia Mönchengladbach gewonnen. Volkert machte für den HSV zwischen 1971 und 1978 214 Spiele in der Bundesliga und erzielte dabei 62 Tore. 8 Partien bestritt er im Pokal (8 Tore). Im UEFA-Pokal brachte er es auf 19 Einsätze mit 6 Treffern. Im Europapokal der Pokalsieger war er 4 mal dabei (1 Tor) und 1 mal im Supercup.

 

An der Waterkant fühlte sich der Franke pudelwohl. Der schussstarke Flügelflitzer narrte mit seinen tollen Dribblings die Gegenspieler und verzückte die Fans. Er hatte ein glänzendes Ballgefühl und war immer wieder für überraschenden Aktionen gut. Auch Helmut Schön kam nun nicht mehr an ihm vorbei und stellte ihn bei weiteren 6 Länderspielen auf. Doch danach nominierte er Volkert nicht mehr, ihm gefiel seine Spielweise nicht.

 

In einem Bundesligaspiel ordnete Peter Krohn Volkerts vorzeitige Auswechslung an. Vor Wut warf ihm dieser auf dem Platz die Armbinde des Spielführers vor die Füße. Krohn setzte durch, das er nicht einmal mehr auf der Ersatzbank hocken durfte. Doch ohne ihn rutschte der HSV in die unteren Tabellenregionen. Die Fans forderten Volkert. Mit ihm siegte der HSV wieder und die Anhänger erklärten ihn prompt zum beliebtesten Spieler.

 

Schorsch ging anschließend für 2 Jahre nach Stuttgart zum VfB, erreichte 60 Spiele und 26 Tore. Wurde hier 1979 auch Vizemeister und stand im Halbfinale des UEFA-Cups 1980 gegen Borussia Mönchengladbach. In diesem Wettbewerb hatte er 13 Einsätze und traf 6 mal ins gegnerische Gehäuse. Im Pokal erzielte er in 5 Begegnungen 3 Tore. Trat 35 mal zu Strafstößen an, verwandelte dabei 31!

 

Noch einmal schnürte er in der Saison 1980/198 bei seinem alten Verein, dem gerade wieder in die erste Liga aufgestiegenen 1.FC Nürnberg, die Stiefel. Hier machte er 4 Partien im Pokal (mit 2 Toren) und erzielte seine letzten 10 'Treffer in den abschließenden 31 Ligaspielen. Er erzielte in 410 Bundesliga-Spielen bei Nürnberg, Hamburg und Stuttgart 125 Tore. Eine Bilanz, die sich wahrlich sehen lassen kann!

 

Dann ging Volkert wieder nach Hamburg, wo er längst Wurzeln geschlagen hatte und die Generalagentur einer Versicherungsgesellschaft übernahm. Nebenbei schnürte er in der Oberliga Hamburg auch noch bis 1985 für den Hummelsbütteler SV und TuS Hoisdorf die Stiefel, allerdings mehr als Freizeitkicker. In dieser Zeit eröffnete er auch ein Immobilienbüro.

 

Von 1986 bis 1990 war er Manager beim FC St. Pauli, anschließend bis 1991 in der gleichen Funktion (eher unglücklich) beim HSV, von 1991 - 1996 beim VfB Lübeck und von 1996 bis Dezember 1998 beim "Club" aus Nürnberg, wo er Felix Magath als Trainer holte.

 

1993 ging er wieder nach Franken zurück und siedelte sich in der Gemeinde Sachsen in der Nähe seiner Geburtsstadt Ansbach an. Betrieb hier bis zu seinem 65. Geburtstag eine Sportagentur. Spielte dann eher begeistert Golf.

 

Im Juni 2017 erlitt er einen Herzinfarkt, musste ins Krankenhaus und bekam Bypässe.

 

BL-Saison Sp To
1971/1972
1972/1973
1973/1974
1974/1975
1975/1976
1976/1977
1977/1978
31
31
31
34
30
29
28
4
10
8
7
7
13
13
Europa Sp To
1971/1972-ue
1974/1975-to
1974/1975-ue
1975/1976-ue
1976/1977-po
1977/1978-to
1977/1978-su
1977/1978-po
1
4
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10
6
1
1
4
0
1
5
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2
0
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DFB-Pokal Sp To
1971/1972
1972/1973
1973/1974
1974/1975
1975/1976
1976/1977
1977/1978
4
3
5
2
7
2
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0
2
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0
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0
0
Liga-Pokal Sp To
1972/1973-li 9 0

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Walter Volkert (21.09.1948)

Lief schon seit der B-Jugend beim HSV dem Leder hinterher. "Buttje" wurde von Trainer Klaus Ochs 1970 gemeinsam mit Claus-Dieter Kröger, Wolfgang Kampf und Hans-Peter Gummlich von den Amateuren in den Profi-Kader geholt. Aber er kam über einen Einsatz in der Bundesliga nicht hinaus. Am 1. Mai 1970 wurde er im Nord-Derby gegen Eintracht Braunschweig (2:1) in den letzten 13 Minuten für Robert Pötzschke eingewechselt. War auch am 16.09.1970 im Messestädte-Pokal 22 Minuten dabei erzielte beim 7:1 gegen La Gantoise Gent sogar einen Treffer) und machte 2 Partien im Inter-Toto-Pokal.

 

"Buttje" hängte anschließend noch ein Jahr bei Barmbek-Uhlenhorst in der Regionalliga Nord an. Traf dort auf Ernst Kreuz.

 

Wohnt heute in Handeloh und betreute lange Jahre als Trainer, Platzwart und noch mehr die SG Wintermoor 68 (westlich der Lüneburger Heide), angefangen von den Herren bis zu den Jugendlichen. Mit seiner Frau Maren war er auch in verschiedenen Funktionen beim TV Welle tätig. Um 2010 war er bei der Jugend des Buchholzer FC Trainer. 2013 taucht er als Trainer des FC Schneverdingen 2012 in der Kreisklasse der Lüneburger Heide auf. Ab 2014 hier Co-Trainer. Ab dem Sommer 2015 trainierte er die Jugend (U8) vom TV Welle, ebenfalls in der Lüneburger  Heide.

 

BL-Saison Sp To
1970/1971 1 0
Europa Sp To
1970/1971-to
1970/1971-me
2
1
0
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DFB-Pokal Sp To
  0 0

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Thomas von Heesen (01.10.1961)

Tommy wuchs in Höxter auf (erste Vereine waren DJK Albaxen und VfL Höxter) und spielte dann ab 1978 in der Jugend von TuS Schloß Neuhaus (aus diesem Verein entstand später der SC Paderborn 07). Von dort wurde er 1980 als 18jähriger vom HSV verpflichtet und baute in Hamburg auch nebenbei am Heidberg-Gymnasium sein Abitur.

 

In der ersten Saison, wo er auf lediglich 4 Einsätze kam, ahnte niemand, dass daraus eine der größten Spielerkarrieren des HSV seinen Anfang nahm. 14 Jahre spielte er beim HSV, machte 368 BL-Spiele in denen er 99 Tore schoss. Damit liegt er in der HSV-internen ewigen Tabelle jeweils auf Platz 2 (Spiele und Tore). Er war beim größten Erfolg des HSV, dem legendären 1:0-Sieg in Athen über Juventus Turin beim Europapokalfinale 1983, mit von der Partie - wenn auch nur als Einwechselspieler für Bastrup.

 

Außerdem errang er in Hamburg zweimal die Deutscher Meisterschaft (1982, 1983) und wurde 1987 DFB-Pokalsieger  gegen die Stuttgarter Kickers. Dreimal erreichte er in der Bundesliga Platz 2 (1981, 1984, 1987). und einmal Vize-Uefa-Cup-Sieger. Stand in den Endspielen des UEFA-Cups (1982 gegen IFK Göteborg),  des Europäischen Supercups (1983 gegen FC Aberdeen) und des Weltpokals (1983 gegen Gremio Porte Alegre).

 

Insgesamt hat er für den HSV 443 Spiele und 125 Tore auf dem Buckel. Das setzt sich neben den Partien in der Bundesliga zusammen aus 35 Spielen (10 Treffer) im DFB-Pokal, und 1 Einsatz im Super-Cup sowie 6 Begegnungen bei den Landesmeistern mit 3 Toren, 4 Partien bei den Pokalsiegern und 1 im Supercup. Im UEFA-Pokal bestritt er 28 Spiele und traf 13 mal.

 

In Hamburg wurde er auch U21-Nationalspieler, 6 Einsätze zwischen 1981 und 1985. Stand 1982 an der Seite von Rudi Völler, Lothar Matthäus oder Wolfgang Rolff im Finale der Europameisterschaft (Trainer war Berti Vogts). Eine Berufung in die A-Elf des DFB erhielt er leider nie.

 

Von Heesen hatte beim HSV einst die Rolle des Vordenkers inne, und er galt stets als heller Kopf, der wusste und weiß, wie er sich in jeder Lage zu verhalten hat. Bildete von 1987 bis 1989 mit Uwe Bein ein "Traum-Duo." Ein Profi von überdurchschnittlichem Format. War viele Jahre Kapitän der Mannschaft. 1994 bot man ihm nach einer erstklassigen Saison in der er 15 Tore schoss, nur einen 1-Jahresvertrag an, den er ablehnte. Stattdessen wechselte er zu Arminia Bielefeld in die Regionalliga, mit denen er in 2 Jahren unter Mithilfe von 5 weiteren Ex-HSVlern (Stratos, Bode, Eck und Stein, Molata) den direkten Durchmarsch in die Bundesliga schaffte. Dort erzielte er noch sein 100. Bundesliga-Tor, machte in der Bundesliga 10 weitere Partien. Zuvor war er schon bei 28 Zweitligabegegnungen (7 Tore), 26 Regionalligaspielen (7 Tore) sowie 2 Pokalspielen im Einsatz. Beendete hier am 31. Mai 1997 seine aktive Spielerkarriere.

 

Fungierte anschließend bei der Arminia als Sportlicher Leiter. Verpflichtete unter anderem Bruno Labbadia. Sprang im August 1998 für den entlassenen Ernst Middendorp als Trainer ein. Holte Heribert Bruchhagen als seinen Nachfolger. Schaffte in der Saison 1998/1999 den Wiederaufstieg . Coachte dann dort aber nicht weiter, sondern ging bis zum Winter als Teammanager zum Zweitligisten Hannover 96.

 

Nach fast einem Jahr Pause ab Dezember 2000 Trainer beim Ligakonkurrenten 1.FC Saarbrücken, aber schon im August 2001 wieder entlassen. Dann ab dem Sommer 2002 wieder als Manager in Bielefeld. Half im Februar 2004 nach der Entlassung von Benno Möhlmann kurz als Interimstrainer aus. Erlebte hier den Aufstieg 2002, den Abstieg im folgenden Jahr und den sofortigen Wiederaufstieg 2004 mit.

 

Seit Juli 2005 wieder Trainer bei seinen Arminen. Als er seine beabsichtigte Trennung zum Saisonende bekannt gab, die Arminia neun Spiele in Folge sieglos blieb und auf einen Abstiegsplatz rutschte, trat er im Februar 2007 von dieser Position zurück. Ein Jahr später wurde er vom 1.FC Nürnberg als Nachfolger für Hans Mayer geholt. Konnte den Abstieg auch nicht verhindern. Nach gut sechs Monaten - genau 198 Tagen - warf der gleichermaßen glücklose wie unbeliebte Trainer Ende August 2008 beim fränkischen Flaggschiff das Handtuch.

 

Der Westfale wirkte für die Fans unnahbar und spröde. Doch schon im September 2008 nahm er in Zypern ein finanziell sehr lukratives Angebot von Apollon Limassol an. Wurde aber bereits im Januar 2010 wieder entlassen. Grund, wie so oft bei Trainern, "anhaltende Erfolglosigkeit." 

 

Seit November 2011 hatte er wieder einen Arbeitgeber, den abstiegsbedrohten österreichischen SV Kapfenberg. Hier traf er auf den Ex-HSVler Raphael Wolf. Aber auch andere Spieler aus Hamburg wie Fukal, Stepanek, Zimmerman liefen schon in der Steiermark auf. Stieg mit der Mannschaft prompt ab. Als der Club auch in der neuen Saison gefährlich am Tabellenende rumkrebste, wurde er im November 2012 abgelöst. Blieb aber in Kapfenberg als Sportlicher Leiter. Seit dem Sommer 2013 übte er dort die Funktion eines "Beraters des Managements" aus.

 

Die gleiche Funktion hatte er ab März 2014 bei Lechia Gdansk. Nachdem sich die "HSVplus"-Kampagne durchgesetzt hatte, wofür er sich stark eingesetzt hatte, wurde er im August 2014 ins Aufsichtsratsgremium als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender gewählt. Aber schon im Februar 2015 gab er seinen Abschied bekannt, was laut von Heesen von Anfang an so geplant war.

 

Am 1. September 2015 war Tommy wieder beim polnischen Erstligisten Lechia Gdansk, diesmal als Trainer. Dia Amtszeit dauerte allerdings nur 3 Monate. 2017 kaufte der ehemaliger Bremer Keeper Dieter Burdenski den polnischen Erstligisten Korona Kielce. Von Heesen war Medienberichten zufolge in das Geschäft eingebunden.

 

Als der HSV im März 2018 Christian Titz zum Trainer der Profis beförderte und die Stelle des Sportvorstands vakant war, bot sich Thomas als "Berater des Managements" an, um Titz zu unterstützen. Er saß dann alle 8 Spiele bis zum bitteren Ende neben dem Trainer auf der Bank und tauschte sich auch so rege mit ihm aus.

 

Er erschien dann negativ in der Presse, weil er dubiose Geschäfte geplant und mehrere Firmen mit dubiosen Praktiken gegründet haben soll. Es ging u. a. um Beteiligungen an Spielern, die er gleichzeitig trainiert hat. Um die Beratung von Geschäftspartnern, die dann einen finanziellen Totalschaden beklagten.

 

BL-Saison Sp To
1980/1981
1981/1982
1982/1983
1983/1984
1984/1985
1985/1986
1986/1987
1987/1988
1988/1989
1989/1990
1990/1991
1991/1992
1992/1993
1993/1994
4
20
20
15
32
33
33
31
33
32
25
26
31
33
1
7
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2
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7
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2
6
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Europa Sp To
1981/1982-ue
1982/1983-la
1983/1984-su
1983/1984-la
1984/1985-ue
1985/1986-ue
1987/1988-po
1989/1990-ue
1991/1992-ue
9
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DFB-Pokal Sp To
1980/1981
1981/1982
1982/1983
1983/1984
1984/1985
1985/1986
1986/1987
1987/1988
1988/1989
1989/1990
1990/1991
1991/1992
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Liga-Pokal Sp To
1987/1988-sc 1 0

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